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Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel · 1957-01-01 · 1 (Enero, 1957) · p. Seite 3

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Journal
Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
Volume
XIX (1957)
Issue
1 (Enero, 1957)
Date
1957-01-01
Page
Seite 3 (sequence 3)
Language
German
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Enero 1957 BOLETIN INFORMATIVO 3 mBBEkjo UNSERE SCHULE CHANUKAFEIER DER RELIGIONSCHULE Wieder ist ein Schuljahr zu Ende gegangen mit allen Aufregungen der Eltern und Kinder ueber die bevorstehenden Examen, mit all der Freude ueber gute Zeugnisse und die geglueckte Versetzung in die naechsthoehere Klasse. Aber hat unser Kind auch Fortschritte gemacht, hat seine Entwicklung die Richtung genommen, die wir als verantwortungsbewusste Menschen am Anfang des Schuljahres uns wuenschten, so werden sich viele Eltern fragen, und nur zu oft ■werden sie feststellen muessen, dass nicht alles, was ihre Kinder als Vorbild in der Schule vor sich sahen, ihnen recht ■war. Wir Juden mitteleuropaeischer Herkunft sind als Europäer in unserer Jugend in unserer ueberwiegenden Mehrzahl auf erstklassige Schulen gegangen, auf Schulen, die mehr der Formung des Charakters dienten als der Anhaeufung toten Wissens, Schulen in denen selbst die verknoechertsten Lehrer schon etwas von den Ideen Montessoris und anderer grosser Paedagogen gehoert hatten und wenn wir dann Vergleiche anstellen zwischen dem, was von unseren Kindern verlangt wird, und dem, was wir als wuenschens- 'werten Unterrichtsstoff anse- Tien, dann werden wir oft genug uns fragen: Ist dies die richtige Schule fuer unsere Kinder? Aber wir Juden aus Mitteleuropa sind nicht nur ^Europäer, wir sind vor allem auch Juden, nicht nur mit dem vagen Gefuehl der Zugehoerigkeit zu einer Menschengruppe, der unsere Vaeter und Vorvaeter angehoert haben, nein mehr;noeh mit dem inneren Wissen, von WALTER LEVY dass eine Assimilation unserer Kinder an die Religion und Kultur der Umwelt einen Bruch zwischen ihnen und uns bedeuten werde, einen Bruch, den wir und sie spaeter aufs schmerzlichste empfinden wuer den. Und als Juden, die wir uns eine Assimilation, eine befriedigende Assimilation an diese unsere Umwelt einfach nicht vorstellen koennen, fragen wir uns gleichfalls: Ist die Schule, auf der sich unser Kind befindet, die richtige Schule? Gibt das staatliche Lizeum unserem Kind die Moeglichkeit, sich nach seinen eigenen inneren Gesetzen zu entwickeln oder wird es dort in Formen gezwaengt werden, die uns gar nicht gefallen? Wird es auf der von auslaendischen Kraeften geleiteten Schule unter englischer, nordamerikanischer oder schweizer Leitung spaeter an seine Klassengenossen den Anschluss finden, den ein junger Mensch braucht, um sich nicht zurueckgestossen zu fuehlen und wird es nicht unter einem bewussten oder unbewussten gesellschaftlichen Antisemitismus dort leiden muessen, wie wir ihn in unserer Jugend nur zu gut gekannt haben? Auf alle diese Fragen aber gibt es nur eine Antwort: Die juedische Schule. Fast tausend Jugendliche gehen auf unsere juedische Schule, sie erhalten dort unter Anleitung eines erstklassigen hiesigen Direktors einen Unterricht, der nicht nur allen Anforderungen des chilenischen Unterrichtsministeriums entspricht, sondern der auch dank der Zuziehung von auslaendischen Lehrkraeften vorzugsweise aus Israel den Kontakt mit modernen paedagogischen Ideen behalten hat. Der Unterricht findet in einem der schoensten und modernsten Schulgebaeude Santiagos statt und last not least, die Kinder sind in einer Umgebung, wo sie nie das Gefuehl des Gedruecktseins als Juden empfinden werden, nein im Gegenteil, sie werden dort lernen, als Juden stolz und frei aufzuwachsen, stolz im Bewusstsein der Werte, fuer die ihre Vorfahren Jahrtausende gekaempft haben