Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Journal
- Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Volume
- XII (1950)
- Issue
- 1 (Enero, 1950)
- Date
- 1950-01-01
- Page
- Seite 3 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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BOLETIN INFORMATIVO 3 'A DE GEMEIND ELEBEN BEGINN DER UEBERSIEDLUNG Die Gemeinde wird am 17. Januar 1950 mit der Uebersiedlung in ihr eigenes Heim beginnen. Eine ungeheure Arbeit und Ueber Windung groesster materieller und technischer Schwierigkeiten waehrend mehrerer Jahre liegen damit hinter uns. Und waehrend wir nach dem traurigen Brandunglueck in unserem Mietshaus San Diego 218, in dem wir uns mit grosser Liebe und Freude ein unseren Bedürfnissen entsprechendes . Gemeindehaus mit Synagoge eingerichtet hatten, mit schmerzlichen Gefuehlen verliessen, uebersiedeln wir jetzt mit innerer Befriedigung und vollster Hoffnung auf eine starke Aufwaertsentwicklung unseres juedischen Lebens; denn wer in unserem jetzigen Gemeindehaus Monjitas 690 einen Einblick in die raeumlichen und hygienischen Verhaeltnisse hatte und wer an der taeglichen Arbeit des Sekretariats oder des Cisroco, der Jugend oder unserer nationalen oder kulturellen Gruppen Anteil nahm, fuer den ist die Notwendigkeit der Aufgabe dieser Raeume keine Frage der Diskussion mehr. Alles was wir an Mietszins und dringendsten, aber laufenden Reparaturen in das fremde Gebaeude investieren mussten, soll nunmehr dem eigenen Besitz der Gemeinde zugute kommen. Der Umzug beginnt mit dem Gemeindesekretariat und Cisroco-Raeumen und nach und nach in moeglichst raschem Tempo werden Schulzimmer, Unterkunftsraeume fuer die befreundeten Institutionen, Wirtschaftsraeume und der grosse Saal folgen, sodass der Gottesdienst an den naechsten Hohen Feiertagen in diesem Saale stattfinden wird. Das Tempo und die Vollendung aller unserer Raeume werden von der Bereitschaft aller dazu befaehfgten und bereitwilligen Mitglieder abhaengen. In ihrer Hand wird die Entscheidung darueber liegen ob wir in unserem neuen Heim ein juedisches Zentrum besitzen werden, das unserer Gemeinde und der Mitglieder unserer Gemeinde wuerdig ist. Moege es uns vergoennt sein, im eigenen Haus in engster Verbundenheit mit dem juedischen Volk und seinen hohen sittlichen Guetern produktive Arbeit fuer Generationen zu entwickeln und damit auch unserer Gemeinschaft den Platz im Juedischen Leben zu verschaffen, den sie verdient. V JOSE HIRSCHBERG I SONNTAG, DEN 8. JANUAR 1950! \AIOCIISTi; MONATLICHE ii.USSAMMM/XG 1| unsuirs IliMfswurks fuer die Judennuot in der Welt H ilailet Eure Spenden bereit und sorgt dafuer dass unsere Jim- |! gens und Maedels nicht vergeblich kommen! |i Praesidium der Sociedad Cultural Israelita ‘IVne JlsrotT* A. T. I. (.luetischer Handwerken erein) Die naechste Monaisversammlung findet statt am: Mittwoch, den 11. Januar 1959 abends 9 Uhr im “Club Hüngaro” Merced N9 24 Thema: Allgemeines und Ausflug Wir bitten um zahlreiclies Erscheinen der Mitglieder. Per Vorstand MAKTIN MICHEL LEO WIM Eli WERDET MITGLIED DER A.T.I. CAMPAÑA UNIFICADA Mit dem bisherigen Ergebnis an Zeichnungen und Zahl der Beteiligten sind wir zufrieden. Unsere Mitglieder