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Bar Kochba · 1929-05-01 · Mai 1929 · p. Seite 149

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Bar Kochba
Volume
1929
Issue
Mai 1929
Date
1929-05-01
Page
Seite 149 (sequence 9)
Language
German
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149 und abends nach Geschäftsschluß zum Sommertraininff! stand und etwa noch einem kleinen Kreis älterer zionistischer Mitglieder eine Mitgliedschaft gegenüberstand, die nicht zionistisch war und die auch bestimmt nicht aus zionistischen Gründen Mitglied geworden war. Es rächte sich nun, daß in früheren Zeiten verabsäumt worden war, neben der körperlichen Erziehung auch auf die geistige Einstellung der Mitglieder zu zionistischen Fragen zu achten. Nach außen hin blieb zwar alles beim Alten, und der große Vorwurf, den man den damaligen Führern der Vereine machen muß, war der, daß sie diese vollkommen veränderte Lage der MakkabiA 'ereine nicht rechtzeitig erkannten und ihr nicht Rechnung trugen oder auch vielleicht nicht tragen konnten. Die Lage hatte sich von Grund auf geändert: Zionismus war nicht mehr Voraussetzung sondern Ziel. Und hier begann eine weitere Schwierigkeit: Der beste Teil der jüdisch-zionistischen Jugend, und die, die wirklich fähig gewesen wären, diese erzieherische Aufgabe zu lösen, waren nicht im Makkabi. Sie wurden angezogen von der Jugendbewegung, vom Blau-Weiß oder vom K. J. V. Die Leiter der Bar; kochba-Vereine waren keine „Führer" in dem Sinne, wie sie die Jugendbewegung zur Verfügung hatte, und wie sie für eine wirkliche großzügige zionistische Erziehungsarbeit nötig gewesen wären. Fs waren meistens Leute, die den technischen Betrieb des Vereins gut beherrschten und 3ie bestenfalls eine erzieherische Wirkung in zionistischem Sinne nur in einem kleinen Kreis weniger, ihnen nahestehender Menschen hatten. Hinzu kam noch, daß das Hauptinteresse der Z. V. f. D. damals — aus leicht begreiflichen Gründen — der viel aktiveren Jugendbewegung galt. So mußte denn im Makkabi mit durchaus unzureichenden Kräften der Versuch gemacht werden, aus einem ,, i endenz-Verein" einen „Erziehungsbund'' zu machen, und daß dieser Versuch nicht scheiterte ist keinesfalls das Verdienst der Zionistischen Organisation oder der zionistischen Oeffcntlichkeit; im Makkabi mußte erst eine neue Generalion heranwachsen, geschult im technischen Betrieb des Vereins, befähigt im Sport Lehrer und Trainer zu sein und von dem Willen beseelt, zionistische Erziehungsarbeit zu leisten. Diese Entwicklung ist noch nicht abgeschlossen, es wird an der zionistischen Oeffentlichkeit liegen, wie schnell oder langsam sie weiter fortschreitet. Es würde hier zu weit führen, auf die Schwierigkeiten einzugehen, die gerade ein Sportverein zu überwinden hat, wenn er wirklich fruchtbringende Erziehungsarbeit leisten will; wenn der Verfasser jenes Artikels z. B. erwähnt, daß der Berliner Barkochba trotz eines Budgets von ca. Mk. 30 000. (die Richtigkeit dieser Zahl kann ich nicht nachprüfen) keinen Pfennig für Erziehungsarbeit in dieses Budget einsetzt, so möchte ich darauf hinweisen, daß die meisten Barkochba-Vereine selbst den Verpflichtungen, die sich aus dem technischen- und Sportbetrieb ergeben, kaum nachkommen können. Sollte der Verfasser (warum deckt er seinen Artikel eigentlich nicht mit seinem Namen?) aber mit diesem Vorwurf den Deutschen Makkabi-Kreis gemeint haben, dann ist er wohl falsch unterrichtet. Ich glaube, daß das Präsidium dieses Kreises in den letzten Jahren gute Arbeit geleistet und die ihm zur Verfügung stehenden Gelder bestimmt nur für Erziehungsarbeit in den Vereinen verwendet hat. Wir brauchen Kritik — leider hat sie uns jahrelang gerehlt und wurde durch Uninteressierlheit ersetzt — aber eine Kritik, die Verständnis hat für die Besonderheit unserer doppelten Aufgabe; wir brauchen kein Wohlwollen, sondern Anhänger und Freunde. Auch IIHIIUIIMIimi iiilliiMimiliMiiillmiiniiiniiiliiHliüin I^^^^^Wflfflflfflfffflflflf Erstes Spezial- Geschäft für (hartenu. Rasenspiele (Kroquet, Boccia) Schülerpulte ■ Globen Botanisches und Entomologisches Rüstzeug. Jugendschriften Lehrmittel- und Spielwarenhaus Hermann Barbier / Kirchnerstrafje 4 Telefon Amt HANSA 25 25 IIIIHIIIIIIIIHI iliiii llllllllllllllIHllinilllllllllnIlHllliimiiitiiilllllllllllllini für uns, die wir schon lange in der Makkabi-Bewegung stehen, ist Zionismus das Primäre — sonst wären w ii nicht in Barkochba sondern in irgendeinem anderen Sportverein. Auch wir glauben, zionistische Arbeit zu leisten. Auch wir brauchen Kritik. Aber eine Kritik, deren Voraussetzung nicht Sachkenntnis und deren Ziel nicht \ erbesserung unserer Arbeit ist, kann uns nichts nützen, sonderri nur schaden. Und wer uns schadet, der schadet auch dem Zionismus; das sollte auch der „Brith-Trumpeldor" wissen. Franz Ehrmann. 0<».........iiiiiiiniiiiiiiiii jjj^ Der Genuß eines guten Mineralwassers ist für jeden Menschen und ganz besonders für den Sportsniann von unschätsbaremWerte. Sportliche Höchstleistungen können nur von einem gesunden Körper erzielt werden. Der Altbekannte natürliche pfäxssia SprudeC ist hierzu das beste Unkrstübungsmittel. Kr bietet seine wertvollen, für den Aufbau des Körpers, sowohl wie zui Gesunderhaltung des Blutes notwendigen Bestandteile dem Konsumenten in einer überaus glücklichen Zusammensefeung dar; ^eine belebende, erfrischende Wirkung ist unübertroffen. Hassia-Sprudel ist dem Gesunden ein treuer Freund, dem Kranken ein freundlicher Wohltäter Hauptniederlaye: Wilh. Jansen, Frankfurt a. M. Kleine Eschenheimerstrafje 46 Tel. Römer 2854 Außerdem erhältlich in allen Verkaufsstellen der Firmen: tatscha Schade»Füllsrabe Fröhling Konsumverein 1 Hassia-Sprudel Fritz Hinkel 1 VILBEL, bei Frankfurt a.M. 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