Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Journal
- Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Volume
- XI (1949)
- Issue
- 8 (Agosto, 1949)
- Date
- 1949-08-01
- Page
- Seite 11 (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
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BOLETIN INFORMATIVO 11 Industrielle Investierungen in Israel OLIM IN ARABISCHEN DCERFF.RN Von M. TURNOWSKY-PINNER Im vergangenen Fruehjahr wurden arabische Felder Moschavim und Kibbuzim zur Bearbeitung uebergeben. Neue Traktoren und Combines wurden kooperativ eingesetzt, ohne dass es doch gelang, alles verlassene Land zu bestellen und jede arabische Ernte einzubringen. Seit kurzem beginnt nun die Ansiedlung von Einwanderern in arabischen Doerfern. Der urspruengliche Plan ging nur dahin, den freigewordenen Wohnraum der Doerfer in der unmittelbaren Nachbarschaft der grossen juedischen Staedte zu belegen und ausserdem fuer eine Uebergangszeit Hilfskraefte fuer die diesjaehrige Zitrus-Ernte nah von ihrem Arbeitsplatz anzusetzen. Jetzt hat sich der Plan' gewandelt. Es wurde eine neue Abteilung bei der Jewish Agency begruendet, die Abteilung fuer die Aufnahme der Einwanderung in landwirtschaftlicher Ansiedlung, unter Leitung von Salman Mischari, dessen ausschliessliche Aufgabe darin liegt, Einwanderer in verlassenen arabischen Doerfern als Siedler fest einzuordnen. Vorlaeufig sind bei dieser Abteilung etwa 1100 Familien registriert, die bereits in den Doerfern sitzen oder in kurzem dorthin ueberfuehrt werden sollen. Diese Siedler kommen hauptsaechlich aus dem Kreis der bulgarischen, rumaenischen und ungarischen Alijah, teilweise auch aus der Czechoslovakei und Jugoslavien. Ein Dorf ist fuer den Hapoel Hamisrachi reserviert, ein anderes wird fuer Mitglieder der Agudah vorbereitet, sonst wird die Siedlerschaft fast ueberall landsmannschaftlich zusammengestellt. Im Augenblick wurde die Arbeit in acht arabischen Doerfern begonnen, immer mit 100-200 Familien: Akir mit 200, Tachischa mit 200, ein Dorf im Galil mit 160, Jivneh mit 100 Familien u.s.w. Die angesiedelten Maenner sind 28-40 Jahre alt. Die Familien haben meist ein Kind, manchmal auch zwei oder mehr Kinder. Die meisten Kinder sind juenger als 10 Jahre. Frauen und Kinder bleiben im allgemeinen in den Einwanderungslaegern, waehrend die Maenner vorbereitende bauliche Aenderungen, Hausreparaturen u. Installationsarbeiten in d. Doerfern durchfuehren. Die notwendigen Ausgaben traegt die Jewish Agency. Sie belaufen sich durchschnittlich auf 100 Pfund Nachkriegs-Spaziergang... das zerschossene Davisbuilding, in dem wir einmal bei Mr. Stubbs zuhause waren, dem Leiter des PIO, dem Nachrichtenamt der Regierung. Ich kann es mir nicht versagen hier einzutreten. Niemand verlangt mehr einen Ausweis, keine Wache steht mehr vor dem Tor und kein Stacheldraht schuetzt Alle vor Allen. Leere, zerschlagene Telephon-Zellen erinnern daran, dass hier einmal das Nachrichtenherz des Landes war. Stille und ein wuestes Durcheinander von Draehten und Sand saecken, das ist alles, was verblieb von dem ganzen Grossbetrieb. In Richtung Sochnuth schlendern wir zurueck ins bewohnte Jerusalem. Rechter Hand ist ein Feld mit Betonsockeln, die der Fremde fuer Grabsteine haelt. Es sind dies aber in Wirklichkeit die Fundamente eines Zeltlagers der Arabischen Legion, die in der Mandatszeit hier ihr Camp hatte. “Gone with the wind” — all. das, die englischen Beamten und die arabischen Legionaere und die Sicherheitszone und die Unsicherheit in allen Zonen — verweht vom Wind der Geschichte weniger Monate, die ereignisreich waren wie Jahrzehnte. S. B. C. (“Jedioth Chadaschot”) Die Grundlagen fuer die wirtschaftliche Entwicklung unseres jungen Staates werden fuer absehbare Zeit, vielleicht auf Jahre hinaus, neben der Landwirtschaft in erster Linie die Industrie schlechthin und die Bauindustrie im besonderen sein. Die beiden vorgenannten Industriengruppen werden von der wachsenden Einwanderung eine groessere Menge Menschen absorbieren als die Landwirtschaft, und wenn wir die Beschaeftigung von Tausenden neuer Einwanderer und der schon ansaessigen Arbeiter, in unserer Industrie aufrechterhalten wollen, muss alles getan werden, um neue Absatzmaerkte fuer unsere Fertigwaren zu finden, ohne dass wir die bestehenden Exportbeziehungen vernachlaessigen duerfen. Dabei versteht es sich von selbst, dass wir nur hochwertige, erstklassige Qualitaetswaren herstellen und uns von der Fabrikation minderwertiger Artikel, wie sie frueher als Massenprodukte zum Beispiel von Japan vertrieben wurden, voellig fernhalten muessen. Da der Inlandsmarkt, auch im besten Fall, nur einen Teil der Produktion unserer Industrie wird aufnehmen koennen, und weil unsere Handelbilanz