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Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel · 1957-12-01 · 12 (Diciembre, 1957) · p. Seite 15

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Journal
Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
Volume
XIX (1957)
Issue
12 (Diciembre, 1957)
Date
1957-12-01
Page
Seite 15 (sequence 15)
Language
German
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Diciembre, 1957 BOLETIN INFORMATIVO 15 Ascher Schad 020*1 my"; ISRAELIS und JUDEN Nach einigen Jahren del Forschung und Planung nähert sich nun das Kupferwerk von Timna, 26. km nördlich von Elat, der Vollendung. Sofort nach Ende des Mandats begann man, die Kupferlager im Negew zu untersuchen. Es stellte sich heraus, dass die Kupferlager sich über eine grosse Fläche erstrecken, eine grössere, als sich selbst König Salomon hätte träumen lassen. Die Schicht des Kupfererzes ist acht Meter dick u. bedeckt etwa 250 Hektar. Der Kupfergehalt des Erzes ist rund 1,5 Prozent. DIE KUPFERMINEN DES KOENIGS SALOMON Die Kupferminen des Königs Salomon waren einst das grösste. u. reichste Berg-und Hüttenzentrum des Negew. Schmelzöfen wurden von den starken Winden angefacht, die im Aravatal wehen, das mit dem in der Bibel erwähnten “Tal der Schmiede” sehr wohl identisch sein kann. Es muss eine mächtige.Organisation gewesen sein: Karawanen, die von Ort zu Ort zogen, Nahrungsmittel brachten u. das Erz in die Hochöfen beförderten, Handwerker stellten Metallgegenstände her, die gegen Eisen und Kupferbarren, welche die Hauptware der Kaufleute bildeten, für Gold und andere Erzeugnisse eingetauscht wurden. Kupfer war damals eine “harte Währung” und sein Preis war ein Viertel des Goldpreises. Amerikanische Archäologen haben ein hoch organisiertes Industriezentrum mit Schmelzöfen, Raffinerien und Fabriken ausgegraben und beschrieben. Salomon konzentrierte seine Bemühungen auf die Ausbeute von .Erzadern mit einem hohen Kupfergehalt, die mit den damaligen primitiven Methoden leichter zu schmelzen waren. Das ersehen wir äus den vielen Gallerien, welche durch Sklaven aus dem weissen Sandstein, der die Kupferadern enthaelt, ausgehauen wurden. Salomon war in der Kunst des Schürfens wohl bewandert. LAUGEVERFAHREN Jetzt soll das Kupfer aus dem Erz durch Auslaugen mittels Schwefelsäure gewonnen werden. Es wurden bereits riesige Maschinen installiert, welche die grossen Erzblöcke zu feinem Staub zermalmen. Mit gleichen Teilen Wasser vermischt soll der Schlamm darin mit Schwefelsaeure ausgelaugt werden, wodurch Kupfersuiphat entsteht. Dann werden Eisenabfälle hinzugefügt, und die entstehende Kupferlösung bildet einen Niederschlag von “Kupferzement”, der 80 Prozent metallisches Kupfer enthält. Täglich können auf diese .Art 1500 Tonnen Erz behandelt werden, welche 22 Tonnen metallisches Kupfer ergeben. Der Kupferzement wird nach Europa gesandt und dort elektrolytisch raffiniert werden, da der elektrische Strom in Israel hierfür zu teuer ist. Der Kostenpreis des Kupfers nach der Elektrolyse (zu 09 Prozent rein) wird sich in Westeuropa auf etwa 660 Dollar pro Tonne stellen, während der Marktpreis 340— 870 Dollar beträgt. Man hat bereits 16 Millionen IL :n diese Anlage investiert: die Summe schliesst die Herstellung von Schwefelsäure, das Kraftwerk und die allgemeine Entwicklung des Gebietes ein. 7 Millionen hiervon sind Devisen, hauptsächlich DM. AUSBILDUNG VON BERGLEUTEN Die israelische Bergbau-und Hütten-Geseilschaft, eine halbstaatliche Körperschaft, hat die vorbereitenden Forschungsarbeiten unternommen Und wird die Ausbeutung beaufsichtigen. Während der ersten Jahre der Produktion werden die wichtigsten Lager durch Schürfen in offenen Gruben gefördert werden, da sich das billiger stellt, als die Arbeit in Stollen u. Schächten, In einem späteren Stadium will man zwei je 1000 Meter lange Tunnels konstruie- DIE KUPFERMINEN VON TIMNA. sH« ÍSrJSiSílíí mm •¿5* A.