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Literarisches und homiletisches Beiblatt · 1838-11-17 · 33 (17.11.1838) · p. Seite 154

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Journal
Literarisches und homiletisches Beiblatt
Volume
I (1838)
Issue
33 (17.11.1838)
Date
1838-11-17
Page
Seite 154 (sequence 4)
Language
German
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154 „zugewandt Barbaren und Griechen, Binnenländer und Insulaner, die Völker des Morgen- und Abendlandes, Eu- „ropa und Asien, kurz die ganze bewohnte Welt von ihrem „Anfänge bis zum Endpunkte." "X „Es ist nützlich mit diesen und ähnlichen (profanen Wissenschaften) umzugehen und sich durch sie vorzubereiten; „denn wie unser Körper nicht eher sich fester und kostbarer „Nahrung bedienen kann, als der einfachen Milchnahrung „im Kindesalter: ganz auf gleiche Weise glaube, daß unsere „Seele durch kindliche Speise sehr wohl genährt werde durch „enkyklische Wiffenschaftrn und durch Uebungen, die einer „jeden derselben gemäß sind, daß aber freilich die vollkomm- „nern, den Männern zustehenden in Wahrheit die (gött- „lichen) Lugenden sind.""") „Es giebt Einige, die von den Liebreizen der Dienerin „bethört die Herrin (göttliche) Philosophie gering achten. „Die Einen ergrauen unter Dichten, Andere bei Zeichnen, „Andere in Mischen von Farben, noch Andere bei tausend „andern Sachen, und vermögen nicht zu der Herrin über- „zugehen; denn jede Kunst hat eine eigenthümlich-anziehende „Eigenschaft, an welcher Viele sich so sehr ergötzen, daß sie „bei ihr stehen bleiben, und der Verbindlichkeiten vergessen, „welche sie an die (göttliche) Philosophie knüpfen; Diejeni- „gen aber, welche jene Verträge halten, vollenden Alles zu ihrem Heile."""") *) De More p. 656 sq. — S. Dahne S. 79» **) De congr, p. 426. — Dähne S. 93, "») Ibid. p. 435. — Dähne ebend. (Fortsetzung folgt.) Literarische Correspondenz. München, 15. Mai. Bibliographische Notizen über die hebräischen Manuskripte der königlichen Bibliothek zu München, von LLl Lenthal. (Fortsetzung.) 214) Ein Codex, der voll von Wahrsagereien, Zaubersprüchen Alchemie und Chiromantie ist, dem später noch einige Codices ähnlichen Inhalts folgen: 1) bivfiTViS“; von Abu Aphlach von der Insel Sarcask in Madpes (!), in zwei Lheilen, die erste mehr theoretisch, die'zweite mehr praktisch, die erste führt die Aufschrift die zweite vorzüglich und sehr häufig wird nbws erwähnt. 2) nvnö DUN der geheimnisvolle Brief des MaimonideS. In der Einleitung rühmt und hebt er den Reichthum heraus, wie er das einzige Mittel sei, durch den man zu jeder Ehre gelangen könne; ohne ihn, wenn Kleid und Nahrung im Hause fehle, könne man nicht einmal die Wiffenschaft sich aneignen; daher giebt er einem in mißliche Umstände gerathenen Freunde alchemistische Regeln, durch die er sich in eine beffere Lage verhelfen, könnte. Unter diesen wird besonders eine Regel mit vieler Wichtigkeit abgehandelt, in der er ihn auf den kostbaren Werth der Perlen aufmerksam macht, der mit derGröße des Edelsteines immer steige und wachse; daher lehrt er ihn, aus vielen kleinen, wenig Karate wiegenden Perlen große Edelsteine ohne Einbuße ihres Glanzes und ihrer Reinheit verfertigen. Am Ende steht eine Vorschrift, nach welcher aus Silber Gold zu machen sei. Auch große, mächtige Geister sind dem Geiste ihrer Zeit unterthan! 3) 'o (arab. n^ä«) von Abu Alkasin Mcsalmah ben Achmed Almeriah. Dieses Buch behandelt die Meinung der Indianer über den Einfluß des Mondes auf die menschlichen Handlungen, wonach sie sich in ihren Geschäften richten; dabei auch eine genaue Anweisung zur Kenntniß des Talismans. ES ist aus dem Arabischen ins Hebräische von einem Ungenannten überseht, und ist in 4 Abschnitte gctheilt. 4) Der Brief Amis ben Abraham, der von einigen seiner Verwandten p genannt wird; eine Abhandlung eines p und Über institntionum Simonis Platonis, übersetzt von Chanan ben Jsaac. Ueber die Kunst, den Blitz und Donner und andre viele Naturerscheinungen zu erzeugen, wie z. B. die Gewächse schnell zur Reife zu bringen. ES ist getheilt in zwei Theile, noinos magnus in 43 Paragraphen, und nomos parvus in 40 Paragraphen. AuS dem Griechischen ins Hebräische übersetzt. Endlich: 5) Fragments über Astrologie, Alchemie und Schatzgräbereien. 215) riW, ein schon früher angeführtes Werk deS R« Joseph ben Abraham Gecatilia, in dem er den göttlichen Namen, die Bedeutung der 22 hebräischen Buchstaben, die Accente und Vokalzeichen kabbalistisch erklärt und abhandelt. Die lateinischen Randglossen sind von dem Cardinal Aegidius Viterbiensis. — 216) Raschi's Commentare auf die talmudischen Tractate Erubin, Pesachim, Succah, Bezah, Rosch haschanah, Megilah; Chagigah, und die letzten Kapitel von Sabbath; derCommentar Rabenu Gerson's auf die Tractate Jomah, Taanith, Moed Katan; der Commentar R. Eljakim'S auf Jomah; der Codex ist von einem R. Jehuda geschrieben; Vaters - und Ortsname sind nicht angegeben. — 217) So har über die Genesis. 218) So har: Auszüge aus dem Sohar über verschiedene Theile des Pentateuchs. 219) Sohar über Exodus, LeviticuS und einen Theil des Numeri. In Auftrag des schon erwähnten Wydmansstudius von FranciScus 5297 abgeschrieben.— (Fortsetzung folgt.) Redakteur: Dr. L. Philippson. — Verlag von Baumgärtners Buchhandlung. — Druck von I. B. Hirschfeld.

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