Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Journal
- Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Volume
- XII (1950)
- Issue
- 2 (Febrereo, 1950)
- Date
- 1950-02-01
- Page
- Seite 3 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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BOLETIN INFORMATIVO 3 AUS Santiago, 17. Januar 1950, Ai N UNSERE MITGLIEDER! Liebe Freunde! Vor wenigen Stunden ist die Gemeinde in ihr eigenes Gemeindehaus eingezogen. In sauberen, hellen und luftigen Raeumen wird die laufende Verwaltungsarbeit fortgesetzt, werden unsere Mitglieder beraten und zur Zeichnung fuer die Campaña Unificada empfangen. Wir sind im bezugsfaehigen, wenn auch unfertigen eigenen Heim. Noch nicht 12 - Jahre seit der Gruendung der Ge- » meinde, etwas ueber 5 Jahre seit dem Brand unseres Tempels in San Diego 216 sind vergangen, und ein stolzes Haus, in uns zukommender bescheidener Gegend der Stadt, ist entstanden. Wissen Sie, was in diesen 21 Monaten seit der Grundsteinlegung erreicht worden ist? Haben Sie eine Ahnung davon, welche Schwierigkeiten ueberwunden worden sind? Wie immer gerade das Baumaterial fehlte, das wir im gegebenen Augenblick brauchten, wie die Lieferung der Bestellungen sich um Tage und Wochen verzoegerte und die Arbeit nicht fortgesetzt werden konnte, wie die Inflation nicht einmal, sondern hundertmal jede Kalkulation ueber den Haufen warf oder wie ein grosser Posten gekauft werden konnte, aber das .Geld dazu fehlte? Alles das ist vorbei und vergessen! Vergessen ist auch das morsche und unzulaengliche Haus mit der teuren Miete, ohne Luft und Licht, in dem Kommissionen der Gemeinde, Gruppen des Forums, Kurse der Wizo ein Plaetzehen fuer ungestoerte Arbeit suchten. Unser Blick ist auf die naechsten Monate gerichtet. Denn nur von dem verfuegbaren Geld haengt der Termin der Vollendung und Einweihung unseres Gemeindehauses und unserer Synagoge ab. Von Ihnen also, meine Freunde, wird es abhaengen, wann» wir das lebendige Zentrum unserer Gemeinde seiner Bestimmung uebergeben koennen, wann jedes Gemeindemitglied an juedischem Leben in seinem Sinne und nach seinen Wuenschen in diesem Hause wird teilnehmen koennen —in der wuerdigen Synagoge, in den geschmackvollen der nationalen und kulturellen Arbeit vorbehaltenen Saelen und Zimmern, in den sonnigen Schulraeumen und in “Auerbachs Keller”, dem in aller Einfachheit entzueckenden Speisesaal, in dessen Nachbarschaft ein abgeschlossenes Spielzimmer dafuer sorgen wird, dass die Tischgaeste nicht mehr durch temperamentvolle Skatspieler gestoert werden. Unser Haus ist nicht von einigen wenigen Maezenen gebaut worden, wie es meist in Europa ueblich war, sondern von der Gesamtheit der Gemeinde. Darauf soll sie stolz sein; denn es ist ein Zeichen der Treue Und Verbundenheit aller mit ihrer Kehilla. Unser Bau hat gottlob viele Freunde, aber auch Gegner gehabt. Wer sich darueber Rechenschaft ablegt, wie dieses Werk entstanden ist, ohne die Pflichten gegenueber Israel und den hiesigen Notwendigkeiten zu vernachlaessigen, wer darueber nachdenkt, um wieviel produktiver unsere Arbeit und um wieviel erfreulicher unser juedisches Leben hier sein wird als in Mietshaeusern, die unseren Beduerfnissen niemals angepasst sein koennen und immer unzulaenglich bleiben muessen, vor allem aber wer nicht verurteilen will, ohne zu sehen und zu pruefen, der kann nur stolz und begeistert sein von dem, was unsere Generation hier fuer kommende Geschlechter aufbaut. Denn so wie die anderen juedischen Gemeinschaften unserer Stadt und auch