Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Journal
- Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Volume
- XII (1950)
- Issue
- 10 (Octubre, 1950)
- Date
- 1950-10-01
- Page
- Seite 3 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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BOLETIN INFORMATIVO 3 nn|SS§‘ fSsE Einweihungs- Feierlichkeiten Am 3. September fand die feierliche Einweihung unserer Synagoge und unseres Gemeindehauses in der Av. Portugal 810, statt. Es war ein grosser Tag in der Geschichte unserer Gemeinde. Schon lange vor dem festgesetzten Beginn der Feier war der grosse Saal unseres Gemeindehauses, der sich dem Publikum zum ersten Mal bei einer solchen Veranstaltung in seiner ganzen architektonischen Schoenheit praesentierte, bis auf den letzten Winkel besetzt. Alle grossen juedischen Organisat i crn e n Santiagos waren durch Delegierte vertreten. Mit einem Vorspiel und Beethovens Hymne “Die Himmel ruehmen des Ewigen Ehre”, auf dem Harmonium vorgetragen durch Herrn Walter Rheinheimer. und dem “Ma tauwu”, gesungen von Chor der S.C.I. “B’ne Jisroel”, wurde die Feier eingeleitet. Herr Architekt José Dvoredsky uebergab darauf symbolisch die Schluessel des Hauses dem Praesidenten unserer Gemeinde, Herrn Dr. José Hirschberg, indem er in begleitenden Worten dafuer dankte, dass man ihm die Moeglichkeit gegeben habe, dieses Werk zu schaffen. Herr Dr- Hirschberg uebernahm die Schluessel im Rahmen einer Fest-Ansprache, die wir auf der ersten Seite der im September erschienenen Sondernummer dieses Blattes veroeffentlicht haben. In der Reihe der alsdann folgenden Begruessungsansprachen ergriff als erster Redner der in jenen Tagen gerade unter uns weilende Vizepresident der Knesseth, Herr Dr. Josef Burg, das Wort. Er hob hervor, dass es eine unserer wesentlichsten Aufgaben sei, juedisches Leben nicht nur gut und wahr, sondern auch schoen zu gestalten und unsere Jugend, die von Stroemungen verschiedener Art hin-und hergerissen werde, in solchem Sinne zu erziehen. Das Haus, das die “B’ne Jisroel” errichtet habe und selbst eine Verkoerperung von Schoenheit sei, solle eine Staette fuer die Verwirklichung dieses Erziehungsideals bilden. Es solle aber auch die Berechtigung, seiner Errichtung darin finden, dass es gleichsam als Brueckenkopf diene, von dem aus in gegenseitiger W echselwirkung sich eine enge Verbindung mit der Medinat Israel bilde. Dem Gruss der Gesandtschaft Israels in Chile, den Herr Legationsrat Samuel Goren ueberbrachte, schlossen sich Begruessungsanspracben des Praesidenten der Federación Sionista de Chile, Herrn Gil Sinay, und des Praesidenten des Comité Representativo de la Colectividad Israelita de Chile, Herrn Isidoro Dimant, an. Alsdann sprachen noch die Herren Roberto Arón fuer den Círculo Israelita, Isaac Goren fuer die Kehila Religiosa, Enrique Testa fuer die Comunidad Israelita Sefaradí, Matías Scha. piro fuer den Vaad Hachinuch und Fernando Flesch fuer die Comunidad Húngara. Mit der vom Chor gesungenen Keduscha und Harmoniumspiel schloss der erste Teil der Feier ab. Der 2. Teil wurde damit eroeffnet, dass Herr Nathan Blum, Rabino Oficial de la Colectividad Israelita de Chile, die Mesusah an der Eingangspforte des