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Bar Kochba · 1929-05-01 · Mai 1929 · p. Seite 148

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Bar Kochba
Volume
1929
Issue
Mai 1929
Date
1929-05-01
Page
Seite 148 (sequence 8)
Language
German
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148 endet. Unsere Spieler umarmen sich. Gratulationen von allen Seiten. Die Mannschaften treten zusammen und der Silberpokal wird uns als erster Preis überreicht. Das nachfolgende Spiel Köln-Remscheid um den 3. Platz gewinnt Köln 2:1. Müde, aber bester Stimmung, treffen wir uns nach dem Abendbrot bei Turnbruder Servus. Während die Sektkorken knallen hat sich unser Begleiter Erwin Grünewald über unseren Sieg noch nicht beruhigt, denn er hatte viel nachzuholen. 2 Tage konnte er vor Aufregung nichts essen und jetzt verzehrt er in 2stündiger Arbeit 6 Kotletts. Wir ziehen zum Bahnhof, Abschiedsrufe, wehmütige Gesichter der Trennung. Köln ist bald erreicht, wir bewundern diese rheinische Großstadt. Ausstellung, Rheinufer und Dom sind beleuchtet. Kölner Turnbrüder begleiten uns und bleiben bis Abgang unseres Zuges. Man bereitet sich im Coupe wieder für die Nacht vor, um dieses Mal wirklieh zu schlafen. Aber es bleibt nur beim Willen. Katz, der für seine Leute immer gut gesorgt hatte, bringt auch jetzt eine nette ^Unterhaltung, und Warschawsky ist der Leidtragende. Alles geht vorbei. Um 8 Uhr fahren wir im Heimatbahnhof ein, noch eine Aufnahme und mit hedad gehen wir auseinander. M i c h e 1. Brith-Trumpeldor und Makkabi Im ,,Hed-Bethar", dem Organ des „Brith-Trumpeldor", erschien vor Kurzem ein Artikel unter der Ueberschrift: „Was geht im Makkabi vor?". Ich will, wenn ich hier auf diesen Artikel eingehe, keinesfalls der Leitung des Berliner Barkoehba vorgreifen, die — soweit die Angriffe dieses Artikels sie betreffen — wohl selbst antworten wird, aber auch ich muß dazu Stellung nehmen, soweit die Makkabi-Bewegung allgemein — und somit auch der Frankfurter Barkoehba — angegriffen wird. Dem Inhalt des Artikels nach kann der Verfasser dem Makkabi, oder doch zum mindesten dem Berliner Barkoehba nicht sehr fernstehen, und um so mehr wundert es mich, daß er die Lage und die Entwicklung des Makkabi in Deutschland so falsch sieht. Die heutige Lage des Makkabi ist nur aus seiner Entwicklung heraus zu verstehen und diese — oder vielmehr die Entwicklung der meisten Barkoehba-Vereine in Deutschland — war in kurzen Zügen etwa folgende: Der Makkabi entstand auf dem Basler Kongreß aus dem Gedanken heraus, die körperliche Ertüchtigung der Juden, die zu jener Zeit sehr vernachlässigt war, zu fordern; Nordau sprach damals von dem „Muskeljuden", den man schaffen müsse. Das Primäre war also damals die rein körperliche Erziehung, der Zionismus selbstverständliche Voraussetzung. Es war also klar, daß die damaligen Mitglieder der jüdischen Turnerschaft sich fast ausschließlich aus Zionistcn zusammen setzten und daß schon aus diesem Grunde innerhalb der einzelnen Vereine kein besonderer Wert auf Erziehung zum Zionismus gelegt wurde. Wer in den Anfangsstadien der Barkochba-Vereinc Mitglied wurde, der war eben schon Zionist, sonst wäre er bestimmt nicht eingetreten. Dieser Zustand dauerte etwa bis zum Beginn des Krieges. Nach dem Kriege erlebte der Sport einen ungeheuren Aufschwung, und auch die jüdischen Kreise, die bis dahin dem Sport oder dem Turnen indifferent wenn nicht gar ablehnend gegenüber gestanden hatten, wurden von diesem Aufschwung erfaßt; aus Bequemlichkeit- oder auch ,,Risches"-Gründen traten viele den bereits bestehenden jüdischen Turnvereinen bei, sodaß diese binnen Kurzem eine weit größere Mitgliederzahl hatten als vor dem Kriege. Hierdurch entstand der merkwürdige Zustand, daß einem zionistischen VorjifhiifctoX, Allianz und Stuttgarter Verein Versicherungs-Aktien - Gesellschaft Aktiva.......über 215000000 RM Bayerische Versicherungsbank Aktiengesellschaft, München Badische Pferdeversicherungsanstalt o.-6. in Karlsruhe i. Baden Globus Vorsicherungs-Aktien-Gesellschaft in Hamburg Hermes KreditversicherungsbanK Aktiengesellschaft in Berlin Kraft Versich.-A.-G. des Automobilklubs v. Deutschland in Berlin Union Allgemeine Deutsche Hagel-Versicherungs-Ges. in Weimar Allianz und Stuttgarter Lebensversicnerungsbank Aktiengesellschaft Gesamtversicherungssumme über 1,8 Milliarden RM Deutscher Phönix und Providentia in Frankfurt-M. Zweigniederlassung dar Allianz und Stuttgarter Verein Versicher ungs-Aktien -Gesell Schaft Frankfurt a. M., Taunusanlage 20 Telefon Maingau 70361 Besucht das iiiiiiiiiiiiiiiiyiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiii^ Kronen-Cafe ZEIL 114 IM HAUSE BAMBERGER & HERTZ oo« TIMBUKTU-BAR RATHENAUPLATZ 4-6 (vorm. Hotel Schwan) Angenehmer Aufenthalt vor und nach dem Theater. Warme u. kalte Küche Gepflegte Weine Bar-Getränke KÜNSTLER- UND TANZ-KAPELLE Tischbestellungen Hansa 1637 Geöffnet ab 8 Uhr abends HAMBITZER-CASINO am Eschenheimer Turm l Stiftstraße 39 Tel. Hansa 6498

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