Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Journal
- Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Volume
- XI (1949)
- Issue
- 3 (Marzo de 1949)
- Date
- 1949-03-01
- Page
- Seite 9 (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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Ei nuevo Gobierno de israei Primer Ministro y Ministro de Defensa Nacional: DAVID BEN GUKION, del Partido Obrero de Israel (MAPAI). Ministro de Relaciones Exteriores: MO- SI1E SIIARET (Shertck, quien ayer se cambió el apellido), del Partido Obrero de Israel (MAPAI). Ministro de Trabajo: GOLDIE MAYER- SON (ex embajadora de Israel en la Unión Soviética), del Partido Obrero de Israel (MAPAI). Ministro de Finanzas: ELIEZER KA- PLAN, del Partido Obrero de Israel (MA¬ PAI). Ministro de Comercio e Industria: DA¬ VID REMEZ, del Partido Obrero de Israel (MAPAI). Ministro de Educación y Cultura: ZAL- MAN SHAZAL (director del diario de la Histadrut “Davar”, cuyo apellido anterior era Rubashow) de: Partido Obrero de Israel (MAPAI). Mi ni :fro del Interior e Inmigración: MOSHE SIIAPIRO, del Bloque Religioso (Grupo Hapoel Ilamizraji, o sea Organización Obrera del Misraji). Ministro de Religiones: RABINO YEHU- DA HALEVI FISCIIMAN, del Bloque Religioso (Misraji). Ministro de Justicia: Dr. FELIX ROSEN- BLUETII, del Partido Progresista. Ministro de Policía: BEHOR SHITRIT, del Bloque Sefaradi. Martín Súber, 75 Jahre alt BOLETIN INFORMATIVO UMZUGSGUT UND EINFUHRZOELLE Neben den Friedensverhandlungen in Rhodos, Ist die Israel-Regierung heute schon mit den praktischen Nachkriegsproblemen beschaeftigt. Die wichtigsten Nachkriegsprobleme, die auch waehrend des Krieges keine Verschiebung dulden und demgemaess eingehend behandelt werden, sind in erster Reihe die Frage der neuen Olim, womit ein ganzer Problemenkomplex verbunden ist, wie Beginn der Entlassung unserer Soldaten von der Armée und andere mehr. Ich moechte damit beginnen, eine Frage zu beruehren, die fuer die neuen Olim sehr wichtig ist. Ich habe schon ueber die Aufregung unter den neuen Olim gesprochen, die darueber herrscht, dass man die mitgebrachten Sachen verzollen lassen muss. Es ist nicht so, dass wenn ein Einwanderer seine Haushaltsgegenstaende mitbringt und darunter auch neue Sachen vorhanden sind, man ihm einen hohen Zoll abnimmt. Tatsache ist es aber, dass sehr viele Einwanderer einige elektrische Kuehlschraenke, einige Fahrraeder, einige Naehmaschinen, viele Garnituren von Servicen oder einige komplette Serien von elektrischen Geraeten mitbrachten. Das ist objektiv gesehen, keinesfalls als Umzugsgut zu betrachten, sondern als Waren, die als Kapitaltransfer hierher importiert werden und demgemaess zollpflichtig sind. Es ist daher notwendig, dass jeder Einwanderer von dem zustaendigen Palaestinaamt die Liste seiner Haushaltsgegenstaende sich bestaetigen laesst um unnoetige Diskussionen bei der Einwanderung mit den Zollbehoerden zu veruu :aen. WARENTRANSFER Eine ganz andere und viel kompliziertere Frage ist die des Mitbringens von Waren aller Art in der Form eines Transfers. Bei dem grossen Verstaendnis und Interesse, das die juedische Regierung fuer den Transfer von juedischem Hab und Gut nach Israel hat, muss man sich vor Augen halten, dass Israel heute eine sehr stark kontrollierte Wirtschaft hat und man fuer jede Art Waren, die man einfuehrt, eine Import-Lizenz braucht. Nun wird man dem entgegenhalten, dass die Handhabung der Import-Lizenz streng gefuehrt wird, weil es verbunden ist mit Bewilligung von Devisen, was nicht der Fall ist. wenn Einwanderer die Ware mitbringen. Dies kann aber nur zutreffen, wenn der Einwanderer Waren mitbringt, welche im Lande fehlen und im Lande nicht erzeugt werden. Daher erlaubt die Regierung die Einfuhr von jeder Art von Rohmaterialen und auch von Maschinen, ohne dass man dafuer eine Import-Lizenz benoetigt. Keinesfalls kann es so sein, dass der Neueinwanderer Waren hereinbringt ohne Zoll, « waehrend der Importeur fuer dieselben Waren den Zoll bezahlen muss und der Einwanderer daher in der Lage ist, die Waren auf dem Markt gegenueber dem Importeur zu unterbieten. Es ist daher in diesen Tagen eine gemeinsame Aktion des Handelsministers und des Finanzministers geplant worden, um genaue Richtlinien sowohl fuer Transfer durch Waren, wie auch das Bringen der Waren auf Kredit festzulegen. Es ist zu erwarten, dass an den Konsulaten und Palaestinaaemtern genaue Anweisungen aufliegen werden, um auch im Ausland den interessierten Personen klare Information zu geben. STRENGE PREISKONTROLLE Die Regelung gegenueber dem Transfer von Waren in Form von