Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Journal
- Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Volume
- XXXIII (1971)
- Issue
- 5 (Mayo, 1971)
- Date
- 1971-05-01
- Page
- Seite 15 (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
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MAYO 1971 BOLETIN INFORMATIVO 15 UMSCHAU VEREINIGTE STAATEN Bemerkenswerte Wandlung: Die Hadasa zeigt Interesse fuer Ali ja Hadassa — die grosse juedische Frauenorganisation in Amerika — hat ihre Haltung gegenueber der Einwanderung nach Israel geaendert. An der Winterkonferenz der Hadassa in Jerusalem hat die Praesidentin, Frau Faye Schenk, in ihrem Grundsatzreferat die neue, positive Einstellung zum Ausdruck gebracht. Als an der Konferenz im Jahre 1968 die damalige Praesidentin, Charlotte Jacobson, ein wachsendes Interesse fuer die Alija zeigte, waren viele Zuhoererinnen wahrnehmbar ueberrascht, ja sogar entruestet, da dieses Thema fuer die meisten Leiter amerikanisch-juedischer Organisationen bisher beinahe tabu gewesen war. Nun hat Frau Schenk ausfuehrlich und mit Stolz ueber eine kibuzaehnliche Kernansiedlung der Hadassa in Neve Ilan bei Jerusalem berichtet. Der erste» Gruppe sollen bald zwei weitere nachfolgen, die sich in Amerika schon gebildet haben. In den letzten beiden Jahren sind zahlreiche Mitglieder der Hadassa in Israel eingewandert, die dort eine eigene Organisation gegruendet haben. FRANKREICH Aegyptische Juden wandern mit franzoesischer Hilfe aus Dreihundert Juden aus Aegypten sind kuerzlich in Frankreich angekommen und vom Fonds Social Juif Unifie unter Obhut genommen worden. Den Fluechtlingen war es moeglich, auf Grund von Reisedokumenten auszuwandern, die ihnen franzoesische Konsularbehoerden in Kairo ausgehaendigt hatten, nachdem das franzoesische Aussenministerium auf diplomatischem Wege interveniert hatte. Der Fonds Social Juif hat auch wissen lassen, dass in den ersten zehn Monaten des Jahres 1970 insgesamt etwa 2000 nordafrikanische Juden nach Frankreich gekommen sind, ferner 120 Fluechtlinge aus Osteuropa, in der Hauptsache aus Polen. Die meisten dieser Ankoemmlinge werden als staatenlos betrachtet und ha ben von den zustaendigen franzoesischen Behoerden Dokumente und Identitaetskarten erhalten. Auch diese Fluechtlinge aus osteuropaeischen Laendern stehen unter der Fuersorge des FSJU. Chaban-Delmas bezeichnet die franzoesische Politik als vorteilhaft fuer Israel: Einem Interview in der Strassburger Wochenzeitung "Tribüne Juive" ist zu entnehmen, dass Ministerpraesident Chaban-Delmas erklaert hat, Frankreich sei “unzweifelhaft eines der am wenigsten rassistischen Laender der Welt”. Er bestaetigte auch fruehere Meldungen, wonach Frankreich den Kreml diskret aufgefordert hatte, die beiden Leningrader Todesurteile vom vergangenen Dezember umzuwandeln. Die guten Beziehungen Frankreichs mit der Sowjetunion koennten fuer Israel nur von Vorteil sein. Nur dadurch, dass eine unabhaengige Politik seitens Frankreichs in Moskau gewuerdigt werde, kann es sich Gehoer verschaffen und somit die Bemuehungen um eine gerechte Loesung der Probleme im Nahen Osten erfolgreich gestalten. Ueber den Antisemitismus in Frankreich befragt, betonte Chaban- Delmas, keine Nation sei ohne Fehler. Es gebe sicher auch bei seinen Landsleuten Individuen mit Ressentiments, doch weise man sie allgemein zurueck. BUNDESREPUBLIK Westberlin untersucht neonazistische Vorfaelle: Wie im Westberliner Senat mitgeteilt wurde, haben die Gerichtsbehoer den Untersuchungen eingeleitet ueber 91 neonazistische und antisemitische Vorfaelle im Jahre 1970; im Vorjahre waren es 89 solcher Zwischenfaelle gewesen. Darunter sind 44 Hakenkreuzschmierereien und Aufmalungen