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Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel · 1949-12-01 · 12 (Diciembre, 1949) · p. Seite 3

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Journal
Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
Volume
XI (1949)
Issue
12 (Diciembre, 1949)
Date
1949-12-01
Page
Seite 3 (sequence 3)
Language
German
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BOLETIN INFORMATI VO 10-JAEHRIGES; STIFTENGSFEST Positive Kulturarbeit GEMEINDE-BALL Am 21.-23. Oktober beging unsere Schwestergemeinde in Valnaraiso, die Comunidad Israelita “Habonim”, ihr 10jaehriges Stiftungsfest. Die Veranstaltungen, die die Gemeinde vorbereitet hat, gaben Zeugnis von dem pulsierenden juedischen Leben in dieser Gemeinde. Im Freitagabend-Gottesdienst am 21. Oktober gab Rabbiner Lubliner der Bedeutung dieser Feststunde Ausdruck. Er unterstrich den Unterschied zwischen der einmaligen und nach ewigen Gesetzen sich abrollenden Schoepfung Gottes und dem immer neuer Entwicklung unterliegenden Menschenwerk. Fuer die Zukunft dieser Gemeinde gab er der Hoffnung Ausdruck, das sie auf dem einmal beschrittenen Wege fortfahren werde. Am Sonnabepd-Nachmittag vereinte ein von den Frauen vorbereitetes Fest die Kinder der Gemeinde. Am Sonnabend-Abend vereinte ein Bankett mit anschliessendem Ball die Mitglieder der Gemeinde. Festesstimmung und Wuerde gaben dieser Veranstaltung ihren Stempel. In den verschiedensten Reden kam die Wertschaetzung zum Ausdruck, deren sich der Praesident der Gemeinde, Leo Weglein, und seine Mitarbeiter erlreuen. Es sprachen: fuer den Festausschuss Dr. Kurt Reichmann, fuer den Vorstand der Praesident der Gemeinde Leo Weglein, fuer das Comité Representativo Isidoro Dimant, fuer die Federación Sionista Rabbiner Loewenstein, fuer die Sociedad Israelita Angel Guiloff, fuer die Sociedad Cultural Israelita “B’ne Jisroel” José Hirschberg, fuer das Centro Sionista Abraham Gomberoff, fuer den Vaad Hajinuj Eduardo Flatau, fuer die Wizo Valparaíso Poly Aufrichtig, fuer die Liga de Damas Israelitas Valparaíso Edith Fraenkel, fuer die juedische Jugend Valparaisos Juan Aufrichtig, fuer das Instituto Hebreo Valparaíso Prof. Bergstein und abschliessend Rabbiner Lubliner. Zum Schluss dankten im Namen des Vorstandes die Herren Adolf Boehm, Georg Lange und Leo Weglein. Dei anschliessende Ball vereinigte die Anwesenden bis in die fruehen Morgenstunden. Am Sonntagvormittag fand auf dem Friedhof in Valparaiso eine Gedenkstunde fuer die im Laufe der 10 Jahre dahingeschiedenen Mitglieder der Gemeinde statt, bei der Rabbiner Loewenstein die Gefuehle zum Ausdruck brachte, die an dieser heiligen Stelle die Anwesenden bewegten. Alles in allem waren diese 3 Tage nicht nur Tage des Gedenkens an 10 Jahre der Arbeit fuer das juedische Volk, sondern auch ein hoffnungsvolles Versprechen fuer eine segensreiche Zukunft dieser Gemeinde inmitten der Gemeinden Israels. Vergessen Sie die Gemeinde-BibliothcJi nicht! Vielleicht schlummert in Ihrem Bestand manches Buch, sei es belehrenden, sei es unterhaltenden Inhalts, das der Allgemeinheit zugefuehrt und dort zu Freude und Nutzen gereichen kann. Die Etat-Mittei, die uns fuer den weiteren Ausbau unserer Bibliothek zur Verfuegung stehen, sind leider nur beschraenkte. Wir sind deshalb zur Foerderung dieses wichtigen kulturellen Werkes auf die tatkraeftige Hilfe und Mitarbeit unserer Mitglieder dringend angewiesen. Bedenken Sie uns mit Buechern, wobei nach der Struktur unserer Bibliothek vorwiegend solche juedischen Inhalts oder juedischer Autoren in Betracht kommen! Helfen Sie uns durch Sammelarbeit bei Verwandten und Freunden und regen Sie bei festlichen und anderen Gelegenheiten