Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Journal
- Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Volume
- XII (1950)
- Issue
- 12 (Diciembre, 1950)
- Date
- 1950-12-01
- Page
- Seite 21 (sequence 21)
- Language
- German
- Belongs to
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BOLETIN INFORMATIVO 21 Generalversammlung Am 11. November fand die Ordentliche Generalversammlung statt. Einen ausführlichen Bericht ueber den Verlauf der Generalversammlung bringen wir in der naechsten Zeitung. An anderer Stelle bringen wir einen Auszug aus dem Bericht des Vorstandes. Die Neuwahlen hatten folgendes Ergebnis: Vorstand: 1. Vorsitzender: Leo Weglein; 2. Vorsitzender: Enrique Roger; Kassenfuehrer: Carl Heinz Moses; Schriftfuehrer: R o d o 1 f o Staub; Beisitzer: Paul Wittenberg, Herbert Goetz, Meier Hes. Rechnungspruefer : Ernst Landsberger, Emanuel Hirnheimer. Schlichtungsausschuss : Max Aufrichtig, Martin Jacobsohn, Ernst Landsberger, Georg Lange, Leo Manasse, Kurt Reichmann, Walter Russ. Chewra - Ausschuss: Ernst Hellmann, Ludwig Hes, Meier Hes, Erich Kauffmann, Leo Manasse, Kurt Reichmann, José Tichauer. Wahl-Ausschuss: Juan Aufrichtig, Aurel Retteru, Walter Russ. ^.ga Jeden Freitag abends um 19 Uhr. Jeden Samstag vormittag um 9.15 Uhr. Ausserdem an Jahrzeiten. Wir bitten um rechtzeitige Mitteilung a n Herrn Weglein oder Casilla 984. Verwendung des Neumondes Samstag, den 2. Dezember: rEWET. Neumondstag 1. Tag: Samstag, den 9. Dezember. 2. Tag: Sonntag, den 10. Dezember. Gottesdienst tuer Chanukka Der Gottesdienst fuer Chanukka findet am Sonntag, den '3. Dezember, abends um 19 Uhr statt (mit Lichteranzuenden). Wir laden hierzu alle Jugendlichen und Kinder besonders ein. Mitgliederbewegung Neuaufnahmen: Frau Ana Coen. JUEDJSCHER FRAUENVEREIN Bibliothek verlegt zu Strauss, Tausch teglich. Wolle zum Stricken Viña. kann abgeholt werden bei Hertha Arendt, San Martin 480 (nur vorm.). Kleiderkammer Wir brauchen lauf end Seienden in gut erhaltenen Kleidern, Waesche etc. Annahme in verschnuerten Paketen bei Casa Ultimoda, Condeil 1385 (nur vorm.). Herzlichen Dank al'en, die anlaesslich der hohen Feiertage unserer Organisation Säenden zukommen Hessen. Der Vorstand. OE LA COLECTIVIDAD ISRAELITA "flafonÚM "de Vaütaiaàf, y CASILLA 984 - VALPARAISO AUSZUG AUS DEM TAETIGKEITSBERICHÏ DES PRAESIDENTEN Meine Dainen und Herren: Bevor loh mit dem Taetigkeitsbericht des Vorstandes beginne, moechte lob unserer Toten gedenken./ insbesondere unseres verstorbenen Enrique Centawer, welcher Jahre hindurch als Vorstandsmitglied das Amt des Schatzmeister bekleidete. Erich Oeutawer wird uns allen das Vorbild eines pflichtbewussten Menschen und guten Juden bleiben, welchem wir ein ehrendes Andenken bewahren werden. Zu Ehren der Verstorbenen bitte ich Sie, sich von Ihren Plaetzen zu erheben. Meine Damen und Herren! Unsere Gemeinde zaehlt zur Zeit 150 Mitglieder, wir konnten 9 neue Mitglieder begruessen, verloren 6 Mitglieder durch Tod, 2 durch Wegzug. 1 Mitglied Ist aus unserer Gemeinde ausgetreten und 1 Mitglied wurde laut Artikel 7 unserer Satzungen aus der Gemeinde ausgeschlossen. Ueber unser religioeses Leben Ist frueheren Berichten nichts Neues hinzuzufuegen, nur dass die Gottesdienste an, den Sonnabenden sehr schlecht besucht werden. Ich richte die Bitte an die Mitglieder, insbesondere an die, welche an der sonst wirklich die Gefahr besteht, bat srvrach der Kommandant der dass die regelmaessigen Gottesdienste nicht mehr durohgefuehrt werden koennen. Die Gottesdienste an den Hohen Feiertagen waren wie immer gut besucht. Die juedische Erziehung unserer Kinder liegt nach wie vor in den Haenden des Vaad Hachinuch, die Schule Ist staatlich anerkannt und steht keiner anderen oeffentlidhen oder privaten Schule nach. Es Ist nur bedauerlich, dass diese Institution nicht gut besucht wird, insbesondere von unseren Kindern, loh r'chte die dringende Bitte an die Eltern, ihre Kinder in diese Schule zu schicken und daran zu denken, dass sie Ihre Kinder fuer die Zukunft am besteh sichern, indem sie diese von Grund auf in das Juedische Lehen einreihen und im Rahmen der Juedischen Gemeinschaft erziehen lassen. Unser Gemeindeblatt haben wir seit Februar dieses Jahres nach Stadt Jaffa Major Meir Laniado: ueber “Die Kriegs— und Nachkriegszeit Israels”. Es sprachen ferner ln einem Vortragsabend die Periodlsta Frau Rivka Katznelsohn aus Israel sehr interessant ueber “Politik und Wirtschaft des Staates”. Es wurde gemeinsam das zwei j aehrtge Bestehen