Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Journal
- Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Volume
- XI (1949)
- Issue
- 9 (Septiembre, 1949)
- Date
- 1949-09-01
- Page
- Seite 17 (sequence 17)
- Language
- German
- Belongs to
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BOLETIN INFORMATIVO IT wr f í » i ' i V Df OTRAS fORGftmzflcionES A. T. I® Am 10. August er. hielt Herr Ernst K o t t o w einen Lichtbildervortrag ueber “Handwerk und Industrie in Israel”. Die gut besuchte Versammlung spendete Herrn Kottow den wohlverdienten Beifall fuer die interessanten und allgemein lehrreichen Ausfuehrungen, die uns einen kleinen Ausschnitt aus der enormen Entwicklung dieses wichtigen Faktors unseres jungen Staates gaben. Der Luach, den A.T.I. zu Rosch Haschonoh herausgibt, enthaelt ein Verzeichnis der juedischen Handwerker, die der A.T.I. angehoeren und wird gratis in der gesamten Kollektivitaet verteilt. Die Vorbereitungen fuer die "Exposición Industrial Israelita en Chile” die vom 27. Oktober bis 3. November in den Raeumen Serrano N.o 202 stattfindet, sind soweit fertig, dass der Verkauf der Staende bereits begonnen hat. Mitteilungen ueber die naechste Versammlung erfolgen schriftlich. Juedische Industrie und Juedisches Handwerk in Chile MARTIN MICHEL (Praesident der A.T.I.) Wenn es notwendig sein sollte zu beweisen, dass Juden sich industriell und handwerklich mindestens im gleichen Prozentsatz zur Bevoelkerung in allen Laendern betaetigen, dann kann Chile als klassisches Beispiel genannt werden. Es gibt wohl kaum eine Industrie oder ein Handwerk, in dem nicht Juden als Industrielle, Ingenieure, Techniker oder technische Mitarbeiter taetig sind. Juedische Firmen im Salitre, Minería, Holz-und Bauindustrie, Webereien und Lederfabrikation, Bakelitbetriebe, Herren-Damen-Kinderkonfektion, chemische, pharmazeutische, Licoerindustrie, Teppichindustrie, Giessereien von Bronce und Eisen, Maestranzas sind durch ihre Groesse und Namen bekannt. Aber die vielen Zwischenindustrien, Werkstaetten, handwerkliche Betriebe, die fuer Chile einen solch wichtigen Faktor bedeuten, sind fast unbekannt oder beschraenken sich nur auf einen kleinen Teil von Interessenten. Um nur einige zu nennen: Fabrikation von: Handtaschen, Schuhen, Spielwaren, Knoepfen, Guerteln, Stickereien, Gold-und Silberwaren, Schmuck-und Lederwaren, Bombons, Schokoladen, Blumen- Federn, verehr. Moebeln, Herren-Damenwaesche, Strickwaren, Handschuhen, Radios, elektr. Califonts, Buegeleisen, Fliesen, Zementartikeln, medizinischen Instrumenten, Lampen, Reagenz-Glaesern u. Ampullen, kuenstliche Augen und Zaehne, Material fuer elektrische Anlagen, Fisch-und Obstkonserven, Wurst, Oel, Kaese; Werkstaetten fuer: Kunstgewerbe, Holzbearbeitung, Autos, Installationen von Gas, Wasser und Elektrizitaet, Malerarbeiten, Chem. Faerbereien u. Waschanstalten, Marmorbearbeitung, Eisen-Stahlbearbeitung, Dreharbeiten, Klempnerarbeiten, Uhrarbeiten, Radiumtechnik, Optik, Orthopaedie, Foto-Ateliers, Reklame u. Propaganda. Alle diese Industrien, die zum Teil von alteingesessenen, zum Teil von Immigranten der letzten 15 Jahre gegruendet wurden, beschaeftigen tausende Arbeiter, deren Zahl sich leider bis jetzt nicht genau erfassen liess. Der Export von in diesen Industrien hergestellten Artikeln bildet einerseits einen wichtigen Bestand im Exportbudget Chiles, andererseits wird durch die Fabrikation vieler bisher eingefuehrter Artikel ein hoher Prozentsatz von Devisen eingespaart. Vom 27. Oktober bis 3. November dieses Jahres findet in Santiago in den Raeumen Serrano N.o 202 eine “EXPO¬ SICION INDUSTRIAL ISRAELITA EN CHILE” statt. In dieser wird zum ersten Male in Chile ein Gesamtbild der Industrien gezeigt, dadurch neue Moeglichkeiten zur Weiterentwicklung geschaffen, einem breiten Publikum ein interessanter Ueberblick ueber die Produktivitaet gegeben und nicht zuletzt ein grosser Kaueferkreis herangezogen. -o- In den Tagen vom 13. bis 