die Versorgung unserer Bibliothek mit Buecherspenden an! Wir bitten gegebenenfalls um Mitteilung an unser Sekretariat (Fono: 33096) zwecks Abholung" der Buecher. DIREKTORIUM der Sociedad Cultural Israelita “B’ne Jisroel” : ANZEIGENANNAHME fuer das! “BOLETIN INF0RMATIY0”: Walter Leclmer NUEVA YORK 52 — 6.o PISO — OF. 611 TELEFON: 86603 BUEROZEIT: 10-12 und 16-19 Uhr AUF WUNSCH WERDEN DIE INSERATE ABGEHOLT. Am 24. November vormittags veranstaltete die Federación Sionista im Teatro Principal eine Sonder-Vorfuehrung einiger Filme ueber Israel fuer Seine Eminenz Kardinal José Maria Caro und fuehrande Persoenlichkeiten der katholischen Kirche. Der Verbindungs - Offizier der Israel-Regierung in Chile, Herr Samuel Goren begruesste in offizieller Eigenschaft die zahlreich erschienenen Gaeste und wies darauf hin, dass er mit besonderer Genugtuung vor einigen Tagen Seiner Eminenz die Note der Israel-Regierung ueberreichen konnte, in der diese ihre Bereitwillig, keit erklaerte, anlaesslich des kommenden Heiligen Jahres den Besuchern aller Nationen und Bekenntnisse nicht nur freien Zutritt zu den Heiligen Staetten, sondern auch jede Erleichterung und Foerderung im Touristenverkehr zu gewaehren und den Gaesten den Aufenthalt in Israel so angenehm wie moeglich zu gestalten. Herr Goren betonte in diesem Zusammenhang, dass das juedische Volk jahrhundertelang fuer Freiheit und Toleranz gekaempft und gelitten hat und jetzt auf seinem eigenen Boden naturgemaess diesen hohen Idealen selbst in jeder Weise gerecht werden wird. Die kirchlichen Wuerdentraeger hatten sodann Gelegenheit, in dem Film “Memorándum 3e una victoria” die erschuetternden Bilder von den blutigen Verteidigungs. kaempfen um den juedischen Boden zu sehen und dem erhebenden Augenblick der feierlichen Hissung der Fahnen Chiles und Israels bei de* Ehrung vor dem Denkmal O’Higgins gelegentlich des offiziellen Besuches von Oberst Saltiei beizuwohnen. Sichtlich beeindruckt blieben die hohen Vertreter des Klerus von dem harten Ringen um den Aufbau in Israel ebenso wie von den frohen Liedern der spielenden Kinder in dem dokumentarischen Bildstreifen “La Gran Promesa”, aus dem die juedische Sehnsucht nach Zuflucht und Heimat jedem Zuseher bildhaft in Erscheinung tritt. Mit der Vorfuehrung der Bilder ueber das Problem der Nacherziehung der Jugend in dem Film “Mañana será un día maravilloso” schloss die interessante Vorfuehrung, die offensichtlich einen bleibenden positiven Eindruck bei den anwesenden Mitgliedern des Klerus hervorgerufen hat Der Erfolg dieser Veranstaltung, zu dem die Federación Sionista aufrichtig zu beglueckwuenschen ist, sollte deren Leiter veranlassen, das vorliegende wertvolle Bildmaterial weiteren Kreisen der Oeffentlichkeit, insbesondere der Studentenschaft und allen denjenigen Nichtjuden zugaenglich zu machen, die sonst nie Gelegenheit haben, das Kaempfen und Werden uhseres jungen Staates und seine dringendsten Probleme naeher kennen zu lernen. Das Vermitteln solcher Kenntnis waere in hohem Masse geeignet, bestehende Vorurteile zu besei- Der Simchath-Thorah-Ball am 12. November kann dank der Mitarbeit der fuer solche Veranstaltungen bewaehrten Kraefte und dank der Öpferbereitsehaft weiter Kreise unserer Gemeinde durch Spenden fuer Tombola, Buffet usw. als ein erfreulicher sozialer und auch finanzieller Erfolg angesehen werden. Es ist Herrn Paul Jordan vortrefflich gelungen, die alten und nicht sehr behaglichen Raeume des Gemeindehauses zu einem gemuetlichen Ballsaal, stimmungsvoller Bar usw. umzugestalten, was sehr zu der froehlichen Laune des Abends beitrug. Das Fest wurde durch einen kleinen Sketch “Baugefluester” von Edith Hirsch eingeleitet, in dem vieles ueber