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Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel · 1949-09-01 · 9 (Septiembre, 1949) · p. Seite 7

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Journal
Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
Volume
XI (1949)
Issue
9 (Septiembre, 1949)
Date
1949-09-01
Page
Seite 7 (sequence 7)
Language
German
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BOLETIN INFORMATIVO 7 MONATSSPIEGEL VON MR. CLAY ZU MO CLOY In einer weit verbreiteten Presse- Erklaerung hat der Hohe Bevoümaechtigte der Nordamerikanischen Regierung in Deutschland, Mr. John Mc Cloy zugegeben, dass dreissig Prozent der Schlüsselstellungen in Deutschlands Industrie, Handel, Presse und nicht zuletzt Regierung von Nazis kontrolliert werden. Diese Tatsache konnte niemanden ueberraschen, der die Entwicklung in Nachkriegs-Deutschland und ihre Tendenzen mit offenen Augen verfolgt hat. Immer wieder haben prominente Anti-Nazis, wie Fritz von Unruh und vor kurzem Thomas Mann, haben Flueehtlingsorganisationen und die Reste der juedischen Gemeinden die Militaerregierung und darueber hinaus die Welt davor gewarnt, die “Demokratisierung” Deuschlands auf dem von General Clay patentierten Wege der schrankenlosen Amnestie zu suchen. Die haeufigen Zusammenstccsse zwischen Nazis und deutscher Polizei einerseits und juedischer Gruppen andererseits, wie etwa um den schwarzen Markt von Stuttgart, im Lager von Zeilsheim, bei den “Oliver Twist” - Auffuehrungen in Berlin und vor wenigen Tagen, anlaesslich des unverschaemten antisemitischen Hetzartikels in der “Sueddeutschen Zeitung”, sind ein Teil der Symptome, dass das Nazi-Geschwaer sich in Deutschland solange weiterfressen wird, wie es nicht radikal ausgebrannt wird. Mc Cloy will das offensichtlich auch nicht sehen. Einerseits entschuldigt er die Tatsache, dass der erwaehnte Prosentsatz von Nazigesindel sich in fuelu-enden Posten befindet, damit, dass sich im Hitler- Regime einige Antinazis befanden (?)! Andererseits spricht er sein Vertrauen in die Freiheitsliebe der “Liberalen. Arbeiter und Mittelklasse” aus. Es draengt sich die Frage auf, ob es nicht ratsam waere, die fuehrenden Posten mit Menschen dieser freiheitsliebenden Schichten zu besetzen, wenn man schon an ihre Existenz und Qualitaeten glaubt. Denn gleichzeitig auf sie zu bauen und ihnen einen Maulkorb umzuhaengen, erscheint paradox. Nun, wir haben Warten gelernt und wollen nicht verzweifeln. Es waere auch wirklich zu schade, wenn der Wechsel von Clay zu Cloy nur einen neuen Namen, nicht aber eine neue Politik mit sich braechte. Sollte man uns nur ein A fuer ein 0 vormachen wollen? ECHO IN DOWNING STREET Die Explosion einer Mine in Jerusalem hat ein starkes Echo in London gehabt, noch bevor sie ueberhaupt geschah. Es handelte sich um eine nicht explodierte Mine, die waehrend der Feindseligkeiten im vergangenen Jahre in einem Kanal nahe der Damaskus-Pforte untergebracht wurde und die nach Ansicht der israelischen Experten nicht un. schaedlich gemacht werden konnte. Diese Ansicht teilten auch die Fachleute der U.N. und so beschloss man, einen gewissen Umkreis zu evakuieren und die Mine zur Explosion zu bringen. Was eine relativ harmlose Handlung ist. Diese Tatsache hinderte jedoch das Foreign Office nicht, sich wieder einmal nach Noten zu blamieren. Mr. Bevin fand es fuer noetig, von einem Referenten des Aussenministeriums in die Welt posaunen zu lassen, dass die Heiligen Staetten in Gefahr seien. Auf die Frage eines naseweisen Reporters, der wissen wollte, wieso sich nun ausgerechnet das englische Aussenministerium ueber eine hypothetische Gefahr aufrege, die noch nicht einmal dem gewiss nicht uninteressierten Vatikan