21. August feierte die Jugendbewegung Haschomer Hazair ihr 10-jaehriges Bestehen. Aus diesem Anlass fanden eine Reihe von Veranstaltungen statt, die von der juedischen Kollektivitaet Santiagos zahlreich besucht und applaudiert wurden. Die Eroeffnungsfeier mit Jiskor fuer Jasha Ghinesin, Theatervorfuehrungen von Werken israelischer Autoren, ein Musikabend, an dem die Kleinen und Grossen des Haschomer ihr musikalisches Talent zeigten, literarische und ideologische Vortraege und schliesslich der Negba-Film, waren das reichhaltige Programm dieser Woche. Der Hoehepunkt dieser 10-Jahresfeier war jedoch die Ausstellung, die von saemtlichen Generationen des Haschomer von Santiago, Valparaíso, Concepción und Valdivia im Círculo Israelita auf gebaut wurde. Diese Ausstellung zeigte das Werk des Haschomer Hazair in Chile, in Amerika, in Europa und Israel, mit seinen Erziehungsmethoden, Sommerlaegern, Zeitschriften, Hachsharot, Alijot und Kibbutzim. Wir bringen nachstehend einige Meinungen ueber die Ausstellung von fuehrenden Persoenlichkeiten des Zionismus in Chile: W. I. z. o. Der Monat August brachte beachtliche Erfolge fuer unsere urgaiiisauon. uer groesste Teil unserer Mitglieder erhoehte freiwillig die monatlichen Beitraege, so dass wir daraufhin in der Lage sind, in groesserem Masse unseren Verpflichtungen in Israel nachzukommen. Dring ende Briefe erreichten uns von der WIZO-Leitung m Tel-Aviv, die uns zu groesster Kraftanstrengung anspornen im Hinblick auf all die vielen hilfebeduerftigen Neueinwandernden. Der Propagandatee mit der Auffuehrung der “Megillath WIZO” war ausserordentlich gut besucht. Die WIZO hat wieder einmal ihre Anziehungskraft bewiesen! Besonders deshalb, weil trotz der Unruhen an diesem Nachmittag es so viele wagten, zu uns zu kommen. Und gerade deshalb danken wir allen denjenigen fuer ihr Erscheinen, aber nicht minder den verschiedenen Mitwirkenden an unserer kleinen Auffuehrung, die an diesem schwierigen Tage ihre Pflicht der WIZO gegenueber voranstellten. Wir machen diejenigen Damen, die nicht zum Tee kommen und infolgedessen ihre Gewinne aus der Tombola nicht abholen konnten, darauf aufmerksam, dass sie entweder diese Dienstag nach 6 Uhr in der Gemeinde (bei Herrn Auerbach) einloesen koennen oder sich deswegen mit Frau Dulli Kleiner, Tel. 40304 oder Frau Lotte Heimann, Tel. 93538 in Verbindung zu setzen. Programm fuer den Monat September 15. September: Frau Dulli Kleiner: Schmarja Levin. 29. September: Herr Norbert Meyer: Die Konstellation der Parteien in Israel. Gruppe der jungen Frauen 14. September: im Hause von Frau Lilo Davidson: Referate Frau Ruth Liebermann und Frau Lilo Model. 28. September: im Hause von Frau Minna Pincus, Carmen Silva 2836. Referat Frau Kaethe Loewenstein. León Gomberoff, Praesident der Federación Sionista: “Die Ausstellung ist eines der besten Werke, die diese Jugend- Bewegung bisher geschaffen hat. Ich hoffe, dass die anderen Jugendbuende sich ein Beispiel daran nehmen werden und dem Haschomer Hazair auf seinem chaluzischen Wege folgen”. ' l Amelia K. de Fliman, Ge. neralsekretaerin der Federación Sionista: “Die Ausstellung ist ein schwer uebertreffbares Werk. Ich bin sicher, dass sie positive Wirkung auf unsere gemeinsame Arbeit haben wird”. Samuel Goren, Vertreter von Israel in Chile: “Die Ausstellung zeigt uns 10 Jahre chaluzischer Arbeit und bestaetigt den Erfolg der Anstrengungen und Hoffnungen der Gruender des Haschomer Hazair in Chile”. CI8ROCO Durch die ueberaus starke Inanspruchnahme unserer knappen Mittel sind wir auf die Rueckzahlung frueher gewaehrter Unterstuetzungsbetraege ganz besonders angewiesen. Es handelt sich hierbei hauptsaechlich um Betraege, die wir in den Jahren 1939-1941 zur Verfuegung gestellt haben, und deren Gegenwert nur noch einen Bruchteil der urspruenglichen Kaufkraft darstellt. Trotz dieser, jedem unserer Schuldner bekannten Tatsachen gibt es leider immer noch Glaubensgenossen, die —obwohl sie wirtschaftlich