Literarisches und homiletisches Beiblatt
- Journal
- Literarisches und homiletisches Beiblatt
- Volume
- I (1838)
- Issue
- 9 (7.4.1838)
- Date
- 1838-04-07
- Page
- Seite 33 (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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- Homer 1× ep/1025156
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I 2ahr<Mg- No. 9. Literarisches und homiletisches Beiblatt. Leipzig, den 7. April 1838. « Archäologie. lieber die Landrvirthschaft der Hebräer von Br. mcd. P. Philipps»». (Fortsetzung.) Anderer Hülsenfrüchte finden wir nicht in der Bibel erwähnt, wol aber deren viele im Talmud, wo sie unter dem Namen JVJipp im Allgemeinen begriffen werden. Nur ist die Auslegung wol sehr schwierig, und man kann über die -einzelnen Arten nur Vermuthungen aufstellen. Wir führen hier folgende an: 1) slLdt Man hatte deren zwei Arten., Kilajkm 3, 2: „Senf und kleine 'h sind Feldsaaten, große sind Gartenkräuter." Schebiit 2, 8: „Die großen 'n, wenn sie lockere Schoten angesetzt haben." Das „groß" und „klein" möchte nicht auf die Samen, sondern aus das Gewächs selbst zu beziehen sein, je mehr oder weniger dies in Kraut schießt. Daher wol das Wort auf unsere „Erbse" Pismn sativum zu beziehen ist, von der man weiß, welche verschiedene Varietäten davon Vorkommen, und wie namentlich die Felderbsen kleiner als die Gartenerbsen werden"). — Kaum bei irgend einem der alten Autoren kommt eine kenntliche Beschreibung der Erbsen vor und daher weiß man auch nicht, ob man das pisum der Römer und nlaog der Griechen auf unsere Erbsen beziehen soll. Interessant ist, daß Hypokrates (äe älaet. 2, 356) sie mit der egyptischen Bohne vergleicht und dieselbe Zusammenstellung im Talmud (Schebiit a. a. O.) statt findet. 2) (vielleicht aus oanqiov, Hülsenfruchk), die Kicher nach den Auslegern (Kilajim 1, 1: *v»2om Van), gr. Iqtßivd-og, Cicer arietinum L. Sie gehört zu den ältesten Nahrungsmitteln, steht beim Homer ebenfalls mit der *) (Kilajim 1, I), halte ich ebenfalls für die kleine Erbse und als daffelbe, was Bohne zusammen und ward thekls grün, theils auf Kohlen geröstet, mit Mandeln und Nüssen zum Wein genossen. In Südeuropa werden sie noch häufig, gebaut und zur Nahrung für Menschen und Vieh gebraucht. Sie ist wol dasselbe, was Jebam. 63, 1, welche Rab's kkantkppe ihm anstatt Linstn brachte, da es mehrere Variatäten davon noch giebt. 3) Für 1‘12'to, welches den Auslegern so viel Schwierigkeiten macht, möchte nichts anders als die Erve (Ervum ervilia L. Vicia ervilia 10) übrig bleiben, gr. oqoßog; denn sie wie Vuxtorf für Linsen zu halten, will nicht übereinstiwmen. Maimon erklärt diese Hülsenfrucht für weiß, rundlich und hart, und daß sie medizinisch, gebraucht würde, Bartenora nennt sie arabisch „Gilban." Kilajim 1, 1 steht sie mit fipiiv zusammen, welches wir für die kl. Erbse halten; Pea 6, 7 („wenn die Körner auch dem Tofach gleichen") wollen einige verkümmertes Getraide übersetzen, was durchaus keinen Sinn gibt. Machschirin (c. ult. in Tosefot) von zermalmten (o**i3) Bohnen und Tofach die Rede. Die Erwe, welche wild auf unfern Linsenfeldern verkommt, wurde bei den Men nicht nur für Menschen gebraucht, sondern auch vorzüglich zum Viehfutter, doch mußtet sie, ihrer nachtheiligen Wirkungen wegen vorher eingeweicht werden, vielleicht auch zermalmt, und mästete alsdann sehr gut. Als Medikament war sie sehr geschätzt und stellte Kaiser Augustus von einer Krankheit her. 4) Wicken, von denen es'eine Menge Arten gibt, von welchen die gebräuchlichste die Vitia sativa; die Römer nannten sie xabulatis,. denn sie gibt ein sehr kräftiges Viehfutter (Maaseischeni c.. 2, 4. Beraeh. 32, 1), ward aber auch, wie aus den angeführten Stellen erhellt, als Mehl mit anderm verbacken. - An einer andern Stelle wird sie genannt (Bechor. 37, 2). (Fortsetzung folgt.) Homiletik. Neueste homiletische Schriften. (Fortsetzung.) Alles Ceremoniale ist dieSymbolik oder Plastik der Gottesverehrung. In dem Zeitalter der kindlichen Er«