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Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel · 1950-09-01 · 9 (Edicion Especial) · p. Seite 3

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Journal
Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
Volume
XII (1950)
Issue
9 (Edicion Especial)
Date
1950-09-01
Page
Seite 3 (sequence 5)
Language
German
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BOLETIN INFORMATIVO 3 SEIN STOLZESTER TAG Dr. Josef Hirschberg, Praesident der S.C.I. B’ne Jisroel; der Mann, der “mit Zuckerbrot und Peitsche” und einer unermuedlichen Energie die Beschaffung der Geldmittel, Materialien und Arbeiten fuer den Bau sicherstellte. verdoppelt wird. Bei der Erwaehnung der befreundeten Organisationen darf auch nicht das Buero des “Comité Israelita de Socorro Cisroco” vergessen werden, das im 2. Stock untergebracht worden ist, in Gemeinschaft mit der “Junta” des “Joint” und der “Liga de Damas”. Endlich befindet sich im 3. Stock auch der Eingang zum zweiten Balkon des grossen Gemeindesaales, welcher auch als geschlossener Raum verwandt werden kann und in diesem Falle als amphitheatrischer Hoersaal nach Art der Universitaeten benutzbar ist. Im “Subterraneo” befindet sich “Auerbach’s Keller”, d.h. die zur Bewirtschaftung ein- Glueckwunsch des Rabbinats „Der Sonntag, den 3. September ¡23. Elul 5710 bedeutet in der Geschichte unserer S.C.I. “B’ne Jisroel” einen jener grossen Marksteine, die sich im Leben einer Gemeinschaft nicht oft wiederholen. An ihm geht ein lang gehegter Wunsch in Erfuellung. Nach einem Jahrzehnt des Wanderns und der damit verbundenen Ruhelosigkeit sind wir an einem Wendepunkt angelangt. Wir weihen das Beth Am ein, in dem im Geiste unserer Tradition und Geschichte die drei grossen Saeulen juedischen Lebens — Thora, Awoda (Dienst im weitesten Sinne) und Gemilut Chassadim (Soziale Arbeit)— eine Staette der Pflege finden sollen. Juedisches Leben in seiner fuer unsere Generation neu entdeckten Totalitaet soll in ihm gepflegt werden und hineinstrahlen in die Haeuser der Familien unserer Gemeinde “B’ne Jisroel”. Mit ihm wollen wir unseren Beitrag leisten fuer die Gestaltung juedisch-religioesen und-nationalen Lebens in Santiago de Chile und es soll unseren Willen bekunden, uns auch ueber die Meere und Kontinente hinweg mit Israel verbunden zu fuehlen. Damit das Beth-Am unserer “B’ne Jisroel” seinen Zweck erfuelle, bedarf es der staendigen Mitarbeit und der immerwaehrenden Bereitschaft aller derer, die in diesem Hause das Zentrum unserer juedischen Arbeit sehen. So wie in den vergangenen zehn Jahren moegen wir auch in Zukunft gemeinsam mit den Gemeindekoerperschaften und Mitgliedern an einer staendig aufwaertsstrebenden Gemeinde mitwirken duerfen, die durch ihr Bestreben von dem Triumph unseres Vertrauens in die Zukunft Zeugnis abgelegt. Im inneren wie im aeusseren sei der Sociedad Cultural Israelita “B’ne Jisroel”, ihren Koerperschaften und Mitgliedern der Segen des Allmaechtigen beschieden und ueber dem Werk ihrer Haende ruhe seine Schechina. Rabb. M. Lubliner Rabb. E. I. Loewenstein DER ARCHITEKT den dem Unterricht beiwohnenden Kindern Luft und Licht. Einer dieser Raeume wird als Synagoge fuer die Wochentage benutzt. Unser Bericht wäre nicht vollstaendig, wuerden wir nicht auf die vollstaendigen sanitaeren Anlagen und auf die zahlreich verteilten Zentralheiz ungskoerper hinweisen. Die bebaute Flaeche benutzt nicht das gesamte Grundstueck. Es bleiben vielmehr etwa 220 Quadratmeter frei, die spaeterhin etwa notwendig werdende bauliche Erweiterungen ermoeglichen, bereits heute jedoch eine bequeme und unauffaellige Entleerung der Synagoge und Blick in “Auerbachs Keller” im Subterráneo ' -gerichteten Restaur ationsraeume mit koscherer Kueche, welche an Herrn Leo Auerbach verpachtet sind. Dort ist auch die Wohnung des Hauswarts. Ein Speisenaufzug, der bereits funktioniert, dient zur leichteren Speisenverteilung im ganzen Hause. Ein Schacht fuer einen Personenaufzug ist vorhanden; die Einrichtung haben wir jedoch einer spaeteren Epoche Vorbehalten. Schliesslich muessen wir noch die beiden Schulraeume in Erdgeschoss erwaehnen, in denen die “Escuela Religiosa” der Gemeinde