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Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel · 1957-06-01 · 6 (Junio, 1957) · p. Seite 13

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Journal
Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
Volume
XIX (1957)
Issue
6 (Junio, 1957)
Date
1957-06-01
Page
Seite 13 (sequence 13)
Language
German
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Junio 1957 BOLE TIN INFORMATIVO 13 WINTER - REISEN NACH PERU in Kombination mit den komfortablen Schiffen "Reina del Mar", "Reina del Pacífico", "Usodimare", 'Marco Polo", "Américo Vespucio" und/oder Flugzeug "LAN." Reisetermine: 16.-28. Juli 1957 14.August bis 3.September 1957 23. bis 29.August 1957 6. bis 18.September 1957 4. bis 20.Oktober 1957 8. bis 20.Oktober 1957 PREIS: ab $ 102.000.— bis 265.000.— pro Person einschliesslich HOTEL VERLANGEN SIE UNVERBINDLICH UNSERE DETAILLIERTEN REISEPROGRAMME. GONDRAND MONEDA 1025 — ENTREPISO — TEL. 82662/3 (ueber dem Teatro Windsor) — CASILLA 2932 DIE UNITED RESTITUTION ORGANIZATION (URO) DIE FEIER DER JUGEND teilt IN DER OESTERREICHI - SCHEN SOZIALVERSICHE¬ RUNG haben Dienstnehmer einen Anspruch auf Altersrente bei Erreichung des 65. Lebensjahres (Frauen beim 60. Lebensjahr) und Witwen (ohne Altersbegrenzung). Wesentliche Voraussetzung fuer eine Sozialrente ist ein entsprechendes “Guthaben” an Beitragszeiten. In den meisten Faellen reichen die vor der Auswanderung erworbenen Beitragszeiten nicht aus, um einen Rentenanspruch zu begruenden. Zugunsten der aus Oesterreich stammenden Emigranten, auch solcher die nicht mehr oesterr. Staatsbuerger sind, wurden zwei Ausnahmeregelungen von grosser Bedeutung getroffen: Die Rentenansprueche koennen trotz Auslandsaufenthaltes voll ausbezahlt werden und Rentenrueckstaende werden sogar von Mai 1945 ab nachgezahlt. Ferner werden fuer Personen, die noch keine Rente beziehen, ihre “Guthaben” an Versicherungszeiten wesentlich verbessert. Es kann naemlich erwirkt werden, dass Zeiten der Arbeitslosigkeit in Oesterreich infolge von Nazi- Verfolgungen sowie die Emiso angerechnet werden, als ob fuer diese Zeit vollen Versicherungsbeitraege bezahlt worden grationsperiode bis Maerz 1952 mit: waeren. Diese Begünstigung wird durch Nachzahlung einer geringfuegigen Summe (30 Schilling pro Monat) oder auch beitragsfrei erwirkt. Hierfuer ist eine Frist gesetzt, die am 30. Juni 1957 ablaeuft. Es wird daher den Versicherten dringend empfohlen, klarzustellen, ob die erforderliche Beitragsdeckung vorliegt oder ob sie die Begünstigung bei der Anrechnung fehlender Zeiten beantragen sollen. Zu diesem Zwecke koennen sich die Antragsteller direkt an die Pensions Versicherungsanstalt in Wien V., Blechturmgasse 11, wenden .Um die Frist, die am 30. Juni 1957 ablaeuft, nicht zu versaeumen, wird daher dringend geraten, einen (formlosen) Antrag auf beguenstigte Anrechnung der Beitragszeiten fristgerecht zu stellen. Die Renten koennen auch ins Ausland ueberwiesen werden. Die UNITED RESTITUTION ORGANIZATION (URO) gibt ferner bekannt, dass das Buero in Santiago uebersiedelt ist und seit 1. Juni 1957 in der calle Presldente Rios N.o 26, ebenerdig, oflcina 12 (zwischen San Francisco und Santa Rosa) amtiert. Dr. EGON ROSENFELD. Fast 100 Jugendliche und viele Eltern kamen zu dem Dankgottesdienst, den unsere Gemeinde aus Anlass des israelischen Staatsfeiertages veranstaltete. Jugendliche b e t e t en vor, und man merkte, dass sie es mit Andacht taten. Jugendliche trugen die Tora durch den Saal und Jugendliche waren es, die angespannt den Worten eines jungen Lehrers aus der juedischen Schule zuhoerten, der von der Staatsgruendung sprach, von den 9 Jahren Kampf mit feindlichen Nachbarn, vom Sinaifeldzug und von der Bedeutung des Landes Israel fuer die Zukunft des ganzen Volkes und fuer unsere eigene persoenliche Sicherheit. Im Anschluss an den Gottesdienst, der wuerdig und diszipliniert durchgefuehrt wurde, setzten sich die Kinder in einen grossen Kreis, Rabbiner Egon Loewenstein erzaehlte von der Jom Haazmaut Parade in Israel, die er vor einem Jahre miterleben durfte, und wenn anschliessend an die Kinder Coca Cola und Schokolade verteilt wurde ,eine Verteilung, die mit grosser Begeisterung aufgenommen wurde, dann kann man sicher sagen, dass nicht nur die gute Organisation sondern auch die Bewirtung der Kinder zum Erfolg dieser Feier beigetragen haben. WALTER LEVY. ¿vjt, /tsttte. Ui** 1 ER0EFFNUNG DER SINFONIEKONZERTE In grosser Erwartung standen wir vor der Eroeffnung der neuen Saison der Sinfoniekonzerte, dieses