Literarisches und homiletisches Beiblatt
- Journal
- Literarisches und homiletisches Beiblatt
- Volume
- I (1838)
- Issue
- 30 (13.10.1838)
- Date
- 1838-10-13
- Page
- Seite 119 (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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1. Zahrgang. Sko. 30 homile Literarisches t i f che s Beiblatt. Leipzig, den 13. Ortober 1838. Archäologie. Ueb er Musik und Poesie der alten Hebräer von ®r. Joseph Levin Saalschütz. (Fortsetzung). Was nun das verschiedene Maaß der Verse in den Psalmen betrifft, so sagt Josephus, daß dasselbe fünfauch dreifüßig (unter Metrum versteht sowol er, als auch Hieronymus einzelne Versfüße) überhaupt verschiedenartig sei. Im Allgemeinen kann man, sagen, daß die dreifüßigen Verse am häufigsten sind *).-Durch das ganze Buch Hiob, in den Sprüchen, Klageliedern und in vielen Psalmen herrscht diese Versart vor: iiiFrT mgh« Ps. 111. v ndi' NI22 nin mipy ' 13t . nih'f tnrni' ^an ■jrf5' in^sT 2^E 13 p Oft treten aber auch vierfüßige Verse ein. Fünffüßige Verse finden sich seltener: •päii.aT nsb.nn ttf in Pf. 128. 3lü'l' VöNn ’iä' ^S3 jpp ^rpa ■’n^a iifisf 1.^.2 ‘rj'fim Von den sechsfüßigen Reihen haben wir bereits oben bemerkt, daß sie oft eigentlich als eine Zusammensetzung von zwei dreifüßigen erscheinen und durchweg einen Einschnitt *) Weswegen solche auch Philo vorzugsweise nennt. in der Mitte haben. Gleichwol haben wir bei 2 Mos. 15, 9. dreifüßkge Verse mit je zwei Einschnitten zu je zwei Füßen gefunden. Um so merkwürdiger ist es, noch eine dritte Art von sechsfüßigen Versen zu finden, die regelmäßig bei dem vierten Fuße eine Casur haben. Solche Verse findet man z. B. im Ps. 121 u. 126. Enäyn'y tfpVf l'firf 2^52 Ps. 126. "as 3'pinätn iriJSs baf nify "ü^.Ts'a tn nva&B Vnnf 2aJa trp isNif"aarnarp“nä; hilf 12W Jetzt ändert sich mit den Gedanken auch das Versmaaff, und in der Mitte zwischen je 2 zweifüßigen Versen, welche die Hoffnung des Saemannes und deren freudige Erfüllung aussprechcn, steht ein in zwei Halsten theilbarer sechsfüßiger Vers, der in veränderter Tonart den schweren, traurenden Gang des hoffnungslosen Saemannes ausdrückt: > 122 7 ssy,'pahir lalaT Na; “fita rn'72%5 Nia5 Man wird kaum die, schon künstlich zu nennende, chytymische Anlage dieses Psalms verkennen. Wir kommen nun noch auf dasjenige zurück, was von israelit. Forschern übe,r Silben und Gliederzahl gesagt worden ist, um ihre Beobachtungen und einige der von ihnen gegebenen Beispiele von unserm Standpunkte aus zu betrachten. R. Moses ben Chabib führt Spr. 10, 5. Ps. 146, 9.119, 146. als Beispiele gleicher Silbenzahl an. Es zeigt sich bald, daß es der Rhythmus ist, aus dem diese Gleichheit entstand. yäM '■ja .yfjäa ia& 1131373'■ja liLpa üfiä