Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Journal
- Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Volume
- XIII (1951)
- Issue
- 9 (Septiembre, 1951)
- Date
- 1951-09-01
- Page
- Seite 15 (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
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Septiembre, 1951 BOLETIN INFORMATIVO 15 O» detítaa ¡ ' LIGA DE DAMAS Kein Zwtegespraech, sondern... eine Berichtigung und Erklaerung. Der 8. September als Auffuehrungs-Datum fuer unser Theaterstueck war eine Illusion, eine sohoene zwar, aber eine uadurchfuehrbare. Zeit ist ein rarer Artikel, fast ist sogar Geld einfacher, leichter aufzutreiben. Alle unsere Kuenstler sind berufstaetig; sie;behaupten, vom Theaterspielen alleine nicht leben zu koennen. Da kann DER an DIESEM, und JENER am ANDERN Tag nicht zur ProDs kommen; und glauben Sie, so ein Stueck muss tuechtig geprobt werden. Also kurz und garnioht gut: wir schaffen’s nicht bis September. Da fast der ganze Oktober mit Feiertagen auegefuellt ist, und wir unseren Goennern eine Ausgabe-Atempause zukommen lassen wollen, haben wir nun fest und endgueltig den 10. und 11. November fixiert, haben das Marconl scnon gemietet, und versprechen Ihnen eine best einstudierte genussreiche Auffuehrung. Was nun, zum Teufel, eigentlich» gespielt wird? Gut, auch das sollen Sie heute als Entschaedigung erfahren. Es ist: r “Der Inspektor”, von Priestley ein tolles, enorm spannendes, hervorragendes Stueck. Ein wichtiger Faktor sichert Ihnen einen wohlgelungenen Abend: die Oberregie von Herrn Reinhold Olchewski, der ln selbstloser, liebenswuerdlgster Weise Frau Spies geholfen hat, die unvermeidlichen Laienfehler auszubessern. Im Ensemble Ist eine Umtoesetzung zu vermerxen. Frau Lore Orzegow hat eingewillLgt. die provisorisch von Anana Goldmann besetzte Rolle zu uebernenmen. Einladung Am Sonntag, den 5. August luden wir alle Mitglieder zu einem Cocktail mit Bridge, Skat, Canasta ein. Wir wollen gleich vorweg nehmen, dass wir mit dem finanziellen Erfolg unserer Veranstaltung zufrieden waren. Nicht so waren wir es mit dem Besuch. Unsere wertvolle Arbeit sollte eigentlich eine weit groessere Besucherzahl heranziehen. Es ist bedauerlich, dass viele nicht begreifen wollen, dass man fuer die Wohltaetlgkelt Opfer bringen muss und oprern soll, und es immer wieder denselben Kreisen ueberlassen, uns die Moegliohkelt zu verschaffen, unsere finanziellen Noete etwas ausgleichen zu koennen. Wir hoffen, dass wir bei dem Verkauf der Theaterkarten mit mehr Verstaendnls fuer unsere Arbeit rechnen duerien. Ein grosser Teil des materiellen Erfolges war unserer Verlosung zu verdanken, wofuer wir dieses Mal nur vier, aber wertvolle Gewinne BUr veriufcgung hatten- Die grosszuegigen Spender der 'besonders THEATERGRUPPE "HEATID" Mal was zum Lachen! ist das Motto des naechsten Abends der Theatereruppe Heatid, und wirklich— die Komoedie “Jakob und Christian” von Sammy Gronemann, berechtigt voll und ganz zu diesem Titel. Wohl alle kennen das Buch Sammy Gronemanns “Tohuwabohu” oder “Hawdoloh und Zapfenstreich" in welchen der Autor in humoristischer Form die ümgangsformen und