Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Journal
- Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Volume
- XI (1949)
- Issue
- 6 (Junio, 1949)
- Date
- 1949-06-01
- Page
- Seite 3 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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BOLETIN INFORMATIVO 3 AUS DEM Dev Staatsfeiertag in der Kollektivitaet %VWïM wmm mewtff&ï; msssm WmÊ :mmm ’iSínñrif&^f- ••lÂvatéÂivi?-? isü ^Tí*7^r^p¿ ::i^0p ií*^"sí »1 Feierstunde am 5* Ijar Im Rahmen der Veranstaltungen aus Anlass des ersten Jahrestages der Proklamation des juedischen Staates fand am 4. Mai, um 9.30 Uhr vormittags im Gemeindehaus eine religioese Feierstunde statt. Sie wurde durch den Praesidenten unserer Gemeinde, Herrn Hirschberg, eroeffnet, der den Empfindungen, die unsere Gemeinde und die ganze juedische Kollektivitaet an (diesem bedeutungsvollen Tage bewegen, beredten Ausdruck gab. Herr Rabbiner Egon „„Loewenstein begruesste die Anwesenden im Namen ä der Federación Sionista und an- I schliessend hielt Herr Rabbiner j Manfred Lubliner die Festrede, die i die Bedeutung des Tages in vollem Umfange wuerdigte. Unser Kantor, Herr Moses Schneier, brachte das Kol mole rachamim, in Erinnerung an die um die Freiheit des juedischen Volkes gefallenen Helden, zum Vortrag. Die Feier wurde umrahmt von klangschoen zu Gehoer gebrachten Cello-Vortraegen des Herrn Adolf Hirschmann, am Klavier begleitet von Frau Lotte Hirschmann, und von Gesangsvortraegen des Chors unserer Gemeinde. Mit dem Gesang der Hatikwah schloss die Feier, die in ausserordentlich erhebender und wuerdiger Weise verlief und den allgemeinen Beifall der zahlreich erschienenen Zuhoerer fand. -o- Vortrag Dr. Dvapkin Im Rahmen der Kulturveranstaltungen unserer Gemeinde sprach am 27. April Herr Dr. Israel Drapkin, Leiter der Abteilung fuer psychosomatische Medizin am Hospital El Salvador ueber “Die moderne Medizin des Koerpers und der Seele’’. Herr Dr. Max Sklanz..eroeffnete die Veranstaltung und gab, um den Hoerern das Verstaendis fuer den in spanischer Sprache folgenden Vortrag zu erleichtern, in einer kurzen Einfuehrung, dabei an Hand verschiedener Faelle aus der Praxis, eine gute Aufklaerung darueber, worum es sich bei dem Thema des Vortrages handele. Ausgehend von der Geschichte dieses neuen Zweiges der Medizin, die sich mit den Beziehungen zwischen dem Seelenleben und koerperliehen Krankheitsgeschehen beschaeftigt, zeigte Herr Dr. Drapkin nunmehr auf, wie verschiedenartig die Reaktion der zahlreichen Persoenlichkeitstypen auf die Erlebnisse des Alltags und besonders auf krankhafte Vorgaenge in ihrem Koerper ist. Andererseits gehe der Einfluss des Seelenlebens auf Gesundheit und Wohlbefinden der Menschen sogar so weit, dass oft koerperliche Beschwerden allein durch Seelenvorgaenge hervorgerufen werden, ohne dass ein Organ wirklich erkrankt zu sein braucht. Richtige Erkennung und Behandlung mancher Leiden sei daher nur bei gutem psychologischem Verstaendnis und richtiger Erkennung und Einordnung der kranken Persoenlichkeit, manchmal sogar nur nach psychoanalytischer Zergliederung der seelischen Vorgaenge moeglich. Diese fuer den Laien neuartigen und fuer sein Verstaendnis oft nicht leicht zugaenglichen Wege der modernen Medizin wusste Herr