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Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel · 1950-12-01 · 12 (Diciembre, 1950) · p. Seite 13

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Journal
Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
Volume
XII (1950)
Issue
12 (Diciembre, 1950)
Date
1950-12-01
Page
Seite 13 (sequence 13)
Language
German
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ibeginn der juedischen Geschichte ACHT MAL HI STADRUTH \nd wirtschaftlichen Institutionen entsprechenden r die Arbeiter, ngen, ihre eiget Cholim. en Chosser Avoenschaft — Ha. . Tnuva. iron. i — Naehschon. lapoalim. ¡gesellschaft — >n. iir Ltd. nen sozialen Institutionen zu schaffen und fast voellig allein zu erhalten. Diese sind, u.a.: Die Versicherungsgesellschaft — Hasneh. Die Viehversicherung — Hachaklait. Das Bauunternehmen — Solei Boneh. Das Steinbruchunternehmen — Even Wasid Die Industrie-Leitung — Kur Ltd. Die Transport-Kooperative — Eged. Die Baugesellschaft — Schikun. Die Wassergesellschaft — Mekorot. Der Buchverlag — Am Ovved. Das Arbeitertheater — Ohel. Die Sportorganisation — Hapoel. Die Tageszeitung — Dawar. Der Kulturrat — Merkas la’Tarbuth. Der Erziehungsrat — Merkas la’Chinuch. [ dass die Arbeit des juedischen fuehrt zurueck zum Wesen der Histadruth. Darum kann es aus Anlass des 30-jaehrigen Jubilaeums der Histadruth keinen anderen Wunsch geben, als den der Erneuerung des Weges; denn zur Erfuellung unserer historischen Aufgabe der Errichtung eines freien juedischen Volkes, in einem freien, arbeitenden Israel, fuehrt nur der Weg, den wir bis heute gegangen sind. Nur die vereinte Arbeiterbewegung, als treuer Diener des Volkes, kann dieses Werk vollbringen; nur die geeinte, unabhaengige und allgemeine Histadruth kann die Sendung erfuellen, die unsere Generation auf sich genommen hat; Die Vereinigung der zerstreuten und zersplitterten Teile unseres Volkes und die Schaffung eines fortschrittlichen und unabhaengigen Israel. cl Aviv laufen die Faeden der laovdim” zusammen. BEN GURION SAGTE: ‘ Die Arbeiterbewegung von Erez Israel hat einen neuen unbekannten Weg zum Sozialismus aufgebrochen. Besonsonders auf dem Gebiete der Arbeitersiedlung hat sie eigene Methoden angewandt, die von keiner anderen Organisation vorher verwandt wurden und in keinem anderen Lande ihresgleichen hat”. “Ich bezweifle, dass es irgendwo in der Welt eine Arbeiterbewegung gibt, die in ihrer Struktur, Arbeitsmethoden oder Instrumenten der Histadruth aehnlich ist und deren Mission nicht die Organisierung einer bestehenden Arbeiterklasse, sondern die Schaffung einer solchen war. Die Histadruth hat mit der Macht der chaluzischen Erziehung staedtische Juden in Bauern, Studenten in Arbeiter und Kaufmannssoehne in Werkleute in der Wueste verwandelt”. (Zum 7. Kongress der Histadruth, 24. Mai 1949, Tel Aviv). Die dem Industrie-Konzern der Histadruth angeschlossenen bezw. untergeordneten Werke haben eine grosse Bedeutung in der wirtschaftlichen Entwicklung des Landes. Einige der wichtigsten Unternehmen sind: Phoenizia: die einzige Glasfabrik des Vorderen Orients. Vulkan: die groesste Eisengiesserei des Landes. C h a m a t h : Metallfabrik, Werzeug— und Maschinenherstellung. Chemar: Erzeugung von Betonroehren. ALS VATER DER IDEE, alle arbeitenden Menschen des Jischuw in einer grossen einheitlichen Organisation zusammenzufassen, ist der Mann anzusehen, der Hechaluz, Jue. dische Legion und Hagana entweder selbst gegruendet oder aber ihr Entstehen entscheidend beeinflusst hatte: Josef Trumpeldor. Wenngleich er an der Gruen. dungsversammlung im Dezember 1920 nicht mehr anwesend sein konnte —war er doch bei der Verteidigung