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Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel · 1970-05-01 · 5 (Mayo, 1970) · p. Seite 33

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Journal
Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
Volume
XXXII (1970)
Issue
5 (Mayo, 1970)
Date
1970-05-01
Page
Seite 33 (sequence 33)
Language
German
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BOLETIN INFORMATIVO 33 MAYO 1970 Am Ende des Grauens: AUS DEM BEFRfflfll EUROPA Einige Nachrichten vom Mai und Juni 1945 geben einen fluechiigen Ueberblick der Tragoedie, die in den Vierzigerjahren die Menschheit erschuettert hat. FRANKREICH Moebel von Juden in Paris verbrannt; “Hitler hatte Recht; Schickt die Juden ins Krematorium”. PARIS (JTA).— Eine Bande von Antisemiten invadierte eine Wohnung, die von einer Juedin reklamiert wurde, da in ihr ein Kollaborationist wohnte, der die Wohnung von den Deutschen waehrend der Besetzung erhielt. Sie warfen die Moebel auf die Strasse, wo man sie verbrannte, und tanzten um das Feuer waehrend sie schrieen: “Hitler hatte Recht; schickt die Juden ins Krematorium”. Die Polizei kam an, als bereits alle Moebel zerstoert waren, machte aber keine Verhaftungen. LUXEMBURG llnertraeglicher Antisemitismus, Heimgekehrte Juden verlassen das Land. LUXEMBURG (JTA).— Obwohl die Regierung judenfreundlich ist, blueht hier ein nazistischer Antisemitismus, der den Juden das Leben sehr erschwert. Diese Erklaerung wurde von dem Kapitaen Henry Cerf Kuxenbourger abgegeben, der zusammen mit einigen Hundert Juden als Offizier des englischen Heeres nach Luxemburg zurueckkehrte. Der Kapitaen sagte, dass die Mehrheit der 400 Juden, die in dieses Land zurueckkehrten, wieder nach Frankreich und Belgien gingen, da die Situation fuer sie unertraeglich ist. POLEN Polnische Terroristen ermorden ueberlebende Juden. MOSKAU (JTA).— Die polnischen Faschisten der Geheimbewegung organisierten den antisemitischen Terror, der momentan ganz Polen heimsucht. Das Radio von Lublin teilt mit, dass die Terroristen nicht einmal mit den aus dem Todeslager von Oswiecim befreiten Juden Mitleid hatten. Eine Gruppe von Terroristen drang in einen Saal des Lubliner Hospitals ein, das voll juedischer Patienten war, und zuendete den Raum an. Einer der Kranken kam in den Flammen um, und ein anderer wurde schwer verwundet. Zur selben Zeit umzingelten bewaffnete Banden eine Gruppe polnischer Soldaten in der Naehe von Laczne, im Bezirk von Lublin, und nachdem sie jene entwaffnet hatten, befreiten sie 10 von ihnen, die Nichtjuden waren, und toeteten die zwei juedischen Soldaten. Das Radio von Lublin berichtete ferner ueber andere terroristische antijuedische Taten in Warschau und anderen Staedten Polens und bemerkte, dass es “klar sei, dass all diese Zwischenfaelle sorgfaeltig vorbereitet waren, und von Leuten geleitet wurden, die in Schulen der Gestapo trainiert worden sind”. RUMAENIEN Die Sozialdemokratische Partei n fordert die freie ' der Juden, die nach Palaestina gehen wollen. BUKAREST (JTA).