Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Journal
- Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
- Volume
- X (1948)
- Issue
- 9 (Septiembre de 1948)
- Date
- 1948-09-01
- Page
- Seite 7 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 93% known words query
- IRI
…/8553624-8553682-9191092--0102-8553763- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
BOLETIN INFORMATIVO Pág. 7 EINER BESSEREN ZUKUNFT ENTGEGEN Von Edward M. M. Warburg .. : - Praesident des Joint Distribution Committee _ Das Blasen des Vvidderiioi'ns an diesem R o sc h Haschana verkuendet eine neue Aera fuer die Juden Europas. Das groesste Jahr in der modernen juedischen Geschichte ist vorueber. Eine neue, bessere Zukunft, ersehe int am Horizont. Zwei grosse Ereignisse kennzeichnen das jr ~ juedische Jahr 5708. In Mitten von Blut und Schlacht wurde der Staat Israel geboren. Angesichts der schwankenden oekonomischen und politischen Bedingungen in Europa, wurde ein grosser Fortschritt auf dem Gebiet der wirtschaftlichen Wiederherstellung, der Gesundheit und Sicherheit und des kulturellen Wiederauflebens der dortigen Juden erreicht. Die amerikanischen Juden haben ah diesen beiden historischen Ereignissen einen wichtigen Anteil genommen. Ihre Anstrengungen, zusammen mit denen der juedischen Maenner und Frauen und Kinder Palaestinas und Europas, haben einen Geist geschaffen, der faehig ist, Berge zu bewegen. Die geschichtlichen Ereignisse, die das Jahr 5708 kennzeichnen, sind ein ewiger Beweis fuer diesen Geist. Die Rolle des Joint Distribution Committee bei der Erreichung dieser Leistungen des Jahres 5708 kann mit Stolz aufgezeichnet werden. Der Joint schickte mehr als 74,000,000 Pfund Lebensmittel, Bekleidung und Medizin nach Europa, um die juedischen L’eberlebenden mit den mindesten Lebensnotwendigkeiten zu versehen. Der Joint verschiffte Werkzeuge, Maschinen und Rohmaterialien im Werte von hunderttausenden von Dollarn, um es den europaeischen Juden zu ermoeglichen, wieder zur Arbeit zurueckzukehren und wieder produktive Buerger ihrer Laender zu werden. Der Joint unterstuetzte mit grossen Mitteln Kinderheime, Krankenhaeuser, Schulen und Synagogen, und half mit bei der Neugruendung von zerstoerten Gemeinden. Schliesslich half der Joint direkt 30,000 juedischen Maennern, Frauen und Kindern neue Heime in neuen Laendern zu finden. Von diesen, mehr als 15.000, erbaten —und erhielten— die Hilfe des Joints, um die Kueste Israels zu erreichen. Das Program des Joints zur Hilfe der 1.500,000 Juden Europas heilt die Narben ihres Konzentrationslager-Lebens, gibt ihnen ihre Gesundheit wieder und legt ein neues Fundament, auf dem sie ein normales Leben errichten koennen. Wenn alte und junge Juden an diesem historischen Rosch Haschana in die Synagogen Europas stroemen werden, dann werden sie dankend der vergangen Leistungen gedenken und voller Hoffnung einer neuen Zukunft entgegensehen. Diese Zukunft, die sie und wir erwarten, haengt nur von unseren Anstrengungen ab. Wenn der Schofar blaest, dann verkuendet sein Ruf diese Auffordenung an uns und an unsere Verantwortlichkeit. Ich bin sicher, dass die Juden in aller Welt diesen Ruf mit vollster Kraft und Begeisterung beantworten werden. DIE NEUE WAEHRUNG ISRAELS S”S3 p33 SPECIMEN . - \\ , Si SPfCIMI SPrCIMffM 6? \ mntc yoartÇsa ¿»¡SbA . THE ANGLO‘PAÜCÎSTINE BANK LIMITED "|y4 WILL PAV TO THE ftEARCR ONE PALESTINE POUND T«L -AVIV jp. SI VNI MM m.a4«cccpv this NOVtraa »«»minv i«mw accoubt ÊxA - Das BIM zeigt eine Seite «es neuen Geldes Israels. Auf der zweiten Seite befindet sich der arabische Text. Kaufen Sie fuer das Neue Jahr DEN UNENTBEHRLICHEN T A'ÖCHENEALENDER § Luach 5709 HERAUSGEBER: FORUM DE JOVEINES ISRiAELITAS ‘H A B O N E! 65 Jahre ist kein Alter, das hindert den Doktor-Titel zu empfangen. (Aus “Las Ultimas Noticias”) Dr. Adolf Guttmann, der bekannte Augenspezialist und ehemalige Professor der Berliner Universitaet, ist jetzt chilenischer Arzt geworden. So fuegt sich ein neuer Name an die lange Liste der aus unserer Medizin-Schule hervorgegangenen Aerzte. Aber dieses Mal handelt es sich nicht um einen Schueler mehr, einer von vielen, die jaehrlich ihren Titel empfangen, nachdem sie ihr Examen zur Zufriedenheit abgelegt haben. Dr. Guttmann, der vor kurzem seine Endexamen bestanden hat, die ihn zum Tragen des Titels eines chilenischen Arztes bemaechtigen, kann diese Bestaetigung mit Stolz eine Kroenung seines Lebens bezeichnen. Denn es ist ja wirklich keine Kleinigkeit solch eine Auszeichnung im Alter von 65 Jahren zu erhalten. Viele Personen haben in diesem Alter nur die eine Perspektive vor sich, die Fruechte eines reifen Lebens zu ernten: er schreckte sich nicht vor der Schwierigkeit dieser neuen Aufgabe, die jetzt mit Erfolg gekroent wurde. In seiner Wohnung besuchen wir ihn, um ihn kennen zu lernen und seine Plaene fuer die Zukunft zu hoeren Er empfaengt uns sehr aufmerksam in seiner Klinik, und bereits nach dem ersten Wortwechsel, zeigte er uns eine grosse Zahl seiner wissenschaftlichen Arbeiten, die ihn in frueheren Zeiten zu einer medizinischen Eminenz werden liessen. Denn es sei hier erwaehnt dass Dr. Guttman den Doktortitel in Deutschland erwarb, und lange Zeit den Posten eines Professors an der Berliner Universitaet bekleidete. Bei seinef Ankunft in Chile, vor acht Jahren, war sein einziger Gedanke, seine Arbeiten und Studien in seiner Spezialitaet, der Augenheilkunde wieder aufzunehmen. Daher trat er in die Medizin-Schule, wie jeder Schueier, ein, trat in Kontakt mit chilenischen Aerzten und begann mehrere wissenschaftliche Arbeiten zu veroeffentlichen. Als wir ihn nach seinem Eindruck fragten, wie er sich als chilenischer Arzt fuehle, sagte er uns mit groesster Bescheidenheit: “Es ist ein grosser Stolz fuer mich und ich hoffe, dass meine Ernennung eine grosse Bedeutung fuer Chile haben wird. Was ich bisher getan habe, und was ich tun kann, ist ein Glied mehr, in der Kette der Entwicklung dieses Landes. Meine Arbeiten bestaetigen es". EL BANCO ISRAELITA DE CHILE desea un feliz AÑO NUEVO a su distinguida clientela y a la Colectividad Israelita en general.