Mannheim
Compact Memory

Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel · 1947-05-01 · 5 (5.1947) · p. Seite 3

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Boletín informativo de la Sociedad Cultural Israelita B'ne Jisroel
Volume
IX (1947)
Issue
5 (5.1947)
Date
1947-05-01
Page
Seite 3 (sequence 3)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
92% known words query
IRI
…/8553624-8553667-9191082--0005-8553670
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

BOLETIN INFORMATIVO Pag. 3 STREIFL Wir haben in den Streiflichtern der vorigen Nummer auf die Pflicht unserer Mitglieder hingewiesen, grosszuegiger mit ihren finanziellen Verpflichtungen genueber unserer Gemeinde zu sein. Wir leiden darunter, dass wir nicht mehr wie in Zentraü-Europa das System der Kultussteuer haben. Andererseits haben wir uns als Ziel gesetzt, die Gemeinde wie sie unsere Eltern in Zentraleuropa aufgebaut haben, auch auf diesen Kontinent zu verpflanzen. Sie ist das Zentrum fuer das juedische Leben in seiner Fuelle. Dieser Wunsch und Wille wird von unseren alteingesessenen Rruedem heute schon anerkannt und wir haben durch unsere Arbeit schon in viele andere Institutionen hineingewirkt. Wir koennen noch vieles schaffen, was solange nicht werden kann, solange die Gemeinde nicht finanziell absolut gesichert ist. Wir muessen darum unsere Mitglieder auffordern, sich zu ueberlegen, ob wir nicht zum System der Selbsteinschaetzung des Mitgliedbeitrages uebergehen wollen. Jeder, der sieh einmal die Muehe gemacht hat, den Betrag, den er an unsere Gemeinde zahlt, mit dem zu vergleichen, den er im Verhaeltnis zu seinem Einkommen an Kultussteuer in (Europa bezahlt hat, wird bald bemerken, wie weniger er in Wirklichkeit bezahlt. Auch drueben hat es Vereine gegeben, in denen man Mitglied war. Trotzdeta hat ein jeder ohne Zoegern seine Kultussteuer bezahlt, weil er wusste, dass der Sinn dieser Steuer die Erhaltung und Bereicherung juedischen Lebens war. Lasst uns in diesem Geiste an dieses Problem herangehen und nicht mit Egoismus. In vielen Synagogen wird der Kenner am Vorbeterpult, ueber dem Toraschrank oder an anderer Stelle die Worte finden: “Da lifne mi ato aumed” i Wisse vor wem Du stefhst! Der Jude, der die Staette der Andacht betritt, soll wissen, dass er in diesem Augenblick den Alltag abstreifen soll, dass er sich an heiliger Staette befindet. Der Beter soll nicht erwarten, dass ihn numehr ein unnennbares Gefuehl ueberkommen wird, sondern er selbst soll durch das Bewusstsein um die Heiligkeit des Ortes, durch Gebet und Andacht, sich vom Alltag und seinen Sorgen losreissen. Nur wer dazu imstandeist, wird an heiliger Staette die Ruhe finden, die ihm erneute Kraft zum Lebenskämpfe verleiht. ICHTER Die Stunde des Gebets dient nicht dem Zweck, sich mit seinem Nachbarn ueber die Ereignisse der vergangenen Woche zu unterhalten oder sich ueber die Anwesenheit eines Bekannten zu freuen. Wer im Gottesdienst vergisst, vor wem er steht, ahnt nicht wie vielen er mit seinen Unterhaltungen die Erhebung und Andacht zerstoert, die sie an heiliger Staette suchen. Leider muss "in diesem Zusammenhang noch auf einen anderen Misstand erneut hingewiesen werden. Die Religionschule hat vor einigen Wochen in Zusammenarbeit mit dem Brit Hanoar schel Hamisrachi einen Jugendgottesdienst veranstaltet. Leider sind von unserer Religionschule nur 5 Kinder erschienen. Damit kann natueriich der Zweck dieser Jugendgottesdienste nicht erreicht werden. Sie haben zum Ziel unsere Kinder in jugendlicher Umgebung in unser religoeses Leben einzufuehren. Leider gehen nur1 noch wenige Eltern, so wie es einst ueblich war, am Schabbat oder Jaum tauw mit ihren Kindern in den Gottesdienst, um sie selbst in das Gebetbuch einzufuehren. So muessen wir andere Mittel und Wege suchen. Und einer dieser Wege ist der Jugendgottesdienst, der sogar durch den anschliessenden Oneg S:habbat, noch einen modernen und jugendlichen Charakter erhaelt. Es muss imm$r wieder darauf hingewiesen werdjen, dass der Religionsunterricht nur dann seinen Zweck erfuellen kann, wenn dem ' Kinde Gelegenheit geboten wird, das, was es lernt, auch in der Wirklichkeit vor sich zu sehen. Wir machen also unsere Eltern auch von dieser Stelle auf den Jugendgottesdienst am SchabbaW d. 14. Juni nachm. 