Literarisches und homiletisches Beiblatt
- Journal
- Literarisches und homiletisches Beiblatt
- Volume
- I (1838)
- Issue
- 13 (19.5.1838)
- Date
- 1838-05-19
- Page
- Seite 49 (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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I.. Jahrgang, No 13 Literarisches ho mit etisches Beiblatt. Leipzig, -en 19. Mai 1838. Literarische Coorespoudenz. München, 9 April. Bibliographische Notizen über die hebräischen Manuskripte der königlichen Bibliothek zu München, von Lilienthal. Es befinden fich hier im Ganzen 313 Manuskripte; darunter 134Folianten, 155Q.uartbändc, llOctavbände undll Rollenschriftcn; darunter zwei Gesetzesrollesi (ni-,in nsö), ’We eine mit einer Torabinde. Ich führe dieselben nun nach ihren Nummern im Cataloge der kgl. Bibliothek auf. — 1) Biblia hebraica, ein wunderschönes Manuskript, prachtvoll gebunden > ein Geschenk des Hofjuweliers L. I. Westheimer, das er 1806 der Bibliothek machte. Am Ende sind die 5 Megillot in folgender Ordnung: Schir haschirim, Echa, Rut, Kohelet, Ester beigeschrieben. Die Jahrzahl und der Name Onkelos, der nach jedem Vers eingeschaltet ist, erinnert an den alten pinana. Die Neginot und Punktation auf dem hebräischen Texte, wie beim Paraphrastcn mit größtem Fleiße bezeichnet, und auf den Buchstaben raaanaa das Rap ha immer genau angegeben. Die große Masora ist oben und unten auf jedem Blatte beigcschrieben, die kleine steht zwischen den Colonnen. Die beiden ni'V'tt) in En odus und Deuteronomium find nach den sopherischeiP Regeln geschrieben; beider erstern folgt der Targum am Ende; bei der zweiten steht er nach jedem Verse. — Die Worte des Paraphrasten sind oft abgekürzt. — 2) Moscs, die Megillot mit dem Targum Onkelos, den Haftorot, der Masora, Job und Jeremias, welches letztere nur bis zu dem Verse nnafrn ]aiP avaa geht. Dieses Exemplar, welches schlechter erhalten ist, ist dem Erstern ganz ähnlich, nur mit dem Unterschiede, daß die Masora. hier in den mannigfachsten, seltsamsten Formen geschrieben ist. Besonders charakteristisch ist die Form derselben am Anfänge der Megilat Ester, wo sie in Form von Eunuchen niedergeschrieben ist. Das Tetragramaton hat das Kamez durchgängig unter dem ersten,-7. Bei den Haftorot fehlt die Masara; nur sind Bemerkungen beigefügt, wenn sic gewechselt werden. — Am Ende steht bemerkt: pnbtt nabw äa bjobraa nanaa. 3) natna, Gebete für alle Festtage und den Versöhnungstag; nur die Gebete für das Neujahr fehlen. In drei Foliobanden geschrieben. Im ersten Theil, der die Gebete für den Versöhuungstag enthält und 489 Seiten stark ist, steht am Ende: m *»nana isa« nai» ötiaun nnrr ja naaan pt^N ^arr apan “aanb 0",a^5? tPTwan iro-or ^2 aba ntnan rrabarra bxr prüf» "na ja arr»nna 1614. — Es ist dies vielleicht derselbe Isaak, den Wolf in seiner Bibliothek S. 771 unter dem Artikel pi-)D p önaa anführt; er mag nur unter diesem Namen bekannt gewesen sein, denn an einer andern Stelle schreibt er: -©iS naaaan pnat1' ">asr. Das Exemplar ist herrlich auf Pergament geschrieben, und in den drei Theilen mit den schönsteu gemalten Vignetten verziert. Reich an grammatikalischen Randglossen, die von späterer Hand nachgetragen sind, z. B. nanaiön nicht nanaiaan; -fnaaan nicht -snaaa aan; sanionb reba abaa> -zbaa reb dbaa» ^ba a^n a^pabrr 'naa övnca. — aarrn tmü und ni-par tj'sa« findet sich bei aller Ausführlichkeit, die im Manuskripte herrscht, nur am Vorabende des Versöhnungstages ausgezeichnet, wobei vor dem aaaan angemerkt ist: p -ponn nnan*» aatn paa bus na2) hsr Tonn bioauj aaaan: Vielleicht, daß es nur an diesem Abende in der Synagoge recitirt wurde, was als Begründung für die neue Anordnung der würtembcrger Kirchenbehörde rücksi'chtlich dieses Liedes dienen könnte, vermöge welcher es, in den Synagogen dieses Königreichs auch nur an diesem Abende recitirt wird. — Bei den Gebeten desselben Abends ist auch angemerkt: pp^baanaa ar crnaa« tn naiaa n^ ütta. Ueberdieß ist die Verschiedenheit der Lesearten in den Gebeten dieses Tages von den unsrigen sehr gering; nur einzelne Zusätze finden sich, wie z. B. in dem Gebete: aa^ "O liest man dort noch: aa^nvaa nnM -paaa aar«, aa^bsm nnNa ^^p^aa aase; vor r>W2 ba> naaa' dbaaA ^a w steht in doppelt alphabetischer Ordnung ein Gebet, das,anfängt: 2b naaab&n paa nrarr raabaa. — Bei der n-nnn-Wnp steht der erste Segenspruch am Anfang des zu verlesenden Toraabschnitts, um die zweite vor der Haftora, und> eben so die erste wieder am Anfänge, und die zweite am Ende der Haftora, was an den alten Gebrauch erinnert, daß nicht jeder zur Tora Vorgerufene den Segen sprach. Bei dem hier eingeschalteten “paiü "Ta hat der höfliche Sofer immer den Namen des Vaters und der Söhne der Familie, in deren Auftrag er das natna schrieb, gestellt. Das Kadisch Jotham ist nicht nach aa^ba>, sondern nach naa pp^baa und arnabNS P« citirt. — Der zweite Theil des Cyclus enthält die Gebete für das Laubhüttenfest. Außer den Eigenheiten, die im ersten Thcile schon sich vorsinden, trifft man hier auf manche verschiedenere Lesearten. In dem "parn, das die Gemeinde auf des Vorsängers -.ana erwiedert, liest man: aaa"ab nana ba bsaan naanaa aau; nra manaai. — Zm *jmaba des Abendgebetes sind nach diesem Worte eingeschaltet: aannab« n; nach tr^paa findet sich z^-,2 ll'; Vordem üabw nll-aA steht durchgängig '2a nuny aabm aabua. — Die Verse brrnlv'' a>aia, aanpabN ans* die sonst gewöhnlich beim Ausheben der Tora recitirt werden, sind auch am Sabbat nicht vorgezeichnet. — Dev