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Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel · 1951-05-01 · 5 (Mayo, 1951) · p. Seite 13

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Journal
Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
Volume
XIII (1951)
Issue
5 (Mayo, 1951)
Date
1951-05-01
Page
Seite 13 (sequence 13)
Language
German
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BOLETIN INFORMATIVO 13 *ßi&b<£ Aus dem Programm der Regierung Ben Gurion FREIHEIT, GLEICHHEIT UND DEMOKRATIE \ Das demokratische republikanische Regime des Staates Israel soll gesetzlich die voellige Gleichheit der Rechte und Pflichten aller Buerger, ohne Unterschied des Glaubens, der Rasse oder Nationalitaet garantieren. Es soll Freiheit der Religion, Freiheit des Gewissens, Freiheit der Sprache, Erziehung und Kultur sichern. Es soll voellige Gleichheit der Rechte und Pflichten fuer Frauen herstellen: buergerlich, gesellschaftlich, wirtschaftlich und vor dem Gesetz. Freiheit zur Gruppenbildung und Freiheit der muendlichen und schriftlichen Meinungsaeusserung soll garantiert sein unter entsprechender Beachtung der Sicherheit des Staates, seiner Freiheit und Unabhaengigkeit und unter Beruecksichtigung der Rechte anderer. Bei Wahlen zu allen staatlichen, oertlichen und anderen repraesentativen Koerperschaften soll allgemeines Wahlrecht herrschen, ohne Unterschied von Geschlecht, Glauben, Rasse oder Nationalitaet und ohne finanzielle Qualifikation. Der Staat soll fuer die oeffentlichen religioesen Bedürfnisse seiner Einwohner sorgen, jedoch religioesen Zwang verhindern. Der Schabbat und die juedischen Feiertage sollen als Ruhetage des Staates Israel gelten; Nicht-Juden sollen das Recht haben, ihre eigenen Sonn- und Feiertage als Ruhetage zu beachten. AUSSENPOLITIK Die Aussenpolitik des Staates Israel soll auf folgenden Prinzipien basieren: 1. Loyalitaet gegenueber den grundlegenden Prinzipien der Charta der Vereinigten Nationen und Freundschaft mit allen friedliebenden Staaten, insbesondere mit der USA und der UdSSR. 2. Bemuehungen, eine arabisch-juedische Allianz zu erreichen, die aufgebaut ist auf wirtschaftliche, gesellschaftliche, kulturelle und politische Kooperation mit den Nachbarlaendern. Diese Allianz muss im Rahmen der Vereinigten Nationen sein und kann nicht gegen ein Mitglied der Vereinigten Nationen gerichtet sein. 3. Unterstuetzung aller Massnahmen, die den Frieden staerken, die Menschenrechte und die Gleichheit der Nationen garantieren und die Autoritaet und Wirksamkeit der Organisation der Vereinigten Nationen erhoehen. 4. Das Recht aller Juden, die sich in ihrem historischen Heimatland anzusiedeln wuenschen, ihre gegenwaertigen Aufenthaltslaender zu verlassen. 5. Die wirksame Wahrung voelliger Unabhaengigkeit und Souveraenitaet des Staates Israel. ARBEITSGESETZGEBUNG Der Staat soll den Arbeitern Freiheit zum Zusammenschluss garantieren und die Schaffung einer allumfassenden Gewerkschaft, der alle Arbeiter angehoeren, ermutigen; er soll Mindestloehne in den verschiedenen Berufszweigen festlegen; er soll das Prinzip von Arbeitsvertraegen mit gleichen Bedingungen innerhalb einer Berufsgruppe ermutigen; er soll das Streikrecht garantieren und soll Schlichtungsorgane schaffen. Er soll ein Netzwerk von Einrichtungen aufbauen fuer