Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Journal
- Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Volume
- XII (1950)
- Issue
- 5 (Mayo, 1950)
- Date
- 1950-05-01
- Page
- Seite 3 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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I f ORDENTLICHE GENERALVERSAMMLUG Die diesjährige Ordentliche Generalversammlung der Gemeinde fand am 23. April statt. Den Vorsitz fuehrte der Praesident der Gemeinde, Herr José Hirschberg. Da um 9.30 vormittags, dem festgesetzten Versammlungstermin, die erforderliche Zahl von mindestens 20% der Mitglieder nicht anwesend war, wurde die Versammlung eine Stunde spaeter, also um 10.30 vormittags, abgehalten. Herr Hirschberg begruesste die Erschienenen und stellte fest, dass die Versammlung satzungsgemaess einberufen worden ist. Alsdann verlas er eine Liste der Hingeschiedenen des vergangenen Jahres, zu deren Ehren sich die Anwesenden von ihren Plaetzen erhoben. Vor Eintritt in die Tagesordnung machte Herr Hirschberg den Vorschlag, die Herren Isidor Aronsohn, Jorge Crohn und Bruno Goldschmidt damit zu beauftragen, das Protokoll dieser Generalversammlung zu unterschreiben. Der Vorschlag wurde angenommen. Das Protokoll der Generalversammlung des vorigen Jahres wurde einstimmig fuer genehmigt erklaert. Alsdann erstattete Herr Hirschberg in seiner Eigenschaft als Praesident der Gemeinde den Rechenschaftsbericht ueber das abgelaufene Geschaeftsjahr, den wir an anderer Stelle dieses Blattes veroeffentlichen. Es folgte die Erstattung des Finanzbericht, durch den Schatzmeister, Herrn Alfredo Feldmann, der zugleich den Bericht der Kassenpruefer, Herren Herbert Frohmann und Samuel Oettinger, bekanntgab, wonach Beanstandungen gegen die Fuehrung der Buecher nicht zu erheben waren. Nachdem der Vorsitzende den Herren Alfredo Feldmann als Schatzmeister und Boris Levy als stellvertretenden Schatzmeister unserer Gemeinde fuer ihre wertvolle Arbeit im abgelaufenen Ge. schaeftsjahr gedankt hatte, eroeffnete er die Generaldebatte ueber die erstatteten Berichte, zu deren Beginn Herr Rodolfo Cohn das Wort ergriff. Herr Cohn brachte zu. naechst den Dank der Versammlungsteilnehmer fuer die vielseitige, erfolgreiche Tae. tigkeit, die das Direktorium geleistet habe, zum Ausdruck und regte alsdann an, die Tatsache, dass in der neuen Synagoge schon an den naechsten Hohen Feiertagen Gottesdienst abgehalten werden koenne, oeffentlich klar, zustellen. Diese Erklaerung wurde vom Praesidenten der Gemeinde in aller Form abgegeben mit dem Hinweis, dass dies der Fall sein wuer. de, selbst dann, wenn noch etwas an der Fertigstellung das Saales fehlen sollte. Er richtete bei dieser Gelegenheit an alle Mitglieder der Gemeinde nochmals die Bitte, zur moeglichst schnellen Be., endigung des Baues durch Spenden oder Gewaehrung eines Baudarlehens, das innerhalb von 10 Jahren amortisiert werde, beizutragen. Herr Manfred Klein bat, der Jugendarbeit im neuen Gemeindehaus erhoehte Aufmerksamkeit' zuzuwenden. Rej ligionsunterricht allein reiche! nicht aus, um die Jugend an uns beranzubringen, sondern dazu gehoere auch eine Unterstuetzung aller Bestrebungen der juedischen Jugendorganisationen. In zustimmenden Worten erklaerte der Vorsitzende, dass seitens der Gemeindeleitung auch weiterhin alles geschehen werde, was der Jugendarbeit foerderlich sei. Er halte es fuer ratsam, dass das Forum zu diesem Zweck mit