Literarisches und homiletisches Beiblatt
- Journal
- Literarisches und homiletisches Beiblatt
- Volume
- I (1838)
- Issue
- 30 (13.10.1838)
- Date
- 1838-10-13
- Page
- Seite 122 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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122 Zö - la " lü cä - Ö fereth be - ma-jim a - dilim Sanken da-hin wie Blei in der Fluchen Gedränge. Ni camöcha ba - e - lim ä - dö - näi Wer ist dir von den Mächten o Herr gleich? Ni cä-möcha nedär bäkködesh Wer wie du verherrlicht und heilig? Nö - ra theblllöth ö - seh - pelech Furchtbar im Lobe, Wunderzeugend! Das Ganze zerfällt in mehrere Strophen von verschiedener Verslänge. Man wird aber wol den rhythmischen Bau und Klang des ganzen Gedichtes so wie der einzelnen Verse nicht in Abrede stellen, und auch das Wankende in dem Wechsel des Strophenbaues nicht übersehen. So folgen z. B. auf sechs zweifüßige Verse, die die stolze Leidenschaftlichkeit des Feindes vortrefflich ausdrücken (V. 9.), zwei äfüßige, deren erster die ruhige Allmacht Gottes eben so sprechend schildert. (Fortsetzung folgt). Literarische Correspondenz. Aus Hamburg.- Vorläufiger Bericht über das Buch Tarschisch n&ö) («■’tDinrt von Moses den Esra, mitgetheilt von Leopold Dukes. (Fortsetzung.) Der Name des Buches, wovon hier die Rede sein soll, ist larsclüseb (’üiönn), und das Buch selbst gehört zu den allerseltensten '*). Aber unter dem Namen Tarsdhisch kommt es, so viel ich weiß, bei keinem altern Autor vor, welches sehr befremden möchte, (besonders von Alcharizi, der die Dichter, die schlechten sowol alS die guten, in Maste im dritten Kap. seines Tachkemoni dem Leser vorführt *'), wenn das Buch nicht noch einen andern Namen hätte, unter dem eS bei Alcharizi wirklich vorkömmt. Der Titel dieses Buches hat den wenigen Literotoren, die es kannten, (Wolf in der Lilil. hebr.) viel zu schaffen gemacht, ohne daß man eigentlich wußte, woran man ist, besonders der *) Es ist unserS Wissens nur dreimal in Europa vorhanden. Einmal hier, einmal in Padua (im Besitz meines Freundes, des als Philolog und Dichter bekannten S. D. Luzzatto, Prof, am Eoll. Nab.) und in der Opph. Bibl. in Oxford, diesem h. Grabe für viele Bücher, wohin philosopbische Kreuzzüge und Wallfahrten zu machen, jüdischen Gelehrten vom Schicksal nicht bestimmt ist, weil das Verhältniß ihrer inneren und äußeren Kräfte nie das passende ist. Corr. •*) S. nt. Ehrensäulen rc. S. 48. Corr. Schluß des Werkes. (Vgl. weiter unten). DaS Buch hat eigentlich drei Titel. Der erste und wahrscheinlich der, den der Verf. selbst dem Werke gab, ist 'p^n (Heanak) die Halskette, ein Titel, der Niemanden befremden kann, der mit dem Titelwesen der Bücher morgenlandischer Autoren bekannt ist, welches sich schon sehr früh auch auf jüdische Schriftsteller übertrug. Unter dieser Benennung wird das Buch von Alcharizi (Kap. 18. S. 36) erwähnt "). Ein Vorbild für diesen Titel hatte unser Autor in dem gramm. Gedichte von Salomon ben Gabirol, abgedr. zum , ersten Male aus einer Wiener Handschrift in unsren Ehrens. S. 101. Der zweite Titel ist (Hatarschisch) weil daö Buch geradeso viele Strophen hat, als die Zahl dieses Wortes beträgt, nämlich 1215 °°). Der dritte Titel endlich ist rnaann IBD (Hatagnis). Dieser Titel ist es, welcher zu vielen Muthmaßungen Anlaß gellen mußte, und ich gestehe gern, daß ich lange nicht wußte, was dieles Wort bedeuten solle, bis eine Stelle in dem in Deutschland äußerst seltenen Buche Omer Haschikcha fiNBWN von R. Abraham Gavison (Livorno 1752 4.) mir das Verstandniß eröffnete. Dort geht hervor, daß der Reim ganz gleichlautender Wörter mit verschiedenen Bedeutungen bei den Arabern D^ianbitf Altagnis heißt "°). Außer Alcharizi kennt David Kimchi, der bekannte Lexikograph auch dieses Werk, der eS zwar nicht beim Namen nennt, aber eine Strophe daraus anführt im Art. ^22 "°°). . Aeußere Form des Manuskripts. Das hiesige Mannscript ist auf Pergament geschrieben, groß 4., und enthält 44 Blätter. Die Schrift ist sehr schön und mit vielem Fleiße, die Korrektheit jedoch ist minder zu loben, besonders bei der Punktation. Das hiesige Exemplar ist zweimal defekt. Um den Text laufen hebr. Scholien, die ebenfalls sehr alt zu sein scheinen. Der ‘ Verfasser ist nicht genannt. Einige Blätter sind sehr beschmutzt, und die Scholien darauf kaum zn lesen. Weder der Abschreiber, noch das Jahr, noch die Stadt, wo eS abgeschrieben, ist bemerkt "'"). (Schluß folgt.) *) 'nb mfipar« npb i-nnn-Mwa .'131 KW ‘pH *e) Saba tai in seinem Sitte Jeschenim führt diese zwei Titel für zwei verschiedene Bücher an. Corr. ,***) man in nwa jran öki — sfr n'bp rjn it sna* ■nn-nan bis« trsnpstn ü-'bwu) .'iai bis« rtbifr» ramm *#oo) Dieses angef. Gkdichtchen befindet sich im zweiten Kap. des 'Nsrscltt.'-cli. Elias Levita in seinen Zusätzen zu Kimchi'S Wörterbuch erwähnt bei dem ged. Art. zwar des Buches , war aber über den Verf. schlecht berichtet. Corr. ““•) Bei dem Ex. des Hm. Luzzatto sind die Scholien arabisch — ob sein Codex datirt ist, weiß ich nicht, aus den arab. Scholien jedoch ist ein ziemliches Alter desselben zu entnehmen. Corr. Redakteur vr. L. Philippfon. — Verlag von Baumgärtners Buchhandlung. — Druck von I. B Hirschfel-