— Das Zentralcomite der Sozialdemokratischen Partei Rumaeniens fordert, dass man die Juden frei nach Palaestina auswandern lasse, die nach Palaestina gehen wollen, und dass man den Juden, die im Lande bleiben wollen, gleiche Rechte gewaehrt. Diese Partei schlaegt ferner vor, dass man den Juden, falls sie es wuenschen, das Statut einer nationalen Minderheit gewaehrt, obwohl das Konzept der Minderheiten vor einigen Monaten von der rumaenischen Regierung abgeschafft wurde. Ferner unterstuetzt die Partei die Forderung nach der Schaffung eines Judenstaates in Palaestina. MAI 1945 DIE STUNDE DER ERLOESUflG Der blutigste aller Kriege, die je auf dem Erdball tobten, hat sein Ende gefunden. Viele Jahre werden aber noch vergehen muessen, ehe die letzten Funken dieses ungeheuren Weltbrandes vollkommen verloeschen werden, dessen Flammen mit dem Leben von Millionen unserer Brueder gespeist wurden, damit uns die Freiheit erhalten bleibe. Die Menschheit, voller Schmerz und Resignation, bemueht sich ihre Wunden zu heilen und schlaegt ein neues Blatt im Buche des Lebens auf, das durch den Hass, die Grausamkeit und den teuflischen Ehrgeiz einiger verdorbener Seelen so verschandelt wurde. Die Idee hat den Sieg ueber die Materie davongetragen, und einmal mehr ist der Welt bewiesen worden, dass die rohe Gewalt stets von der Staerke des Geistes besiegt wird. In dieser historischen Stunde, Stemstunde der Menschheit, ist es die erste Pflicht aller derjenigen, die dieses schreckliche Blutbad ueberlebt haben, jener zu gedenken, die in dem Kampf um eine bessere Welt ihr Leben Hessen. Auf den Truemmern der versinkenden Welt soll eine neue bessere aufgebaut werden. Der Krieg ist zu Ende. Aber ist der Sieg vollkommen? Haben die Voelker gelernt, welches die Fundamente der menschlichen Gesellschaft und der Voelkergemeinschaft sein muessen? Wird auch der kommende Frieden gewonnen werden? Es kann keinen wahren Frieden geben, solange es Bestimmungen gibt, die die Einwanderung dieser oder jener Elemente verbieten; solange es Gesetze gibt, die diese oder jene Betaetigung verhindern und solange es Voelker auf der Erde gibt, die nicht als solche anerkannt sind, nur weil dies nicht in die Politik der grossen Maechte passt. Die Jugendfrage kann nicht isoliert von den anderen grundsaetzlichen Problemen betrachtet werden. Darum erheben wir in dieser Stunde unsere Stimme und nehmen teil an dem Jubel ueber den Sieg der Vereinten Nationen, der auch unser Sieg ist - aber zu gleicher Zeit stimmen wir ein in den Ruf aus tausenden von Kehlen, aus Millionen gebrochenen Augen: “Gebt auch uns Gerechtigkeit, gebt auch uns Frieden”. Mehr als einmal wurde uns schon die Loesung unseres Problemes zugesagt, aber immer erst fuer nach Beendigung des Krieges. Jetzt ist der Moment gekommen! Kein militaerisches Problem kann jetzt ein Hindernis sein, die Judenfrage zu unserer Zufriedenheit zu regeln. Die Stunde der Erloesung ist da! (Aus dem Leitartikel von Walter Baron, “Boletín Informativo", Mai 1945). KÜRZ BERICHTET In einem an Ministerpraesidentin Golda Meir gerichteten Telegramm schlug der Kanadisch- Juedische Kongress vor, es moege eine Konferenz der fuehrenden Funktionaere der juedische Gemeinden in aller Welt einberufen werden, die angesichts der Verschlechterung der Lage im Nahen Osten die Solidaritaet des Judentums in der Diaspora und die Entschlossenheit, alle Kraefte zur Unterstuetzung Israels zu mobilisieren, bekunden solle. o—O—o Der Bundesverband juedischer Studenten in Deutschland (BJSD) will kuenftig der “antizionistischen Propaganda an den deutschen Hochschulen” entgegentreten und die Oeffentlichkeit auf