Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Journal
- Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Volume
- XI (1949)
- Issue
- 4/5 (Abril/Mayo, 1949)
- Date
- 1949-04-01
- Page
- Seite 11 (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
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BOLETIN INFORMATIVO 11 WIR SEHEN, HOEREN, LESEN... BEVORSTEHENDE MUSIKEREIGNISSE Der Anfang dieses Monats zeigt den Beginn der Musiksaison 1949 an. Die diesjaehrige Saison scheint zu einem kuenstlerischem Ereignis zu werden. Sowohl was das Symphonische Programm betrifft, in dem wir dieses Jahr Auffuehrungen wie den “Messias” von Haendel zu hoeren bekommen, als auch die Neueinfuehrung innerhalb der Symphonischen Saison, einige Opern und Ballets einzuschalten. Eine angenehme Ueberraschung war es fuer saemtliche Melomanen, einige Werke wie “Gianni Schicchi” von Puccini und “La serva padrona” von Pergolesi auf dem Spielplan zu sehen, welche den circulo vitiosus von “Toscas”, “Traviatas”, etc. momentan unterbrechen. In diesem kurzem Opern Intermezzo werden wir die ersten Fruechte der Taetigkeit der gebildeten Kuenstlerin Clara Oyuela kennenlernen. Als Dirigenten sind dieses Jahr Victor Tevah, Fritz Busch und Herbert von Ka rayan verpflichtet. Victor Tevah, Konzertmeister des hie sigen Symphonischen Orchesters, der sich durch seinen Fleiss, Begabtheit und Tuechtigkeit zu den fuehrenden Dirigenten des Kontinents hinaufgearbeitet hat, ist uns durch seine tadellosen Darbringungen von Mozart, Beethoven, etc. wohlbekannt. Wir schauen seiner künstlerischen Taetigkeit mit Vergnuegen entgegen. Tevah ist Mitglied der hiesigen sefardischen Gemeinde. Fritz Busch, der wieder kommt und dessen menschliche und künstlerische Groesse uns allen bekannt ist, wird uns dieses Victor Tevah Jahr wieder mit seinen glanzvollen Ausfuehrungen der liomantiker entzuecken. Herbert von Karayan, ein Wiener griechischer Abstammung, ist der dritte im Bunde; hoffen wir das beste. innerhalb der Solisten- Saison koennen wir Namen wie Claudio Arrau, Jehudi Menuhin, Isaak Stern, Bernard Michelin, Abel Mus, Rosita Renard, Giorgy Sandor u. a. feststellen. Einige der letztgenannten Kuenstler wer den auch als Solisten mit dem Symphonischen Orchester einige Konzerte geben. Das meiste Intresse bringt die Musikwelt dem Erscheinen des Violinisten Isaak Stern entgegen, dessen grosse Triumphe in den Staaten von der Kritik ueberall gefeiert werden. C. P. GIESEKING ANTE PORTAS W,alter Gieseking, der grosse Pianist, dessen nazistische Gessinnung und Europa-Tournees im Namen Goebbels’ und der “Deutschen Kultur” uns allen in guter Erinnerung sind, wird uns dieses Jahrnach erfolglosen Versuchen, seine Kuenstlertaetigkeit wieder aufzunehmen, hier in Chile begluecken. Das Verhalten des amerikanischen Judentums haben wir zur Genuege durch Presse und Radio erfahren. Jedes weitere Kommentar ist ueberfluessig. C. P. PRO GR AMMAENDEK U N G D i e Zeitschrift “Ercilla” (N.o 723) behauptet, dass die chilenische Saengerin Rosita Serrano kein Einreisevisum nach U.S.A. habe erhalten koennen, bevor sie nicht ein Entnazifizierungszeugnis vorweise. Sie fahre daraufhin nach Kairo. “Ercilla” fuegt nicht hinzu, ob sie das betreffende Zeugnis nicht vorwoisen wollte oder konnte. UNVERSCHAEMTiER NAZI “Die Juden verdienen eine noch schlimmere Zuechtigung als die von Hitler erteilte” ist eine Schlagzeile auf der ersten Seite der Wochenschrift “Mundo Arabe” vom 8. April