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Literarisches und homiletisches Beiblatt · 1838-08-18 · 23 (18.8.1838) · p. Seite 91

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Journal
Literarisches und homiletisches Beiblatt
Volume
I (1838)
Issue
23 (18.8.1838)
Date
1838-08-18
Page
Seite 91 (sequence 3)
Language
German
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91 als auf den Klang der Salten, okschon man auch von diesen sagt: sie klagen (“’-iüd bsab “tpi). Wir übergehen mehrere, in der Bibel genannte, Saiten- und Blasinstrumente von nicht-hebräischem Ursprünge. Aber auf ein späteres Instrument der Hebräer, genannt (s. Erachin fol. 10. c. 2. f. 11. t*. 1. — die von Tamid fol. 33. c. 1. ist ein ganz, anderes, nicht-musikalisches Instrument) müssen wir hier noch hindeuten. Eine genauere Erörterung der Data, die wir an einem andern Orte versucht haben *),- scheint uns keinen Zweifel übrig zu lassen, daß dies ein den neuen Windorgetn ähnliches Instrument war, dessen frühe Erscheinung, zur Begleitung des Gesanges im Tempel ohne Zweifel höchst interessant ist. Die Schlag-Instrumente sind am sichersten, weil sie noch alle im Orient gebräuchlich, und auch von da nach Europa übergegangen sind, und weil ihre Form am wenigsten wandelbar ist. arab. Duf ist das Instrument, welches bei uns Adufe oder Tambourin heißt und dessen sich, wie die Hebräerinnen, auch noch jetzt die Orientalinnen beim Tanze bedienen. — trbitbisr mbät?3 oder üiriibLN ein zweitheiliges, durch Zusammenschlagen klirrendes Instrument, dessen es nach Ps. 150, 5. zwei Arten gab. Wahrscheinlich bezeichnet VW •'bstbs die Castagnetten und b die Becken. — 2 Sam. 6. 5 (?id), ein Instrument, bei welchem, indem es geschüttelt ward, bewegliche metallene Stangen oder Ringe ein Geklingel machten. Dieses Sistrum (gum schütteln) war auch bei den Aegyptern häufig und man sieht noch in Museen kleine ägyptische Systrcn. Ein ähnliches Instrument mit kleinen Glocken findet sich bei unserer türkischen Feldmusik. — 1 Sam. 18, 6s. kann kaum etwas anderes sein als Triangel. — So sprechend die Etymologie der beiden letzten Instrumenten-Namen ist, so haben doch Einige das erste für Violine oder Trompete, das andere für Anführer der Weiber genommen. (Fortsetzung folgt.) *) Von der Form der hebräischen Poesie, nebst einer Abhandlung über die Musik der Hebräer (Konigsb. 1825.) S. 342. — Geschichte und Würdigung der Musik bei den Hebräern tBerlin 1829 ) S. 131 ff. In diesen Schriften haben wir überhaupt Alles ausführlich abgehandelt, was zur Archäologie der hebräischen Musik gehört; wir erlauben uns daher auf dieselben diejenigen unserer Leser hinzuweisen, welche aus den Gegenstand selbst näher einzugehen wnn>chcn. Ll"tera rische Correspo n d e rrz. München, 15. Mak. Bibliographische Notizen über die hebräischen Manuskripte der königlichen Bibliothek zu München,, v o n ii i l i e a t 5 a I. (F ortsetzung.) 86) Der Kanon dcS Abueli Jbn Srnna, abgeschrieben im Jahre 5237. 87) Gebetbuch für die Festtage des Paffa-, Wochen - und Laubhüttenfesteö, und für die Sabbate, an welchen beim Morgengebete Piunm rccuirt werden, mit Bildern geziert, wovon eines den Simson darstellt, wie er geblendet die Säulen des Tempels einreißt, das andere Christum im Tempel. 88) Gebete für das Neujahr und den Bersohnungstag, der Originaltext mit einer alten jüdisch-deutschen Uebersetzung von R.. Jsaac ben Sim on. 89) Die Pirke Abot, die Stufengesänge, das Abendgebet und die Hagada des Passafestes. Wahrscheinlich gehören diese letztem Nummern zusammen, und bilden einen Cyckus.— 90) Die 15 Bücher deS Euklid; der Text ist sehr unleserlich, weil viel gloffirt; dagegen sind, was in den jüdischen Werken eine Seltenheit ist, die mathematischen Figuren sehr schön und richtig gezeichnet. Dem beigefügt ist der Commentar des Ebn Roschd auf die Physik dcS Aristoteles. — 81) Kabbalistische Miscellen: a> der geheime Grund deS Glaubens und der Einheit Gottes, b) Der Grund der Boraita deS Joseph ben Usiel, den er vom Propheten Jeremja erfuhr, auS den Schriften des Franzosen R. Salomo Avigdor. cs) Der Grund der Einheit Gottes, um den R. Jehuda von Speier den R. Elieser fragte. <l) Beantwortung der Frage: Sind wir genöthigt, an. GotteS Dasein zu glauben, e) AuS den Schriften deS R. Salomo aus Barzelona Einzelnes. 2) bülLN TiiS von R. Abra Ham ben Samuel. Abulaphia, ward schon oben citirt. 3) Commentar des Sepher Jezira von R. Jacob ben Nif sim. In der Einleitung sagt er: Schon lange hatte er die Nothwcndigkeit eingesehen, zu genanntem Buche einen Commentar verfaflen zu muffen, da zu dessen Verstandniß eine tüchtige Kenntniß der Mathematik, Naturwissenschaften und Metaphysik erfordert, diese aber unter seinen Glaubensgenossen selten angetroffen würde. Allein er fürchtete, den Uneingeweihten in ein Heiligthum zu führen, das er seiner Unkenntniß halber nur belächeln und bespötteln, dessen tiefen Sinn aber nicht begreifen würde, bis ihm endlich ein gewisser Sabudani und sein Gefährte David aus Fez den Commentar des R. Saadjah hapitomr (AlFiumi) überbrachten, der diesen zu Ab Fiumi, vor seiner Reise nach Babylon verfaßt hatte. — Diesen Commentar arbeitete er nun um, berichtigte die ihm falsch scheinenden Ansichten, und glaubt hiedurch zu-rVerständlichkeit des kabbalistischen Werkes viel beigetragen zu haben. — 4) 'ö von R. Nechonja ben Kana. 5) r-nnbsrN von R. Perez ben Jsaac. Diesem kabbalistischen in 25 Kapitel getheilten Werke, ist ein anonymer Commentar bcigegcben, von dem

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