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Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel · 1951-01-01 · 1 (Enero, 1951) · p. [Seite]

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Journal
Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
Volume
XIII (1951)
Issue
1 (Enero, 1951)
Date
1951-01-01
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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REDACCION: S.C. i. B'NE JJSROEL AV. PORTUGAL 8tO. TEL, 33096 BOLETIN INFORMATIVO CASILLA 24S7. SANTIAGO - CHILE M 1 T T E 1 LUN G S B L A Hl H 1 S O C 1 E DAD CULTURAL ISRAEL 1 T A " B * N E J I S ROE Li» M AÑO XIII — N.o 1 SANTIAGO DE CHILE ENERO, 1951 ZUM 15. SOHWAT Das Neujahrsfest der Baeume Viele Jahresanfaenge kannte das alte Israel zur Zeit, da es noch als erdgebundenes Volk auf eigener Scholle lebte. Im. Fruehlingsmonat Nissan, in welchen einst die Fesseln der aegyptischen Knechtschaft fielen, begann das Jahr der Koenige Israels oder der Fuersten Jehudas. Von diesem Tage ab zaehlte man das Regierungsjahr des jeweiligen Koenigs. Der erste Elul galt als Neujahrstag fuer den Maas. ser (Zehnten) der Tiere. Am 1. Tischri war das Roschhascha. nah fuer Ablass und Jubeljahre. Da verkuendete Posaunenschall den Einzug des Jahres, damit jeder sein Besitztum zurueckerlangte und den Sklaven und Maegden die Freiheit geschenkt wurde. Das letzte Roschhaschanah beginnt man am Chamischah Assar b’Schwat, dem Neujahrstag der Baeume. 15. Schwat 5709: Die Eroeffnung der Knesset Um diese Zeit, erwaehnt der Talmud (R. H. 14), war die Regenepoche des Jahres fast vorueber; der Saft quoll in den Baeumen empor, so dass sie Knospen trieben, und die Bauern zogen hinaus auf ihre Felder, um Baeume zu pflanzen. Zur Zeit des 2. Tempels war dieser Tag ein Volksfest. Im Traktat Taanith 4 finden wir, dass damals die Toechter Jerusalems in weisse Gewaender gekleidet unter froehlichen Reigentaenzen in die Weinberge wanderten und zu den Juenglingen sprachen: “Erhebe Deine Augen, Juengling, und siehe, was du dir erwaehlst. Nicht auj Schoenheit richte deinen Blick, sondern auf Familie. Truegerisch ist die Anmut und eitel die Schoenheit, nur die gottesfuerchtige Frau wird gepriesen”. Nachdem der Tempel zer. stoert und der heimatliche Boden dem juedischen Volk entrissen war und nachdem also der eigentliche Anlass dieses Festes nicht mehr vor-, handen war, hat dennoch die Tradition seine tiefe Bedeutung fuer die spaeteren Generationen, bewahrt, indem sie seine Braeuche in eine andere Form goss. Denn der Selbsterhaltungstrieb des Volkes erfordert das Festhalten an der Eigenart und das Pflegen aller Ausdrucksformen des Volkstums. So lebte in der Golah das Neujahrsfest der Baeume fort durch die Sitte, an ihm 15 Arten von Fruechten des Landes zu gemessen. Die sefardischen Gelehrten pfegten sich in der Nacht des Chamischah Assar b’Schwat in ihren Lehrhaeusern zu versammeln und ausgewaehlte Abschnitte aus der Thora, den Propheten, der Mischnah, des Talmud und des Sohar zu lernen, naemlich solche, die von Baeumen, Fruechten und Getreide und den damit verbundenen religionsgesetzlichen Vorschriften handeln. Dieses Studium waehrte die ganze Nacht, wobei sie zwischendurch einzelne Fruechte, besonders solche aus Erez Israel, genossen. Jeder ass eine andere Frucht und sagte den entsprechenden Segensspruch. Auch tranken sie Rot- und Weisswein, der nach bestimmtem Brauch gemischt war. Die Lernabschnitte, sowie die dabei beobachteten Sitten und Von DOW KANTOR Braeuche sind in dem Buch “Peri Ez Hadar”, einer Agada zu Chamischah Assar b’ Schwat, erschienen in Livorno im Jahre 1723, zusammengefasst. Aber auch Buecher von ganz anderer Art kuenden von dem Neujahrstag der Baeume. Die juedischen Saenger des goldenen Zeitalters in Spanien, Rabbi Jehuda al Harizi, Rabbi Abraham ibn Esra und Rabbi Imanuel Haromi, verherrlichen, jeder auf seine Weise, dieses Fest. (Sowohl-in der Dichtung als auch im Leben des juedischen Volkes nimmt also der Neujahrstag der Baeume einen wesentlichen Raum ein, und erst wenn wir uns vergegenwaertigen, welche tiefe Bedeutung der Baum fuer den Juden hat, wird uns diese Tatsache in ihrem ganzen Umfange verstaendlich. Der Baum galt nicht allein als die fruchttragende und schattenspendenden Pflanze, sondern auch als Symbol des Lebens. So wurde bei der Geburt eines Knaben eine Zeder, 'bei der* Geburt eines Maedchens eine Akazie gepflanzt, und am Hochzeitstag wurden beide Baeume gefaellt und fuer die Chupah verwandt (Gittin 57). Die Bibel vergleicht den Menschen mit dem Baume und gebietet den Schutz der Obstbaeume selbst im Feindesland (Deut. 20, 19). Der Prophet Ezechiel erblickt in der maechtigen fruchttragenden Zeder das Bild des Volkes Israel (Ezech. 17). Der Psalmist preist den Gerechten, der wie - eine Palme bluehen und gleich der Zeder des Libanon emporragen wird (Psalm 92). In der klaren Erkenntnis der Kraft, die der Baum im Leben des Volkes und de« Landes darstellt, hat das neue Erez Israel den Brauch des Baumpflanzens am Chami. schah Assar b’Schwat wieder äufgenommen. Und so Zogen im Jahre 1913 erstmalig wieder die Lehrer Jerusalems mit ihren Schuelern, 1500 an der Zahl, nach M o z a h. Dort pflanzten sie Baeume und labten sich an den Fruechten des Landes zu Ehren des Tages. Seitdem wird alljaehrlich das Fest der Baumpflanzung mit grosser Freude begangen. Zugleich wird dadurch fuer die Aufforstung des Landes, der sich neben anderen Aufgaben der Keren Kajemeth gewidmet hat, ein wichtiger Beitrag geleistet. (“Semana Israelita”). 'i4h4 t/etn Jn/talt¡ Monatsspiegel. 5 Wir sehen,. 7 Israel-Umschau .... 8 SUBIS! k- :;l¡ÉiS ¡Sftfffl Ufe? ■ :SfPI§ :ÄI t yl&iiáti! mm

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