16. h. im Gemeindehħ^aufmerksam und bitten Sie uns zu helfen, damit dieser Ju ge ndgott esdienst leine staendige Einrichtigung in unserem juedischen Leben werden kann. Nach Worten der Kritik sollen nun auch wieder Worte der. Anerkennung folgen. Sie gelten der juedischen Jugend Santiagos, die zwar leider auf religioesJkuitürellem Gebiet wenig leistet, dafuer um so mehr, im nationalen und allgemein-kulturellen Leben der juedischen Gemeinschaft Chiles. Es sei hingewiesen auf die Einweihung der neuen Hachschara des “Dror’ der Jugendorganisation der “Poale Zion”. Fuer den 4. Mai, wurde die Kollektivitaet nach Malloco eingeladen. Die zahlreich erschienenen Mitglieder der Kolektivitaet. leider fehlte nahezu vollkommen die letzte Inmigration-konnten sich von dem chaluzischen Geiste ueberzeugen, der die Freunde vom “Dror” beseelt. Immer wieder ist es beglueckend zu beobachten, wie intensiv das neue Licht, das von Erez Israel ausgeht in alle vier Enden der Erde hineinstrahlit. Wir rufen den Pionieren der neuen Hachschara der “Dror”, wie auch denen der Hachschara vom “Haschomer Hatzair” ein herzliches “Chasak weemaz”, zu und wuenschen ihnen eine baldige Alija. Ein anderes Ereignis, das hervorgehoben zu werden verdient, war die “Chaluziada”’ —ein Sportfest der joiedijschen Jugendorganisationen—, die am Donnerstag, d. 15. Mai und Sonntag, den 18. Mai stattfand. Sie war nicht so sehr vom sportlichen Standpunkt aus wichtig, so erfreulich auch teilweise die Ergebnisse waren. Bedeutsamer waren die Kameradschaft und der sportliche Geist, die die Jugendlichen—sei es Teilnehmer, sei es Zuschauer —erfuellten. Wir hoffen, dass derartige Gemeinschaftsveranstaltungen oefters veranstaltet werden. Als letztes sei auf ein interessantes Experiment hingewiesen, das in vollen Umfang als gelungen bezeichnet weiden kann. Am Dienstag, 6. Mai fand im Circulo Israeüta ein Foro statt, an dem sich saemtliche Parteien des nationalen juedischen Lebens beteiligten. Jeder Redner hatte die Aufgabe, vom Standpunkt seiner Partei die politischen Ereignisse in Erez Israel zu - analysieren. Eine zahlreiche Zuhoerersdhaft, die sich vor allem aus Jugendlichen zusammensetzte, folgte aufmerksam und diszipliniert den Ausfuehrungen, die oft recht temperamentvoll waren. Jedenfalls beweist dieser Abend den hohen- Grad politischer Reife, den unsere Kollektivitaet erreicht hat. Auch diesmal hoffen wir, dass solche Veranstaltungen, die uns Gelegenheit geben, juedische Ereignisse von den verschiedensten Gesichtspunkten aus be.suchtet zu sehen, sich wiederholen werden. OBSERVADOR. ^t»»nnw»»»»»»wi»n»n»»»tn»»»»»n»»»n»»»»»»»»tmtttffiffimmmm Feierliche Einweihung I- DES DENKMALS der in der Synagoge San Diego am 27. Oktober 1944 verbrannten Thorarollen: DONNERSTAG, DEN 5. JUNI 1947 (staatlicher Feriertag) 11 Uhr vorm., auf dem juedischen Friedhof, Conchali PROGRAMM: 1. ) Eroeffnung der Feier durch den Presidenten der Jevra Kediseha (Isaae Goren). 2. ) Tefilah (Rabbiner E. Maguenzo). 3. ) Ansprache des Presidenten der Sociedad Cultural Israelita “B’n Jisroel” (Jose Hirschberg). . 4. ) Tefilah (Rabbiner *M. Lubliner). 5. ) Ansprache des Presidenten des Comite Representativo (Samuel Goren im Namen aller juediscber Institutionen). 6. ) Kel mole rachamim fuer die Kriegsopfer (Kantor I. Farba). 7. ) Tefilah (Rabbiner E. Loewenstein). 8. ) Ansprache (Mendel Peterfreund). 9. ) Minc|ia (Kantor Schneier). MICROS: (Preis Hin - und Rueckfahrt $ 10.—). um 10.30 Uhr vorm., Irarrazaval 1951 (Ort - Schule) Monjitas esq. Mac Iver (Gemeindehaus) San Francisco .1028 (Jevra Kedisdha) Av. Matta 624 (Bicur Joilim). BEI REGENWETTER WIRD DIE FEIER AUF EIN SPAETERES DATUM VERLEGT. ^iiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiimiiiiiiiiiiiiiimiiiiiimiiiimmiiimmmmiimmiiiiiiimiiimiii^ ] KULTURVERANSTALTUNGEN 1! der “ ‘ Guttural Israelita “B‘ne Jisroel” f E Sonnabend, den 21. Juni 1947, abends 8.30 Uhr, 5 im Gemeindehaus’ Monjitas 690 E | Juedische Musik | | KONZERT | E unter Mitwirkung von STEFAN TERTZ (Violine), HANS | LOEWE (Cello), ISRAEL FARBA (Gesang), LISA GOLD- E E SCHMIDT (Piano), JUAN PEYSER (kuenstlerisehe Leitung E E und Piano) und eines CHORS. E AUS DEM PROGRAM: 5 Baal Schein von Ernest Bloch (Violine). E Melodie Hebraica von Achron (Violine). Eli1, Eli (Trio). E Cello - Sonate von Mendelssonhn. E Ost juedische und palaestinensische Gesänge. 5 (Solo und Chor). EINTRITTSKARTEN ZU $ 20— UND $ 15.— ERHAELTLICH E IM GEMEINDESEKRETARIAT MONJITAS 690. § 63

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.