von Slogans und 12 Faelle von antijuedischen Belaestigungen. In 24 Vorkommnissen konnten die Urheber ermittelt werden. Ein Sprecher des Senats enthuellte, dass rechtsradikale Aktivitaeten in Westberlin hauptsaechlich von 80 Mitgliedern verschiedener extremer Jugendgruppen getragen werden, waehrend die Bedeutung der NPD-Sektion in Westberlin, mit deren knapp 300 Mitgliedern, sich staendig vermindere. TSCHECHOSLOWAKEI Juedische Gemeinden in der Slowakei: In 23 Orten der Slowakei bestehen juedische Gemeinden, wobei in vier Staedten noch taeglich Gottesdienste abgehalten werden. Nach einem Bericht der Foerderation Juedischer Gemeinden in der Slowakei werden den dortigen Juden seitens der Behoerden fuer religioese Bedürfnisse Erleichterungen gewaehrt. 600 Friedhoefe an Orten, wo heute keine Juden mehr wohnen, werden weiterhin gepflegt, manchmal von den lokalen Behoerden selbst. Als Rabbiner fuer die Slowakei amtet Rabbi Isidor Katz in Galanta. Inventar des Staatlichen Juedischen Museums Prag: Der Direktor des Staatlichen Juedischen Museums in Prag, Dr. Vilem Benda, hat die Vollendung einer neuen Inventuraufnahme bekanntgegeben. Bis jetzt stand allein die “Bibliographische Uebersicht des juedischen Prag” des verstorbenen Otto Muneles aus dem Jahre 1952 zur Ver fuegung. Dieser Ueberblick ist aber nur auf Publikationen beschraenkt, die zwischen 1512 und 1951 erschienen sind, und beruecksichtigt die Manuskripte nicht, die im Juedischen Museum vorhanden sind, darunter wichtiges historisches Material besonders aus dem 17. und 18. Jahrhundert. Ein Buch ueber die Geschichte der Prager Synagogen ist sowohl in englischer wie tschechischer Sprache beim Odeon-Verlag in Prag erschienen. Autoren sind Jean Herman und Milada Vilimkovä. AUSTRALIEN Juedische Patrouillen schuetzen Synagogen: Sicherheitspatrouillen der 33.000 Mitglieder zaehlenden Juedischen Gemeinde in Melbourne sind zum Schutze der Synagogen, Schulen und Gemeindeinstitutionen gebildet worden, um gegen ein moegliches Aufkommen des Nazismus gewappnet zu sein. Ueber das Wochenende werden die Schutzgruppen jeweils noch durch juedische Jugendliche verstaerkt. In einigen Synagogen war in den vergangenen Monaten mehrmals gewaltsam eingedrungen worden, und Hakenkreuze und antijuedische Slogans wurden aufgemalt. Man vermutet die Urheber dieser Beschmutzungen in den Reihen der australischen Nationalsozialistischen Partei. GROSSBRITANNIEN "Freiheitswald" fuer die Juden der Sowjetunion: An der Jahresversammlung des Juedischen Nationalfonds in London ist ein Projekt in Aussicht genommen worden, in Israel fuer die russischen Juden einen Wald von drei Millionen Baeumen zu pflanzen, entsprechend der Anzahl der juedischen Bevoelkerung in der Sowjetunion. Der Vorschlag soll den israelischen Instanzen und einer anfangs naechsten Jahres in Bruessel stattfindenden internationalen Konferenz ueber das Sowjetjudentum vorgelegt werden. Die Pflanzung dieses “Freiheitswaldes” muesste auf internationaler Zusammenarbeit basieren. — In diesem Jahr hat der JNF in England ueber 30.000 engl. Pfund fuer den Eschkol-Wald und mehr als 18.000 Pfund fuer den Schasar-Wald aufgebracht. RUDI JELEIV Feine Goldschmiede Arbeiten Moderne Aendenmgen Uhren Reparaturen Staendige Auswahl von Schmucksaehen Barmlzwahgeschenke Edii. 