Sozialversicherung und gegenseitige Hilfe bei Arbeitslosigkeit, Unfall, Arbeitsunfaehigkeit, Alter, und fuer Waisen und Witwen. Er soll Gesetze der Sicherheit fuer Industriearbeiter, fuer geeignete sanitaere und hygienische Bedingungen am Arbeitsplatz und fuer das Recht auf Fest- und Ruhetage einfuehren; die Regierung soll fuer die arabischen Arbeiter gleiche Rechte mit den juedischen Arbeitern sicherstellen | durch eine konstruktive Politik, deren Ziel die progressive Erhoehung des Lebensstandards, der Organisierung, Erziehung und Kultur des arabischen Arbeiters auf den j Standard des juedischen Arbeiters ist. EIN WAHRER LANDESVAIER mm M Wmm ÉÜI hUé »i Wmm ÜIÜ Itellll mm RR é|Éé! .-CSá'i.'Xi'v-- mesm. WW& mm HM8 lews ÜÉÉi mmmm iHiii mmm »SSpBi SÜÜI Juengstes Bild des Praesidenten Prof. Weizmann Der erste ne Boote im Haifaer Hafen und fluechteten ueber die Bucht nach Akko. Grosse Mengen von Waffen und Mu. nition, die die von Panik erfassten Iraker und arabischen Legionaere zurueckgelassen hatten, fielen den Juden in die Haende. Am folgenden Tag war in Haifa, zum ersten Male seit vielen Wochen, kein Schuss zu hoeren. Exil oder Heimat. Dies war die Entscheidung, vor die sich die arabische Bevoelkerung Haifas gestellt sah. Ungewissheit und Panik siegten ueber Vernunft. Die arabischen Fuehrer zogen es vor, ihr Volk ins Elend zu jagen, obwohl ihnen vollkommene Gleichberechtigung als Buerger des neuen juedischen Staates zugesichert war. Sie fuerchteten die Rache der bewaffneten Banden, die jede Art von Verstaendigung mit den Juden aufs bitterste bekaempften. So begann der lange Leidensweg fuer Hun- Sieg... derttausende von arabischen Fluechtlingen. Im scharfen Gegensatz zu ihrem Unglueck steht das Los derer, die zurueckblieben. Ihre Kinder gehen zur Schule, ihre Kranken werden in juedischen Krankenhaeusern gepflegt und viele von ihnen fanden Arbeit bei der Polizei, bei Schifffahrtsgesellschaften und in der Stadtverwaltung Haifas. Sie alle geniessen volle Gleichberechtigung im wahrsten Sinne des Wortes. Viele Jahre lang war Haifa das Endziel Tausender juedischer Fluechtlinge, der Ueberlebenden der Nazi. Vernichtungslager. Sie kamen auf Untergrundwegen aus Europa und ueberquerten das Mittelmeer in ueberfuellten und seeuntuechtigen Schiffen. Jetzt liegt die melancho. lische Flottille von rostigen Schiffen im Hafen Haifas und erinnert an die verzweifelten Kaempfe hungriger und erschoepfter Fluechtlinge gegen gutausgeruestete (Von Seite 1) Soldaten, die sie vom Deck herunter auf die nach Cypern fahrenden Deportationsschiffe schleppten. Heute ist der Haifaer Hafen nicht mehr von Kreuzern und Zerstoerern versperrt. Seine Tore sind weit geoeffnet all denen, die Schutz vor Verfolgung suchen und in Frieden ein neues Leben beginnen wollen. Jetzt kommen sie heim, durchschnittlich 800 bis 1.000 pro Tag, vom Balkan, aus Amerika und aus dem Nahen und Fernen Osten. Vor einem Jahr war Haifa der Schauplatz von Kaempfen und Zerstoerung. Jetzt ist es wieder ein Mittelpunkt des Handels und wachsender Industrie. Die Entwicklung Haifas i s t kennzeichnend fuer das ganze Land. Die Stadt ist ein Sinnbild des schnellen Ueberganges vom Krieg zum Frieden, von Gefahr und Zerstoerung zu Sicherheit und Aufbau. (“D. N. I.”, Zuerich)

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