Hauses anbrachte und in einer anschliessenden Ansprache die Bedeutung dieses Aktes wuer. digte. Die Feier erreichte ihren Hoehepunkt, als die 12 Seforim der Gemeinde in feierlichem Zuge in die Synagoge gebracht und in den Oraun Hakaudesch gestellt wurden, begleitet von entsprechenden durch Herrn Tichauer vorgetragenen Gesaengen, die in dem Schema Jisroel gipfelten. Dann wurde durch Herrn Rabbiner Loewenstein die Ewige Lampe entzuendet. In seiner Ansprache hob er hervor, dass ein zerstoerendes Feuer in barbarischen Haenden Jisrael vernichten wollte, das sich aber in unserer Mitte in ein Licht erhoehter Kraft verwandelt und seinen erhabendsten Ausdruck in der Schaffung der Medinat Jisrael gefunden habe- Dieses Licht habe auch uns die Kraft zur Errichtung^-heses Hauses als Heimstaette fuer kommende juedische Generationen gegeben. Nachdem das Kel mole rachamim von Herrn Kantor Farba ergreif end zu Gehoer gebracht worden war, hielt Herr Rabbiner Lubliner die Festansprache. Er ging davon aus, dass das Judentum eine Erinnerungsgemeinschaft s e i und dass in dem neuen Haus gewissermassen alle Generationen der juedischen Geschichte, die nahen und die fernen, mit uns verbunden seien. Dieses Haus solle eine Staette des Gebets sein, in der die reine Luft alles Schoenen und Erhabenen herrsche und die Menschen Ruhe und Kraft fuer ihren taeglichen Kampf um das eigene Dasein und die Zukunft des juedischen Volkes faenden. Die Rabbiner sprachen alsdann die Gebete fuer die Medinat Israel und Chile. Mit dem Minchah-Gebet und der Hatikwah fand die Feier, die bei allen Anwesenden einen tiefen Eindruck hinterliess, ihren Abschluss. Am Abend des gleichen Tages fanden sich ca. 400 Personen im Gemeindehaus zu einem Festbankett ein, dass die Teilnehmer mehrere Stunden in angeregter Stimmung beisammen hielt. Herr Dr. Siegfried Landau, der Vizepresident unserer Gemeinde, leitete die Veranstaltung mit humorvollen Worten ein und mit ebensolchen Worten verband er auch die lange Kette der Tischreden. Herr Dr. Alfred May sprach im Namen d e s Repraesentanten- Kollegiums unserer Gemeinde, wobei er insbesondere Menschen und Dinge aus der Gruendungszeit und den ersten Aufbaujahren der Gemeinde an uns vorbeiziehen liess. Das Wort ergriff alsdann Herr Dr. Josef Hirschberg, um Herrn Dr. Josef Burg aus Mitteln unseres “Hilfswerks fuer die Judennot in der Welt’’ einen namhaften Betrag fuer einen von ihm selbst zu bestimmenden Zweck zu ueberreichen- Mit bewegten Worten nahm Herr Dr. Burg diese Gabe der B’ne Jisroel, die er als nachahmenswertes Beispiel bezeichnete, in Empfang und erklaerte, dass er sie fuer einen Kibbuz, der von Juden aus Indien aufgebaut werde, verwenden wolle. Alsdann sprachen die Herren Heiman Abramczyk, Dr. Natalio Berman fuer den “Policlínico Israelita”, Enrique Nussbaum fuer die Unión Sionista, Rodolfo Pincus fuer die Asociación Israelita, Frau Margot Landé fuer die Schwesternvereinigung der Loge Bene Berith Pacífico, Frau Sofia Zahler fuer “Cisneo” und “Liga de Damas", Herr Leon Rosenthal fuer die Loge und fuer die Comunidad Israelita “Habonim” in Val paraíso, Herr Martin Michel fuer die _ Asociación Israelita de Técnicos, Industriales y Agricultores und Herr Manfred Klein fuer