Sohwaechen seiner Gestalten aulzeigt. Nun gut: “Jakob und Christian” Ist ein Beweis, dass auch auf dem Gebiet des Theaters diese Aufgabe Ihm ganz gelungen ist. Das Stueck spielt im Jahre 1912 ln einer kleinen Provinzstadt im Osten Deutschlands, Alle auftretenden Figuren, der Landrat, der Winkel - Redakteur, der Polizist, der ewig angetrunkene Landarzt, der Notar, die Juedlsohe Bevölkerung sind mit viel Verstaendnis und Humor gezeigt und ergeben eine Komoedie ersten Ranges, bei der alle herzlich lachen werden, ausserdem aber verstehen werden, dass hinter allem diesem eine Idee steht, die von grosser Wichtigkeit gerade heute ist. Bei dieser Gelegenheit wollen wir unser Ensemble dem ge- •chaetzten Publikum vorstellen. Es wirken mit: Lore Hepner, Helga Well, Gerd Herrmann, Herrschoenen Gegenstaende waren: Herr Siegfried Baerwald, mit einer Damen-Axmbanduhr; Heri Max Lehmann, mit einer Vase aut franzoeslschem Kristall; die Firma La Vogue, mit einem Armband; die Firma Schnitzer & damit einem Regenschirm. Wir moechten hierdurch nochmals diesen Gebern herzlichst danken, ebenso den Damen, die uns, wie uetalich, ln liebenswuerdiger Weise Torten oder Abloesegeld gegeben haben. Wir danken auch den Damen, die uns bei unserer Arbeit am Abend selbst geholfen haben. Wir hoffen, das: diese und noch mehr unserer Mitglieder sich uns auch zur Verfuegung stellen, wenn wir mit de: Bitte um Hilfe bei Auefuehrung unserer vielfachen Aufgaben an Sie Iherantreten. Wir verausgabten im vorigen Monat fuer Kinderfuersorge und Betreuung alter und kranker Frauen undl Maedchen, ausschliesslich der laufenden Buerounkosten? 58.760,53 CISROCO Wir suenen: Federico Winter; letzte Anschrift: Compañía 3052. Wir verausgabten im vorigen Monat fuer Barunterstuetzungen, Barzaniungen, Arzt—, Arznei— und Krankenhauskosten, Schul— und BerursausbildungsbeihUreu, sowie fuer die Unterhaltung unseres Altersheims, ausschliesslich der laufenden Buerounkosten? 239.551,52 C mann Sohloss, Joachim Gruhner, Herbert Brueck, Gerhard Werner, Lutz Ehrenhaus, Ernst Palm, Werner Luft und Albert Katz, und andere. Wie man sieht, eine recht zahlreiche Besetzung. Wir erlauben uns zu bemerken, dass unsere Theatergruppe der erste Versuch Ist, ln unserem Kreise so etwas wie ein feststehendes Ensemble zu gruenden. Schon im vorigen Jahr, als unsere Gruppe mit dem “Lamm des Armen" vor die Oeffentllchkelt trat, fuehlten wir, dass damit ein Schritt mehr zur Entwicklung des kuenstlerlsohen Lebens ln unserer Mitte gegangen wurde. “Jakob und Christian” wird ln Baelde zur Auffuehrung gelangen. Weitere Nachrichten im naechsten Gemeindeblatt. UNION SIONISTA Dienstag, den 7. August, fand eine Mitglieder - Versammlung der Unión Sionista jtatt, in der uns Chawer Kurt Freundlich ueber seine Einiruecke von seiner Reise iach Israel erzaehlte. Nach Begruessungsworten durch den Presidenten Chawer Emilio Weintraub berichtete ans Chawer Freundlich ueber las Leben in Israel und seine Probleme, so wie er es gesehen und empfunden hat. Die Begeisterung, die von seinem Bericht ausging, entzuendete die Herzen aller Anwesenden, die mit grossem Interesse den Ausführungen ueber das Land, seine