von Tel Chai im Februar des gleichen Jahres gefallen—, so darf man doch sagen, ohne in literarische Formeln oder Sentimentalismus zu verfallen, dass sein Geist zugegen war. AN DER GRUENDUNGS- KONFERENZ beteiligten sich in hervorragender Weise die beiden Arbeiterfraktionen, die die Zionistische Bewegung damals hatte: Achduth Haawoda und Poale Zion, ferner der apolitische Hechaluz-Verband und die Chaluzim des Haschomer Hazair. Damit war bereits der besondere Charakter der Histadruth mitbestimmt: dass sie nicht als allmaehlicher Zusammenschluss von Fachgewerkschaften ins Leben gerufen wurde, sondern als Funktion zionistischer Gruppen. HISTADRUTH HAKLALITH SCHEL HAOWDIM BE EREZ ISRAEL (Allgemeine Vereinigung der juedischen Arbeiter Palaestinas), kurz “Histadruth” genannt, unterscheidet sich von den Gewerkschaften anderer Laender organisationsmaessig auch dadurch, dass nicht nur Lohnarbeiter ihr angehoeren, sondern auch Angestellte, Mitglieder landwirtschaftlicher Genossenschaften, kleine Handwerker, Schriftsteller, Lehrer, Beamte, in einem Wort, Angehoerige aller Berufe, die sich durch eigene Arbeit erhalten. Dadurch umfasst die Histadruth Hamegaper: Gummiartikel und Vulkanisierung. Cheruth: Produktion sanitaerer und allgemeiner Installationsanlagen. Even Wasid und Even: Stein und andere Baumaterialien. Hagomeh: industrielle Verwertung der Schilf— und Torfvorkommen. Hadrion: Marmeladen und konzentrierte Fruchtsaefte. Ogen: die Werkstatt fuer Schiffreparaturen und Bootsbau, die das Fundament fuer eine spaetere Werft darstellt. kerung Israels und logischer-7 weise, die ueberwiegende Mehrheit der taetigen Bevoelkerung. DIE WESENTLICHEN BE¬ SONDERHEITEN, welche die Histadruth von den Gewerkschaften anderer Laender unterscheiden, beziehen sich jedoch auf das zionistische Aufbauwerk und den entscheidenden Anteil, den sie an diesem hat. Andere Gewerkschaften haben zur Aufgabe, die Arbeiter ihres Landes zu organisieren, die Histadruth aber hat juedische Menschen zur Arbeit herangezogen, vorbereitet und erzogen. Andere bemuehen sich, die Arbeitsbedingungen zu verbessern; hier wurden die ersten Fundamente fuer die Arbeit ueberhaupt geschaffen. Zur allgemeinen Gewerkschaftspolitik gehoert es, den Anteil der Arbeiterschaft am nationalen Reichtum zu vergroessern; unser Nationalreichtum ist zu betraechtlichem Teil von der Arbeiterschaft selbst geschaffen worden. DIE EIGENEN UNTERNEH¬ MEN stellen ein weiteres Faktum dar, wie es seinesgleichen sucht. Allein im Baufach beschaeftigt die Histadruth Haowdim 30.000 Menschen, 30.000 Arbeiter, die das Gefuehl —und mehr als das, die Gewissheit haben, in die eigene Tasche zu arbeiten und vor sich und den Mitmenschen alleinverantwortlich fuer ihr Tageswerk zu sein. Nicht minder bedeutend is der sozialistische Sektor in der Landwirtschaft und im Transportwesen, sowie in einigen Produktionszweigen, in denen —wie z.B. in der Glaserzeugung— die Histadruth grosse Fabriken ihr eigen nennt. ALLZU HITZIGE VERTEI¬ DIGER des privatwirtschaftlichen Sektors, die in der Histadruth zu Unrecht eine Bedrohung ihrer wirtschaftlichen und politischen Interessen sehen, klagen des oeftern ueber den “Monopolcharakter”, den die von ihr kontrollierten Betriebe angeblich aufweisen. Dabei zitieren sie mit Vorliebe das Transportwesen, in dem “Eged” und andere Kooperativen tatsaechlich 95% bezw. 75% des Personen- und Gueterverkehrs besorgen. Erinnern sich diese Kritiker aber auch daran, dass die Histadruth dieses “Monopol eroberte”, als noch keine privatwirtschaftliche Initiative daran Interesse hatte? Allerdings wehte damals noch ein anderer Wind und das Transportunternehmen war noch kein rentables und sicheres