das Forum de Jóvenes Israelitas “Habone”. Der insbesondere noch zur Geltung in launigen Versen, mit denen Frau Lotte Hirschberg die Gruesse der Wizo-Gruppe “H e n r i e 11 a Szold” ueberbrachte und in einem reizenden Gedicht des Herrn Curt Schulvater ueber Persoenlichkeiten und Ge schehnisse der Gemeinde. Bei dieser Gelegenheit wurden unserer Gemeinde verschie. d e n e wertvolle Geschenke fuer Kultus — und Kulturzwecke ueberreicht. Herr Alfred Feldmann verstand es, in humorvoller Weise seine Sorgen als Schatzmeister der Gemeinde zu schildern. Eine anschliessende Sammlung zu Gunsten des Gemeindehausbaues, des K.K.L. und des Cisroco brachte einen ansehnlichen Betrag. Mit dem von Herrn Dr Burg vorgetragenen Tischgebet fand das harmonisch verlaufene Bankett seinen Abschluss. 1. Eroeffnangsrede des Praesidenten. 2. Blick in den Saal. 3. Die Mesusa wird angebracht. 4- Ein Teil der anwesenden Mitglieder. 5. Dr. Burg ergreift das Wort. 6. Vor dem Einheben der Thorarollem mm ■mm ¡ÚÉÍíUUNMÉ^ Bevorzugen Sie unsere Inserenten! KONGRESS - WÄHLEN Die Federación Sionista de Chile weist darauf hin, dass am 29. Oktober die Wahlen fuer den kommenden Zionisten - Weltkongress stattfinden. Gemaess der aus Israel eingetroffenen Instruktionen, wird der Wahlakt sowohl in Santiago, als auch in einigen Zentren in der Provinz durchgefuehrt werden. Stimmberechtigt ist jeder rechtmaessige Schekelbesitzer und haben die Schekalim 5709-5710, welche im Laufe des letzten Jahres verausgabt wurden, Gueltigkeit. Wie allgemein bekannt ist, wird das Ergebnis der, Wahl die 3 Delegierten Chiles fuhr den kommenden Zionisten*- Kongress bestimmen, der in Jerusalem stattfinden wird. In Anbetracht, dass der kommende Kongress sowohl von sozialer als auch politischer Bedeutung fuer das gesamte juedische Volk sein wird, ist es Pflicht jedes verantwortungsbewussten Juden und Juedin, am Wahlakt teilzunehmen. NEUE ANZEIGENPREISE Die allgemeine Teuerung, welche unser “Boletín Informativo” in den letzten anderthalb Jahren verschont hatte, ist nunmehr durch eine erneute Steigerung der Papierpreise, Loehne und andere fuer die Drucklegung einer Zeitung entscheidenden Faktoren spuerbar geworden. Die, Presse-Kommission* hat sich daher gezwungen gesehen, die Annoncen-Tarife um eine entsprechende Spanne zu erhoehen. Bei diesem Entschluss hat sie die feste Ue- ¡ berzeugung begleitet, dass die Firmen und Mitglieder, die sich des Anzeigenteils des “B. I.” bedienen, dies auch weiterhin in der Sicherheit tun werden, den Gegenwert dank der Ausstattung des Blattes, seiner Verbreitung und dem nach Tausenden zaehlenden exklusiven Leserkreis, der es gratis zugestellt bekommt, gut angelegt zu haben. Aus all diesen Gruenden erwarten wir, dass die den Umstaenden entsprechend wirklich minimale Steigerung der Tarife auf volles Verstaendnis stossen wird. Die Presse-Kommission BEVORSTEHENDE HAUSSAMMLUNGEN Die naechsten monatlichen Haussammlungen zugunsten des “Hilfswerks fuer die Judennot in der Welt” werden am Sonntag, den 15. Oktober bezw. Sonntag, den 12. November stattfinden. Alle Mitglieder werden auf diesem Wege ersucht, ihr Moeglichstes zu tun, um den Sammlern die Arbeit zu erleichtern. 18. NOVEMBER "DAS LAMM DES ARMEN" TEATRO MARCONI