Literarisches und homiletisches Beiblatt
- Journal
- Literarisches und homiletisches Beiblatt
- Volume
- I (1838)
- Issue
- 22 (11.8.1838)
- Date
- 1838-08-11
- Page
- Seite 88 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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88 Vorsehung, wozu er noch als besondern Beweis anführt, daß der Autor Hiob in keinem bekannten Lande leben läßt, sondern im Lande ywt daS er mit nsv verwandt erklärt. 2) Diesem beigegeben ist sein Commentar zu den Proverbien, den er vor dem Erstangeführten zu Rom verfertigte. Er entschuldigt das Umfassende seines Commentars, da er nur für Lern- und Wißbegierige, nicht für die leichtfertige Menge geschrieben habe. — 79) Die medizinischen Werke Almanzori's von R. Jsaac ben Schein tob, der genannt wird tuntnBp *»aaj dieses mNisn 'o ward schon oben angeführte 80) ^-,1371 Als Verfasser eines dabeistehenden Gedichts ist R. Elieser ben R. Jehuda angegeben. Wydmenstadius', dem die hiesige Manuscriptensammlung, wie wir am Ende zeigen werden, ihr Entstehen und größtentheils ihr Dasein verdankt, ließ dieses Manuscript von Moses ben Tobiah in Krakau verfertigen 5316. 81) Ein schlecht erhaltenes Exemplar der Gebete für das Neujahr, den Versöhnungstag und das Laübhüttenfest. — 82) Abhandlungen cnpis von Dt. Moses ben Nachman *). Dieses Werk behandelt in 26 Kapiteln mystisch-theosophischen Inhalts: 1) den Glauben und das Vertrauen; 2) die Namen Gottes, warum sie bald männlichen, bald weiblichen Geschlechts cmgewendet werden; 3) die Einheit Gottes; 4) Fortsezzung;' 5) das Gebet; 6) die göttlichen Visionen; 7) die Nahrung; 8) das Tischgebet; 9) die Wechselwirkung der irdischen und der Geisterwelt; 10) Erklärung der talmudischen Meinung über den Vers: «mn nisn nVi wiip isSipS; H) das Königshaus Davids; 12) den Grund, warum die Menschen manche Verhältnisse des Lebens so gleichgültig behandeln; 13) den Buchstaben jn, der in die Namen Abraham's und Sara's eingesetzt wurde; 14) die mystische Bedeutung dieses Buchstabens; 15) die drei Gaben, welche den drei Patriarchen zugetheilt wurden: ivn, nvr§, ins; 16) die Schöpfung; 17) die richtende Gewalt Gottes; 18) die Erscheinung am Dornbüsche; 19) die zehn Gebote; 20) den Engel Israels; 21) die Tephilin, den Sabbat, die Beschneidung; 22) die Erscheinung Gottes in der Wolke; 23) die Aufforderung Mosis., daß Gott ihm seine Eigenschaften offenbare; 24) die Geburt der 12 Söhne Jakobs; 25) über die Ordnung der Stämme beim Zuge; 26) Fortsetzung. — 2) rnxan von R. Menachem Recanati. 3) Sohar auf das 4te und 5te Buch Mosis bis Kap. 31. 4) ndsh iio, das dem König Salomo zugefchrieben wird. Es handelt von dem geheimen Grunde dev Lauberhütte, des Palmzweigs, und dann von der Kenntniß des göttlichen Thrones. — 83) Tabelle der Declination und Conjugation der hebräischen Nenn- und Redewörter von Johannes Caelestin. Man kennt es den Lettern leicht an, daß sie von keiner jüdischen Hand sind. 84) Lernardns de Gordon, lilia medicinae, vom Lateinischen ins Hebräische übersetzt von R. Jekutiel b. Schelomo in Narbonne 1387. — 85) Gebetbuch für Neujahr, Versöhnungstag und Lattbhüt- *) Dieser Codex nennt als Autor: R. MoseS ben Ajil (?) teufest, mit Bildern geziert, von denen