funktioniert. Je eine Wand dieser Zimmer ist .ganz aus Fenstern und gibt eine grosszuegige Spendenaktion, die gleich nach dem Brande einsetzte und eigentlich nie aufhoerte, verholten. Dann sind die beiden sog. “Inneren Anleihen” seitens besonders vermoegender Mitglieder zu verzeichnen, die uns in der ersten auf 20 Jahre, in der zweiten auf zehn Jahre, bedeutende Summen, unverzinslich, zur Verfuegung gestellt haben; die Amortisation in Hoehe von 5 bzw. 10% pro Jahr bedeutet keine besondere Belastung fuer die Gemeinde. Die Mitglieder haben schliesslich eine Verdoppelung des Mitgliedsbeitrages bewilligt, welche insbesondere auch zur Finanzierung des Baues mich des Gemeindehauses herangezogen werden soll. gewaehrleistem^^^eser^Hatz wird sich auch durch entsprechende Bepflanzung in einen angenehmen Aufent- “Der Bau ist auf Oekonomie und Zweckmaessigket abgestellt. Nichts ist reines Ornament, nichts wirkt monumental, es sei denn als beilaeufiges Resultat der funktionalen Konzeption und Struktur. Es ist auch nicht ein Peso zuviel ausgegeben worden”. ziert; aber die Bezahlung setzt voraus, dass uns unsere Mitglieder wie bisher auch weiterhin grosszuegig unterstützen. Am Tage der Einweihung werden in diesem unseren neuen Hause, zum ersten Male, unsere neuen Symbole erstrahlen. -. Schon von weitem sichtbar,; als Kroenung des Baues, er- : hebt sich ein kleiner weisser! eckiger Turm, welcher an der einen Wand, in derjenigen Richtung, aus der die meisten Besucher kommen, einen gewaltigen Sieben a r m i g e n Leuchter aufweist, so wie er heute im Wappen von Israel (Rechts: Eingang Portugal zum Gemeindesaal; links: Ein- LmirnitTr'dnmhtesonde^e^Begang Copiapó zur Synagoge; ganz links: Raeume der Relileuchtung als £Charf umrissene Silhouette hervor. — Ueber der Tuer begruessen den Besucher die chilenische und die juedische Fahne, die juedische zum Zeichen unserer tief empfundenen Verbundenheit mit Israel, die chilenische zum Zeichen unserer warmherzigen Dankbarkeit zu dem uns gastlich aufnehmenden Lande. Und im Hause selbst wird der Besucher der Einweihungsfeier der Anbringung der “Mesussa” und der Entzuendung der “Ewigen Lampe” beiwohnen. Moege dieses Licht im Allerheiligsten dieser unserer neuen Synagoge leuchten in Ewigkeit, zur Fortsetzung unserer Tradition und als Unterpfand unserer Zukunft. (Fotos: Nossen) i i i i.? 1 î SEITENANSICHT gionsschule) Hierzu haben uns zunaechst hen bei “Cajas” standen uns haltsort fuer unsere Mitglieder und zur Ausweitung der Restaurationsmoeglichkeiten benutzen lassen. DIE FINANZIERUNG Damit haben wir unseren gemaess nur langsam ein, und deshalb haben wir sie zu Finanzierungszwecken benutzt. Hierzu sind wir mit dem “Banco Israelita de Chile” in Verbindung getreten und haben zunaechst einen Ueberzug von einer halben Million Pesos erhalten. Letzthin haben wir gegen hypothekarische Sicherheit einen “Avan- Rundgang durch die einzelce” von zwei Millionen erhalnen Raeume beendet, und ei-1 ten, und zwar zu Bedingunnem jeden draengt sich gej gen, wie sie ein privater Verwiss die Frage auf, wie es ¡ handlungspartner heutzutage moeglich gewesen ist, einen j wohl kaum erhalten wuerde. derart grossen Bau seitens der j Wir haben viertel)aehrlich je Gemeinschaft zu finanzieren. 10% zurueckzuzahlen (Darlenicht zur Verfuegung), und wenn dies auch eine sehr faire Bedingung ist, so muessen wir doch alles moegliche tun, um die an uns gestellten Anforderungen genau einhalten zu koennen. Vorstand und Baufinanzkommission haben nur deshalb eine derartige Verschuldung uebernommen, weil eine langsame Durchfuehrung im Rahmen von Barmitteln einen schleppenden Fortschritt und einen dauernden starken Verlust wegen der Preissteigerun gen bedeutet, die uns wiederholt sehr belaestigt haben. Durch die dargestellte Anleihe ist die Beendigung des Baues nahezu durchfinan- Allwie ER Mosche gebot, so hattens die Soehne Jisraels gemacht, all das Dienstwerk. Da sah Mosche die Arbeit all: ja, sie hattens gemacht,— wie ER gebot, so hatten sies gemacht. Und Mosche segnete sie. (II. B. M., Kap. 39) leb habe Dir ein Haus zur Wohnstaette gebaut, ein Sitz, auf dass Du ewig da wohnest. ( I. Buch Koenige, Kap. 8)

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