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Literarisches und homiletisches Beiblatt · 1838-12-01 · 34 (1.12.1838) · p. Seite 158

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Journal
Literarisches und homiletisches Beiblatt
Volume
I (1838)
Issue
34 (1.12.1838)
Date
1838-12-01
Page
Seite 158 (sequence 4)
Language
German
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158 \ der nach ebendemselben noch eine jüdische Grammatik geschrieben haben soll, so entspricht der Inhalt deS vorliegenden Manuscripleö nicht ganz demjenigen, das Wolf als Eigenthum Oppenheimers anführt. Letzteres nämlich soll nach seiner Angabe alle im jerusalemschen und babylonschen Talmud vorkommenden geschichtlichen Erzählungen 'umfassen, allein die hiesige Handschrift behandelt: i) Eine rabbinische Erklärung des Halläl. — 2) ivpport 's: in dem die rabbinische Nachricht bearbeitet ist, daß R. Jose ben Mesch ullam und R. Simon den MenaSja ein Drittheil des TageS auf daS Gebet, das zweite Drittheil auf Has Studium des Gesetzes, und das dritte Theil auf den bürgerlichen Verkehr und Erwerb, verwendeten. 3) 'l V, seine Dta geln zur Auflösung talmudischer Probleme. 4) Beschreibung der Mischung des Weihrauchs, der im Tempel geräuchert wurde. 5) Eine Abhandlung von den Ereignissen zur Zeit der Ankunft des Messias. 6) Die bekannte Anekdote des Königs Salomo mit ASmodai. 7) Eine Abhandlung über die.Hymne Mosiö nach dem Uebergange über'S rothe Meer. 8) Eine kurze Beschreibung von Salomon'S Throne. 9) Abhandlung über den talmudischen Spruch: tJ 1172 5t ^222272. 10) lieber die Bildung des KindeS nach der Empfängniß. 11) Eine kabbalistische Erzählung von dem Propheten EliaS. 12) Vergleich zwischen dem Menschen und der Welt, daher Mikrokosmus. 13) Chiram König von Tyrus. 14) Erzählungen vom König David und von verschiedenen Ereignissen unter seiner Regierung. 15) Abhandlung über den Ausspruch des R. Jose: P222N rra •'iinx bbsri72rt bs y-Ii1-) ^Ipi. 16) WaS alles ein gottcSfürchtigcs, religiös-verdienstliches Werk heiße. 16) Erklärungen des spip. 17) ■jna 'in ms». 223) Commentar in die Proverbien von R. MoseS ben R. Joseph Zenichi, grammatikalischen und exegetischen Inhalts. Der Codex gehörte den Brüdern Abraham und Nathan, Söhne R. Jechiels. — 224) ■'srp'rn ein Commentar in den Pentateuch, gesetzlichen und mystischen Inhalts von ChiSkiah ben Menoach. Ein schön auf Pergament geschriebener Codex. — 225) 'd, Geometrie in 11 Kapiteln, dann Algebra in 3 Kapiteln von Abu Bamelis, mit Citationen aus Mahomar Abuazasmi. 2) Mathematik von Abu Bauzel. 3) Arithmetik von Abu Ma lmel. — 226) Commentar deS Ebn RoSchd in die Metaphysik deS Aristoteles. Vorn fehlen einige Blätter. — 227) Commentar deS Rabenu Chananel auf den Tractat Pesachim. — 228) Die Fortsetzung des obenangcführten CodiciS physiognomischen und chiromantischen Inhalts. 1) Eine Abhandlung über den Nutzen der verschiedenen Amulete gegen Krankheiten und andre Uebel, und über die Erforschung der menschlichen Schicksale und der Lebensdauer aus den Linien der Stirne und der Hände, mit gar wunderbar gezeichneten und beschriebenen Menschenhänden, Gesichtern und andern Gestalten. 