Geschaeft, sondern eine mit Gefahr und Risiko geladene nationale Notwendigkeit. Arabische Banden, ermuntert durch die englische Polizei, machten alle Landstrassen Wer ¿ehoert zur Histadruth? Die Berufssciiichtung innerhalb der Histadruth gab nach Statistiken des Jahres 1945 folgendes Bild: Die Syrripathiën der Arbeiter liXGAIi cLiO uw gesamten juedischen Bevoel IM EIGENEN BESITZ In Arbeitersiedlungen. Landwirtschaftliche Lohnarbeiter . .. Arbeiter mit eigener Wirtschaft. Industrie und Handwerk.. Bau-—, oeffentliche und Heeresarbeiten Transportwesen, Schiffahrt u.s.w. Beamte. Unterricht, Gesundheit, freie Berufe .. Hauswirtschaft. Sicherheitsdienst. Insgesamt 24,1% 2,4% 0,9% 25,2% 9,1% 5,2% 8,8% 4,2% 6,4% 13,7% 100% Als unwiderlegliches Dementi gegen die Behauptung, dass bestimmte Gruppen die Histadruth kontrollieren, mag das Wahlergebnis dienen, aufgrund dessen der 7. Kongress dieser Organisation am 24. Mai des vergangenen Jahres i zusammentrat. Wahlberechtigt waren alle Mitglieder, so-! dass das politische Kraeftever. | naeltnis, das der Kongress widerspiegelte, weit davon entfernt, irgendwelchen politischen Kombinationen zu entsprechen, klipp und klar die Sympathien der israelischen Arbeiterschaft darstellt. 501 Delegierte gehoerten den folgenden Parteien an: Mapai.286 Mapam.173 Ilaoved Hazioni (Clalim). 18 Kommunisten. 13 Haoved Hadati (Religioe. se). 11 PINCHAS LUBIANIKER ¡um Er war Generalsekretaer der Histadruth. Nun ist er der neue Mann im Kabinett und steht dem Landwirtschaftsministerium vor. Aufgrund seiner prominenten Stellung innerhalb der Mapai zaehlt man ihn zu den einflussreichsten Politikern des Landes und vielleicht auch zu denen mit der groessten Zukunft. unsicher und mehr als ein Kibbuz war in staendiger Gefahr, vom Rest des Landes abgeschnitten zu werden. Nur so konnten die Vorposten der nationalen Kolonisation gehalten werden und nur so die Ernaehrung des Jischuw sichergestellt. VIELE AUFGABEN DES STAATES wurden bereits von der Histadruth erfuellt, als dieser noch nicht begruendet war. Voi allem die Sozialfuersorge, Alters— und Krankenversicherung sind Gebiete, auf denen die Histadruth Leistungen vollbracht hat, die den Forderungen eines modernen Staatswesens vollkommen gerecht werden. Einzigartiges aber hat sie geleistet in der Loesung der Probleme, die der Staat Israel aufgrund der Tatsache hat, dass er nicht ein Staat wie andere, sondern ein zionistischer Staat ist. In der Begruendung einer juedischen Landwirts c h a f t und Industrie, in der Produk. tivierung des entwurzelten Mittelstands der Galuth und der Jugend, im Aufbau des Landes und seiner Verteidigung, in all’ dem war die Histadruth der “Traeger der Verwirklichung”. DIE NATIONALE VERANT¬ WORTUNG der Gewerkschaft kann nicht geleugnet werden. Auch nicht von jenen, die ihren rein klassenmaessigen Charakter herausstre i c h e n und ihr engen “Egoismus” zum Vorwurf machen. Zwar hat noch niemand behauptet, dass die Histadruth nicht auch ihre Verantwortung fuer den Wohlstand der Arbeiter bitter ernst nimmt und dies auch gegebenenfalls in Konfliktfaellen. Doch ist nicht der relative Wohlstand des juedischen Arbeiters in Israel eine Grundbedingung fuer “Kibbuz Galujoth”, die grosse nationale ' Aufgabe des Zionismus? Nur die Perspektive eines Lebens mit materiellem und kulturellem Existenzminimum kann den juedischen Mittelstand der Golah dazu bewegen, nach Israel nicht nur in der Stunde hoechster Not zu schauen und in der “Deklassierung”, welche die Alijah mit sich bringt, mehr als ein Synonym der Verarmung, ein solches der Produktivierung, der Sicherheit und der Heimkehr zu sehen,

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