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Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel · 1957-12-01 · 12 (Diciembre, 1957) · p. Seite 5

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Journal
Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
Volume
XIX (1957)
Issue
12 (Diciembre, 1957)
Date
1957-12-01
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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Diciembre, 1957 BOLETIN INFORMATIVO 5 REGIONALER ZIONISTEN ■ KONGRESS IN TEMUCO Briefwechsel mit Herrn Botschafter Dr. Tsur Ambassade D’Israel Buenos Aires, 16 de Septiembre de 1957. Doctor Don Siegfried Landau, Presidente de “Bnei Israel’' Portugal 810 SANTIAGO. Estimado doctor Landau: Al regresar de mi visita a Chile quiero expresarle la satisfacción que mi esposa y yo hemos experimentado al encontrarnos con los dirigentes de la comunidad que Ud. encabeza y percibir el sentimiento de responsabilidad judía que los anima y su preocupación por el porvenir de Israel, preocupación de la que depende en tan gran medida el futuro destino de nuestra obra común. Quiero también manifestarle nuestro vivo reconocimiento por la cálida recepción que nos ofrecieron, reflejo de una amistad que sentimos inalterable, y hacerle llegar nuestros mejores votos por la labor que con tanta conciencia realizan. Recibe Ud., estimado doctor Landau, el saludo cordial y la alta estimación de JACOB TSUR, Embajador de Israel en Francia. Santiago, 3 de Octubre de 1957. Señor Embajador de Israel en Francia Dr. Don Jacob Tsur París 8 „ 143, Avd. Wagram Excelentísimo señor Embajador: Con gran satisfacción he leído su muy atenta nota del 16 de septiembre de 1957 y le agradezco de todo corazón los amables conceptos contenidos en la misma. Si ya durante su última estadía en Chile y especialmente durante su visita a nuestra comunidad he expresado la viva complacencia que todos hemos sentido al estrecharle nuevamente la mano como amigo de nuestra casa, que también es la suya, sólo me resta asegurar a Ud., que su ausencia en nada ha cambiado el alto grado de estima y amistad que siempre nos ha ligado con Su Excelencia. Reconocemos en todo su valor el inmenso servicio que Ud. está prestando al engrandecimiento de la Medinat Israel y le aseguramos nuevamente que haremos todo lo humanamente posible para realizar la tarea, que hemos prometido, para no defraudar las esperanzas que Ud. ha puesto en el Jishuw de Chile. Reciba Ud., Excelentísimo señor Embajador, las expresiones de mi más alta estima y los cordiales deseos por un muy Feliz Año Nuevo para Ud. y su distinguida señora. SIEGFRIED LANDAU, Presidente de la S. C. 1. “B’ne Jisroel”. Es ist doch noch nicht alles dagewesen! Wenigstens noch kein “erster zionistischer Kongress der suedlichen Provinzen Chiles”. Seien wir ehrlich mit uns selbst: Mit keiner kleinen Dosis Skepsis hat man sich an dieses Project herangewagt. Heute fragen wir uns mit Recht: Wodurch hat sich dieser Kongress vor allen uebrigen seiner Kollegen ausgezeichnet? Liegt der Grund vielleicht darin, dass es sich nicht um einem Kinus mehr handelte, um eine satzungsmaessig zu erfüllende Formalitaet, nicht um einen Kongress mit Wahlen und Kaempfen um (Budget — Posten, bei dem die politischen Leidenschaften aufeinanderstossen? Es war ein Kongress “sui generis”, einberufen auf Veranlassung der der Federación Sionista angeschlossenen Gemeinden im Sueden von Chile, die grossen Wert darauf legten, einmal alle ihre Probleme mit der obersten Instanz des Zionismus in unserem Lande zu