Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Journal
- Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Volume
- XII (1950)
- Issue
- 4 (Abril, 1950)
- Date
- 1950-04-01
- Page
- Seite 3 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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BOLETIN INFORMATIVO 3 i f ENRIQUE CENTAWER Zu dem am 20. Maerz erfolgten Hinscheiden des Schatzmeisters unserer Schwestergemeinde “H abonim” Valparaiso, Herrn Enrique Centawer, sprechen wir deren Vorstand unser herzlichstes Beileid aus. Direktorium und Repraesentanten - Kollegium der S- C. I. B’né Jisroel Anfaengerkursus in Iwrith Fuer den in den naechsten Tagen beginnenden Anfaengerkursus in Iwrith werden noch Anmeldungen entgegengenommen.. Interessenten werden gebeten, sich sofort schriftlich oder muendlich bei dem Gemeindesekretariat zu melden (Casilla 2487 oder Tel. 33096). Sewr'c/diÇe&gù&et! Sonnabend, 22. April — 5. Ijar; Sidra; Tasria-Mezora 20. Omertag — Jom Haazmaut. Sonnabend, 29. April — 12. Ijar; Sidra: Ajare Kedoschim 27. Omertag. Freitag, 5. Mai — 18. Ijar; Lag Baomer. Sonnabend, 6. Mai — 19. Ijar; Sidra: Einor 34. Omertag. Sonnabend, 13. Mai — 26- Ijar; Sidra: B’har — B’chukötai 41. Omertag Neumondweihe. Mittwoch, 17. Mai — Rosch Chodesch: 45 Omertag. Sonnabend, 20. Mai — 4. Siwan; Sidra: Bamidbar 48. Omer, tag. MORGENGOTTESDIENSTE Werktags: 7-30 Uhr. Schabbat und Jomtow 9 Uhr. Sonn — und staatliche Feiertage 8 Uhr. Schabbath Mincha: Nach Vereinbarung. ABENDS: Werktag und Freitag. bis Donnerstag, 18. Mai: 6.45 Uhr ab Freitag, 19. Mai 5.30 Uhr, bis auf weiteres. ORDENTLICHE GENERALVERSAMMLUNG Wir machen nochmals darauf aufmerksam, dass die diesjaehrige Ordentliche Generalversammlung unserer Ge. meinde (ohne Wahl) am Sonntag, den 23. April 1950, vorm. 9.30 Uhr stattfindet und dass sie, falls zu dieser Zeit nicht mindestens 20% der Mitglieder anwesend sein sollten, eine Stunde spaeter, also um 10.30 Uhr vorm., mit der Zahl der alsdann anwesenden Mitglieder abgehalten wird. Zutritt haben nur Mitglieder und deren im Fragebogen aufgefuehrte Familienmitglieder, letztere ohne Stimmrecht, Wegen Einzelheiten (Tagesordnung, Auslage des Finanz, berichts, Termin fuer schriftliche Einreichung von Antraegen u.s.w.) verweisen wir auf die besondere Einladung, die wir der Maerznummer unseres Mitteilungsblattes beigefuegt haben. Gemeinde-Bibliothek Herr Edua'rdo Flatau und Frau haben uns anlaesslich ihrer Silbernen Hochzeit, zu der wir ihnen nachtraeglich hiermit herzlichst gratulieren, eine grosse Anzahl wertvoller Buecher belehrenden und unterhaltenden Inhalts ueberwiesen. Die Buecher sind der Gemeindeb'ibliothek einver leibt worden. Nachstehend beginnen wir mit der Veroeffentlichung der Buecher, die unsere Mitglieder besonders interessieren duerften: Ernst Glaeser, Jahrgang 1902. Hermann Hesse, Maerchen. Hermann Hesse, Kurgast. Thomas Mann, Der Tod in Venedig. Guy de Maupassant, Die seltensten Erzaehlungen. Alfred Neumann, Der Rebell. Walther Rathenau, Wirtschaft, Staat und Gesellschaft. Maxim Gorki, Wanderer ln den Morgen. Maxim Gorki, Meine Kindheit. Rabindranath Tagore, Das Heim und die Welt. Walther von Hollaender, Das fiebernde Haus. Colette, Renée Neré. Wahlen zum Zionisten-Kongress Im Folgenden geben wir das Ergebnis der Wahlen zu dem fuer den 29. und 30. April anberaumten lokalen Zionisten-Kongress, die am Sonntag, den 26. Maerz stattfanden: Liste 1, Haschomer Hazair: 489 Stimmen. Liste 2, Forum Habone, 203 Stimmen. Liste 4, Misrachi: 107 Stimmen. Liste 5, Poale Zion, 734 Stimmen. Liste 6, Mapam-Dror: 237 Stimmen. Ungueltig: 9 Stimmen. Die Liste 3, Revisionisten, zog sich vor dem Wahlakt zurueck und auch die “Allgemeinen Zionisten” hielten sich der Wahl fern. Die Zahl der abgegebenen Stimmen weist eine erfreuliche und ungewoehnlich hohe Beteiligung auf. DIE NAECHSTE HAUSSAMMLUNG Unsere naechste monatliche Haussammlung zugunsten des “Hilfswerks fuer die Judennot in der Welt” wird am Sonntag, den 14. Mai, stattfinden. Wir rechnen damit, dass unsere Mitglieder die jugendlichen Kommissionen wie immer bei ihrer Arbeit unterstützen werden und ihre Spenden bereit halten. Tzur kommt Ende April Im Hinblick auf die Nordamerika-Reise S. E-, des Presidenten der Republik, don Gabriel Gonzalez Videla, ist die Ankunft und Zeremonie der Ueberreichung des Beglaubigungsschreibens des Botschafters von Israel an der Moneda, Jacob Tzur, bis auf dessen Rueckkehr verlegt worden, sodass die letzten April— und ersten Maitage am wahrscheinlichsten