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Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel · 1949-04-01 · 4/5 (Abril/Mayo, 1949) · p. [Seite]

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Journal
Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
Volume
XI (1949)
Issue
4/5 (Abril/Mayo, 1949)
Date
1949-04-01
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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SOCIEDAD CULTURAL ISRAELITA “ B ' N E II S R O EL ” BOLETIN LUNGSBLATT INFORMO TI VO REDACCION: S. C. I. B'NE JISROEL. MONJITAS 690 TEL. 1309«, CASILLA 14*7 Año XI N.o 4|5 SANTIAGO DE CHILE Abril|Mayo, 194» DIE ERLOESUNG ISRAELS “Das Land Israel war die Geburtsstaette des juedischen Volkes. Hier liegen die Wurzeln seiner geistigen, religioesen und nationalen Existenz. Hier wurde es zu einem unabhaengigen Staat und schuf eine Kultur von nationaler und universaler Bedeutung. Hier schrieben die Juden die Bibel und schenkten sie der Welt. Als das juedische Volk aus Palaestina, vertrieben wurde, blieb es der Bibel in allen Laendern seiner Zerstreuung treu; es hoerte niemals auf, fuer seine Rueckkehr und fuer die Wiedergeburt seiner nationalen Freiheit zu beten. Die historische Bindung war fuer die Juden jahrhundertelang der Antrieb, die Rueckkehr in das Land ihrer Vaeter anzustreben, um dort einen juedischen Staat zu errichten. In den letzten Jahrzehnten sind sie in Massen zurueckgekehrt. Sie haben eine Wueste urbar gemacht, ihre Sprache zu neuem Leben erweckt, Staedte und Doerfer gebaut und eine stetig wachsende Gemeinschaft mit eigener Wirtschaft und Kultur ins Leben gerufen. Sie trachteten nach Frieden, waren aber immer bereit, sich zu verteidigen. Sie brachten den Segen des Fortschritts fuer alle Bewohner des Landes. Im Jahre 1897 proklamierte der Erste Zionistische Kongress, inspiriert von der Herzl’ sehen Vision eines juedischen Staates, das Recht des juedischen Volkes auf eine nationale Wiedergeburt in seinem eigenen Lande. Dieses Recht wurde durch die Balfour-Deklaration vom 2. November 1917 anerkannt, und durch das Mandat des Voelkerbundes neu bestaetigt. Hier wurde die historische Verknuepfung des juedischen Volkes mit Palaestina und sein Recht auf den Wiederaufbau seiner nationalen Heimstaette ausdruecklich anerkannt. Die nazistische Zerstoerungswut, die Millionen europaeischer Juden verschlang, bewies von neuem, wie dringlich die Aufrichtung eines juedischen Staates war, der das Problem der juedischen Heimatlosigkeit loesen, seine Tore fuer alle Juden offen halten und das juedische Volk zu einem Gleichen unter Gleichen in der Familie der Nationen machen wuerde. Ueberlebende der europaeischen Katastrophe, auch Juden aus anderen Laendern — alle, die ihr Recht auf ein Leben in Wuerde, Freiheit und Arbeit geltend machten, haben in einem nicht endenwollenden Strom versucht, nach Palaestina zu gelangen und sich durch keine Gefahren und Hindernisse aller Art davon abschrecken lassen. Im zweiten Weltkrieg hat das juedische Volk im Kampfe der freiheitsliebenden Nationen gegen das nazistische Unheil seinen veilen Beitrag geleistet. Die Opfer seiner Soldaten und die Leistungen seiner Arbeiter gaben ihm die Berechtigung, mit Voelkern, die die Verbuendeten Nationen schufen, in der gleichen Reihe zu stehen, Am 29. November 1947 hat nun die Generalversammlung der Verbuendeten Nationen eine Resolution angenommen, in der die Wiederaufrichtung eines unabhaengigen juedischen Staates in Palaestina propagiert und die Bewohner des Landes aufgefordert werden, alle Schritte zu unternehmen, die der Verwirklichung dieses Planes dienen wuerden. Und so sind wir, die Mitglieder des Nationalrates, der das juedische Volk in Palaestina und die zionistische Weltbewegung repraesentiert, in feierlicher Sitzung zusammengetreten, kraft des natuerlichen und historischen Rechtes des juedischen Volkes und kraft der Resolution der Generalversammlung der Verbuendeten Nationen, und proklamieren hiermit die Errichtung des juedischen Staates in Palaestina, der den Namen Israel tragen soll. Wir erklaeren hiermit, dass mit der Beendigung des Mandates heute, in der Nacht vom 14. zum 15. Mai 1948, um Mitternacht, der jetzige Nationalrat als provisorischer Staatsrat gelten und söin Exekutivorgan, die Nationalversammlung, die provisorische Regierung des Staates Israel sein soll — bis gernaess einer Verfassung, die von einer konstituierenden Versammlung nicht spaeter als bis 1. Oktober 1948 entworfen sein soll, die gewaehlten Koerperschaften des Staates in Funktion treten werden. Der Staat Israel wird die Entwicklung des Landes zum Segen aller seiner Bewohner foerdern; er ist gegruendet auf den Ideen von Freiheit, Gerechtigkeit und Frieden, wie die hebraeischen Propheten dies gelehrt haben; er wird die volle soziale und politische Gleichberechtigung aller seiner Buerger ohne Unterschied von Rasse, Glauben oder Geschlecht aufrechterhalten; er garantiert volle Gewissensfreiheit, Freiheit der Religion, der Erziehung und Kultur; er wird die Unverletzbarkeit der Heiligenschreine und der heiligen Staetten aller Religionen schuetzen; und er wird die Prinzipien der Charter der Verbuendeten Nationen zu den seinen machen. Wir appellieren an die Verbuendeten Nationen, dem juedischen Volk beim Aufbau seines Staates zu helfen und Israel in die Familie der Nationen aufzunehmen. Inmitten zuegelloser Angriffe fordern wir die arabischen Bewohner des Staates Israel auf, wieder die Wege des Friedens zu wandeln und an der Entwicklung des Staates — der ihnen volle und gleiche Staatsbuergerschaft und die ihnen zukommende Vertretung in allen provisorischen oder staendigen Koerperschaften und Institutionen zusagt — teilzunehmen. Wir bieten allen Nachbarstaaten und ihren Voelkem Frieden und Freundschaft; wir fordern sie auf, mit der unabhaengigen juedischen Nation fuer das gemeinsame Gute aller zusammenzuwirken. Der Staat Israel ist bereit, seinen vollen Teil zum friedlichen Fortschritt und Aufbau des Mittleren Ostens beizutragen. Unser Ruf geht an das juedische Volk in der ganzen Welt, uns zur Seite zu stehen in der Aufgabe der Einwanderung und des Aufbaus des Landes, uns zur Seite zu stehen in dem grossen Kampf um die Erfuellung eines Traumes, den Generationen traeumten — die Erloesung von Israel”. /iriaaipn dt' * \ * '■ mmi Wm .•»WvSKS JWvVjM Am 5. Tage des Monats Ijar im Jahre 5708 (14. Mai 1948) verlas David Ben Gurion vor dem in feierlicher Sitzung versammelten Staatsrat die Proklamation, in der das juedische Volk der Welt die Wiedererringung seiner politischen Selbstaendigkeit v-rkuendete.

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