Menschen und Ihr Leben folgten. Besonders dankbar wurde sein Bericht ueber die Kibbuzim und seine Begegnungen mit den aus Chile nach Israel eingewanderten Chawerim aufgenommen. Die anschliessenden Lichtbilder ueber die Feier ies Jom Ha’azmauth und die Parade unterstrichen, lebendig die Ausführungen des Redners. Im Anschluss daran wurden den ueberaus zahlreich inwesenden Mitgliedern der Unión Sionista von den Cha. verim Landau und Neben-;choss Informationen ueber lie bevorstehende Generalversammlung der S. C. I. “B’ íe Jisrod” gegeben. TRUST CORPORATION 7ERSAEUMTE ANSPRUECHE Der Council der Jewish Trust Corporation of Germaly, der Nachfolgeorganisation in der britischen Zone und im britischen Sektor von Ber. .in, hat beschlossen, der aus- .erordentlichen Generalver. jammlung der Corporation am .4. August 1951 eine Resolution iu unterbreiten, die auf eine Brgaenzung der bestehenden Statuten abzielt. Diese Erjaenzung soll der Corporation das Recht geben, juedi-;chen Einzelpersonen, ihren Testamentserben oder nahen Angehoerigen (Gatten, Eiern, Kindern, Grosseltern, Enkelkindern, Bruedern und Schwestern und deren Ehegatten) das Eigentum zurueckzuerstatten, oder Entschaedigungzu gewaehren, wenn diese Anspruchsberechtigten versehentlich oder aus anderen stichhaltigen Gruen. den es unterlassen haben, einen Anspruch waehrend der im Rueckerstattungsgesetz vorgesehenen Frist anzumelden. Die Corporation soll in diesen Faellen das Recht erhalten. Gebuehren fuer ihre Leistungen zu erheben. Schreiben, die derartige Ansprueche betreffen, sind zu richten an: The Jewish Trust Corporation for Germany. Prien Building, Alstereck. Jungfernstieg, Hamburg, 36. irossooeesooeeeeeeeeosh HAUSSAMMLUNG 23. September fcgooacoeoaeooooopooecc W. I. Endlich koennen wir das endgueltige Datum fuer das langangekuendlgte und lang erwartete Ereignis angeben! Das Kindertheaterstue-k hat nach vielem Suchen endlich seine Buehne gefunden und wird in dem schon traditionell gewordenen Mareoni nun am 9. September vormittags 10.112 Uhr seine Urauffuehrung erleben. (Das Datum kollidiert nicht mit der “Liga de Damas”, da diese erst im November ihre Veranstaltung bringt). Das Theaterstueck “Eran siete niños”, das die Gruppe der jungen Frauen Vera Weizmann in diesem Janr anstatt eines Kinderfestes veranstaltet, wird sicher ein ganz grosser Erfolg, genau so wie es in Buenos Aires auch war, denn es ist besonders huebsch und vielseitig, sehr ideenreich, und es fuehrt unsere Kinder durch Abenteuer, die ihre sieben Gez. o. nossen, auf der Flucht von Polen I nach Israel erleben, j Seit Monaten proben Maedels I und Jungens, verzichten mit “To- | deeverachtung” auf ihren Sonn- ' tag vormittag und ihre Spiele und ueben unter der Leitung von Frau Lisa Scott-Schwarz ihre Rollen, um am 9. September perfekt zu sein. Es gibt einfach alles, was sich ein theaterfreudiges Kind auf der Buehne zu sehen wuenscht: tapfere Jungens und 2 Maedels, eine von ihnen eine Seiltaenzerln, die mit ihrem Affen aus dem Zirkus geflohen ist und mH den anderen nach Israel gehen moechte. ein sprechender Mond, Grille, Eule, Loewe und andere Tiere, ein Nazi-Junge, der verhauen wird und noch manches mehr. Aber wir wollen nichts im voraus verraten — kommt und seht: am 9. September, Sonntags vormittags. WIZO-PROGRAMM FUER SEPTEMBER Centro “Henriette Szold”. 