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Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel · 1948-06-01 · Edicion Especial (Junio de 1948) · p. Seite 20

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Journal
Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
Volume
X (1948)
Issue
Edicion Especial (Junio de 1948)
Date
1948-06-01
Page
Seite 20 (sequence 22)
Language
German
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Sie kaempften bis zur letzten Kugel und waren so wuerdige Nachfolger aller der Generationen, die waehrend der letzten 1500 Jahre angesichts einer Kette von Katastrophen die juedischen Heiligtuemer Jerusalems zu verteidigen wussten. Heute, in nur zwei Wochen, vom 17. bis zum 28. Mai, zerstoerten die englisch-arabischen Soeldnerheere 22 der 27 Synagogen der Altstadt Jerusalem, wie Oberrabbiner Halvey Herzog erklaerte, und man nimmt an, dass auch die uebrigen fuenf Synagogen nach der Besetzung der Altstadt ein Raub der Flammen wurden. Ein Kulturgut der gesamten Menschheit ist zerstoert worden, aber nicht eine Stimme erhob sich in dieser zivilisierten Welt, die ihren Protest gegen diese Vandalakte einlegte,- es handelte sich ja nur um “juedische” Heiligtuemer! So sei denn dieser Artikel ein Nachruf auf diese unsere Heiligen Staetten und eine Mahnung an die Welt, dem moerderischen Treiben in dem ihr angeblich so “heiligen” Lande fuer immer Einhalt zu bieten. Nac ten i die a< heute Altne der S Ruine gesch derlic Grab; ihre aus d denfu Loew Im Suedosten der Altstadt Jerusalems haben die alteingesessenen Juden eines jener “Viertel” inne, deren das ummauerte Jerusalem mindestens fuenf besitzt. Die “Haret el Jehud”, die stets belebte Hauptgasse des Judenviertels, ist seit den Unruhen von 1936 durch ein schweres Tor von den arabischen Basarstrassen getrennt, waehrend alle anderen Durchgaenge und Passagen vermauert wurden. Wie die meisten Strassenzuege der Altstadt ist auch diese Gasse uralt. In der Kreuzfahrerzeit hiess sie die “Judasbogen- Strasse”, denn hier wurde (wahrscheinlich unter einem noch bestehenden Schwebbogen) die Stelle gezeigt, “wo sich Judas erhaengt hatte”. (Eine andere Tradition verlegt diesen Selbstmord auf den “Berg des ueblen Rates”, wo im Park der Residenz des Hochkommissars noch immer die uralte Riesenkiefer gezeigt wird, an der angeblich Judas seinem Leben ein Ende j machte). Unter den fraenkischen Koenigen ’ bildete uebrigens diese “Judasbogen-Gasse” mit , der benachbarten “Strasse der Deutschen” die Hauptverkehrsader des Quartiers, das den deutschen Rittern, Pilgern und Kaufleuten in Jerusalem angewiesen war. Noch heute sind die meisten der Haeuser mittelalterlich. Das architektonische Bild hat sich kaum veraendert. Sogar die Sprache, der sich die aelteren Bewohner des Judenviertels bedienen, waere von den alten Rittern ohne besondere Schwierigkeiten verstanden worden. Dieses oft so veraechtlich behandelte “Jiddisch” ist ja eine faszinierende sprachliche Antiquitaet und dem Mittelhochdeutsch der Kreuzfahrerzeit, der Sprache des Nibelungenliedes, naeher als irgendeine andere lebende germanische Sprache. Auf der rechten Seite der Judengasse fuehrt ein Bogen zur grossen Synagoge, die aus dem neunzehnten Jahrhundert stammt. Sehenswert I ist eigentlich nur das malerische schmiedeeiserne Portal. Lohnender ist es, ein paar Schritte weiter, einen engen gewoelbten Durchgang zu erforschen. Er fuehrt in einen monumentalen zweischiffigen Raum, dessen Kreuzgewoelbe antike Saeulen tragen. Die Architektur erinnert auffallend an den gotischen “Saal des Letzten Abendmahles”, das sogenannte “ Coenaculu” im alten Zionskloster. Um das herauszufinden, l muss man sich aber erst an das romantische | Halbdunkel gewoehnt haben und an das gej raeuschvolle Gedraenge, das hier herrscht. In : grossen Kesseln kocht eine weissliche Masse, die | von taetowierten, silberklirrenden Weibern zerteilt und geformt wird. Ununterbrochen wird Milch aus Blechkannen nachgeschuettet und der Ofen mit Astholz nachgeheizt. Milch und Holz! werden auf Eseln herangeschafft, die im selben i Raum ihren Stall haben. Das Ganze erinnert an eine mittelalterliche Hoelle, entsprungen der Phantasie der Hoellenbreughel oder Hieronymus j i Bosch, ist aber in Wirklichkeit eine florierende I Fabrik von weissem Kaese, ein schoenes Beispielgenur arabisch-juedischer Kooperation. Der Raum, Inder l dem diese nuetzliche Speise nicht eben hygie-Jahrb nisch erzeugt wird, ist die alte St. MartinskircheStein der Kreuzfahrer! hatte, Wir wissen, dass Saladin nach der Eroberungeine r Jerusalems auf des Maimonides Fuerprache denGeme vertriebenen Juden die Rueckkehr in die Heiligfeiner Stadt erlaubte. Die Juden fluechteten aber, al;Sagen die Mongolen Hulagus Jerusalem um 126(unsicl pluenderten. Als der grosse Rabbi Mosche beiden; Nachman, genannt Ramban, sieben Jahre spaeverehi ter nach Jerusalem kam, traf er dort nur zweChadi juedische Familien von Tuchfaerbern an. Rieden gruendete die juedische Gemeinde Jerusalembetet, aufs neue und erhielt vom Statthalter des Sulder ui tans eine “schoene, verlassene Ruine”, eben diheran: alte Martinskirche, als Synagoge angewiesen Im ] Unter den Tuerken ging diese RambansynagogElias” den Juden wieder verloren. Sie wurde in einMauer Moschee verwandelt, deren hohes Minaret noebinst ( im Hofe der heutigen Polizeistation steht. rief, w Ein Komplex wahrhaft ehrwuerdiger SynagoBechei gen liegt in einem steilen Gaesschen, das von deiler ei Judengasse abzweigt. Wie bei der Pragder W “Altneuschul” fuehren Treppen von der Strass3ynag< zu den uralten Gotteshaeusern hinab. Da?roph< Strassenniveau hat sich in den Jahrhunderten der gehoben, und die Frommen sind damit zufriedenehme “Aus der Tiefe rufe ich zu Dir, o Herr”, sagt devird ii Prophet. Die ‘Staml W.VM NV.SV.' ms wm wm WM y.v&y. IvX#; % ■.W.v.v.y.vviv* Wm M ii m Ä mm vmßMmzä&sz-. 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