Kapital-Transfer ist eine Konzession, die die Regierung in dieser Beziehung gegenueber den neuen Einwanderern macht. Die Regierung ist hier in einer schwierigen Lage. Man geht mit der groessten Strenge gegen Menschen vor, die einen Schwarzhandel mit Valuten in Israel treiben. Die Devisenkontrolle wird sehr scharf gehandhabt und es sind schon sehr viele Leute hinter Schloss und Riegel, die sehr klug sein und die Devisenkontrolle umgehen wollten. Nun ist die Umgehung der Devisengesetze auch in Israel mit dem Problem der Kapitalflucht aus Israel verbunden und die Regierung Israels kennt mit Recht kein Nachsehen in dieser Beziehung. Eine labile Handhabung der Devisengesetze gegenueber Neueinwanderern hat in der Vergangenheit und kann auch in der Zukunft Spekulanten und Schiebern Gelegenheit fuer ihr Treiben geben. Und daher muss die Regierung auch gegenueber den neuen Olim eine gewisse Strenge ueben. Die Regierung geht mit derselben Strenge gegen Preistreiber und Spekulanten vor und wir haben in den letzten Tagen einige Prozesse gegen “Rechow Hageseher” gehabt. Rechow Hagescher ist die Strasse, in der die Lebensmittel-Importeure ihre Lager haben. Augenblicklich wird gegen die grossen Importeure Israel Winogrod und Salman White verhandelt. Gegen kleinere Geschaeftsleute, die Ueberpreise nehmen, wird ebenso sehr streng vorgegangen. Wenn die Regierung also gewisse Richtlinien fuer Neueinwanderer festlegen muss, weil man nicht mit zweierlei Mass messen kann, so ist es auch, um zu vermeiden, dass der Markt mit unkontrollierten Waren ueberschuettet wird. Als Charakteristik einer Schwierigkeit moechte ich hervorheben, dass in den letzten Tagen 600 elektrische Kuehlschraenke aus Amerika an Einzelpersonen als Geschenke von ihren Verwandten eingetroffen sind und man jetzt darangeht, die Richtigkeit dieser Angaben zu ueberpruefen. MENDEL KARGER (Luftpost-Sonderbericht aus Israel) WJ EMPFANG IN NEW YORK M&i zwei uctnren, cue letzten vor einigen Wochen — und die ersten kaempften mit und die letzten sind gewillt zu kaempfen, — wenn es sein muss, wer weiss? Wer weiss? Und nun duerfen Menschen also kommen und ihr Titel ist “Feind” und sie duerfen alles zerstoeren: die Kinderhaeuser und die Brunnen, die Wohnraeume und Stallungen, die Garagen und Werkschuppen, die Baeume, die Gemuesegaerten und Rosenbeete und — Mensch und Tier. Von den einhundertundzwanzig Kuehen sind einhundertfuenf getoetet worden. Ich habe den Raftan gesprochen, und er erzaehlte mir Unbeschreibliches, womit ich euch verschonen will. Nur so viel: eine' solche Menge der der Verwesung anheimgegebenen Fleisches musste so schnell als moeglich ver. graben werden. Begrabt einmal unter feindlichem Feuer — wie es Negba erlebte ueber hundert Kuehe, Pferde und Maulesel! Nicht wahr, daran habt ihr noch nicht gedacht!? Ich habe auch die neuen Graeber besucht. Dreissig von den Verteidigern fielen, einige Einzelgraeber, einige Massengraeber: die Namen und alles, was dazu gehoert, mit Anstand auf die Tafeln gemalt. Und ein Magen David aus weissen Steinen auf die braune Erde gelegt und Kiefernzweige an den Raendern Du fragst, wie haben sie stand- ,gehalten? Zu Anfang haben wir nichts von Kriegskunst gewusst, lautet die Antwort eines Chawers. Der Geist Jis. raels hat uns geholfen. Das muss wahr sein. Es hilft auch heute. In diesem unbeschreiblichen Truemmerfeld, wo es sinnlos erscheint, auszubessem, weil man nie weiss, wann wieder zerstoert wird, wird ausgebessert. Man hat “Berge versetzt”, um unterirdisch leben zu koennen, — wenn es wieder sein muss. Es ist Freitag, dem Aben,d, von dem es in dem jiddischen Liede heisst, dass jeder Jude ein Koenig sei. Ich hoere einen von der Noar (der Jugend) sagen: Heute Abend tanzen wir Horrah. Und wenn auch die “Alten” nicht, mithalten — die Jugend darf es. Und weil so viele Lateinamerikaner unter ihnen sind und sie keine geringere Stimmkraft als die Einheimischen haben, so hoere ich in meinem Zimmer von Ferne “La Paloma”, die weisse Taube, und "Alabama” heruebertoenen und dann die erste Horrah und die zweite und so fort, bis in die Nacht hinein. Der Geist Jisraels. Man SINGT in Negba... LUDWIG SCHWERIN Die Suedamerikanische Abteilung der Jewish Agency veranstaltete zu Ehren der auf Durchreise nach Israel in New York weilenden Chalu- >im aus Chile einen Empfang, bei lern das Mitglied der Exekutive, Zerubabel (in der Mitte), Josef Tchornitzky (etwas im Hintergrund), Benno Weiser, Chef der Abteilung (dritter von rechts) und A. Fein, Generalsekretaer des Nordamerikanischen Hechaluz (zweiter von rechts), sowie prominente Fuehrer des New Yorker Zionismus anwesend waren.