6. Sept.—Alice Wertheim: “Der Prophet Jeremias”. 20. Sept.—Bunter Nachmittag. Abend-Gruppe: “Golda Meiersohn” 3. Sept.—Grete Ackermann: “Jehuda Halevi”. 17. Sept.—Ilse Freundlich erzaehit von Israel. Jugend-Gruppe: “Vera Weizmann” 5. Sept.—Lola Roesler: “Die Juea.'sche Mutter”. 26. Sept.—Dully Kleiner: “Arbeiterinnen erzaehlen”. Dienstag-Gruppe: “Hanna Meisel” li. Sept.—Ilse Freundlich berichtet ueber Israel. 25. Sept.—Lola Roesler: “Die Juedlsohe Mutter". AUFHUF I I FUER DIE JUEDISCHEN BLINDEN Seit der Aufloesung der Lager in Europa und der juedischen Gemeinden des Orients kommen hunderte juedische Blinde in Israel an, fuer die es kein geeignetes Heim im Land gibt. Das “Juedische Blindeninstitut”, das seit 1912 in Jerusalem besteht, und das heute das einzige j'uedi-; sehe Institut fuer Blinde der Erde' ist, ist zu klein, um diese Menschen aufzunehmen. Es hat bereits den Hoehepunkt seiner Aufnahmefaehigkeit erreicht. So muss man die blinden Einwanderer, die Unglücklichsten unter den Unglücklichen, in einem Lager in der Naehe der Anstalt unterbringen, wo sie in Zelten wohnen und das entbehren, was sie am notwendigsten brauchen: Vorbereitung fuer einen nuetzlichen Beruf. So sind die Blinden zum Dahinvegetieren verurteilt, und wir, die Sehenden, muessen Schuld empfinden, weil wir eine elementare Menschenpflicht nicht erfuellt haben, die wir unseren schutzlosen blinden Bruedern schulden. Um dieses harte, traurige Problem zu loesen, muss das Institut erheblich erweitert werden. Die Plaene sind bereits hergestellt und angenommen, es fehlt nur das Geld. Noch 700.000 Dollar fehlen, um eine Million zu erreichen, welche fuer das neue Gebaeude gebraucht wird. Das Volk und die Regierung Israels sind unmenschlichen Einschraenkungen unterworfen, sie koennen auch nicht hier noch Geld geben. Auch in reicheren Gemeinden wie den Vereinigten Staaten, England usw. werden Blindenheime nicht vom Staat ' erbaut und ausgehalten, sondern von privaten phil. antropischen Institutionen. So ist es zweifellos Pflicht der Juden der Diaspora, schnell die Erweiterung der Blindenanstalt in Jerusalem moeglich zu machen. Juden in Chile! In den 50 Jahren, die das Institut besteht, hat man sich niemals an Euch gewandt, damit Ihr den Blinden in Palaestina helft.' Heute, da der historische Kibbuz Galujoth sich vo’lzieht, brauchen die Blinden Eure Hilfe. Antwortet mit Verstaendnis und Liebe, empfindet es als eine menschliche Pflicht. Nehmt als Ehre und Privileg hin. an einem solchen Werk mitwirken zu duerfen. Tragt grosszuegig zum Bau d°s neuen Blindenheimes bei! Wir koennen den Blinden das Augen^eht nicht wiedergeben, wohl aber koennen und muessen wir ihnen menschliche Lebensbedingungen sichern, einen Beruf, einen Lebenssinn, Genugtuung. Antwortet auf unseren Aufruf grosszuegig! Spendet einen Jahres-Mindestbeitrag von $ 300, zahlbar in Quoten oder sofort total. FREUNDE DER ISRAELISCHEN BLINDEN “ TORMEOR” Zahlstelle: S. C. I. B’ne Jlsroel, Santiago.