unseren Bau und die Herren des Vorstandes in humoristiscner Weise berichtet w: ’de. i I ben Darstellern aus den Reihen des “Forum” beteiligten sich daran die Damen Frau Kaete Loewenstein, Frau Julia Stern, die besonderen Beifall in ihrer gestieichen Szene in Iwirth fand, und Frau Rose Dahl mit ihrem melodioesen “Bau-Walzer”, Sodann war es “Jimmy”, der mit seinen beiden Tanzkapellen die Stimmung auf den Hoehepunkt brachte. Man sprach den von huebschen jungen Damen gereichten Bargetraenken und der guten Bowle zu, die Hungrigen staerkten sich an den appetitlich aufgemachten Fleisch — und Kuchen-Buffets, und viele Besucher spielten auch bei “Leoncito”, der doppelt und dreifach — oder auch garnicht zahlte. Wie bereits berichtet, war die Tombola besonders reich beschickt und hatte den Vorzug, dass man bei Kauf von 4 Losen einen Gewinn garantiert bekam. Als “Reina B’ne Jisroel 1949” wurde die charmante Frau Lilo Davidsohn gekroent, die die meisten Votos auf sich vereinigen konnte. Alles in allem herrschte ausgezeichnete Stimmung, wie man sie selten auf einem Gemeindeball verzeichnen konnte. Und als “Jimmy” um 4 Uhr mit seiner Tanzmusik aufhoeren wollte, musste er auf allgemeinen Wunsch noch weiterspielen, da die letzten Besucher erst bei Morgengrauen den Ball verliessen. Hiermit sei nochmals unserem Fest-Leiter Guenther Mosse sowie all denen unser herzlichster Dank ausgesprochen, die durch selbstlose Mitarbeit zum schoenen Gelingen des Balles beigetragen haben. -o-■ Beitrag zur Medizinischen Fakultaet Einen beachtlichen Erfolg erzielte der “IsraeLStand” bei der “Kermesse” kn Estudie Nacional, zugunsten des Wiederaufbaus der Medizinischen Fakultaet der Universidad de Chile. Soweit wir unterrichtet sind, ist die Summe von $ 165.350.—, die eine Kommission des Comité Representativo dem Decano der Fakultaet ueberbracht hat, die hoechste von allen durch ansaessige Kolonien gesammelte. :?•••••»••»••••••••••» Í ¡ELTERN!! Schickt Eure Kin-* Jder zur naechstenS HAUSSAMMLUNG am 11. DEZEMBERS in das Gemeindehaus,| ÍMONJITAS 690, zurj •Abholung Smellisten! der Samtigen und eine objektivere Betrachtung der Aufbauarbeit in Israel im neutralen Lager zu bewirken. Egon Rosenfeld Kinus des V aad Hajinuj Am 5. und 6. November fand der alljaehrliche Kongress fuer juedisqhe Erziehung in Santiago statt. Zwei Ehrengaeste nahmen an ihm teil, Moses Senderey und Jehuda Taubmann, Delegierter des Keren Kayemeth Leisrael in Israel. Geleitet wurde der Kongress durch Samuel Goren. Durch die Teilnahme der beiden Gaeste aus Argentinien und Israel erhielt der Kongress sein besonderes Kolorit. Im Mittelpunkt stard immer wieder die Ausrichtung der Erziehung unserer Kinder a /Msrael. Rueckblick auf das vergangene Jahr wie Ausblick auf die Zukunft waren durch den Aufbauwillen aller derer gekennzeichnet, die an der Entwicklung des Vaad Hajinuj hervorragenden Anteil haben. Sein Praesident, EduardoFiatau, durfte mit Genugtuung ueber geleistete Arbeit berichten und ueber neue Plaene informieren. Der Kongress nahm den Verlauf, der einer solchen Zusammenkunft eigen ist. Aus den verschiedenen Resolutionen, die gefasst wurden, muss als fuer uns besonders wichtig hervorgehoben werden, dass fuen das kommende Arbeits. jahr eine stärkere Zusammenarbeit mit dem Sektor' der “B’ne Jisroel” und der Sefardi. sehen Juden angestrebt wird. Damit wird ein Ziel ängedeu. tet, das auch wiruns seit iaengerer Zeit schon gesteckt haben. Vor allem sollen mehr als bisher Kinder aus unserem Sektor unsere juedischen Schulen besuchen und darueber hinaus unsere Gemeinde mehr als bisher taetigen Anteil an der Ausgestaltung des juedischen Schulwesens neh. men.

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