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Bar Kochba · 1929-02-01 · Februar 1929 · p. Seite 107

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Bar Kochba
Volume
1929
Issue
Februar 1929
Date
1929-02-01
Page
Seite 107 (sequence 3)
Language
German
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107 daß die Leichtathletik verhältnismäßig günstig dran ist, denn schwere, ja lebensgefährliche Verletzungen gehören zu den Seltenheiten. Auch der Boxsport erfordert nur außerordentlich wenig Todesopfer, was den unkundigen Beobachter immer wieder wundert, da er nicht weiß, daß die relativ große Oberfläche der behandschuhten Hand fast niemals ein lebenswichtiges Organ zu verletzten vermag. Hinzu kommt, daß ja der Schlag fast nie so erfolgt, daß der Gegner ganz ungedeckt wäre oder überhaupt nicht mit der Möglichkeit eines Treffers rechnete. Auch bei den Leichtathleten kommen Verletzungen verschiedener Art vor: jeder der Sport treibt, läuft, kugelstößt, Handball spielt, springt, crhidet häufig Schürfungen an der Hand, den Beinen, im Gesicht, die meist bald wieder abheilen. In diesen Fällen, wo immer mit einer Infektion gerechnet werden muß, ist die Behandlung sehr einfach : Jeder Sportler sollte sie kennen! Man bringt mit einem Pinsel oder Tupfer etwas Jod auf die Wunde, bedeckt sie mit Verbandgaze, im Notfall genügt ein frisch gebügeltes, sauberes Taschentuch, und klebt etwas Heftpflaster auf. Heutzutage befindet sich fast auf allen Sportplätzen oder in der Nähe ein Verbandskasten, sodaß jeder sich leicht selbst behandeln kann. Vollkommen verkehrt istes, dieWunde mit irgend einer Flüssigkeit auszuwaschen, da hierdurch die Eitererreger nur tiefer in das Gewebe hineinmassiert werden. Sollte die weitere Umgebung der Wunde etwa stark verschmutzt sein, so kann man d'ese Partie vorsichtig mit einer desinfizierenden Flüssigkeit, etwa Wasserstoffsuneroxyd, abwaschen oder noch besser, diese darauf träufeln. Der entstehende Schaum wirkt günstig. X Tf t^^^UCH~SlELBST 1NU I / I UND DEM K.K. L durch Absch'uss von Versicherungen hei der Versicherung<sabt des Keren Kajemeth / Generalaöentur der Phönix ALFRED ADLER / FRANKFURT AM MAIN Telefon: Zeppelin 54461 — Reuterweg 71 Handelt es sich um eine tiefere oder stark verschmutzte Wunde, so ist die erste Behandlung die gleiche, jedoch muß in solchen Fällen ein Arzt aufaufgesucht werden, der dann evtl. eine Einspritzung gegen Wundstarrkrampf vornimmt. Betrachten wir nun die einzelnen Arten des leichtathletischon Snorts: Jede von ihnen disnoniert zu besonderen Verletzungen. Beim Laufen ereignen sich häufig die sogenannten Muskelrisse. Ich sage sogenannten, denn echte Muskelrisse kommen nur vereinzelt vor. Zumeist handelt es sich um eine Zerrung, oder es sind nur einzelne Fasern d°s Muskels gerissen. Oefters auch tritt ein Kramnf des Muskels auf, hervorgerufen durch eine plötzliche Kontraktion d^s Muskels. Merkwürdigerweise werden hiervon aber nicht die Neulinge und Anfänger befallen, sondern gerade Leute, deren Muskeln sich infolge intensiven Trainings in einem besonderen Zustand blitzartiger Kontraktionsbereitschaft befinden. Doch der den ein solches Ereignis mitten im Lauf betroffen, weiß, daß es selbst mit der größten WilVnsanstrenp-ung ranz unmöglich ist, weiterzulaufen. Diese Verletzungen gehören zu den unangenehmsten, da sie dazu neigen, dauernd wiederzukehren. Sie können Betten-Fabrik Amendt Schlafzimmer Bettwäsche Dekorationen BleidenstraßelO / Gegründet 1854 einem Menschen die Lust an einer Sportart häufig vollständig verleiden. Abhilfe ist nur durch wochenlange Ruhe, verbunden mit warmen Bädern, möglich; Massage aber schädlich, da alles davon abhängt, den Muskel ausgiebig zur Erschlaffung zu bringen. — Je nach körperlicher Konstitution ist es verschieden, welcher Muskel nun gerade befallen wird; häufig die Wadenmuskeln, dann vor allem die Beuger des Unterschenkels, also diejenige Muskelpartie, die sich auf der Rückseite des Oberschenkels befindet, ferner die Beuger des Oberschenkels, mit die kräftigsten Muskeln des menschlichen Körpers überhaupt. Die Springer erleiden meistens andere Verletzungen, obwohl natürlich auch bei diesen Muskelzerrungen vorkommen. Hierzu gehören vor allem Prellungen oder Verstauchungen di r Gelenke, verbunden mit Zerrungen der Gelenkbänder- und Kansel. Bei Leuten mit starken Bändern kommt es leichter zu Prellungen, besonders an Fuß- und Kniegelenk, sei es, daß der Sprungbalken sehr hart ist und mit der Sohle zu fest aufgesprungen wird, oder beim Aufsprung das Bein nicht rechtzeitig im Kniegelenk gebeugt wird und dadurch eine sehr schmerzhafte Verstauchung entsteht. Frauen haben im allgemeinen einen viel weniger starren Gelenkapparat, d. h. die Kapsel ist schlaffer; dadurch sind die Frauen Prellungen viel weniger un¬ Treff punkt aller Bar Kochbaner Bekanntgabe d. Spielresultate Im Cafe Freimark, Sandweg 17 Eck-» Baumweg TelMon Carolus 4412? LINOLEUM in jedes Haus LI NO LEU M G. M. B. H. Kaiserstraße Nr. 41 /Telefon Hansa Nr 7188 Drogerie Schneemann Zeil 39, erwartet Eueren Besuch

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