Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Journal
- Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Volume
- XII (1950)
- Issue
- 3 (Marzo, 1950)
- Date
- 1950-03-01
- Page
- Seite 5 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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BOLETIN INFORMATIVO 5 k V Ein Mitglied spricht zur Gemeinde Wenn ich als einfaches Mitglied der Gemeinde hiermit ein offenes Wort an alle anderen Mitglieder richte, so entspringt dies einem Herzensbeduerfnis. Ich habe mir naemlich auf die Aufforderung hin, die Direktorium und Repraesentanz an uns gerichtet haben, kuerzlich unser neues Gemeindehaus angesehen. Und ich muss sagen, ich war wirklich ueberrascht. Da Raumanordnung hinterlassen einen tiefen Eindruck. Fertiggestellt und schon dem Gebrauch uebergeben ist dagegen bereits der ganze Vorderteil des Gebaeudes. Dort befinden sich im 1. Stock neben 2 Raeumen, die ineinander uebergehen und fuer Sitzungen der Gemeindekoerperschaften, Kommissionen, des Schiedsgerichts u.s.w. dienen sollen, die Bueros der Gemein- Der vorlaeufige Saal fuer den taeglichen Gottesdienst; definitiv werden hier verwandte Organisationen wie Forum, etc., untergebracht werden. ist etwas wahrhaft Schoenesi und Wertvolles geschaffen worden und ich bin fest ueberzeugt, dass sich dort ein reiches juedisches Leben entwickeln kann und wird. Zwar steht der Hauptteil des Gebaeudes, der die Synagoge fuer den regelmaessigen Gottesdienst, einen Saal fuer festliche und kulturelle Veranstaltungen, zwei sonnige, luftige Schulraeume und “Auerbach’s Keller”, einen grossen Wirtschaftsraum, umschliesst, noch unfertig da. Aber schon die Schoenheit der Raumgestaltung in der Snyagoge und im Saal sowie d i e Zweckmaessigkeit der de und des Cisroco. Wir Mitglieder werden dort nunmehr die Annehmlichkeit haben, in separaten Raeumen mit den in Betracht kommenden Stellen verhandeln zu koennen, also nicht mehr in der Aussprache dadurch behindert sein, dass —wie bisher— Vieles in ein und demselben Zimmer erledigt werden musste. Im 2. Stock, in dem provisorisch Gottesdienst stattfindet, werden die uns nahestehenden Organisationen ihre kulturelle und nationale Taetigkeit entfalten und sich in den grossen freundlichen Raeumen heimisch und wohl fuehlen. Dort wird nun end- Der Grosse Saal mit Blick auf die Frauentribuene Fotos: Nossen lieh auch unsere Jugend ihr Dauerheim haben, dass sie sich ihren eigenen Wuenschen entsprechend einrichten und wo sie ihre Vortraege, Diskussionsabende, gesellige Zusammenkünfte u.s.w. veranstalten kann. Alles ist sorgfaeltig erwogen und ausgedacht. Bei aller Schoenheit und Zweckmaessigkeit, die das Haus und seine Raeume auszeichnen, sind jedoch nie die Grenzen der Einfachheit und einer auf das Solide und Dauerhafte abgestellten Ausfuehrung ueberschritten worden. Unendlich viel Muehe und Arbeit steckt in diesem Werk. Es war ein Weg von Opfern, Schwierigkeiten und Sorgen fuer die Menschen, die diesen Bau geleitet und gefoerdert haben. An uns liegt es nun, die Vollendung unseres Hauses moeglichst bald zur Wirklichkeit werden zu lassen. Von uns haengt es ab, ob an den naechsten Hohen Feiertagen in unserer neuen, wuerdig hergerichteten Synagoge Gottesdienst stattfinden kann. Wir Mitglieder sind dafuer verantwortlich!! Wir duerfen jetzt nicht mehr warten, bis man an uns