der Gemeinde wegen Gruendung einer neuen Jugend-Kommission in Verbindung trete, die allerdings bessere Arbeit leisten muesse als die Jugend-Kommission, die frueher schon einmal bestanden habe. Unser neues Haus soll ln erster Linie der Jugend, der spaeteren Trae. gerin dieses Hauses dienen. Eine Anfrage des Herrn] Fritz Levy, was veranlasst werde, um schulpflichtige Kinder, die noch nicht am Religionsunterricht teilneh - men, zum Unterricht heranzuziehen, beantwortete der Vorsitzende dahingehend, , dass die Herren Rabbiner sich 1 mit den Eltern der in Be- I tracht kommenden Kinder in j Verbindung setzen und auf sie einwirken wuerden, ihre , Kinder zum Religionsunter-! ' rieht zu schicken. Herr Julius Keller regte die Einrichtung von Elternabenden an, zu denen diese Eltern eingeladen und dabei auch von den Eltern derjenigen Kinder, die bereits am Religionsunterricht teilnehmen, beeinflusst werden sollten. Der Vorsitzende erklaerte, dass dieser Anregung Beachtung geschenkt werden solle, waehrend Herr Dr. Max_SkIarz als Vorstands,; mitglied des Schulvereins seiner Ansicht dahin gehend Ausdruck gab, dass man mit solchen Elternabenden firne-1 her leider sehr schlechte Er-1 fahrungen gemacht hat, da' kaum jemand erschienen sei.' Nachdem die Versammlung! auf Antrag des Herrn Dr. Max ] Sklarz dem Direktorium und Repraesentanten - Kollegium | einstimmig Entlastung erteilt hatte, dankte der Praesident der Gemeinde den ehrenamtlichen Mitarbeitern und Beamten der Gemeinde fuer die im abgelaufenen Geschaeftsjahr geleistete Arbeit und ging zum letzten Punkt der Tagesordnung (Antraege und Verschiedenes) ueber. Der Schatzmeister, Herr Alfredo Feldmann, brachte folgenden Antrag des Direktoriums zur Verlesung: “Die Generalversammlung wolle beschliessen, dass die in der Generalversammlung vom 24. April 1949 beschlossene Erhebung des Dringlichkeitsbeitrages fuer ein weiteres DER 31. ZIONISTEN KONGRESS VON CHILE Am 29. und 30. April fanden im Salon des Círculo Israelita die Sitzungen des diesjaehrigen Lokalen Zionisten-Kongresses statt. Sowohl die Besprechungen der verschiedenen Arbeits-Kommissionen wie die Debatten in den Plenar-Sitzungen zeich- ' neten sich durch das Verantwortungsgefuehl und den Willlen zur Einigkeit aus, der die verschiedenen Delegationen leitete. Nach den grossen Schwierigkeiten zwischen den drei grossen Parteien, die sich der Durchfuehrung des Kongress in den Weg gestellt hatten, war dessen Verlauf besonders erfreulich. Besondere Anerkennung in dieser Hinsicht fand das ueberparteiliche Schiedsgericht, das von den Praesidenten der drei grossen Gemeinden, José Hirschberg (B’né Jisroel), Enrique Testa (Sepharden) und Flesch (Ungarn) gebildet war und dessen Intervention die Schlichtung und der Erfolg des Kongress weitgehend zu verdanken ist. Der neugewaehlte Praesident der Federación Sionista de Chile, Gil Sinay, fand in seiner Schlussrede Worte des Dankes fuer die aufopfernde Arbeit, die das Schiedsgericht geleistet hatte und unterstrich die Bedeutung, welche die Gemeinden im zionistischen Leben einnehmen. Die Zusammensetzung der neuen Federación Sionista ist wie folgt: Praesident, Gil Sinay; Vize^Praesident, Samuel Gleiser; Zweiter Vize-Praesident, José Hi j..