haben in ihrer grossen Mehrzahl wie immer volles Verstaendnis fuer die Notwendigkeit und den Umfang dieser Aktion bewiesen. Leider steht ein Bruchteil der zu uns Gehoerenden noch abseits. Wir meinen nicht die, die nichts beitragen koennen oder uns persoenlich oder schriftlich mitgeteilt haben, dass sie die Angabe ihrer Zeichnung oder Zahlung aus persoenlichen oder geschaeftlichen Gruenden noch aufschieben muessen. Deren Verhalten ist korrekt und erleichtert uns die organisatorische Arbeit. Dagegen gibt es noch einige, die weder auf die erste noch auf die zweite Aufforderung zur Zeichnung reagiert haben. Wir sehen hierin nicht nur eine Interesselosigkeit gegenueber den lebenswichtigen Aufgaben dieser Campa¬ ña, sondern auch eine Respektlosigkeit gegenueber den Fonds, die aus dieser gespeist und dringend auf die Beteiligung aller Juden angewiesen sind. Wir rufen deshalb alle diejenigen, die sich zur Campa¬ ña Unificada 1949 noch nicht geaeusserst haben, hiermit auf, unserem Sekretariat ihre Zeichnung oder entsprechende Angaben zu machen. DAS AKTIONSCOMITE DER CAMPAÑA UNIFICADA 1949 EIN ISRAELISCHER MALER Fuer einen voruebergehenden Aufenthalt ist in Santiago der bekannte israelische Maler Arieh Aroch eingetroifen. Die Kunstzeitschrift “Fro Arte” widmete ihm eine eingehende Besprechung und auch die grossen Tageszeitungen brachten mehrspaltige Interviews und Wuerdigungen des Kuenstlers. Aroch ist eine der bedeutendsten Erscheinungen des Kunstlebens in Israel. Seine Reise dient der kulturellen Annaeherung mit Lateinamerika und der gegenseitigen Kenntnisnahme der augenblicklich vorherrs eilenden Stroemungen. EINE REISE NACH DEM SUEDEN Unter den Mitgliedern unserer Gemeinde haben schon viele den Sueden dieses Landes bereist und kennen seine Welt von allen Seiten. Aber nur den Wenigsten ist es Vorbehalten geblieben, gleichsam das juedische Antlitz dieses Suedens von Chile kennen zu lernen. Dazu genuegt nicht, dass man einen jener Gottesdienste besucht, die mit echt juedischer “Hartnaeckigkeit”, auch unter groessten Schwierigkeiten aufrecht erhalten werden oder bei einer Veranstaltung zugegen ist. Man muss die Menschen und ihre Probleme, die Gemeinden in ihrem Kampf um die Aufrechterhaltung kennen lernen, um den Wert abzuschaetzen, den jede Einzelne dieser kleinen Gemeinschaften fuer die Zukunft unseres juedischen Volkes hat. Jede dieser Gemeinden, die wir auf unserer Reise besuchten (Concepción, Temuco, Valdivia, Puerto Montt, Osorno) traegt ihr eigenes Antlitz. Sie werden gepraegt durch die Verschiedenheit der Herkunft der Menschen, die diese kleinen Zentren bilden. In gewisser Hinsicht scheinen landsmannschaftlich gesehen Valdivia und Temuco Extreme darzustellen. Wahrend Valdivia in der ueberwiegenden Mehrheit von Menschen geleitet und gestaltet wird, deren Sprache die unserer Herkunftslaender ist, sind in Temuco Juden sefardischer Herkunft das ausschlaggebendeJSlement. In Concepción dagegen halten sich deutschsprachige- Juden und Juden aus Osteuropa die Waage. Gerade Concepción zeichnet sich aus durch den Einheitscharakter, der von seiner Leitung mit viel Liebe und Ausdauer gewahrt wird. Waehrend Puerto Montt sich bemueht, mit den wenigen Menschen, die aus aller