die Lage der Juden in der Sowjetunion aufmerksam machen. Nach Mitteilung des BJDS will der Verband voraussichtlich gemeinsam mit der Weltunion der juedischen Studenten eine Informationswoche in der Bundesrepublik veranstalten. o—O—o Vertreter von fuenf groesseren protestantischen Kirchen, der United Church of Christ, der United Methodist Church, der United Presbyterian Church, der Protestant Episcopal Church und der American Baptist Convention, erklaerten nach einer Zusammenkunft in New York, dass “jedwede Beilegung des Nahost-Konfliktes die offizielle Anerkennung des Staates Israel durch die Araber beinhalten muss”. Die Erklaerung wurde saemtlichen Kirchen der obgenannten protestantischen Gemeinschaften zugesandt. Es wird darin des weiteren ausgefuehrt, dass die Araber jeden Kriegszustand mit dem Staat Israel meiden und das Prinzip der Navigationsfreiheit fuer alle Staaten, Israel inbegriffen, im Suez- Kanal und der Meerenge von Tiran anerkennen muessen. Schliesslich wird in der Erklaerung angefuehrt, dass die Forderung auf Rueckgabe der besetzten arabischen Gebiete im Sinne der Sicherheit beider Seiten modifiziert werden muesse. o—o—o “Es gibt eine grosse Aehnlichkeit zwischen Neuseeland und Israel... Beide Laender wurden von Pionieren aufgebaut und beide halten die Freiheit fuer wichtiger noch als das Leben”. Dies erklaerte in Welligton Keith Holyoake, Premierminister von Neuseeland, als ihm vom Juedischen Nationalfonds eine Goldmedaille und ein Zertifikat ueber die Pflanzung eines Haines von tausend Baeumen im Anzac-Wald in Israel zu seinen Ehren ueberreicht wurde. o—O—o Das Nationalversicherungsinstitut in Israel hat neue Erlebens- und Ablebenstabellen aufgestellt. Danach hat ein 25jaehriger Mann die Chance, noch 48,7 Jahre zu leben, und eine gleichaltrige Frau 50,2 Jahre. Bei einem 45jaehrigen Mann ist die Lebenserwartung 29,8 weitere Jahre und bei einer 45jaehrigen Frau weitere 31,2 Jahre. Ein Siebzigjaehriger hat die Aussicht, ueber 80 Jahre alt zu werden. Innerhalb der Koelnischen Gesellschaft fuer Christlich- Juedische Zusammenarb eit wurde ein Jugendkreis gegruendet. Die Sprecher dieses Jugendkreises versicherten in einem Brief an den israelischen Botschafter, sie koennten es nicht laenger verantworten, “radikalen Kreisen mit verbohrten Theorien das Feld allein zu ueberlassen”. o—O—o Der Antrag von 36 traditionsbewussten Juden, die Mikveh in Elath taeglich vor dem Morgengebet (das zwischen vier und fuenf Uhr morgens dort stattfindel) zugaenglich zu machen, wurde vom Obersten Gericht mit der Begruendung abgewiesen, dass es seit 1700 Jahren nicht mehr eine religioese Pflicht zum taeglichen Tauchbad gebe. o—O—o Die “progressistischen” arabischen Oellaender Irak, Libyen und Algerien sind uebereingekommen, gemeinsam von den internationalen Oelkonzessionsgesellschaften die Erhoehung der Rohoelpreise zu fordern. Die Forderung soll den Regierungen hoehere Royalties (Gewinnanteile) einbringen. Libyen und Algerien haben bereits entsprechende Verhandlungen mit den Konzessionaeren begonnen, Irak hat solche angekuendigt. NORBERTO EBEL Reise- Beratung, Flug, Schiff, Fuehrungen Billigste Kombinationen, Gruppen, Tours, Abzahlungen. 22 Jahre bewaehrt (Frueher Agenda Cosmos) Moneda 973, Ofic. 338 SANTIAGO - Ca*. 2982 ^+:+C 7038

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