herantritt und unser Scherflein fuer den Bau erbittet. Es ist unser Aller Haus, das hier ersteht. Aus dem stolzen und freudigen Gefuehl heraus, hier fuer uns und kommende Geschlechter an einem Zentrum juedischen Lebens in seinen verschiedensten Formen selbst mitschaffen zu koennen, muessen wir von uns aus die erforderlichen Schritte zu wirksamer Unterstuetzung des grossen Werkes tun, muessen wir eigene Initiative walten lassen, damit unser Haus ein Monument juedischen Lebenswillens und juedischer Lebenskraft werde. Zu allen Zeiten haben es Juden als eine ihrer vornehmsten Pflichten betrachtet, Gottesnaeuser, Lehrstaetten und Gebaeude zur Erfuellung ihrer sozialen, kulturellen und nationalen Aufgaben zu errichten. Vergessen wir nicht der grossen Ueberlieferung, die fuer uns ebenfalls Richtschnur und Verpflichtung bedeutet, dass die Kinder Israel, als sie Moses zu freiwilligen Gaben zur Errichtung und Ausstattung des Stiftszeltes aufrief, so viel brachten, dass man, wie es in der Bibel heisst, “das ganze Werk vollenden konnte und noch uebrig hatte”. Seien wir wuerdige Nachkommen unserer Vorfahren. Helfen wir den Bau vollenden und fuer jeden von uns wird es eine tiefinnerliche Befriedigung sein, spaeter einmal sagen zu koennen, dass in unserem eigenen Gemeindehaus auch von ihm ein Stueckchen Bereitschaft und Liebe zur Sache steckt. A. Z, FÜHRUNGEN DURCH DAS GEMEINDEHAUS Wir machen erneut darauf aufmerksam, dass jeden Sonntag vormittags von 10.30—12.30 Uhr und Mittwoch nachmittags von 6—7 Uhr Fuehrungen durch das Gemeindehaus stattfinden. Wir hoffen, dass unsere Mitglieder von dieser Moeglichkeit, sich den Bau und seine Raeume anzusehen, recht zahlreich Gebrauch machen werden. Der Raum fuer den Restaurationsbetrieb wartet auf seine Fertigstellung. NAC Man nannt’ es Oficina. Doch Es war ein wenig schoenes Loch. Es regnete fast Tag fuer Tag, Wenn draussen schoenste Sonne lag, Und Pilze wuchsen aus der Wand, Wie man sie sonst im Walde fand, Und Ratten gab es ohne Zahl, Sie frassen alles ohne Wahl, Und gluecklich könnt’ sich jeder preisen, Dem nicht Holz, Ziegel oder Eisen Vom Dach fiel auf des Schaedels Decke, Dass eiendlich er gar verrecke. Und schliesslich —es war fast ein Hohn—: Man sass wie auf des Koenigs Thron, Wenn man, was ab und zu vonnoeten, Tat’ einen stillen Ort betreten. Dies alles war erfuellt von Leben, Voll von Kultur und hoeh’rem Streben Con movimiento sin cesar V bullicioso a la par. Wenn dann des Stromes Kraft versagte Und man so durch die Raeume jagte, Um noch ein Plaetzchen zu erhaschen, Wo man vom Lichte konnte naschen—, Dann kam mit fehlender Beleuchtung Den meisten denn doch die Erleuchtung, Dass dieses Haus nur als Ruine Noch menschlicher Behausung diene Und dass die Zeit gekommen sei, Zu legen nun das frische Ei, Gebruetet schon so manches Jahr: Der socios propio hogar. Doch Undank ist nie recht am Platze, Drum sag’ ich es mit einem Satze: Das alte Haus sah reichen Segen, Sah Vieles kraftvoll neu sich regen Und trotz Zerfall der Konstruktion War ungehemmt die Produktion, Sodass beim Soll— und Habenschluss Blieb immerhin ein starkes Plus, Das, wenn dereinstens wird gesucht, Wie die Annalen es verbucht, Ganz sicher SO erscheint darin: “Monjitas sechs neun null — Gewinn”. MAX GRUENBAUM EUER NEUES GEMEINDEHAUS WARTET AUF EUCH. ■ ■ -. -. ■■ ==■'■■ ... -=-- ,, ■■■ =:r