< u h 1» «"Tg; Schriftfuehrer, Guillermo Rosenberg; Zweiter Schriftfuehrer, Isaac Vaisman; Schatzmeister, Isaac Schwartz, Unter den weiteren Mitgliedern der Exekutive der Federación heben wir die erfreuliche Beteiligung mehrerer Mitglieder unserer Gemeinde hervor: Siegfried Landau, Sub-Direktor der Organisation; Rabbiner Loewenstein, Sub-Director der Universidad Hebrea; Peter Brand, Sub- Director de Cultura; Werner Hirschberg, Sub-Director der Alijah. Dem weiteren Consejo gehoeren fernerhin an: FEIER AM UNABHAENGI6KEITSTAG Am Sonntag, den 23. April fand im Untergeschoss des neuen Gemeindehauses die gemeinsame Feier der B’né Jisroel und der Unión Sionista anlaesslich des “Jom Ha’ azmauth” statt. Der ueberaus ansprechende und grosse, muel Goren, israelischer Bot. Bchiaifltarati, Jctsé Hlrsahbterg, Praesident der Gemeinde, Gil Sinay und Frau Riwka Katznelson, Delegierte der Mapai aus Israel. Die Vorstellung der Redner besorgte Herr Fernando O. Friedmann. * g íTTy J DAS ORCHESTER DER FEDERACION SIONISTA, unter Leitung des Herrn Erwin Herper. trat gemeinsam mit dem Chor unserer Gemeinde in der Feier des Jom Ha’azmauth auf. Raum, der im Rahmen der endgueltigen Verteilung fuer d i e Wirtschaftsraeume gedacht ist, konnte die in grosser Zahl erschienenen Mitglieder kaum aufnehmen, sodass trotz der merklichen Verbesserung dm Vergleich zu den Mietsraeumen der Calle Monjitas die Notwendigkeit der baldigen Beendigung des Grossen Saales erneut unter Beweis gestellt wurde. | Im Verlaufe der Feier ergriffen das Wort die Herren Enrique Nussbaum, Praesident der Union Sionista, Sa-( Im zweiten Teil des Nachmittags trat, zum ersten Mal in unserer Gemeinde, der Damenchor der B’né Jisroel gemeinsam mit dem Orchester der Federación Sionista, unter Leitung von Herrn Erwin Herper auf. Mit Werken von Gluck, Lewandowsky, Nardi und Haendel erntete das neue symphonische Ensemble einen reichen und verdienten Beifall. Mit dem Gesang der Nationalhymne endete die wuerdige und schoene Veranstaltung. Jahr, also bis zum 30. April 1951, in Kraft bleiben solle”. Nachdem Herr Kurt Schulvater auf die grosse Bedeutung dieses Beitrages fuer die Arbeit des dem Comité Representativo angeschlossenen Departamento de Intercambio Cultural hingewiesen hatte, wurde auch dieser Antrag einstimmig angenommen. D i e Generalversammlung fand gegen 12.30 Uhr mit Dankesworten des Vorsitzenden an die Versammlungsteilnehmer fuer das entgegengebrachte Interesse ihren Abschluss- Fernando Friedmann und Nu-1 ta Nebenschoss. i In dieser nummerisch her-! vorragenden Beteiligung un- ] seres Sektors kommt die Bedeutung zum Ausdruck, die uns heute von der Colectivi- ] dad bei der Zusammenset-1 zung der hoechsten Instanz zugesprochen wird. Aus gleichem Grund begruessen wir, dass auch die anderen Sektoren wie Sefaradim und Juden ungarischer Sprache ihre verantwortlichen Plaetze a m Tisch der Federación einnehmen werden. Wir hoffen, dass die kuenftige Exekutive der Federación Sionista in Harmonie und Eintracht die Aufgaben erfuellen wird, die ihr unser Staat Israel und die zionistische Bewegung stellen. ULTIMA HORA: Llegó Jocob Tzur, Ministro de Israel en Chile Con la llegada del Ministro Tzur, quien arribó al aeropuerto de Los Cerrillos el día Domingo || 14 de Mayo, y la presentación de f¡ sus credenciales a S. E. el Presidente de la República,-don Ga. briel González Videla, el día Martes 16 del mismo mes, se abre un nuevo capitulo en las relaciones entre los dos países. Er nuestra próxima edición infor. maremos a nuestros lectores cor amplio material noticioso y grá fico, de tan fausto acontecimiento. JACOB TZUR.