auf lange Zeit hinaus noch passiv bleiben wird, muss die Industrie Israels jede Anstregung machen, um neue Exportmaerkte zu erobern. Dieses Exportproblem erfaehrt eine noch groessere Dringlichkeit im Hinblick auf die Notwendigkeit, dass erhebliche Mengen von Rohmaterial und Lebensmitteln importiert und zum Teil in fremder Waehrung bezahlt werden muessen. Israel darf sich nicht darauf verlassen, dass, wie bisher, wesentliche Teile dieses Imports von dem Kapital bezahlt werden, das vom Ausland hereinstroemt. Konkurrenzfähige, qualimit der Zuleitung von Wasser fuer den Hausgebrauch, wobei zunaechst nur das dringendst Erforderliche geleistet wird. Die soziale Form der meisten Doerfer ist der Moschaw, also die individuell gefuehrte, aber in der Grundlage gleiche Wirtschaft der einzelnen Siedler, mit Unterstützung eines starken Kooperativwesens im Dorfe. Nur eines von den vorbereiteten acht Doerfen wird eine Gemeinwirtschaft, bei gesonderter Lebensfuehrung der Familien, aufbauen. Die Betraege, die notwendig in die Wirtschaft zu investieren sind, gibt die Jewish Agency zu guenstigen Bedingungen als Anleihe aus den Mitteln ihrer Fonds. Diese Siedlungen koennen nur dann gelingen, wenn sie in der ersten Zeit unter der Leitung von verantwortungsbewussten u. erfahrenen Altsiedlern des Landes stehen. Richtige Fuehrung ist in den neubesetzten arabischen Doerfern noch wichtiger als bei Neugruendungen. Bewaehrte Chaverim der Kibuzzim und Moschawim werden darum in die Siedlungen ebenso ausgesandt wie als “Schlichim” ins Ausland. Sie werden in der Anfangsperiode die Vertrauensleute der Jewish Agency sein und die kulturelle, soziale und wirtschaftliche Leitung uebernehmen. Zugleich werden sie die geeignetsten Menschen aus dem neuen Siedlerkreis auszuwaehlen haben, d. spaeter als Waad ihr Amt weiterfuehren. Neben ihnen werden Fachleute Instruktion in den verschiedenen Wirtschaftszweigen geben. Es ist die Form, die sich in den Mittelstandssiedlungen im allgemeinen bewaehrte, und die die systematische Hachscharah ersetzen muss. (Mitteilungs-Blatt” des Irgun Olej Merkas Europa). tativ hochwertige Waren muessen exportiert werden. Gewiss werden Citrus-Fruechte, geschliffene Diamanten, kuenstliche Zaehne, Pottasche, pharmazeutische und chemische Produkte auch weiter exportiert werden, aber wir haben gerade in der diesjährigen Citrus-Saison gesehen, welchen Zufaelligkeiten diese unsere groesste Exportindustrie ausgesetzt ist. Der verhaeltnismaessig kalte und regenreiche Winter hat diesem Exportzweig grossen Abbruch getan. Abgesehen von dem Mangel an Arbeitskraeften, der durch den Krieg bedingt war, hat der ueberdurchschnittliche Regen in der diesjaehrigen Versandsaison Krankheiten an den Citrus-Fruechten verursacht, die die veranschlagte Menge exportfaehiger Fruechte stark vermindert haben. Das “Foreign Trade Institute” in Tel-Aviv, das von der “Jewish Agency” in Jerusalem und der “Vereinigung der Fabrikanten” gegruendet wurde, unternahm zuerst die Erforschung und Vorbereitung des Exporthandels. Trotz seinen Erfolgen kann dieses Institut allein den Export hier im Lande hergestellter Waren nicht auf eine solche Hoehe bringen, wie es aus den oben angegebenen Gruenden unbedigt erforderlich ist. Das “Foreign Trade Institute” muss mit den alten Exporteuren und den im Export erfahrenen Neueinwanderern, deren Verbindungen von allergroesster Wichtig- ARTHUR HIRSCH keit sind, Hand in Hand arbeiten, um die notwendige Steigerung des Exporthandels zu erreichen. Sehr wichtig is die Kapitalinvestierung von noch nicht im Lande befindlichen Kapitalisten, finanzkraeftigen hiesigen Importeuren und Neueinwanderern. Waehrend frueher der beruechtigte Paragraph 18 der Mandatsvorschrift allen Mitgliedern der Liga der Nationen durch Zollgleichheit, ohne Zollschutz fuer unsere Industrieprodukte, die Warenlager unseres Landes weit oeffnete, so dass wir mit billiger und oft schlechter Ware oft ueberflutet wurden, sorgt jetzt eine neue Zoll- und Zollschutzfestsetzung dafuer, dass unsere Industrieerzeugnisse geschuetzt werden. Der Staat Israel gewaehrt neuen Industrieunternehmen Erleichterung mancher Art, und die Handelskammern in Tel- Aviv, Jaffa und Haifa, die obengenannte “Vereinigung der Fabrikanten” in Tel-Aviv und die Wirtschaftsabteilung der “Jewish Agency” in Jerusalem helfen den Interessenten bei der Investierung von Kapital, indem sie Anregungen fuer die Fabrikation neuer Artikel und deren Export geben. Die Industrialisierung Israels wird Tatsache werden, und der ganze Mittlere Osten, der bis jetzt so wenig industrialisiert ist, wird davon profitieren. (“Das Neue Israel”, Zuerleh) Den Verteidigern f der Altstadt von Jerusalem KEREN KÄJEMETH LEJISRAEL Aktion “Waelder der Verteidiger”