unseres Staates Israel sowie der Gedenktag fuer Herzl-Bialik gefeiert. Ein unvergesslicher Tag bleibt der Besuch des Ministers Jacob Tsur, des ersten Botschafters unseres Staates Israel in Chile. Im Rahmen eines Te »abends verabschiedeten wir 7 Chawerim und Chawerot, welche nach Israel gingen, I um persoenlich an dem Aufbau1 unseres Staates mitzuhelfen. Unter den Chawerim befanden sich aus unserer Gemeinde Manfred Arendt und Guenter Berkowitz. Ein Ereignis war deT Besuch des Vizepräsidenten der Knesset, Herrn Dr. Josef Burg. Am 7. Okto- Uetoereinkommen mit dem Vor stand der Gemeinde B’ne Jisroel, ¡ her veranstaltete unsere Gemeinde Santiago, dem Boletín Informativo zugunsten des Hilfsvereins ein der genannten Sociedad angeglie- ¡ Simchas Thora - Fest und Ich dert.; moechte nicht versaeumen all de- Eln bedeutendes Kapitel unserer! nen zu danken, welche zum Gelin- Arbeit betrifft unsere Beziehunj §en dieses Festes beigetragen hagen zu anderen juedischen Orgaben- I Aufrechterhaltung des staendlgen ¡ nlsatlonen und Mitarbeitern an Wie lm Jahre 1948-1949, wurde Gottesdienstes interessiert sind, den Aufgaben der Kollektivitaet. [ auoh in diesem Jahr die Einheitsdes oefteren zu erscheinen, da Im Rahmen eines Oneg Schab- ¡ campaña durchgefuehrt. Wir koen- FUEHRT SIE MENSCHLICHE SOLID ARITAET Unserem Kollegen “Nueva Sion” von Buenos Aires (Ausgabe vom 22. September 1950, “Jahr des Befreiers General San Martin”) entnehmen wir folgende ebenso wahre wie er. goetzliche Begebenheit: “Vor zwei Monaten fuhr eine Gruppe des Haschomer Hazalr nach Israel ab. Auf dem selben —italienischen— Schiff reiste auch eine Gruppe italienischer ex-Faschisten und logischerweise waren die Beziehungen nicht sehr herzlich. In Dakar stieg ein junger Neger zu, der nach Prag gelangen wollte. Die Obrigkeit des Schiffs raeumte ihm einen Tisch fuer sich allein im Speisesaal dritter Klasse ein, da es sich eben um einen Neger handelte. Im Hinblick auf die langen gemeinsamen Tische der anderen Passagiere luden ih.i die jungen Scnomrim ein, sich zu ihnen zu setzen. Daraufhin protestierte die Gruppe der “ex”-Faschisten und es begannen heftige Debatten zwischen den beiden Sektoren des Tisches. Die Schomrim stemmten sich gegen alle Versuche, ihren Gast vom Tisch zu entfernen. Waehrend einer Mahlzeit artete die Wortschlacht in eine regelrechte Feldschlacht aus. 5 Schomrim und 3 ihrer Gegner wurden daraufhin vom Kapitaen hinter Schloss und Riegel gesetzt. Kurz darauf wurde eine Delegation der Mannschaft des Schiffs vorstellig und erklaerte, dass diese —unter Androhung eines sofortigen Streiks— die Freilassung der fuenf Juden verlange. Es blieb der Obrigkeit nichtsanderes uebrig, als nachzugeben und der junge Neger genoss den Rest der Reise als Tischnachbar seiner neugebackenen Freunde”. neu mit Stolz sagen, dass unsere Mitglieder mit kleinen Aussnanmen ihre Pflicht erfuellten und wissen, was sie unserem jungen Staat Israel, welcher auf unsere Hilfe angewiesen Ist, schuldig sind. In aller Kuerze werden wir S.e zur Campaña 1950-51 aufrufen und hoffen wiederum, dass sie Ihre Pflicht erfuellen. Im Berichtsjahr wurde von der hiesigen Kollektivitaet ein “Comité de Intercambio Cultural” gebildet. Das Com'té hat unter anderem die Aufgabe, das Judentum nach aussen zu vertreten. Das Schiedsgericht hatte verschiedene Streit'gketten zu schlichten, welche aber alle nicht zu Verhandlungen kamen, da entweder die Klagen zurueckgezogen wurden oder die Parteien sich sofort elnisrten. Der Chewra-Ausschuss hat bei Sterbefaellen seine ehrenvolle Aufgabe zu aller Zufriedenheit erfuellt. Meine Damen und Herren, hier- * mit habe ich Ihnen einen kleinen Ueberblick der Taetigkeit des letzten G°schaeftsjahres gezeben. Allen Mitarbeitern und Mitgliedern der Kommissionen snredhe Ich an dieser Stelle den Dank des Vorstandes aus. Wenn loh nun den Bericht nach Ablauf der Wahlperiode schllesse, so moechte Ich dies heute nioht tun, ohne unseres verehrten Praesidenten d=s Staates Israel. Dr. Oha'm WMzmann, der Regierung, unserer Brueder und Schwestern ln Israel zu gedenken. Wir wollen ln dieser Stunde uns selbst das Geloebnis ablegen, auch ln kommenden und weiteren Jahren zu wirken fuer eine starke Galuthgemeinde, welche gewillt und befae- •higt Ist, ln Elnlhelt und Eintracht mitzuaibelten an der Erhaltung unseres rellgioesen und nationaljuedlschen Lebens, ln Liebe und Treue zum Juedischen Volk und zur Medlnath Israel. ÉÊÊÊÊ AUS DEN ZELTEN ■ ... ■■.i isst.ie IN ENDGUELTIGE WOHNUNGEN ACCION UNIDA 1950