->: ren, die eine Tiefe von 100 Metern erreichen sollen. Die nachweisbaren Reserven sind 85.000 —100.000 Tonnen Kupfer bei einer jährlichen Produktion von 7.000 Tonnen Dieses Lager kann also für etwa 15 Jahre ausreichen und 200—300 Menschen Arbeit geben. I Die Produktions - Kapazität der .Anlage hat die nachgewie senen Reserven zur Grundlage Sie sind zwar nicht gross, aber auf jeden Fall grösser, als das für eine wirtschaftliche rentable Ausbeute notwendige Minimum. Die Timna-Gruben wer den auch zur Ausbildung für künftige Generationen von israelischen Bergleuten dienen. Trotz der schwierigen Bedingungen in der Wüste, in der die Temperatur 43 Grad erreicht, besteht kein Mangel an Arbeitern. Die Bedingungen sind übrigens in den meisten Bergwerksgebieten der Welt schwierig, da sie gewöhnlich von den Zentren der Zivilisation weitab liegen. Der lokale Kupferbedarf beträgt nur etwa 1.000 bis 1.500 Tonnen pro Jahr. Daher rechnet man damit, dass der Rest entweder im Rohzustand oder, was rentabler ist, — schon verarbeitet exportiert wird. Die Kupferlager von Timna mögen mit internationalem Masstab gemessen recht klein sein, aber in der Wirtschaft Israels bilden sie einen nennenswerten Aktivposten. Es mag nicht lange dauern und die Tradition des “Tals der Schmiede” wird als ein moderner Tribut an Salomon den Industriellen, wieder aufleben. (JEDIOTH HAYOM). Der Lehrer zeigte den Schuelern ein Paar Lederriemen. “Dieses sind Tefillin”, sagte er. Sie werden um den linken Arm und den Kopf gewickelt. Und dies ist ein Tallis, ein Gebetsschal . “Warum nimmt mein Vater nie Tallis und Tefillim um?” fragte ein schwarzaeugiger, zwoelfjaehriger Junge in dem Klassenzimmer von Jerusalem. “Weil Dein Vater nicht religioes ist.” antwortete der Lehrer. “Dann will ich auch von Religion nichts wissen”, gab der Junge zurueck. “Und ich will auch nicht diese Dummheiten lernen”. In ganz Israel reagierten die Schueler mit Aerger, Neugierde oder mit Langeweile auf den neuen Lehrplan, den sowohl die Mehrzahl der Vorkaempfer des Zionismus wie auch die frueheren Generationen in der Diaspora entruestet abgelehnt haetten. Orthodoxe Juden waeren erschrocken bei dem Gedanken, dass ein Kind aufwachsen koennte in Israel, ohne ein Wort der Gebete oder das Anzuenden der Freitagabendkerzen zu kennen. Und die idealistischen, sozialistisch eingestellten Zionisten der vorigen Generation haetten nie ihren Kindern die religioesen Gebraeuche gelehrt, die sie fuer Symbole des Ghettos hielten. Die erste Generation der Zionisten weigerte sich, in der Bibel irgendetwas anderes zu sehen als die Geschichte des juedischen Volkes. Aber in der letzten Zeit begannen selbst die ueberzeugtesten Atheisten zu fuehlen, dass die areligioese Schulpolitik zu weit ging. Die Jugend stand aller juedischen Tradition veraechtlich und unwissend gegenueber. Wie der Direktor der groessten Schule in Jerusalem erklaerte: “Die Kinder, die nach der Gruendung des Staates zur Schule kamen, hatten keinerlei Interesse an der juedischen Vergangenheit, Literatur und Religion”. Auf dem Jugendkongress in Moskau im letzten Sommer kamen die israelischen Abgesandten in eine beschaemende Situation, als sie am Schabbath zur Thoravorlesung aufgerufen wurden und nicht die geringste Idee hatten, was man von ihnen erwartete. Es gab letztlich Anzeichen, dass die Jugend Israels selber Bedenken hinsichtlich ihrer religioesen Entwurzelung bekommen hat. Der neue Lehrplan vermeidet sorgfaeltig das Wort “religioes”. In dem Rundschreiben an die Lehrer erklaert das Ministerium den Unterricht