Literarisches und homiletisches Beiblatt
- Journal
- Literarisches und homiletisches Beiblatt
- Volume
- I (1838)
- Issue
- 31 (20.10.1838)
- Date
- 1838-10-20
- Page
- Seite 126 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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126 zwei Strophen zu 3 Versen, worauf noch ein allgemeiner Schlußvers, der sich wie es scheintauf ein Nachspiel bezieht. Ob die Hebräischen Dichter sich des Reimes bedient haben, darüber hat es auch verschiedene Meinungen gegeben. Einige haben gar geglaubt, daß der Reim die einzige formelle Eigenthümlichkeit der hebräischen Poesie ausmache und, wie z. B. Clericus, durch Zerstückelung des Textes in kleine ungleiche Verse, wirklich lauter Reime darzustellen gesucht, z. B.: i2723ib72 12^8 'n 117212 '3t 3323 nssia 32^ ibni i32io 232721 d'-a 3172133 : tpo ü-a mbiit722 122*1 u. s. w. (Schluß folgt.) Literarische Correspondenz. Aus Hamburg. lieber das Buch Tarschisch. (Schluß.) Innere Form des Werkes. Das Werk selbst besteht aus lauter kleinen unter einander nicht zusammenhängenden Gedichten, zweizeilig größtcnihcils, jedoch kommen auch mehrzeilige vor, die Zahl 6 übersteigt kein Gedicht. Es ist in 10 Capitel eingctheilt. Das ganze Buch ist einem damaligen Vornehmen gewidmet, der 3^53 122 23328 (Abraham Sohn des Meier) heißt. Ein Dedications -.Gedicht geht dem ganzen Werke voran *) und das ganze erste Capitel ist blos ein Altar, worauf die dicksten Weihrauchwolken für diesen Patron dampfen, von dem jetzt nichts mehr bekannt ist. Uebrigens sind die Capitel wie folgt, überschrieben: iibb372 mim, 1*^312 2222, 1pi283 3312 is Capitel von seinem Lobe und seinen Handlungen — nämlich von dem genannten Abraham. 2^2521 2^25 Mi, 2^2723 ■'stö 3312 (2tes Cap. Bon dem Wechsel verschiedener Seiten, und von der Annehmlichkeit der Gärten und Gesänge). tPT'öNa Y133 3223, ö^n 3i2"i32 "5 3312 (3tes Cap. Von Wasserquellen und Strömen und dem Gesänge der Vögel in den Büschen.) *) In diesem Gedichte kommen die Worte vor: p2 37 pb ftp '"P“) 37218 welches dann * die Ursache für die Benennung des Ganzen wurde. * D. Corr. iain 3128 23137231, 1283^ 3128 tnpi»i33 •'S (Cap. 4. Von Liebenden, und von den Wohnungen, die zerstört wurden.) tPTTPiH Y)bY'£ -12121, 2-317233 3lb<b ^38 ‘'h33l2« (5tes Cap. Von der Länge der Nacht für die Sehnsucht und von dem Schmerz der Trennung.) 27232 -JS33722, 2^27282 2^38 -1522 ' -11212 2312 (Cap. 6. Von der Treulosigkeit treugeglaubter Freunde, wenn die Zeiten sich ändern.) «32pt3l 32323 -1121, 323331 3312 -112 " 23Q (Cap. 7. Von der lieblichen Jugend und dem Alter.) 21721 217221 2123, 32231 2bl33 218722 "n 2312 1122^. (Cap. 8. Die Welt und ihre Herrlichkeiten zu verachten und an den unausbleiblichen Tod zu denken.)' b223372 32233bl, b23 *^3 2721333b » "<2 2212 (Cap. 9. Sich über die Welt zu erheben, durch Ehre aber nicht durch Schande.) .2*^ ü"l333 318b721, 2‘12112 -32372 1221212 . ■’2',1B2 2212 (Cap. 10. Zerstreute Gedichte über verschiedene Gegenstände.) Zu Ende eines jeden Capitels giebt ein Vers die Zahl der Strophen an z. B. Schluß des 8. Cap. 272b pl372 ) 72t 38.31, 12 38 3128 2bl3 222 Ifb 3]2 .1)212 2BpT72b bpPPn'n 2223 3232 322 2128 <272 1s3171 Der Schluß des 10. Cap. lautet so: -s1l272 27218 221 2^32, 2''12 2218 2112 b2l2 22LN72 72 233133 lb3 *>3, ^2 31272 ■'nb2 <b3 21p'Ll 12-'122kl72 " .12^1222 22272b Folgender Vers (den auch Wolf hat) beschließt das ganze Buch. 2313 ‘i32 n^'ri 17212 83pa, 210122 2121272 «2212» 222 .2121b -,ii2b2 2‘ii2 31253 12, 33113 17212 183p 2128 i3n Daß das Wort 2313 hier, 2*2131 zu lesen ist, theilte mir mündlich mit, der durch verschiedene Arbeiten rühmlichst bekannte R. Fürstenthal in Breslau. Damit sich der Leser einen Begriff machen könne von der eigentlichen Weise dieses Altagnis, sei folgendem Beispiel ein Plätzchen hier gegönnt. Anfang des 10. Buches. 3328 21872 12231 81222 25, *’2i£ 3723172 bi3 3l22b8 23 .31338 1112b72 1313317231 « ']T’32 3723 it33 *132 b*>18 Welches deutsch ungefähr so lauten würde:' „Wenn ich in Zittern mich hülle vor Feindes Wuth, „Und vor seinem Schwerte sehr erbange, „Flöße Gedankenwuth ich meiner Feder ein „Die ihn eher tödtet als der Biß der Schlange." Die Capitel sind sämmtlick in alphabetischer Ordnung. DaS Alphabet aber ist nicht zu Anfang der Verse wie dieses bei jüdischen Dichtern üblich ist, sondern zu Ende, wie dieses die vorhergehende Strophe anschaulich macht. Es ist sehr kunstreich gearbeitet. , Das Eingehen auf den inner» Werth und Gehalt dieses Werkes und des genauen Bezeichnen des Platzes, welchen es in der schönen neuhebräischen Literatur cinnimmt, muß der Berichterstatter sich auf eine andre Gelegenheit «ersparen. L. DukeS. Redacteur: vr. L. Khilippfotr. — Verlag von BamrrgärtrrerS GuehhandluAg. — Drück von I. B. Hirfchfel-.