'Pza. de Aimas Local 136, (entrepiso) Eingang MON’JITAS S78 Telefone 3S486S W. I. Unter den Veranstaltungen des vergangenen Monats gebührt eine besonderer Erwähnung unserer Feier des Yom Haazmaut. Etwa 120 Chaveroth fanden sich ein, um in Gemeinschaft mit Chaveroth der Federación Wizo diesen Nachmittag zu verbringen. Die Festrede hielt der erste Sekretär der Israelischen Botschaft, Herr Herzl Imbar, in der fesselnden Art, die wir an ihm gewohnt sind. Dann sprach Frau Mary Senerman über Geschichte der Wizo, in besonderem Hinblick auf viele der heroischen Frauengestaltcn, die sich in schwerster Zeit unter den grössten Opfern bewaehrt haben. Die Darbietungen des Stefan Tertz-Quartetts verhalfen diesem Nachmittag zu einem harmonischen Ausklang. Wir haben beschlossen, diese gemeinsamen Nachmittage fortzusetzen und planen für den Monat Juni die Vorführung von soeben aus Israel eingetroffenen Diapositiven, die uns, unterstützt durch verbindenden Text, einen Ueberblick geben sollen über israelische Denkmaeler gefallener Helden. Auf den ebenfalls für den Monat Juni geplanten Kurs über verschiedene Diäten, den Frau Dr. Alicia Dornblatt halten wird, haben wir bereits im vorigen Monat hingewiesen. Wir sind sicher, dass dieses Thema das Interesse einer grossen Zahl unserer Chaveroth finden wird und schlagen vor, Schreibmaterial mitzubringen. Die Wahlen innerhalb unseres Centro Henrietta Szold wurden auf August verschoben, um auch hierin unserer Uebereinstimmung mit der Federación Wizo Ausdruck zu geben. Wie jedes Jahr im Mai, haben wir jetzt mit unserer besonderen Tätigkeit begonnen, und wir rechnen dabei mit der gewohnten aktiven Beteiligung aller Chaveroth. Ebenso bringen wir Ihnen die Arbeit unserer unermüdlichen Frau Lotte Katz in Erinnerung und bitten, sie und ihre Helferinnen nach Möglichkeit zu unterstützen. KENNTNIS UEBER ISRAEL UNTER DEN JUEDISCHEN STUDENTEN MANGELHAFT Die juedischen Studenten an den englischen Hochschulen sind wegen ihrer ausserordentlichen Unkenntnisse ueber Israel heftig kritisiert worden. David Caplin, Berater am israelischen Entwicklungsminister i u m englischer Herkunft, hat waehrend seines dreiwoechigen Aufenthaltes in England im Auftrag der Jewish Agency und des britischen Zionistenverbandes 17 Universitaeten besucht. Er musste konstatieren, dass die juedischen Studenten bedauerlich wenig ueber das israelische Leben wissen. Sie besitzen keine grundlegenden Informationen ueber politische Fragen und richten sich nach Schablonen und Slogans. Caplin zieht den Schluss, dass die Alija-Werbung um Fachleute auf eine neue Basis zu stellen ist. So wie es weltweite Industriefirmen im allgemeinen handhaben, sollten auch die israelischen Handels¬ und Industriebetriebe Beauftragte an die englischen Universitaeten senden, um geeig nete Kandidaten auszusuchen. Wir beraten Sie unverbindlich bei der Zusamf»! menstellung Ihrer Reisen im In- und Ausland. | | Hotel Reserven-Aus£luege-Pa»*agei» 1 | Guenstige Zahlungsbedingungen I i SPORTSTOUR! Teatinos 304. Tel. 68832-83058-6-3100 | 400 EINTRAGUNGEN INS GOLDENE BUCH — DAVID BEN GURION UEBERREICHT Zwei Alben, die vierhundert Eintragungen ins Goldene Buch des Keren Kayemeth Leisrael enthalten, wurden kuerzlich Herrn David Ben Gurion, dem frueheren Ministerpraesident Israels, ueberreicht, als Ehrung anlaesslich seines Ausscheidens aus der Knesseth nach zweindzwanzigjehriger Mitglie d s c h a ft. Frau Golda Meir und andere Minister, oeffentliche Koerperschaften, Siedlungen usw. beteiligten sich an dem Unternehmen, das vom Kibbuz Mevo Chamma auf der Golanhochflaeche angeregt worden war. PROMINENTE AMERIKA¬ NER PFLANZEN BAEUME IN ISRAEL Das Projekt des Keren Kayemeth Leisrael “Pflanze einen Baum mit eigener Hand” erfreut sich wachsender Populär itaet. Unter denen, die sich an ihm in letzter Zeit beteiligten, befinden sich der Vorsitzende des amerikanischen Senatskomites fuer Waffendienste Sen. Henry Jackson, der erste Direktor des Amerikanischen Friedenskorps und ehemaliger Botschafter der Vereinigten Staaten in Frankreich .Herr Sargent Shriver, und die Oberbürgermeister von zehn amerikanischen Staedten.