Dr. Drapkin in gut verstaendlicher und oft von reichem Humor gewuerzter Form darzustellen. Fuer die auch rein rednerisch ausgezeichnete Leistung des Vortragenden brachte Herr Dr. Sklarz in Schlussworten Anerkennung und Dank zum Ausdruck, in den die Zuhoerer selbst durch langanhaltendem Beifall einstimmten. Der 5. Ijar wurde von der Kollektivitaet Santiagos m i t grossem Enthusiasmus begangen. Am 3. Mai abends, fand eine grosse Kundgebung im Círculo Israelita statt, die in einem Ball ausklang. Arn naechsten Morgen fanden sich mehr als 500 Menschen am O’Higgins-Denkmal ein, wo in Gegenwart von Vertretern der Regierung eine Blumenspende niedergelegt wurde. Das benstehende Bild gibt einen Eindruck vom Umfang der Zeremonie. Kurz nach Mittag gab der Verbindungsoffizier der Israelischen Regierung Am Mittwoch, den 15. Juni, abends 8.30 h. veranstaltet die Kulturkommission der Gemeinde einen Vortragsabend, der sehr interessant zu werden verspricht. Herr Isaak Schwarz, Industrieller und weithin bekannte Persoenlichkeit im juedischen Leben des chilenischen Jischuws, sowie Frau Elisabeth Rabinovich, die vor allem durch ihre Arbeit in der Wizo bekannt ist, sprechen ueber ihre Eindruecke, die sie waehrend einer Reise durch Israel empfangen haben. Da beide Redner erst kuerzlich zurueckgekehrt sind, werden sie uns sicher Interessantes ueber die neueste Entwicklung Israels zu erzaehlen haben. in Chile, Herr Samuel Goren, einen Cocktail. Bei dieser Gelegenheit wurden an seinem Hause die Fahnen der beiden Nationen feierlich gehisst. Ein Bankett, dass die Federación Sionista den Mitgliedern des “Comité Chileno pro Palestina Hebrea” bot, bildete den Abschluss der offiziellen Feierlichkeiten. Selbstverstaendlich begingen auch die verschiedenen Institutionen der Kollektivitaet mit grossem Jubel den Staatsfeiertag und so fanden Radiosendungen, F i Imvorfuehrungen, Kinderfeste, u. s. w. statt. In der 1. Haelfte des Monats Juni findet im Teatro Municipal ein Symphonisches Konzert, dirigiert von Kapellmeister Juan Peyser statt. Solist des Konzertes ist Hans Loewe, der das Cello-Konzert von Bocherini zum Vortrag bringen wird. Das genaue Datum ist aus der Tagespresse zu ersehen. Eintrittskarten zu populaeren Preisen sind an der Kasse des Teatro Municipal erhaeltlich. Wir bitten unsere Mitglieder, dieses Konzert, an dem zwei unserer Gemeindemitglieder so hervorragenden Anteil haben, moeglichst zahlreich zu besuchen. In Mission der Haganah Es war ein beglueckender Abend, zu dem die Gemeinde ihre Mitglieder fuer den 17. Mai in das Gemeindehaus eingeladen hatte. Frau Rema Weitz, in der schmucken kakifarbenen Uniform eines Leutnants der Haganah, sang hebraeische Lieder, Weisen aus der Folklore unseres Volkes, teils elegischen, teils heiteren Kolorits. Und sie sang diese Lieder mit gut geschulter, sympathisch klingender Stimme, in Tonfaerbung und Rhythmus angepasst ihren musikalischen Orientalismen der Tonskala, Melodik und Harmonik, in der gesamten Ausdrucksgestaltung erkennen lassend, dass sie —selbst eine Tochter Israels von Geburt an— mit den auf dem Boden Israels erwachsenen Volksgesaengen sei fruehester Jugend verwachsen ist. Mit der Darbietung ihrer Kunst verband Frau Weitz eine besondere ihr änvertraute Mission: unseren Menschen im Wege einer “acción de buena voluntad” die Uebersendung von Liebesgabenpaketen an die Soldaten der Haganah, die noch immer an den Grenzen Israels treue Wacht halten, nahezulegen. Der Veranstaltungsabend brachte ihrer Mission in unserem Kreise bereits reichen Erfolg und vielen unserer tapferen Kaempfern um die Freiheit Israels, die sonst in der Welt niemanden mehr haben, der sie mit Liebesgaben bedenken koennte, wird es grosse Freude bereiten, wenn sie* nunmehr ein Paket mit Kleidungsstuek. ken und nuetzlichen Gebrauchgegenstaenden erhalten. Es wird sie dabei noch besonders erfreuen, dass es Brueder und Schwestern in dem fernen Chile sind, die an sie denken, und dass sie die Moeglichkeit haben, mit ihnen in dauernde briefliche Verbindung zu treten, da jedes Paket ein Blatt mit Namen und Adresse des speziellen Absenders enthaelt. Der Abend gewann noch dadurch an besonderer Bedeutung, dass Herr Abraham Drapkin, der fruehere Praesident der Federación Sionista und unermuedliche Vorkaempfer des Zionismus in Chile, zum letzten Mal vor seiner kurz bevorstehenden Alijah unter uns weilte. Der Praesident unserer Gemeinde, Herr Dr. José Hirschberg, widmete Herrn DTSpKih', -msrcfTdem er zuvor Frau Weitz mit stimmungsvollen Worten begruesst hatte, warme Worte des Abschieds, wobei er nachdruecklich hervorhob, wie wertvoll die hingebungsvolle Arbeit des Herrn Drapkin fuer unsere grosse Sache gewesen sei. Offensichtlich bewegt dankte Herr Drapkin fuer diese noch von herzlichen Zukunftswuenschen erfuellten Abschiedsworte und die treue Verbundenheit, die ihm allzeit aus Kreisen unserer Gemeinde entgegengebracht worden sei. Er gab seiner aufrichtigen Freude darueber Ausdruck, dass es ihm jetzt vergoennt sei, sein lebenslang gehegtes und auch von seiner Gemahlin staendig hochgehaltenes zionistisches Ideal zu verwirklichen, und setzte sich mit zuendenden Worten fuer das schoene Liebesgabenwerk ein, das nicht in die Reihe der sonst ueblichen Sammlungen gehoere, sondern den guten Willen eines jeden von uns, treu zu den Soldaten der Haganah zu stehen, zum Ausdruck bringen solle. Das Publikum, das den Saal unseres Gemeindehauses bis auf den letzten Platz fuellte, spendete der Saengerin, die sich zu wiederholten Zugaben veranlasst sah, und den Rednern begeisterten Beifall. Mit dem Gesang der Hatikwah schloss Veranstaltung, die allen Anwesenden in dauernder Erinnerung bleiben wird. M. G. 1 CAMPAÑA UNIFICADA Letzter Apell an die Wenigen, die noch abseits stehen. Wollen Sie wirklich und endgiltig abseits stehen? Wollen Sie essen, trinken, sich gut kleiden und sich vergnuegen, waehrend es noch Juden gibt, die nicht genug zu essen, zu trinken haben und nicht mehr wissen, was Freude ist? Ertraegt das Ihr Gewissen? Koennen Sie nicht immer noch etwas entbehren und damit helfen? Haben Sie bedachT, dass diese Campaña zum Aufbau des Staates Israel, zur Verwurzelung der Neu-Einwanderer in Israel, zur Bekleidung der Notleidenden in Europa, zur Unterstuetzung der hiesigen Wohlfahrts-Institute und zu vielem mehr beitraegt? Wollen Sie vor sich verantworten, sich um all das nicht zu kuemmern? Geben Sie Ihre Indifferenz auf, kommen Sie zu uns und erfuellen Sie Ihre juedische Pflicht! Das Aktionskomitée de Campaña Unificada. Neuer Vortragsabend Symphonisches Konzert