Bar Kochba
- Journal
- Bar Kochba
- Volume
- 1929
- Issue
- Mai 1929
- Date
- 1929-05-01
- Page
- Seite 142 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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142 einen Ecke stieg eine Skatpartie — in der anderen das Lathen über faule Witze. Eine dritte Ecke dieses schönen „Kreises" wandte sich leiblichen Genüssen zu. Auf den Bahnsteigen wurden unter den Klängen eines Grammophons Bewegungs- und Verdauungsübungen gemacht — alles war in bester Stimmung. So durchfuhr man Mainz—Bingen Koblenz—Bonn. Von der in Nacht gehüllten Rheinlandschaft sah man nicht viel. Dagegen hielt der Berichterstatter einige Vorträge über die bekanntesten Orte des Rheines. Als Honorar nahm er nur Naturalien! - - Ein kurzer Aufenthalt in Köln diente zur Erfrischung: sehlechter Kaffee sollte ermuntern - einige suchten sogar im Anblick des Kölner Domes eine Stärkung ihrer schwindenden Kräfte. Endlich kam man gegen 9 Ehr in Oberhausen an. Die schwierige Quartierfrage wurde glänzend gelöst — alle Einzelwünsche befriedigt. Ein kurzer Stadtbummel zeigte uns die großzügigen Bauten und Geschäftshäuser — dann ging man auseinander, um sieh für das am Nachmittag sattündende 1. Spiel noch etwas auszuruhen. Um den Pokal herum: Die Teilnehmer des Turniers waren: der gasti;ebende Bar Kochba Oberhausen, Bar Kochba Remscheid, B. K. Köln, dem der Ruf als spielstärkste Mannschaft vorausging, und als vierte Mannschaft Bar Kochba Frankfurt. Spielplatz für Pfingstsonntag war das schöne Stadion, mit dem für die Gegend charakteristischen Gasometer im Hintergrunde — er soll mit 110 m der größte Europas sein. Für die Spiele des Pfingstmontags war ein Sportplatz inmitten der Stadt auserwählt. Eine heftig umstrittene Auslosung brachte die Paarung: Köln—Frankfurt, Remscheid—Oberhausen. Mittags "um 3 Uhr begann das erste Spiel des Turniers. Freusburg-Bekanntschaften wurden erneuert. \I>lt nur eine Frage beherrschte uns Frankfurter alle: wie wird unsere unausgerüstete Mannschaft gegen den bekannt guten Gegner abschneiden. Die ersten Minuten konnten einem bange machen. Köln hatte mit dem starken Winde gewählt und schuf sogleich brenzliche Situationen. Und dann kam da s Spiel der Frank l in ier. Alles staunte — und am meisten wir Frankfurter. Es ging wie am Schnürchen. Da spielten elf B. Ker als eine Mannschaft, eine Einheit. Flink, schnell, technisch dem Gegner schon überlegen. Das Ergebnis war ein hoher Sieg 8:0 (2:0). Ich hatte eine Niederlage „prophezeit", ein Sieg kam heraus — ich war platt - begeistert — und dann konnte jeder von mir hören: ja, süddeutsche Klasse! Wir waren auf einmal heißer Favorit des Turniers. — Die körperlieh kräftige Mannschaft Oberhausen gewann gegen Remscheid 10:2 ohne viel zu zeigen — der Gegner war zu schwach. Durch diesen Ausgang waren die Spiele des 2. Tages festgelegt. Die beiden Sieger trafen sich im Entscheidungsspiel um den Pokal. Die beiden Unterlegenen trafen sich in einem „Trostspiel". Am Abend hatte Oberhausen eine Begrüßungsfeier im Centralhotel arrangiert. Alles traf sich dort. Hans Baum, der Leiter des B. K. Oberhausen und rührige Organisator des Turniers, begrüßte die anwesenden B. K.-Vereine, worauf Köln, Remscheid und Frankfurt sich für die Einladung und die nicht zu überbietende Gastfreundschaft herzlich bedankten. Mit einem Hedad auf den gastgebenden Verein ging man zum g emütlichen Teil über. Tanz und Unterhaltung wechselten ab. Unser Michel markierte in gewandter Art den Conferencier — Gratmann-Köln zeigte sich als ein großer Sänger. Wir Frankfurter wollten wieder einmal schlafen — dazu hatten wir am anderen Tage „viel vor". Wir gaben noch unser Kampflied zum Besten, um dann zu verschwinden. Der Montagmorgen galt dem Einzelnen, jeder konnte tun, was er wollte. Die Körperpflege für Jedermann besonders für Sporttreibende ist unvollkommen ohne die Anwendung des jahrelang erprobten Massägemitfeis; EMBROCATION ALÖFRA Kräftigt, erfrischt und verleiht Spannkraft 1 '/> Fl. 2.—. 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