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Literarisches und homiletisches Beiblatt · 1838-06-30 · 18 (30.6.1838) · p. Seite 69

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Journal
Literarisches und homiletisches Beiblatt
Volume
I (1838)
Issue
18 (30.6.1838)
Date
1838-06-30
Page
Seite 69 (sequence 1)
Language
German
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1. Jahrgang. £ 1 t C t 0 t t f $ C ^0. 1§ n nd homiletisches Beiblatt. Leipzig, -en 30. Juni 1838. Archäologie. lieber die Laudwirthschaft der Hebräer Don ’ Br. med. P. Philippso«. lFortsctzung.) Was nun das Dreschen M"! betrifft, so pflegte man auf drei, verschiedene Weisen die Getreidekörner vom Stroh zu sondern: . 1) In den frühesten Zeiten und noch späterhin bei einer kleinen Quantität durch Ausklopfen mit Stöcken (I£Dn LXX: Qaßdt'utv). Dies geschah jedoch häufiger bei Hülsenfrüchten, als bei dem eigentlichen Getreide. Nicht. 6, II drischt (OON) Gideon Waizen in einer Kelter, Ruth, 2, 17 schlägt Ruth das Getreide ihrer Nachlese aus, Ies. 28, 27: „Mit einem Stabe (n“i22) wird der Schwarzkümmel geklopft und der Kümmel mit einem Stecken *). 2) Man trieb über die kreisförmig gelegten Aehrenhaufen Ochsen. Auch jetzt werden diese noch in Egypten, Arabien und Syrien zum'Dreschen gebraucht (Niebuhr R. 151.). In Egypten wurden schon vor grauer Zeit Ochsen zu diesem Zwecke gebraucht (Herod. 2, 14) und der Sänger der Ilias gibt uns die Schilderung (XX, 495): So wenn Jemand die kräftigen, breitstirnkgen Ochsen anspannt, Damit sie weiße Gerste in gutgelegener Tenne dreschen, Schnell wird sie enthülset unter den Füßen der brüllenden Ochsen. Daher Micha. 4, 13: „Auf, Tochter Zion, und drisch, denn ich mache dein Horn eisern, deine Hufen wie Erz." Cyrillus zu Ies. 28, 28 gibt davon eine anschauliche Schilderung: „Kinder holen vom Acker die Garben nach der j *) Colnm. 2, 21: si spicac tantummodo recisae surlt, possunt in limreum conferri et deinde per Itieinein vel baculis exenti Tel exteri pecuclibus. Tenne, worauf die Ochsen auf dieselben getrieben und im Kreise geführt werden, um mit ihren Hufen {TuTg xyXuic) die Kornähren zu zermalmen." Auch im Talmud ist gewöhnlich von Dreschochsen und Dreschkühen die Rede. Man verband ihnen, damit sie nicht schwindlig werden, die Augen mit einem Leder 12^^72 (Chelim. 16, 7 *). Die römischen Landwirthe zogen Pferde vor, Colum. I, 21, was zuweilen wol auch von den Palästinensern gethan wurde, wenn Ies. 28, 28 nicht poetisch nur vom Gespann die Rede ist. 3) Man bediente sich verschiedener Dreschmaschinen, die von verschiedener Constcuction waren. Sie waren a) entweder Dreschschlitten (IflT JT2, ^nn, Jg?5**), rgißoXor, tribulam (Plin. 18," 72) talm. VlTlD'***), hölzerne, mit vielen Einschnitten, gleich einer Feile, versehenen, oder mit Eisen oder scharfen Steinen gezackten Bohlen, welche mit Steinen oder Eisen beschwert über das Getreide gezogen wurden. Raschk zu Ies. 41, 15 („Siehe ich mache dich zvm scharfen neuen und vielzackigen Dreschschlitlen, daß du Berge zerstampfest" u. s. w.): „ein hölzernes und schweres Instrument mit vielen, gleich einer Schnecke, hervorragenden Schärfen." (Varro de re riist I, 52: Id ( ribuluin) fit e tabula lapidibus aut ferro asperata, quae imposito auriga aut pondere grande (ralntur jumentis junctis, ut diseutiat a spica grana-). ^Diese Maschine nennt Colummella (II, c. 21) traba, Virgil (Georg. L. 1. y. 164) t;ahea (span, trillo): , Tardaque Eleusinae matris volventia plaustra Tribulaque traheaeque et iniqui pondere rastri. b) oder Dreschwagen (TlS^y) mit sägenartigen, nieder» Walzenrädern (-aut ex assibus dentatis cum orbiculis, *) Einige erklären dies indeß für einen ledernen Sack, der hinken angebangt wurde, um die Excremente aufzufangen, damit diese den Weizen nicht verunreinigen (s. Buxtorf, s. h. v.). ") Rickt. 8, 7, 16. Die si,rischen Drcschmaschienen bestehen heutzutage in einigen Bretern, in welchen auf der untern Seite eine Menge Feuersteine sind. S. Niebubr Bcschr. S. 158. Las. 15. Solche sind die n^p-o (f. Gesen. 5. h. v.). Andere übersetzen dornige Hecken und kommen vielleicht der Wahrheit näher. ***) nVitf den "MtD Menacli, 22, 1. Hw .Iv-rv Hon»,

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