aufgefallen war, antwortete man, dass England sich immer waermstens fuer das Wohl und Wehe der Heiligen Staetten interessiert habe. Das stimmt. Zumindest waren die Geschuetze und Geschosse, mit denen der Angestellte Bevins, Mr. Abdulla vor noch wenigen Monaten versuchte, dieselben Heiligen Staetten in ehrwuerdige Museum sstneeke zu verwandeln, eigens in England hergestellt. Zu seinem Leidwesen hat aber Bevin kein Glueck mit seinen Heucheleien. Die Mine explodierte, ohne Schaden anzurichten. Der Laerm ihrer Explosion war sozusagen nicht so gross wie der in London organisierte. Und ganz gewiss nicht wie das Gelaechter, dem sich Bevin ausgesetzt hat. KURZER PROZESS Am 14. August war Husni Zaim noch der Diktator von Syrien. Am 15. des gleichen Monats war er tot. Unter der Fuehrung des Hauptmanns Sammi Hannawi veranstalteten einige Offiziere einen Staatsstreich, holten sowohl ihn wie auch seinen P'-emierminister —ehemaliger Vichy-Offizier im Kampfe gegen de GanPes Freie Franzosen— aus dem Bett, machten im wahrsten Sinn des Wortes einen kurzen Prozess und erschossen diebeiden Herrschaften. Bereits am gleichen Vormittag wusste Reuter’s von einem R”ief Hannawis nach Downing St. 10 zu berichten, in dem dieser seine freundschaftlichen Gefuenie zu England beteuerte, wie auch von einem Kommentar Abdullas. aus dem unverhohlene Genugtuung sprach. Es ist entweder bewunderswert oder aber... verdaechtig; wie schnell gewisse Kreise von den “ueberraschenden” Vorfaellen in Syrien informiert waren. Das Kraefteverhaeltnis innerhalb der gestrandeten Arab'schen “Liga” hat sich damit von Neuem zugunsten von Abdulla und seiner Auftraggeber gewendet. Ibn Saud und Farouk haben einen moeglichen Partner fuer eine arabische ant.i- Abdulla-Koalition eingebuesst. Der Libanon kann wieder etwas aufatmen und darauf hoffen, dass die nationalistische Propaganda keine Nahrung mehr von jenseits der Grenzen erhaelt. Fuer Israel ist es interessant, dass eines seiner Nachbarlaender eine faschistische Diktatur abgeschuettelt hat und rmeh dazu auf eine Weise, die die Labilitaet der politischen Verhaeltnisse in diesen Staaten neuerdings unter Beweis stellt. Andererseits hoert nun das Gros der arabischen Laender wieder mehr auf die... Stimme seines Herrn. ENDE DES KRIEGSZUSTANDS Auf Empfehlung des Dr. Bimche hin hat der Sicherheitsrat beschlossen, den Kriegszustand in “Palaestina” als beendet anzusehen und demzufolge die einschraenkenden Massnahmen, die er seinerzeit verhaengte, aufzuheben. Dieser Beschluss bezieht sich vor allem auf das Waffenembargo, das er ueber alle kriegsfuehrenden Laender verhaengt hatte und somit stehen wir vor der Tatsache, dass England nunmehr die Waffen, die es seinen arabischen Alliierten heimlich lieferte, mit Erlaubnis der Vereinigten Nationen senden wird. Es bedarf keiner Worte, um sich vor Augen zu fuehren, dass dieser Beschluss absurd ist und man keinem Kriegszustand ein Ende s°tzt, indem man einen neuen vorbereitet. Alle arabischen Staaten ruesten auf und selbstverstaendlich wird Israel auch sehr wohl darauf bedacht sein, keine Verschiebung des militaerischen Gleichgewichts zuzulassen. So erfreulich dies vom Standpunkt der Kreise aus sein mag, die ihre Ueber. produktion und Heeresueberschuesse loswerden wollen, so bedauerlich ist es sowohl fuer beide Parteien, die. ihr Geld und Energien bitter noetig fuer andere Zwecke haben, wie auch fuer die Sache des Friedens, die der Sicherheitsrat eigentlich wahrnehmen sollte. Ja: sollte..., wenn nicht die Agenten der Ueberoroduktion —Bock als Gaertner— im Namen des Friedens im Sicherheitsrat saessen. KWÜZAH UND KIBBUZ Die oekonomischen und sozialen Umwaelzungen, welche die Masseneinwanderung mit sich bringt, haben nunmehr auch das