Verantwortlich dafuer zeichnet ein gewisser Jorge Sabaj. von dem man noch nicht einmal behaupten kann, dass er ein Schueler von Goebbels und Streicher ist, da er ja, wie oben ersichtlich, den Mei- ALTE LEIER Eine Santiagoer Wochenschrift fuehlte sich bemuessigt, ein Faksimil des “Censo”-Formulars der Federación Sionista zu veroeffentlichen und mit einem haemischen Kommentar zu versehen. Zum Beispiel: Den Schekel brauchen die Juden,'weil fuer sie das Carnet de Identidad nicht genuegt und um in Washington und Moskau gleich herzlich empfangen zu werden. Das Lied kennen wir schon. Die Herren Herausgeber richten sich nach grossen Vorbildern. Und was die Aufmachung anbetrifft, halten sie sich strikt an das Schema der “Time”. Das originelle Blatt heisst “Estanquero”. FELIX BRESSART Der beliebte juedische Filmschauspieler verschied am 2. April. Er ist besonders der aelteren Generation noch von Deutschland her bekannt, da er auf der Buehne groessere Rollen spielte. Nach seiner Auswanderung trat er nur noch in Nebenrollen auf, ohne jedoch sein grosses Talent und die unwiderstehliche Sympathie, die er ausstrahlte, je verleugnen zu koennen. Unvergesslich der Jude in “To be or not to be”, der im Foyer des Theaters einen protesterfuellten Shvlock darstellt: “Wenn man uns sticht, schmerzt es denn nicht?” stern nicht den gebuehrenden Respekt entgegenbringt. In der gleichen Ausgabe behauptet dieser armselige Wicht, dass die chilenischen Juden ihn “bedroht” haetten. Das koennte diesem Pogromhetzer so passen. TRIAL AND ERROR Das ist der Titel der Biographie des ersten Presidenten Israels, Prof. Chaim Weiz. mann, den der “Aufbau” seit dem 4. Februar in Fortsetzungen veroeffentlicht. Die Uebersetzung —“Mein Weg nach Israel”— wurde von Mary Graf besorgt; Copyright by “Aufbau”. Wir hoffen, dass dies aufschlussreiche Werk, das dazu bestimmt ist, der Sache Israels viele neue Freunde zu gewinnen, bald auf dem hiesigen Buechermarkt vorhanden sein wird. CUECA IN ISRAEL “Vea” vom 20. April bringt ein Interview der vor kurzem aus Israel zurueckgekehrten Praesidentin der Wizo, Sra. Fanny de Dvoredsky, unter der Ueberschrift “Nuestra cueca florece en Israel”. In der sehr sympathisch gehaltenen Veroeffentlichung werden die Heldentaten der Freiwilligen aus Chile besonders erwaehnt. Zwei gute Bilder vervollstaendigen den Text. ANTISEMITISMUS IN RUSSLAND? Unter der Ueberschrift “Noch eine Maske faellt”, befasst sich der Mercurio vom 19. April in seinem zweiten Ieitartikel mit der Nachricht, dass von 50 aus dem Kulturleben der Sowjets ausgestossenen Intellektuellen 49 Juden seien. Ueber die Herkunft dieser Meldung wird nichts ausgesagt. Abgesehen von der Stellung nähme gegen den Antisemitismus ist es interessant, dass der Mercurio, im scharfen Gegensatz zu frueheren Ausfuehrungen, in dem erwaehnten Leitartikel Kommunismus und Zionismus antagonisch gegenueberstellt. I K. MAQUINAS DE ESCRIBIR SUMAR Y CALCULAR COMPRAMOS VENDEMOS CAMBIAMOS ARREGLAMOS c. GARANTIA CASA KOCHEN BANDERA 544 - Fono 80771 OOUOOOnO'Hnoyü XT XIOOOO o ELECTRICIDAD GENERAL ° ARTEFACTOS „ INSTA LACIONESo a¡. Ing. CAHN § O Ahumada 312 - Huérfanos 1011° o Local 5 - Subterráneo o oooooooooooooooooooooo o o ° Xuerschnermeister o o durchgebildeter Pelzfachmann,° uebemimmt Neuanfertigung Umarbeiten von Pelzen nach neuesten Modellen. OTTO ROTHTEICH g VICTORIA SUBERCASEAUX 69 O Dep. 102 O (Neubau» 2. Haus v. d. 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