und frei, weil nur dort, wo der Jude sich offen zu seinem Judentum bekennt, der Nichtjude den Juden als gleichberechtigt anerkennt, wie wir es am besten erst kuerzlich sahen, als zur Einweihung des neuen Schulgebaeudes in Macul S. E. der Praesident uns mit seiner Anwesenheit ehrte und der Herr Unterrichtsminister in unvergesslichen Worten auf die Verbundenheit der chilenischen Kultur mit der Bibel und dem Judentum hinwies. Darum fordern wir alle Eltern unserer Gemeinde auf: Schickt Euere Kinder auf die juedische Schule. Sie ist heute eine der besten Schulen Santiagos, und nur dort, auf der juedischen Schule, werden Euere Kinder aufwachsen, wie Ihr es Euch in Euerem innersten Herzen wuenscht. Ihr aber die Ihr noch zoegert, und zweifelt, ob Ihr Euer Kind nicht doch lieber auf eine andere Schule bringen sollt, denkt daran, wie Ihr Eueren Sohn und Euere Tochter in 15 Jahren Euch vorstellt. Als Juden oder als Nichtjuden. Und dann trefft die Wahl. Denn wollt Ihr Euer Kind zum Juden erziehen, dann gibt es keinen anderen Weg. ABRAHAM DAROM IN CHILE ERKLAERUNG DER REDAKTION Die in unserer Dezember—Ausgabe unterlaufenen, bedauerlichen Satz- und Druckfehler veranlassen uns, die Leser des “B. I.” um Entschuldigung und Nachsicht zu bitten. Leider ist die Verlagsdruckerei, in der unser Blatt seit einigen Monaten in die Presse geht, bis zu der nunmehr bevorstehenden Ankunft neuer Maschinen noch nicht in der Lage, gegen solche und aehnliche Schnitzer eine hinreichende Garantie zu gewaehren. Trotzdem werden die fuer die technische Fertigung verantwortlichen Mitarbeiter alles tun, was in ihrer Macht steht, um die Wiederholung solcher und aehnlicher Fehler so weit wie moeglich zu vermeiden. Wegen Platzmangel kann der 2 Teil des Artikels JUDEN AUF OLYMPI¬ SCHEN SPIELEN von Enrique Gott.hilf, erst in der Februar-Ausgabe erscheinen. Auf Urlaub in Chile befindet sich der Gesandte Israels in Griechenland, Abraham Darom (Drapkin). Darom ist uns als einer der hervorragendsten Aktivisten des Jischuw in Chile in bester Erinnerung; er bekleidete mehrere Jahre hindurch verantwortliche Aemter in der Poale Zion, in der Leitung von “Mundo Judío’’ und vor allem, als Praesident der Federación Sionista de Chile. Zum deutschsprachigen Sektor haben ihn immer die freundschaftlichsten Beziehungen verbunden und es bleibt sein Verdienst, unsere Einordnung in den ersten Jahren der Immigration an hervorragender Stelle gefoerdert und erleichtert zu haben. Nach seiner zu Zeiten der Staatsgruendung erfolgten Alijah wurde Darom zum Direktor der Latein-Amerikanischen Abteilung des Aussenministeriums ernannt; von dort wurde er auf den oben genannten Gesandten-Posten in Athen berufen . Am Donnerstag, den 13. Dezember sprach er auf einer sehr gut besuchten Kundgebung im Circulo Israelita ueber die internationalen Projektionen des Sinai-Feldzuges. Bei Redaktionsschluss vernahmen wir von Plaenen, ihn zu einem Vortrag in unserem Kreis zu gewinnen, wo berechtigtes Interesse besteht, die autorisierte Meinung dieses alten Freundes ueber die wichtigen aktueli len Probleme zu erfahren. WICHTIGE MITTEILUNG Wir bitten unsere Gemeindemitglieder, sich voruebergehend bei Todesfaellen ausserhalb der Buerostunden lediglich mit den Herren. Leon Rosenthal Tel: Privat 41184, Ofic. 82586. Nuta Nebenschoss Tel: Privat 30977, Ofic. 64903 in Verbindung zu setzen. Auch in diesem Jahre lud unsere Gemeinde die Kinder zu einer Chanukafeier ein, die am Mittwoch, d. 5. Dezember stattfand und sehr zahlreich besucht war. Die aktive Teilnahme des Kinderchors des Waad Hachinuch unter Leitung seines bewaehrten Dirigenten Bernardo Feuer und des Generalinspektors der Sochnut Dow Scherzer stellten die ausgezeichneten Beziehungen zwischen uns und der juedischen Schule unter Beweis. Nach dem Entzuenden der Lichter durch einen Schürfer wurde den Anwesenden die Chanukageschichte