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Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel · 1957-04-01 · 4 (Abril, 1957) · p. Seite 9

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Journal
Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
Volume
XIX (1957)
Issue
4 (Abril, 1957)
Date
1957-04-01
Page
Seite 9 (sequence 9)
Language
German
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Abril, 1957 BOLETIN INFORMATIVO S BEVOELKERUNG ELATS IN 4 MONATEN VERDOPPELT Waehrend bei Beginn der Sinai-Aktion die Bevoelkerung von Elat ca. 1000 Personen zaehlte, befinden sich dort heute 1400 staendige und 600 voruebergehende Einwohner, erklaerte bei einer Pressekonferenz der Vorsitzende der Ortsverwaltung, Chanoch Nenner. Im kommenden Finanzjahr werden 500 neue Wohneinheiten in Elat gebaut, das bis Mitte 1958 eine Bevölkerung von 4500 Personen zu haben hofft. Diese schnelle Entwicklung des Ortes wim aber zugleich eine Reihe von Problemen auf, besonders oezüglich der öffentlichen Dienste in der Stadt, die oft dieser Entwicklung nicht sofort folgen können. So wurden in den letzten Monaten keine neuen Geschäfte in Elat eröffnet' obwohl sich die Bevölkerung verdoppelte, aber in Kürze sollen sechs neue Geschäfte eröffnet werden, acht weitere sind in Bau u. die Errichtung eines Handelszentrums ist geplant. Elat ist heute wahrscheinlich der einzige Ort im Lande, in dem es keine Arbeitslosigkeit gibt und selbst die Familien von neuen Olim, die erst in den letzten Wochen in Elat eintrafen, wurden schon vollkommen eingeordnet. Die künftige Entwicklung Elats zu einer grossen Stadt hängt jedoch in erster Linie von besseren Transportmöglichkeiten ab, d. h. dem Bau eines Hafens, der Verbesserung der bestehenden Landstrasse und der Anlegung einer Eisenbahnlinie. (“Canfit”) HAIFA GRUENDET U - BAHN - GESELLSCHAFT Die Gruendung einer Verkehrsgeseilschaft zum Betrieb der Haifaer Untergrundbahn wurde einstimmig vom Haifaer Stadtrat beschlossen. Die Gesellschaft ist notwendig, um die Devisenfinanzierung des Baus der Untergrundbahn, wie auch die anderen finanziellen Massnahmen durch zufuehren. Wie Buergermeister Aba Chuschi mitteilte, hat er waehrend seines Auslandsaufenthalts mit einer Reihe von Investoren inoffizielle Verhandlungen gefuehrt, doch konnten die Verhandlungen nicht realisiert werden, solange kein diesbezüglicher Beschluss des Stadtrates vorlag. Es handelt sich um die Aufbringung von 2 Millionen Dollar in Devisen und um die Emision von Aktien unter dem israelischen Publikum, besonders der Stadt Haifa. Dieses koenne jetzt mit Hilfe der Verkehrsgesellschaft in die Wege geleitet werden. Nur die Vertreter des Hapoel Hamisrachi und Pagi enthielten sich der Stimme, was sie mit Gewissensruecksichten begruendeten, da es noch nicht klar sei, ob die Untergrundbahn auch am Schabbat verkehren wuerde. Vizebuergermeister Katz forderte in diesem Zusammenhang den Buergermeister auf, sich zu dieser Frage zu aeussern. Aba Chuschi antwortete scherzhaft, dass, die Pariser Rabbiner den Pariser Juden erlaubt haben die Metro auch am Schabbat zu benutzen, auch wenn die Rabbiner selbst nicht von dieser Erlaubnis Gebrauch machen. Von religioeser Seite wurden der Zwischenruf laut: “Das waren wohl Reformrabbiner”. Buergermeister Aba Chuschi erklaerte, dass bei der Vergebung der Konzession fuer den Betrieb der Untergrundbahn den Konzessionsinhabern die Verpflichtung auferlegt werden soll, billige Fahrpreise und die Bedingungen bezueglich der Hygiene und Bequemlichkeit zu erfüllen. Desgleichen soll gefordert werden, dass die Untergrundbahn von den fruehen Morgenstunden bis zu den Abendstunden den Verkehr aufrecht erhalten soll. i&íKí ¡¡¡Hü! Mt mmm mm mm >&❖»!