kleinere Inmigrationsgemeinden unseres Kontinents glauben auch wir an die Zukunft der Galuth als wichtigen Bestandteil unseres Volkes und Stuetze des Staates Israel. Darum wollen und muessen wir der kommenden Generation ein Stueck juedischer Heimat uebergeben, in der sie sich wohl fuehlt. Besuchen Sie mit Ihrer Familie unser neues Haus und ueberzeugen Sie sich von seiner Zweckdienlichkeit und Schoenheit. Und wenn Sie koennen, werden Sie bestimmt Ihr Scherflein beitragen wollen. JOSE HIRSCHBERG rr>oi)<^>fltHc=>«K^^o<cr>oi><cr>oi)<cr>o(Hcr^i)<r^ti<c>o()<r' t S/ E ACCION UNIFICADA 1949 Wer noch nicht gezeichnet hat, erfuelle noch heute seine juedische Pflicht! Wer nicht beitragen kann, erspare sich und uns weitere Mahnungen! Aus der Repraesentanz Am 21. Dezember 1949 fand die letzte Sitzung des Repraessntanten Kollegiums in unserem alten 'Gemeindehause Monjitas 690 statt. Im Vordergrund der Beratungen standen Fragen, die der Fertigstellung unseres neuen Heims in der Portugal 810 gewidmet waren. In der Hauptsache wurde beschlossen, die Raeume im alten Haus zum 31. Januar 1950 zu kuendigen und sunaeohst mit dem Sekretariat sowie einige Tage spaeter auch mit der Synagoge in den bis dahin fertiggestellten Verwaltungsteil des Hauses in der Portugal, der 'auch die Raeume fuer dien Cisroco und andere uns nahestehende O r g a nisationen umfassen wird, ueberzusiedeln. Die Synagoge soll -bis zur Fertigstellung des grossen Saales dort zunaechst eine provisorische Hinterbringung finden. Bei Eroerterung der mit der weiteren Fertigstellung des Baues (grosser Saal, Wirtschaftraeume usw.) zusaimmenhaen- ” JUNTA” Die “JUNTA” setzt ihr Arbeit fuer den JOINT fort: Die “JUNTA” vermittelt die Schenkung einer Sefer Thora: Sendungen nach Israel: In der letzten Vollsitzung der “JUNTA” Judía de Ayuda y Rehabilitación en Cooperación con el American Jewish JOINT Distribution Committee wurde berichtet, dass die Bemue. hungen der JUNTA vom JOINT, New York, eine Sefer Thora fuer die juedische Gemeinde, Valdivia, zu erhalten, vollen Erfolg gehabt haben. Dieses wertvolle Geschenk des JOINT, New York, ist bereits in Chile eingetroffen und wird in Kuerze in der ueblichen feierlichen Form in Valdivia eingeweiht werden. Geschenke fuer Israel: Es wurde ausserdem mitgeteilt, dass die “JUNTA” eine Sendung gebrauchter Kleider von der juedischen Gemeinschaft aus Temuco erhalten hat, die fuer die Sefardische Gemeinde in Israel bestimmt ist. Wie immer wird die “JUN¬ TA” auch fuer diese Sendung nach Israel die Kosten des Transportes, der Seefracht, der Versicherung etc. tragen. Eine weitere wertvolle Kleidersendung wird die “JUNTA” in Kuerze von der hiesigen Wizo erhalten und diese an die Wizo nach Tel-Aviv weiterleiten. Neues Mitglied: Anstelle von Herrn Jacob Rothfeld, der bisher das Comité de Ayuda “Bucovina” vertreten hat und sein Amt aus Gesundheitsruecksichten niederlegen muss, ist Herr David Rennert. von dem Comité de Ayuda “Bucovina” in die JUNTA entsandt worden. genden Finanzierungs - Fragen wurde darauf hingewiesen, dass die dafuer aufgelegte zweite Innere Bauanleihe zwar bisher unter unseren Mitgliedern schon einen recht erfreulichen Widerhall gefunden habe, dass aber noch eine weit staerkere Beteiligung an der Unterbringung dieser 'Anleihe erforderlich sei, um das gewuenschte Ziel erreichen zu koennen. Die Repraesentanz richtet deshalb an alle unsere Mitglieder den Aufruf, die Gemeinde bei den weiter bevorstehenden Aufgaben zur Beendigung dieses grossen Bauwerks durch Gewaehrung eines Darlehens im Rahmen dieser Anleihe zu