durch Jugendliche dargestellt erzaehlt. Rabbiner Loewensteirt begruesste die Anwesenden und sprach ueber die Bedeutung dieses Festes, und die Wichtigkeit des Lernens. Dann fuehrte unter Leitung ihres Lehrers Abraham Maguenzo der Kurs Los Leones ein auf Chanuka bezügliches Theaterstueck auf. Herr Dow Scherzer unterstrich mit sehr warmen Worten die Notwendigkeit des juedischen Schulwesens und die Bedeutung der juedischen Erziehung im Rahmen des Vaad Hachinuch. Dieses schoene Pro-- gramm wurde durch Lieder des Schuelerchors der juedischen Schule umrahmt. Abschliessend wurden die Praemien der Religionschule fuer das vergangene Schuljahr und von Frau Marianne Tobias die Praemien des Wettbewerbes der Jugendseite des Boletin Informativo verteilt. Gross war die Freude als die anwesenden Kinder zum Schluss Erfrischungen erhielten. Mit dieser Feier beginnen fuer die Kinder unserer Religionschule die Ferien bis Sonntag d.17. Maerz. An diesem Tage hoffen wir mit einer Purimfeier das neue Schuljahr zu eroeffnen. NOTICIAS DEL COMITE REPRESENTATIVO CONGRESO JODIO MUNDIAL PRECONIZA UNA PAZ JUSTA Y j EftUITATIVA ENTRE ISRAEL Y; SUS VECINOS El Congreso Judío Mundial ha comunicado al Comité Representativo y a la Federación Sionista de Chile que su dirigente, Dr. Israel Goldstein, en una comunicación telegráfica enviada a Mr. Hoover del Departamento de Estado-, y Mr. Henry Cabot Lodge, personero norteamericano en las Naciones Unidas, les manifestó que en el arreglo de la situación en el Cercano Oriente, no caben arreglos a medias y que, a su juicio, corresponde al Gobierno que preside el General Eisenhower, preconice una paz justa y equitativa entre Israel y los países vecinos. También informó el C.J. M. (W.J.C.), que había despachado el siguiente cable a Ben Gurión; “Expresamos a Ud. y al Gobierno y pueblo israelí, nuestros sentimientos de solidaridad con Israel en esta crítica hora. Los actos de autodefensa contra las incesantes agresiones serán comprendidos por los hombres imparciales de todo el orbe. Confiamos que el mundo libre recordará con gratitud a la pequeña Israel como la primera nación que supo desinflar y derrotar la conspiración de Nasser contra el mundo libre. Esperamos que las grandes potencias vean en los últimos acontecimientos una oportunidad para reemplazar el desprestigiado armisticio con una paz efectiva que sea negociada entre Israel y Egipto. Nuestros aplausos a los valientes hijos e hijas de Israel que irán acompañados de nuestros esfuerzos intensificados para ayudar a Israel a mantenerse fuerte”. INSTITUTO DE INFORMACIONES SIONISTAS Por iniciativa conjunta de la Federación Sionista y del Comité Representativo de la Colectividad Israelita de Chile, quedó fundado el “Instituto de Informaciones Sionistas”, que se ha propuesto concentrar y difundir toda clase de informaciones relacionadas con el programa, los propósito* y realizaciones del movimiento sionista, los logros alcanzados en Israel en todos los aspectos de la convivencia nacional y universal y, en general, todo cuanto tienda a ilustrar la opinión pública de Chile sobre la realidad israelí, procurando abarcar al mayor número de personalidades e instituciones del país. La directiva del I. de I.S. quedó constituida como sigue: presidente, Gil Sinay; vicepresidentes, Miguel Maldavsky y Rodolfo Borzutzky; secretario general, Robert Levy; vocales, Samuel Gleiser, Pablo Trumper, León Gomberoff, Juan Guiloff, Enrique Testa, José Berestesky, Guillermo Rosenberg, Roberto Arón y un delegado del Centro Universitario Judío (C.U.J.) El Instituto funciona en las oficinas del Comité Representativo, Serrano 20, cuarto piso, oficina “H”, siendo su secretario técnico rf señor Isaac Vaisberg. RUDI JELEN Feine Goldschmiede Arbeiten REPARATUREN SAN ANTONIO 570. OFICINA 2 Teléfono particular 54361

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