Herren Laender dorthin gekommen sind, religioeses Leben im Rahmen des Gottesdienstes aufrecht zu erhalten, sind es in Osorno zu wenige, um von einer Gemeinde sprechen zu koennen. In allen diesen Orten haben wir jedoch Eines gefunden: Menschen, die sich mit viel Liebe und Hingabe fuer die Erhaltung juedisch religioesen und nationalen Lebens einsetzen. In allen Gemeinden wurden wir mit offenen Armen empfangen und uns Gelegenheit gegeben, mit allen Mitgliedern, insbesondere mit der Jugend in Kontakt zu kommen. Wir glauben sagen zu duerfen, dass der Erfolg der Campaña | Unificada 1949, die wir durchfuehren durften, fuer die Treue dieser Menschen spricht. Die beiden Hauptprobleme scheinen uns zu sein: der Mangel an Kontakt mit dem juedischen Leben und seinen Problemen in aller Welt und das Fehlen juedischen Unterrichts fuer unsere Jugend-bis auf Valdivia, wo von einem ehrenamtlichen Herrn mit viel Liebe versucht wird, die neue Generation im Geiste unserer Tradition zu erziehen—. Es war uns eine besondere Freude” zu beobachten, wie ueberall Jung und Alt sich mit uns versammelten, um von juedischer Vergangenheit und Gegenwart zu hoeren und hierin scheint uns eine besondere Aufgabe der Zentralen Institutionen zu bestehen, dass sie mehr als bisher diesen Gemeinden um ihre Selbsterhaltung als Juden helfen. Wir sind ueberzeugt, dass sich noch manches an positiven Kraeften herausholen laesst, wenn dieser Wille zum Judesein und zu juedischem Leben mehr als bisher von uns gestuetzt und gepflegt wird. Wer die Geschichte der juedischen Vergangenheit kennt, weiss, dass es grade immer die kleinen Gemeinden waren, die sich durch die Waerme juedischen Gemeinschaftsgefuehis auszeichneten, Moegen diese Gemeinschaften durch die Enge des Zusammenlebens auch oft genug Schwierigkeiten zeigen, sie werden ueberwunden durch das gemeinsame Ideal, den Willen, auch ihrerseits einen kleinen Beitrag zu leisten fuer die Sicherung unserer juedischen Zukunft. Diese Reise hat uns viel gegeben und nicht zuletzt haben wir wertvollen Kontakt zu Menschen gefunden, die mit viel Opfern mit uns arbeiten fuer unser Volk und fuer unser Land. Dafuer sei ihnen auch von dieser Stelle aus unser herzlichster Dank zum Ausdruck gebracht. RABBINER LOEWENSTEIN -ooooooooooooooooooooooo o o o o o o o o o o o o o o o o o o o Anzeigenannahme SCHLUSS FUER DIE Februar - Nummer Montag, den 16.1.50 oooooooooooooooooooooo FEIERSTUNDE Aüi Freitag, den 25. November 1949, abends, veranstaltete die Gemeinde anlaesslich des 75. Geburtstages des ersten Staatspraesidenten von Israel, Prof. Dr. Chaim Weizmann, einen Festgottesdienst mit anschliessendem Feierakt. Ansprachen, die der Bedeutung des Tages gerecht wurden, hielten die Herren José Kirschberg, Praesident unserer Gemeinde, Rabbiner Manfred Lubliner, Samuel Goren, Oficial de Enlace de la División Latinoamericana del Ministerio äe Relaciones Exteriores de Israel, und der in jenen Tagen unter uns weilende Mihtaergouverneur von Jaffa, Herr Major Meir Laniado. Der sehr wuerdig verlaufene Feierakt wurde umrahmt von Gesaengen des Synagogenchors unserer Gemeinde. DIE CAMPAÑA UNIFICADA 1949 IST IM CANGE. Beweist Eure Verbundenheit mit dem Juedischen Volk durch treue Pflichterfuellung!