Ende eines der interessantesten Phaenomene der kolonisatorischen Arbeit herbelgefuehrt. Seit den Tagen der dritten Alija, nach dem ersten Weltkrieg, kristallisierten sich als hauptsaechiiche Typen der landwirtschaftlichen Gemeinschaftssiedlung der Kibbuz Meuchad —der grosse Kibbuz des chaluzischen Elements im aHsremeinen—, der Kibbuz Arzi —die Vereinigung der Siedlungen der Haschomer Hazair.Bewegung—, der C h e w e r Hakwuzoth —Foederation der kleinen, d. h. bis ungefaehr 200 Menschen umfassenden Siedlungen— und die halbkollektiven Rollungen vom Typ des Moschaw Owdim. Die sogenannte kleine Kwuza ist nun das logische Opfer der augenblicklichen grossen Alija, in deren Aufnahme sie eine ebenso positive Rolle spielt wie die anderen Ver. baende. Natuerlich wird dabei aus der kleinen Kwuza eine grosse Kwuza, das heisst, die Grenzen zwischen Kwuza und Kibbuz verwischen sich. Damit verschwindet ein Charakteristikum des erezisraelischen Aufbauwerks, nicht etwa, weil es gescheitert sei, sondern weil es seine geschichtliche Funktion erfuellt hat. Zweifellos bedeutet die neue Etappe einen Schritt weiter zum Zusammenschluss immer groesserer Verbaende von Kollektivsiedlungen und damit zur Staerkung jenes Sektors, der sowohl auf sozialem, wie auf militaeri. schem Gebiet und auf dem Felde der Alija-Aufnahme in der ersten Linie steht: der chaluzischen Jugend. ATSCHEKA 8.—Una bomba es arrojada contra una sinagoga en Damasco, provocando muertes y heridas graves entre un gran número de asistentes. En esta instantánea, captada en Aden, se distingue claramente, la señalización impuesta a las residencias judías en muchos estados árabes: ayuda inapreciable para los pogromistas. 10. —Graves disturbios ocurren entre judíos y policías alemanes en Munich, al tratar los últimos de disolver una manifestación de protesta contra un artículo cínicamente antisemita de un diario local. 11. —Henry Morgenthau, Presidente del Banco Industrial, anuncia «pie su banco efectuará operaciones financieras entre EE. UU. e Israel, sin cobrar comisión por ello. El nazi Herrmann Esser es condenado “in absentia” a cinco años de prisión, por una corte de Munich. Israel se abstiene en las votaciones relativas a la “Pequeña Asamblea”, en las cuales se define una de las más agudas controversias entre las dos grandes potencias. 12. —Fué asesinado un juez judío del distrito de Glivitze, Polonia. 14.—El Gobierno de Israel protesta ante la Comisión de Conciliación, por la voladura de una sinagoga en Damasco. M - El Ministerio de Desnazificación de Baviera libera de culpa a los editores del “Sueddeutsche Zeitung”, que publicaron la doctrina antisemita que motivó los disturbios de Munich. 15. —Un golpe militar derriba el régimen del dictador de Siria, Husni Zayim, siendo él y su Primer Ministro, fusilados tras juicio sumario. 16. —El Comité Central Judío entabla querella contra los editores del “Sueddeutsche Zeltung”. El Gobierno Militar norteamericano levanta la prohibición de publicar diarios oue pesaba sobre los nazis, recuperando éstos sus talleres y el control de docenas de diarios nuevos que pueden ahora, obtener licencia. Entre los favorecidos se halla el ed:W del ex-s“roanar>o “Der St>i°”»uer”. Miles de judíos residentes en Viena rinden un postrer homenaje a los restos del Dr. Herzl. 18.—FJ Gobierno Polaco exige a los judíos que deseen emigrar a Israel, su renuncia a la ciudadanía polaca. 21.—Israel contribuirá con sesenta grandes tiendas de campaña, en la ayuda a las víctimas del sismo en Ecuador. 29.—Grimas ortodoxos judíos de EE. UU. manifiestan su oposición al calendario mundial aue será estudiado en la próxima Asamblea de las Naciones Unidas.

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