besprechen, einmal aus der Isolierung herauszukommen, mit den uebrigen Gemeinden in persoenlichen Kontakt zu treten, einmal sich nicht als “Stiefkinder” fuehlen zu muessen, die man nur besucht, wenn finanzielle Interessen mit dem Besuch verfolgt werden. Diese so ganz anders geartete Basis des Kongresses schuf eine Atmosphaere, die wirklich einzigartig war. Kameradschaftlichkeit, Harmonie, Lust und Liebe fuer die gemeinsamen Ideale, das war der Rahmen des Kongresses, der in vorbildlicher Weise von dem Departamento de Provincias der Federación Sionista gememsam mit der Gemeinde in Temuco vorbereitet worden war, die keine Muehe gescheut haben, um in wochenlangen Verhandlungen die Voraussetzungen fuer eine fruchtbare Arbeit zu schaffen. Und diese fruchtbare Arbeit wurde dann auch in den drei Kongresstagen geleistet. Eine Delegation von ca. 40 Personen aus Santiago — zu denen von unserer Gemeinde die Herren Nuta Ne'benschoss und Siegfried Landau zaehlten —■ beriet gemeinsam mit den zahlreichen Vertretern der Gemeindee von Temuco, Concepción, Valdivia und Los Angeles ueber die wichtigen Probleme der Erfassung der Jugend, ihre juedisch - zionistische Erziehung, chaluzische Jugend- Bewegung, Aliah, Kultur, Propaganda, Organisation — Kontakt mit der nicht juedischen Umwelt. Jede einzelne der vertretenen Organisationen hatte ausfuehrliche (Berichte uelber ihre bisherige Taetigkeit vorbereitet, aus denen sich die erzielten Erfolge •ergaben, aus denen aber auch zu ersehen war, welche Arbeit noch weiterer Entwicklung bedarf, wo das gemeinsame Wirken der Federación und aller Schwesterngemeinden Chiles notwendig ist. Wenn jede demokratische Regierung sich daran gewoehnt hat, programmatisch 'ein Schlagwort festzulegen, was sie unter “regieren” versteht, so darf man von diesem Kongress sagen, dass er es verstanden hat, zu erkennen, dass zionistisches Interesse in allen Kreisen zu erwecken, zu beleben, zu verstaerken in "Diskutieren” ibesteht. Der direkte Gedankenaustausch, das Debattieren ueber die gemeinsamen Probleme, ueber vorhandene Schwierigkeiten, ueber die .Grundlagen der zionistischen Ideen, ueber die Hauptaufgaben der zionistischen (Bewegung nach der Gruendung unseres Staates — das bringt die Menschen naeher. Ein wirklich hohes Niveau hatte dieser Kongress und eine wahre “Chawerlichkeit” zeichnete alle Redner aus. Nicht um zu reden wurde gesprochen, sondern um anzuregen, um zu helfen, Fortschritte zu machen. Alle die zahlreichen Anwesenden — der schoene Gemeinde-Saal von Temuco war stets ueberfuellt — hoerten interessevoll zu, jeder wollte lernen und lernte. Die Kommissionen arbeiteten praktisch, sachlich, praegnant und dieser Arbeit war der Erfolg des Kongresses zu danken. Es wurden wesentliche Beschluesse gefasst, die hoffentlich in der Praxis auch durchgefuehrt weridien. Alle diese (Beschluesse hatten einen gemeinsamen Nenner: Die Ph-ovinz soll mit Santiago auf das Engste verbunden werden. Es soll eine regelmaessige kulturelle Bindung hergestellt werden, die auesserlich dadurch zum Ausdruck kommt, dass ein Delegierter der Provinzen als solcher der Federación Sionista angehoert und als Verbindungs - Offizier taetig wird. Die Provinz soll regelmaessig mit kulturellem Material — Buechern, Schallplatten, Filmen, Radio Uebertragungen usw. — versorgt werden. Gaeste unseres Jischuws sollen — wenn es irgend moeglich ist — auch die entfernteren Provinzen besuchen, damit die Bruecke zwischen Israel und der Golah ueber Santiago hinaus in jeden Ort geschlagen wird, wo juedisches Leben pulsiert und