unterstuetzen. In einem Schlussappell brachte der Praesident der Gemeinde, (Herr Dr. José Hirschberg, seine Befriedigung darueber zum Ausdruck, dass im Laufe der nunmehr schon mehr als zehnjaehrigen Entwicklung unserer Gemeinde in schicksalsschwerer Zeit und unter mannigfachen Schwierigkeiten Grosses erstrebt und erreicht worden sei. WIZO Trotz Sommerferien bemueht sich sowohl unser Direktorium als auch unsere Mitglieder, den zweiten Geburtstag unserer Medinatb Israel in wuerdiger Form vorzubereiten. Am Sonntag, den 23. April, veranstaltet die. Wizo zur Feier des “Jom Haazmauth” ihren traditionellen WIZO BAZAR. Die Leitung des Bazars befindet sich in den erfahrenen Haenden von Frau Dulli Kleiner, nachdem Frau Stefania Nussbaum aus privaten Gruenden die Leitung abgeben musste. Indem wir allen Wizo Schwestern gesunde und vergnuegte Ferientage wuenschen, machen wir auf den am 9. Maerz im Club Húngaro stattfindenden ersten Wizo-Nachmittag nach den Sommerferien aufmerksam. Das genaue Programm wird noch bekannt gegebeji werden. CISROCO Wir verausgabten im vorigen Monat fuer Barunterstuetzungen, Barzahlungen, Arzt—, Arznei— und Kränken. hauskosten, Schul- und Berufsausbildungsbeihilfen sowie fuer die Unterhaltung unseres Altersheimes, ausschliessligh der laufenden Buerounkosten, $ 160.453,95 FORUM MARONE Die Hanhaga des Forum teilt mit, dass die Veranstaltungen aller Gruppen im neuen Ken Vicuña Mac kenna 904 stattfinden. Die Zeiten bleiben dieselben wie frueher. Pemm®h* FeMmummer Wir machen erneut darauf aufmerksam, dass unsere nächste Ausgabe (Maerz- Nummer) erst in der zweiten Haelfte des kommenden Monats und mit Material zum Pessach-Fest erscheinen wird. Redaktions- und Anzeigenannahmeschluss ist am Mittwoch, den 1. Maerz. ME NAECKSTE HAUSSAMMLUNG In Hinblick auf die Feriensaison wird waehrend de;; Monats Februar die monatliche Haussammlung zugunsten unseres “Hilfswerks fuer die Judennot in der Welt” nicht stattfinden. Unsere Sammler werden daher ihre Arbeit erst am 12. Maerz wiederauf nehmen und wir bitten alle unsere Mitglieder, bei dieser Gelegenheit den aus dem vorgenannten Grunde versaeumten Beitrag noch nachtraeglich, zusammen mit der Maerz-Quote, zu entrichten. Sil Siasay, Dlrekäox des* Basteo Israelita Im Verlauf der Aktionaeren-Versammlung der “Banco Israelita” wurde an Stelle des kuerzlich verstorbenen Herrn Arön Fliman, der Anwalt der Bank, Herr Gil Sinay, in das neue Direktorium gewaehlt. Die uebrigen Vorstandsmitglieder wurden teils wiedergewaehlt, teils hatten sie ihre jeweilige Amtszeit noch nicht beendigt. LIGA DE' DAMAS DIE NAECHSTE THEATERAUFFUEHRUNG Wie in den vergangenen Jahren, so hat auch diesmal der Vorstand der “Liga de Damas” beschlossen, eine Theater-Auffuehrung als sichere Quelle einiger vergnuegter Stunden fuer ihre zahlreichen Freunde —und Geldes fuer ihre Kasse— vorzubereiten. Von verschiedenen Seiten wurde dem Vorstand nahegelegt, diesmal ein juedisches Theaterstueck zu bringen. Leider musste jedoch festgestellt werden, dass nichts geeignetes aufzutreiben war, so dass man als Ersatz dafuer ein Lustspiel ausgewaehlt hat, das zumindest die Urheberschaft zwei juedischer Autoren aufzuweisen hat. Da man bereits begonnen hat, das besagte Lustspiel einzustudieren, werden wir bereits in der naechsten Ausgabe des “Boletín Informativo” in der Lage sein, naehere Einzelheiten mitzuteilen. Wir verausgabten im vorigen Monat fuer Kipderfuersorge und Betreuung alter und kranker Frauen und Maedchen, ausschliesslich der laufenden Buerounkosten $ 48.729,44 .Ä Df OTRAS ORGfinizAcionfs