in Talmud und Thora, ueber Tallis und Tefillin als “Inspiration aus der glorreichen Vergangenheit des Juedischen Volkes”. Diese areligioese Art, an den Religionsunterricht heranzutreten, verurteilt ihn, nach Ansicht vieler Lehrer auf religioesen Schulen, im voraus zum Misserfolg. Trotzdem glaubt die Regierung, mit ihrem neuen Lehrplan einem dringenden Beduerfnis abzuhelfen. So sagte ein Sprecher des Unterrichtsministeriums in der letzten Woche: “Selbst die Areligioesen unter uns beginnen zu sehen, was wir unserer Religion verdanken. Die juedische Religion hat einen enormen historischen Wert und unsere Kinder duerfen nicht aufwachsen, ohne ihn zu verstehen. Vielleicht ist sogar unser Fortbestand als Volk gefaehrdet, wenn wir weiterhin die Bindung an unsere Religion leugnen. Religion und Nationalismus sind eng verbunden miteinander in Israel“. (Uebersetzt aus “Time”). Eine neue Olah erzaehlt... Ich bin erst eine verhältnismässig kurze Zeit im Lande. Genau genommen, ein Jahr und fünf Monate und komme aus einer Gegend, die ich hier nicht näher beschreiben möchte. Dort war ich ganz allein und konnte mich mit der Umwelt nicht verständigen, da niemand meine Sprache kannte. Ich wusste nicht, ob ich darüber traurig sein sollte oder nicht. Jedenfalls beschloss ich, diesem langweiligen Zustand ein Ende zu bereiten, von dort aus — und nach Israel einzuwandern. Sofort bei meiner Ankunft hier im Lande — es war in einer grossen Kleinstadt, — lernte ich eine Menge Leute kennen, von deren Dasein ich vorher nichts geahnt habe. Einige behaupteten sogar, sie seien mit mir verwandt. Sie stellten sich mir vor als Eltern, Grosseltern, Onkel, Tanten, Cousinen und ein Mensch behauptete sogar, er wäre mein Cousin. Auch ein Arzt machte sich mit mir bekannt, er war der einzige Mensch, der nicht behauptete, zur Familie zu gehören Ich war von meiner Reise, die lange, dauerte, sehr erschöpft und müde. Darum schrie ich die Leute an, da ich meine Ruhe haben wollte, und ausserdem wollte ich erst mit meiner Mutter allein sein. Mit der Zeit habe ich mich dann an all diese Leute gewöhnt, trotzdem ich nicht nur mitunter, sondern sehr häufig zu meinen Familienangehörigen in Opposition stehe. Das Land — so weit ich es bisher kennengelernt habe, gefällt mir ausgezeichnet und ich möchte nicht wieder dorthin zurück, woher ich gekommen bin. Die Sprache ist schön, macht mir aber noch einige Schwierigkeiten. Doch beherrsche ich sie schon besser, als der eine Grosselternteil von mir. Alle Menschen, mit denen ich zu tun habe, sind lieb und zuvorkommend zu mir, so dass ich mich nicht beklagen kann. Hoffentlich bleibt meine Freude, hier im Lande zu sein, bestehen, und meine Liebe zu Israel wird immer grösser. Dann will ich gerne Propaganda machen für die gleiche Alijah, die ich durchmachte — die natürliche Alijah. Tali Arzi, Rechowoth. (HAKIDMA). LEISTUNGEN DES KKL SEIT DER STAATSGRÖNDUNG 1948 1956 Bodenbesitz des KKL <1 Quadrat c 500.000 Dunem) I 942,000 | 3,464,000 | 5.V * -y. •f¿Ti 1 - roT-S». .H* S-'V *4¿ * •¡6' »i -i í#; ,4*^, s'* V-' * Landwirtschaftliche Siedlungen <) Quadrat - 100 Siedlungen) i »» ( 600 l n dli i ¡ i i i EüQiüEiO Ländlicher und städtischer Wohnbau 1 Quadrat -10.000 Wohneinheiten) 1 13.000 1 I 83,000 1! a ea^j g¡¡ cC= Ja «cTj Siedler 11 Quadrat SO.000 dörfliche Siedler) I 75,000 1 207,000 1 ^1 ISqL ú\ □ Bevölkerung in Wohnvierteln <1 Quadrat ~ 60.000 Seelen) j 50,000 \ 295,000 Í k k k A k k k Urbargemachtes Land (1 Quadrat ='60.000 Dunara) 45,400 | 2)4,300 Beforstetes Land (i Quadrat 16.000 Dunem) 22,200 1 129,600 f iv: w m a á a 4 Tí* tv! (lopflanate Bäume tl Quadrat * 6.000.000 Bäume) 4,998,000 1 27,585.000 1 9 Jj A A 1*1 i *.

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