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Literarisches und homiletisches Beiblatt · 1838-11-03 · 32 (3.11.1838) · p. Seite 130

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Journal
Literarisches und homiletisches Beiblatt
Volume
I (1838)
Issue
32 (3.11.1838)
Date
1838-11-03
Page
Seite 130 (sequence 4)
Language
German
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130 Ueberall ist er der erhabene Liebling, das Ebenbild Gottes, der in der Mitte steht zwischen ihm und allen Reichen seiner Natur (1 Mos. 1, 26.), anbetend vor ihm, herrschend über sie! — So hoch stellt die heilige Poesie der Hebräer den Menschen hin vor den Thron des Allmächtigen, in so reinen Gesängen lässet sie ihn aussprechen, was sein volles Herz bewegt. — Möchte er stets seines göttlichen Ursprunges, seines ewigen Vorbildes eingedenk sein, möchte er nie die Aufgabe vergessen, hie ihm geworden, das Aiel, das ihn erwartet! Literarische Correspondenz. München, 15. Mai. Bibliographische Notizen über die hebräischen Manuskripte der königlichen Bibliothek zu München, von Lilie nthal. (Fortsetzung.) 210) Die Vorrede zu Seder Seraim von Marmonides. 2) Deffen Connuentar zu Pirke Aboth. 3) von R. Serachjah halevi Antoli. Wolf führt unter diesem Titel einen Commentar dieses Autors in die decem praedicamenta des Aristoteles an; hier ist unter diesem Titel sein Commentar in den Moreh des Maimonides angeführt. 4) nTöa von R. Kalonymus einem Schüler des MaimonideS, Abhandlungen, in welchen er den Maimonides gegen seine Feinde vertheidigt; 5) Commentar in das hohe Lied von R. Schemariah ben Elias. 6) Ein Brief desselben, Autors über das Dasein Gottes. 7) Ein Brief über die Wichtigkeit des Kadisch. 8) Einige Erzählungen über Alexander. 9) Ein Brief eines gewissen Jakob aus Venedig an einen seinen frühcrn Glaubensgenossen aufsässigen getauften Juden. 10) NlLriN 'ö von R. Chasdai halevi. 11) T2ia ibN des Aristoteles 12) Brief desselben an Alexander; 13) Correspondenz zwischen Alexander dem. Großen und feiner Mutter vör seinem Tode; sein erfolgter Tod; Aussprüche verschiedener Weisen an seinem Grabe. 14) Brief deS R. Hai Gaon an die sittenlosen jüdischen Priester in Afrika, worin er ihnen ihre verschiedenen Laster vorzählt, und sie ihrer Priesterwürde verlustig erklärt, falls sie bei denselben beharren. 15) Verschiedene kurze Vorschriften über die Ehescheidung. 16) Fragmente über Moral von verschiedenen Personen. — 211) Gesänge über die Schönheit und Veränderungen in der Natur in lOAbschnitten 1) Lobrede dessen, dem daö Gedicht gewidmet ist; 2) über den Wechsel der Jahreszeiten; 3) über das Plätschern der Gewässer, daS Murmeln der Quellen und den Gesang der Vögtt; 4) über die Dürre; 5) die Länge der Nächte; 6) über das trauliche, gesellschaftliche Leben; 7) über die Freuden der Jugend und die Ehrbarkeit des GreisenalterS; 8) über die Nichtigkeit der Welt und ihre sinnlichen Freuden, und über den Tod und die Zukunft nach dem Grabe; 9—10) man müsse durch die Poesie sich erheben über daS leere, nichtige und materielle Treiben der Welt. Der Verfasser ist nach folgendem Titel MoseS ben Jacob: apr^ m nwa aab TbiT ^öN bau) Tb*1 nrn apIv ra>a tu) ‘"iüi&o NTN ■OTi ■’oavn -tön uts apT> öNb tsna öisn ba ta bain “>baa maab ‘piaa*» T‘’Na ban b&Na ba itin tön aaiN pi3> ^b m TNa isa Tiört bs> urara Töa aöna -n 212) Ein altes korruptes Exemplar des Pentateuch, vorn defect. — 213) niüair '0 des Maimonides. Er zählt vorerst die 613 Gesetze nach der Reihe auf, worauf dieselben dann commentirt werden. Moses ben Tibbon hörte von diesem arabischen Manuscripte dieses Autors, deffen Werke er doch fast alle übersetzt hatte. Durch einen Gelehrten, der nach Egypten reiste, ließ er den angesehenen Enkel des Maimonides ersuchen, ihm eine solche Handschrift, die als Einleitung in sein Jad hachsaka dient zu übersenden. Als er es endlich erhielt, erfuhr er, daß R. Abraham Chasdai halevi es schon übersetzt hätte. Da ertrotz der Meisterschaft, die Moses Tibbon dem Uebersetzer zuerkennt, Fehler und Auslassungen entdeckt, übersetzte er es wiederholt, und ergänzte und verbesserte aus der ihm zugekommenen Handschrift. Der arabische Text befindet sich nach Wolf handschriftlich unter deS Pocok'S Codicibus in der Bodlejanifchen Bibliothek. — (Fortsetzung folgt.) Redacteur: vr. L. Philippson. — Verlag von Baumgärtners Buchhandlung. — Druck von I. B. Hirfchfeld.

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