eines wieder die Auferstehung Christi vorstellt. (Fortsetzung folgt.) Literarische Notizen. In Braunschweig erscheinen nächstens „Gedichte eines (jüdischen) Schriftsetzers, von Joseph Mendelssohn." Derselbe, mit glücklicher Naturanlage begabt, will den Ertrag, (der Subscriptions-Preis ist 1 Thlr.j, zur eigenen gründlichen wissenschaftlichen Ausbildung benutzen, um später noch Gediegeneres leisten zu>können. Der Subscriptionsbogen enthält einige Empfehlungen von F. K. v. Strombeck, Worosdar, vr. Köchy, Pastor Fink, und eine Probe, die viel verspricht. Wir wünschen von Herzen, daß auch die Glaubensgenossen des Herrn Mendelssohn seine Bemühungen bestens unterstützten, um so mehr, da derselbe nach einem edlen Ziele ringt. In Bezug. auf das in No. i4. des Beiblattes besprochene Rabbinen-Concilium sind uns folgende kleine Notizen zugekommen: „Der sehr gelehrte Fenyes Elek in feinem großen Werke über den gegenwärtigen Zustand Ungarns und seiner Nebenländer in statistischer und geographischer Hinsicht, Pesth bei Trattner1837, berichtet im 3ten Bande S. 27, bevor er die Beschreibung von Nagy-Ida schließt: „1650—ben. peding az Izraelitäk tartanak itt nevezetes szinatos, mellyre Europänalt minden tartomänyabol jelentek meg, de sikerestleniil ismet el oszlattok. (Im Jahre 1650 hielten die Israeliten hier eine merkwürdige Synode, zu welcher sie aus allen Ländern Europa's herbeikamen, sich aber ohne Erfolg wieder trennten)." Gleiches bemerkt Math. Bel in seinem Compend. Hungar. geogr. ad exemplar notit. Hungar. nov. historico - geogr. ed. 3. Posonii et Cassov. 1779, S. 222 und die neueste Schulgeographie (1836) für die Gymnasien. Ueber die schon mehrere Male angedeutete Schrift: Rieerob« economiclie sulle interdizioni imposte dalla legge civile agf Israelis , di Carlo Cattaneo, Giureconsulto, Milano 1836 — spricht sich die Gazzettä privilegiata di Milano folgendermaßen auS: „Man kennt das Schicksal der Israeliten während so vieler Jahrhunderte, und die Beschränkungen, die mcm ihnen bei allen Nationen auferlegt hat: gegenwärtig sind sie in einigen Staaten, und besonders in den unfrigen', den, andern Bürgern gleichgestellt — und dies ist ein wahrer Fortschritt. Der Rechtsgelehrte Karl Kattaneo hat sich in dem vorliegenden Memoire zur Ausgabe gemacht, den Nachrheil zu zeigen, welchen die Beschränkungen der Israeliten der Gesellschaft bringen, und besonders das Verbot, liegende Gründe zu besitzen. Er gibt die Geschichte des Zustandes der Israeliten bei.den verschiedenen Nationen, den Ursprung dieser Beschränkungen, und die ökonomischen Wirkungen, die daraus für den Handel, Ackerhau, die Bevölkerung und die öffentliche Moral der Israeliten resultiren. Der Verfasser ist ein fester Denker, und hat sich mit der Rechtskunde, der öffentlichen Oekonomie, wie sie auf die Wohlfahrt der Nationen angewendet wird, endlich mit der wahren Philosophie des bürgerlichen Rechts sehr vertraut gemacht: er entwickelt die wichtigsten Fragen des socialen Nutzens mit einer starken Logik, und verbindet mit seinen eigenen Gründen alle Hülfe der Geschichte und einer schönen und beredten Diktion." Redacteur: vr. L. Philippson. — Verlag von Baumgärtners Buchhandlung. — Druck von I» B. Hirschfeld.