Jahr im Astor. Nicht nur die Tatsache, dass ausser Victor Tevah noch Antal Dorati und Paul Klecki den Taktstock dieser 16 Konzerte uebernehmen werden, sondern auch die Neuheit des Saales und hauptsaechlich seine Akustik machten uns gespannt. Nachdem nun die ersten beiden Konzerte vorbei sind, koennen wir behaupten, dass das Theater Astor kein Konzertsaal ist. Wir hoeren ein gedaempftes Orchester mit schoenem Ton, aber ohne Glanz. Es ist sehr bedauerlich, dass man dieses Problem nicht besser loesen konnte, gerade jetzt, wo das Orchester mit seinen .Fortschritten uns jedes Jahr mehi begeistert. Das erste Konzert brachte uns Prokofieff’s Symphonie Classique, Op. 25, in der sich der Komponist mit dem klassischen Stil auseinandersetzt. Dem modernen Geist dieser Musik liess Tevah mit Charme erscheinen. Es folgte das G-moll Konzert von Max Bruch. Solist war Enrique Iniesta, der diese dankbare Violinliteratur uns auf seiner Geige —gut einstudiert — uebertrug. Es fehlte ihm an Virtuosismus. Tevah leitete das Orchester mit ausdrucksstarker Hingabe, sodass uns die suessen Melodien charaktervoller erschienen. Der zweite Teil dieses Konzertes begann mit dem Adagio fuer Streicher von Samuel Barber. einem amerikanischen Komponisten, der 1910 geboren ist. Mit dramatischem Impuls brachten die Streicher dieses Werk kraftvoll zum Ausdruck. Begeisternd wirkten die lyrischen Ideen dieses Adagios. Und zum Schluss der Till Eulenspiegel von Richard Strauss! Bekannt ist Vielen der pfiffige Schalksnarr, der stets darauf aus war, seinen Mitbuergern ein Schnippchen zu schlagen. Der “Eulenspiegel” ist ein Meisterwerk, das bereits 1895 entstanden ist. Die Drastik der Gerichtsszene, sowie der Humor dieser einzigartigen frischen Partitur, wurde von Tevah und dem Orchester mit vorzueglichem Glanz wiedergegeben. Unvergesslich bleiben uns die Auffuehrungen dieses Werkes unter Fritz Busch, Tevah blieb jedoch auf der gleichen Hoehe. Das zweite Konzert begann mit der Haffner Sinfonie K. V. 385 von Mozart. Tevah ist bekannt als ein vorzueglicher Haydn und Mozart Dirigent. Oft, wenn wir die Beschraenkungen unseres Orchesters spueren denken wir an die Moeglichkeit, dass wenn dieser Dirigent einmal die Leitung eines Orchesters wie zum Beispiel das Boston Symphonie Orchestra bekommen wuerde, und mit diesem Orchester eine Haydn oder Mozart Symphonie spielte, die Kritiker dieses Konzertes Victor Tevah als einen der groessten Dirigenten der Welt dieser Klassiker bezeichnen wuerden. Trotzdem haben wir den Eindruck, dass die Vorbereitung des zweiten Werkes dieses Konzertes die Musiker so in Anspruch nahm, dass sie diesmal Mozart etwas vernachlaessigten, bis auf den letzten Satz, der durch Tevah einen sehr persoenlichen, aber trotzdem geschmackvollen Eindruck machte. Das zweite Werk dieses Abends war die Erstauffuehrung in Chile von Gustav Mahlers “Lied von der Erde”. Mahler hat dieses Werk, das ein Zyklus von sechs Sologesaengen abwechselnd fuer Tenor und Alt ist, Sinfonie genannt. Die Verse dieser Gesaenge stammen aus der chinesischen Lyrik, sodass das Kolorit dieser Musik leicht orientalisch gefaerbt ist, jedoch vollstaendig sinfonisch wirkt. Mit einer hervorragenden Auffuehrung dieser Dichtung gelang es Tevah seine Zuhoerer in eine verklaerte Traumwelt zu bringen. Er bekam es fertig diese romantische Pracht so erfuellend ertoenen zu lassen, dass die beeindruckte Stimmung des Publikums ihm laengere Zeit nicht erlaubte Beifall zu spenden. Der Tenor Eugenio Valori war auf der Hoehe, die dieses Werk verlangt. Seine klare und technisch einwandfreie Stimme war harmonisch mit einer artistisch perfekten Darbietung verbunden. Die Altistin Ivonne Boulanger verstand es ebenfalls ihren dramatischen Text mit geschulter Stimme ertoenen zu lassen. Es war ein perfektes Zusammenarbeiten von Orchester, Solisten und Dirigent, das uns fuer lange Zeit unvergesslich bleiben wird, vielleicht sogar wie die Gloriosa-Melodie am Schluss: “Ewig, Ewig”! JUAN A. TOBIAS. DIE A. T. I. SPIELT FUER DAS ALTERSHEIM Die mit so grossem Erfolg aufgefuehrte Revue der A. T. I. “Die Welt heut Abend um 1|2 11” unter Leitung von Frau Lisa Scott-Schwarz wird am 16. Juni, abends um 7 Uhr in den Raeumen des Gemeindehauses zu Gunsten des Neubaus des Altersheims wiederholt. Durch Ihren Besuch erkennen Sie die grosszuegige Bereitschaft der Kuenstler der A. T. I. an, helfen dem Altersheim und bereiten sich einen vergnueglichen Abend. Karten sind im Gemeindehaus bei der A. T. I. und den Mitarbeitern erhaeltlich.

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