sind- Die Empfangs-Kommission wird die notwendigen Ankuendigungen rechtzeitig durch die Tagespresse bekannt geben. GESUCHT WIRD FRAU MARGARET STEIN fuer die Nachrichten aus dem Ausland vorliegen. Zweckdienliche Mitteilungen erbeten an Gemeindesekretariat (Av. Portugal 810) LAG BA’OMER Lag Baomer, ein Tag den Jeder kennt, und ueber den doch so wenig zu sagen ist. Denn er ist ein Festtag, und doch kein Festtag, der in einer Reihe von Tagen liegt, die man als Trauertage bezeichnet, die es aber nicht immer waren, und auch heute nicht mehr als solche empfunden werden. Der Ursprung des Lag Baomer ist in tiefes Dunkel gehuellt. Die verschiedensten Begründungen werden gegeben. Aber nur wenige Gebraeuche lassen uns den wahren Charakter des Tages erahnen. In alter Zeit war diese Zeitspanne zwischen Pessach und Schawuoth fuer den Bauern eine Zeit der Freude. Vom 2. Tage Pessach, brachte der Bauer jeden Abend einen Omer, ei. nes der damals gueltigen Masse, Gerste von der kuerzlich eingesammelten Ernte. Dies tat er sieben Wochen lang, bis zu Schawuoth, und dabei zaehlte er die Tage. Da damals noch kein Kalender im heutigen Sinne existierte, wurde das Zaehlen der Tage zu einem kalendarischen Hilfsmittel. Wir verstehen, dass fuer den Bauern diese Zeit der Ernte, eine Zeit der Freude war. Als das jue. dische Volk aber von seinem Boden vertrieben wurde, wandelte sich gra. de der Charakter dieser Tage, da sich alle mit Sehnsucht an ihre ein. stige Heimat erinnerten. Spaeter mag man wohl den Grund fuer diese Trauer vergessen haben, und brachte andere Ereignisse damit in Verbindung. So wird erzaehlt, dass unter den Schuelem des grossen Rabbi Akiba eine Epidemie ausbrach, und das etwa 24.000 Schueler gestorben sein sollen. Dieses Sterben kam am 33. Omertage zum Abschluss. Darum wird Lag Baomer als ein halber Freudentag angesehen. Nach dieser Erklaerung bleibt es aber un. verstaendlich, warum die Trauerzeit nach Lag Baomer fortgesetzt wird. Moeglicherweise sind hier verschiedene Ereignisse zusammengetroffen, unter denen der Kampf Bar Koch, bas zusammen mit Rabbi Akiba, dem grossen heldenhaften Gelehrten, eine entscheidene Rolle spielt. An diesem Tage, dem 33- Tag, darf man wieder Hochzeiten abhalten, und in den juedischen Schulen faellt der Unterricht aus. Im juedischen Milieu des Osten, wie selbstverstaendlich auch in Erez Israel wurden Aus. fluege veranstaltet, an denen die Kinder mit Pfeil und Bogen auszo. gen, zum Andenken an den Krieg, den das von Rabbi Akiba begeisterte Volk gegen die Roemer fuehrte. Die. ser Freudentag, und die Ruine von Massada sind bis heute Zeugen der letzten ruhmreichen Kaempfe unserer Vorfahren um ihre politische Selbstaendigkeit. Waehrend der Tage des Mittelalters wurde der Trauercharakter die. ser Sefira.Zeit noch dadurch unter, strichen, dass die grossen Judenverfolgungen in Deutschland waehrend des ersten Kreuzzuges, nach Pessach ausbrachen und auch viele der Pogrome, die unser Volk erleiden musste, um diese Zeit stattfanden. In Erez Israel erhaelt dieser Tag in sefardischen Kreisen seine Be. deutung durch die Feier am Grabe eines grossen Juden, der dem Schwerte der Roemer waehrend des Bar Kochba-Aufstandes zum Opfer fiel. In Meron bei Safed wird an diesem Tage der Todestag von Rabbi Schimon ben Jochai gefeiert, weil er nach einer Ueberlieferung am Ta. ge seines Hinscheidens seinen Schue. lern eine wichtige kabbalistische Schrift, den Sohar mitgeteilt hat. So vermischen sich viele Momente der juedischen Geschichte an die. sem Tage. Fuer unsere Zeit tritt die Erinnerung an den Bar Kochba- Aufstand und an die Leiden unseres Volkes im Mittelalter in den Vor. dergrund. Wieder ringt das juedi. sehe Volk um seine Unabhaengigkeit, um diesen Leiden ein Ende zu machen. Grade in den Tagen der Sefira ist Israel proklamiert worden, Wir hoffen mit Zuversicht dass die Tage von Pessach bis Schawuoth in naher Zeit wieder Tage der Ernte in Frieden und Freuden sein werden. Lag Baomer ist heute einer der groessten Nationalfeiertage in Erez, und man verbindet diesen Tag mit einem der wichtigsten Aspekte der Arbeit an der Erloesung unseres Bo. dens. Denn an diesem Tage werden in allen Teilen Erez Israels Baeume gepflanzt, die in ihrer doppelten Bedeutung dem Boden neue Fruchtbarkeit bringen und die Erinnerung an die Maertyrer unseres Volkes in unserer Mitte wach halten. Loewensteln ,**'*&*■ ■/‘''Hs**. LAG BA’OMER Pilgerfahrten zum Grabmal des Rabbi Meir Baal Ness und Lieder am Lagerfeuer: die traditionellen Feiern von Alt und Jung. I