2) Astrologische Berechnungen aus dem Gang der Gestirne, und dem Stand der Planeten und größerer Himmelskörper insbesondre. — 3) rnbltt 'D des Aben Esra, von dem wahrscheinlich auch die vorhergenannten sind, in dem die Zukunft durch Ziehung von Loosen angegeben und erkannt werden soll, von denen,eine Unzahl verschiedensten Inhalts angegeben ist. — 4) ftglälft nYTlÖ von Ali ben Rezan. Eine Erklärung deS GalenuS, mit Beifügung mancher Charlatanerien. 5) ütllN nbl2‘D von R. Jehuda ben Samuel Halevi, eine mystische Abhandlung über dasTetragramaton, und die verschiedenen Wirkungen desselben in der kabbalistischen Therapeutik. 6) rnVttö 'ö, Vorschriften zur Anwendung verschiedener Arzneien und Hausmittel und zur Verfertigung mannigfacher Amulete zum Schutz gegen Krankheit und andre Gefahren. 7) mmp21 'o des Aben ESra. Die Kunst, durch Punctiren und verschiedene Richtungen der Punkte die Zukunft erforschen zu können, jvoü der wunderlichsten Zeichen und Figuren. 8) mbtEH tPSSiS'n nbi?B astrologische Bemerkungen und Berechnungen. — 229) Mid rach Rabbah auf daS Klagelied JeremiaS und auf daS fünfte Buch MosiS vom Jahre 5055 (1295). — 230) rnmb löö von R. Joseph ben Jsaac ben Moses ben Vacar, ein Calenderbuch, mit Bemerkungen, über die Bewegung der Planeten. — 231) 1YIS-P J)öK dtlpd msiBI '0. Eine medicinische Schrift, derew Einleitung besonders interessant ist. Der Ursprung aller Medicin ist nach derselben von dem ersten Opfer, daS Noah auf dem Gebirge Ararat nach der Sündfluth darbrachte, herzuschreiben. Bei demselben erhielt Noah von dem an seiner Dankbarkeit sich ergötzendem Engelchore unter Anführung des Erzengels Raphael das Buch der Heilkunde, welches er seinem Sohne Schem überlieferte, in dessen Schulen cS einige Zeit verweilte. Späterhin übernahmen die Gelehrten verschiedener Völker die verschiedenen in diesem Buche vorgezeichneten Funktionen, die zur Medicin gehören. Die Weisen der Hindu'S wurden Botaniker, und verlegten sich auf'S Sammeln der verschiedenen Kräuter, und legten die ihnen durch dieses Sammeln gewordene Wissenschaft in der Naturkunde in den aramäischen Schriften nieder; die Weisen Makedoniens übten die Heilkunde als praktische Aerzte auS, und die Weisen Egyptens fingen an ihre geheimen magischen Künste, ihre Chiromantie und Astrologie immer mehr zu ergründen und zu vervollkommnen, und studirten den Midrasch der Chaldäer von p 115t ‘palüSp. Späterhin vereinigten sich die Weisen der drei Nationen/ um ihren medicinischen Studien die Krone der Vollendung aufzusetzen. Sie traten zusammen eine Wanderung inö östliche Asien an, in jene glückliche Gegend, in welcher das Paradies zum Baume der Erkenntniß den Baum des Lebens paarte. Von diesem wollten sie pflücken, um dann der Menschheit für immer und ewig geholfen zu haben. Allein in die Nähe deS Baumes gelangt, vertilgte sie alle, sammt und sonders, das sich umwälzende Feuerschwerdt, und so war die Medicin auf 620 Jahre völlig vernichtet und untergegangen, bis sie unter dem Könige ArtaxerxeS mit Galenus, HippokrateS und Discardius einer neuen Blüthenzeit entgegenging. — DaS Werk behandelt ausführlich die verschiedenen körperlichen Krankheiten und ihre Heilung. — (Fortsetzung folgt.) Redakteur: vr. L. Philippfon. — Verlag von Baumgartners Buchhandlung. Druck von I. B. Hirschfeld«

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