durchaus in der Lage waeren, den gesamten geschuldeten Betrag sofort und auf einmal zurueckzuzahlen— trotz unserer wiederholten Mahnungen nach wie vor keine Rueckzahlungen leisten. Ein solches Verhalten schaedigt unsere gesamte juedische Gemeinschaft und kann nicht stärk genug gebrandmarkt werden. Wir werden daher von jetzt ab nach zweimaliger erfolgloser Mahnung ohne weitere Ankuendigung die Namen derartiger boeswilliger Schuldner durch Veroeffentlichung in diesem Blatte der juedischen Allgemeinheit bekannt geben. -o- Wir verausgabten im vorigen Monat fuer Barunterstuetzungen, Barzahlungen, Arzt—, Arznei— und Krankenhauskosten, Schul — und Berufsausbildungsbeihilfen sowie fuer die Unterhaltung unseres Altersheims, ausschliesslich der laufenden Buerounkosten $ 143.431,20 DER HERZE * WALD Eine Botschaft Dr. Granovskys, Direktor des K.K.L. Die lange Jahre erwartete Ueberfuehrung der sterblichen (Jeberreste Theodor Herzls in die Heimat hat eine enorme Bedeutung fuer das ganze Judentum und fuer den Staat Israel, als Erfueilung einer untruegbaren Vision. In Zion begraben zu werden, war der ausdrueckliche Wunsch unseres Propheten und Meisters und die Erfueilung dieses Wunsches im Laufe dieses Sommers geschieht im ersten Jahre der Mitgliedschaft Israels im Bunde der Nationen, in seiner Eigenschaft als souveraener und unabhaengiger Staat. Die Wahl unseres geliebten Jerusalem als ewige Ruhestaette Herzls ruft den Empfang in Erinnerung, der ihm anlaesslich seines ersten und einzigen Besuches der Heimat im Jahre 1898 zuteil wurde. Es war angezeigt, dass dem Keren Kajemeth Leisrael —der Institution, die ihre Existenz zum grossen Teil der begeisterten Unterstuetzung verdankt, die ihr Herzl auf dem 5. Zionisten-Kongress angedeihen liess— die feierliche Pflicht aufzuerlegen, seine Grabstaette in ein unzerstoerbares und schoenes Monument zu verwandeln, zu Ehren dieses Mannes, seines Weitblicks und seines unbeugsamen Muts. Die Judenheit wird voll Jubel dieser Aktion des K.K.L. begegnen. Seinem Wunsche nach einem gruenenden Israel entsprechend, wird der Meister in dem “Herzl-Wald” von Jerusalem ruhen, einer Staette der Verehrung, nach der Generation um Generation unserer erloesten Brueder ihre Schritte lenken werden. Indem wir feierlich eingestehen, dass wir unsere Ehrenschuld noch nicht beglichen haben, rufe ich die ganze Judenheit auf, dem Vorrecht und der Pflicht Genuege zu leisten, ein wuerdiges Mausoleum zu errichten dem Leiter, der uns den Weg zur Selbstbestimmung gewiesen hat. José Hirschberg, Praesident der B’né Jisroel: “Der Besucher dieser Ausstellung war tief beeindruckt von der plastischen Wiedergabe des Lebens der Kidma in den ersten zehn Jahren ihrer Existenz. Die Hachschara, die Moschawoth, die juedische Erziehung und die durch Statistik wieder gegebene Entwicklung der Bewegung gaben ein praechtiges Bild der Arbeit dieser fraglos von hohem Idealismus getragenen Jugend. Was besondere Anerkennung hervorrief, ist der Umstand, dass die gesamte Ausstellung von den Jungens und Maedels der Bewegung bis ins Kleinste selbst vorbereitet und aufgestellt worden ist. Wir hoffen und wuenschen, dass es dem Haschomer Hazair in Chile gelinge, innerhalb der juedischen Jugend fuer Volk und Staat zu arbeiten und immer neue Kraefte dem Aufbau unserer Heimat Israel zuzufuehren”. 1 Rosa de Steinsapir, Praesidentin der WIZO: “In dieser Ausstellung gab es keine gleichgueltigen Besucher, denn jeder, der den Saal verliess, nahm nicht nur die Geschichte und die Kenntnis der Arbeit dieser Jugend mit sich, sondern auch den Eindruck jugendlicher Kraft und Frische und den Sinn der Opferbereitschaft fuer die Verwirklichung eines gemeinsamen Ideals". Dr. Aron Joel, Direktor des Instituto Hebreo: “Vielfaeltig, interessant, und sehr lehrreich”. LIGA DE DAMAS Wir verausgabten im vorigen Monat fuer Kinderfuersorge und Betreuung alter und kranker Frauen und Maedchen, ausschliesslich der laufenden Buerounkosten $ 40.925,49