gern pulsieren will. Die juedischen Schulen der Provinzstadte sollen mit ausreichendem Lehr-Material und mit guten Lehrern versorgt 'werden. Der Vize-Praesident des Vaad Hajinuj, der am Kongress teilnahm, wird veranlassen, dass die von ihm vertretene Institution keine Muehe scheut, um diese Zusage zu realisieren. Als ein besonders erfreuliches Ergebnis der Verhandlung in Temuco soll nicht unerwaehnt bleiben, dass es gelungen ist, den Lehrer der juedischen Schule in Temuco, der mit Begeisterung lehrt und bei dem die Kinder mit gleicher Begeisterung lernen, zu bewegen, seine Ruedkreise nach Israel um ein Jahr zu verschieben, um die Kontinuitaet das Unterrichts nicht zu unterbrechen. Wer miterlebt hat, wie die Kinder der hebraeischen Schule in Temuco juedische und habraeische Lieder zum Vortrag brachten, wie die Augen der Kinder strahlten, wie sie gluecklich waren, ihre grossen Kenntnisse einmal in der Oeffentlichkeit unter Beweis stellen zu koennen, wird sich darueber besonders klar sein, was es bedeutet, wenn juedische Kinder in juedischem Milieu, in juedischem Geiste erzogen werden. Der Mercas Letabrut Israel hat es uebernommen, allwoechentlich Druckbogen an die Provinz-Gemeinden zu senden, auf Grund derer man ohne Lehrer die hebraeische Sprache erlernen kann. Diese. Aktion steht unter dem Motto: Bis zum Jom Haazmaut 5718 soll jeder Jude der Golah 500 Worte Hebraeisch koennen. Es kann und soll nicht Aufgabe dieses kleinen Berichtes ueber einen grosen Kongress sein, alle Einzelheiten zu verzeichnen, den Inhalt der Referate wiederzugeben. Diese Zeilen sollen lediglich bezwecken, das sogenannte “ambiente” zu schildern, weil es eben einbesonderes war. Diese Schilderung waere aber unvollkommen, wuerde man nicht erwaehnen, dass das Zusammensein mit den “congresales”, das gemeinsame Einnehmen der Mahlzeiten (am Freitag Abend mit Kiddusch und Benschen) zum Naeherkennenlemen, zum Sichverstehen, zu Freundschaften gefuehrt hat, idie der kuenftigen Arbeit nur dienlich sein koennen. Es darf auch nicht ganz verschwiegen werden, dass nach beruehmtem Muster ein Kongress auch einmal tanzen muss. Davon wurde reichlich Gebrauch gemacht — Sonntag frueh von 3 bis 5 Uhr. In Einem gibt es naemlich keinen Unterschied zwischen Hauptstadt und Provinz: Mit Anfangszeiten nimmt man es nicht ganz genau. Wenn ein Bankett, an dem ca. 250 Personen teilnahmen, fuer 10 Uhr angesetzt ist, so bedeutet dies fuer jeden Eingeweihten — aber nicht fuer jeden Hungrigen — dass man um 1[2 12 Uhr etwas zu essen bekommt. Aber frueh um 10 Uhr war vom General bis zum Rekruten alles wieder am Arbeitstisch im Kongress - Saal. Ein altes Wort behauptet, bisher unwiderlegt, dass 7 Staedte um den Ruhm gestritten haetten, die Geburtsstadt Homers zu sein. Es ist uns vergoennt gewesen, zu erleben, dass sich fast ebenso viele Staedte des Suedens von Chile darum beworben haben, der Sitz des naechsten Provinz - Kongresses zu sein. Gibt es einen schlagkraeftigeren Beweis fuer den Erfolg dieser Tagung? Wir danken als Gemeinde, als Zionisten, als Juden der Federación Sionista und der Gemeinde Temuco und allen ihren verantwortlichen Leitern fuer ihre Initiative, allen Chawerim und Chaweroth — die Wizo mit ihrer besonderen Tagung darf nicht vergessen werden — den intelligenten Referenten, den Praesidenten und ihren Staeben, den Delegierten und dem Fhiblikum en general fuer ihre so wertvolle aktive Mitarbeit. Dieser erste zionistische Provinz-Kongress war ein Positivum. Vivant sequentes. S. L..

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