¥>£•& «&••• . Ï4* '*i <e«S BUCK AUF HAIFA KUNSTDUENGERFABRIK INTENSIVIERT PRODUKTION ilpli ■iim mmm KUNSTDUENGER ZUM EXPORT Phosphat-Minen im Negev Sm Die Produktion von Kunstduenger in Israel ist von wesentlicher Wichtigkeit fuer unsere wirtschaftliche Unabhaengigkeit, besonders in Anbetracht der geplanten Erweiterung der Anbauflaechen insbesondere fuer Getreide und Gemuese, betonte ein Vertreter des Landwirtschaftsministeriums bei einem landwirtschaftlichen Kongress ueber Kuenstduengerfragen in der Fabrik “Fertilizers and Chemicals” in Haifa. Es ist gelungen, die Fabrik in einer Weise auszubauen, dass sie den Landesbedarf der Landwirtschaft deckt und sogar noch etwas exportieren kann. Auf diese Weise wuerden 6 bis 7 Millionen Dollar im Jahre eingespart. Es ist besonders wichtig, dass fast das gesamte Rohmaterial fuer die Produktion im Lande zu finden ist. Ueber das Produktionsprogramm des Unternehmens berichtete in seiner Eroeffnungsrede Direktor Goldberg. Demnach wird “Fertilizers and Chemicals” 1957/58 97.600 To. Schwefelsaeure, 105.000 To. Superphosphate und 57.000 To. Ammoniumsulfat hersteilen (alles fuer den Inlandsbedarf). Von der 6000 To. Produktion an Kalciumsulfat werden 4500 To., von 4800 To. Di-Kalciumphosphat 1500 To. zum Export kommen. Ausserdem werden fuer den Inlandsbedarf 4800 To. “Zarhof” - Huehnerfutter und 14.400 To/Ammoniak sowie 2400 To. Salzsaeure hergestellt werden. Auch ein Quantum von Schwefelsaeure fuer Batterien ist im Produktionsprogramm vorgesehen. Dieses Produktionsprogramm beinhaltet in fast allen Punkten eine Steigerung gegenueber dem Vorjahr. In Bezug auf die neue Methode der Duengung mit fluessigem oder gasfoermigem Ammoniak wurden seit Dezember 1955 eingehende Versuche mit verschiedenen Pflanzen wie Futtergras, Zuckerrueben, Baumwolle, Mais, Weizen und Futterrueben durchgefuehrt. TUERKEI BLEIBT GÜTER KUNDE Der Warenaustausch mit der Türkei erreichte im Jahre 1956 ein Total von 8.5 Millionen Dollar in beiden Richtungen und die Türkei blieb somit der drittbeste Kunde Israels— wird aus Regierungskreisen mitgeteilt. Es wird erhofft, dass der Handel zwischen beiden Län dern dieses Jahr zehn Millionen erreichen wird, was aber noch immer hinter dem Rekordjahr 1955 zurückliegt, in welchem der Warenaustausch die Summe von 12 Millionen überstieg. Es wird betont, dass die Ab berufung des Türkischen Gesandten aus Israel die Handelsbeziehungen zwischen den beiden Ländern nicht beeintraechtigte. Zu den Schwierigkeiten, welche den Strom des Warenaustausches behindern, gehören die in der Türkei herrschenden hohen Preise und das begrenzte Waren-Angebot dieses Landes . Voriges Jahr war die Türkei nicht im Stande an Israel Weizen zu liefern, da die Ernte schlecht ausfiel und vierzig Prozent des Israel-Imports war auf Oel-Samen und Oel-Kuchen begrenzt. In frueheren Jahren war Weizen einer der Haupt exporte der Türkei und Israel einer des besten Abnehmer. I Andere Importware umfassten u.a. Nüsse und Trockenobst. Im Jahre 1957 wird mit einer grösseren Einfuhr gerechnet, die unter anderem auch Pferde und Kühe umfassen soll. Autoreifen und Zement ist die wichtigste Exportware Israels nach der Türkei während chemische Erzeugnisse, Arzneien und gewellter Karton an zweiter Stelle kamen. Der Autoexport an die Türkei ist letztens stark zurück gegangen. INTERESSANTE ZAHLEN ISRAEL STEHT AN ERSTER STELLE IN DER WELT MIT DER ZAHL VON AERZTEN PRO EINWOHNER Land Einwohnerzahl Zahl der Aerzte Einwohner auf 1 Arzt ISRAEL 1.900.000 3.874 487 (}) Amerika 165.000.000 209.211 790 Neuseeland 2.100.000 2.641 795 U. D. S. S. R. 216.000.000 . . 273.600 800 Grossbritannien 50.800.000 44.000 1.150 Libanon 1.400.000 1.049 1.330 Aegypten 23.300.000 ' 6.052 3.830 Irak 4.900.000 750 6.530

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