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Bar Kochba · 1928-11-01 · November 1928 · p. Seite 63

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Bar Kochba
Volume
1928
Issue
November 1928
Date
1928-11-01
Page
Seite 63 (sequence 11)
Language
German
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63 sehr niedrig, social) wohl alle Mitglieder teilnehmen können. Die Freusburg liegt in einem der schönsten Teile des Westerwaldes und auch für Wintersport ist das Gelände sehr geeignet. Die Leitung des Treffens hat der Kölner Bar Kochba übernommen, in der nächsten Nummer werden wir genauere Mitteilungen über Abfahrtszeit etc. veröffent liehen. Aus dem westdeutschen Bezirk des deutschen Makkabikreises Die Reihe unserer Wintcrvcranstaltimgen konnten wir ,un 2. 10. durch einen außerordentlich gut gelungenen Äbcn! im grollen Saal der Rheinlandloge in Köln beginnen, der für uns ein voller Erfolg gewesen ist und starke propagandistische Wirkung hatte. Veranlassung gab uns der Besuch des Herrn Hugo Rosenthal aus Haifa, der einen Vortrag über das Thema: Die körperliche Erziehung der jüdischen Jugend in Palästina" hielt. Sämtlichen jüdischen Jugendorganisationen, der zionistischen Ortsgruppe und der Gemeinde waren von uns Einladungen zugegangen, sodaß der Saal bis zum letzten Platz gefüllt war. Herr R. schilderte in seinem außerordentlich interessanten Vortrage, mit welchen ungeheuren Schwierigkeiten das Erziehungswerk in Palästina verbunden sei, da in erster Linie eine Tradition fehle, d. b. eine Bindung an irgendwelche Vergangenheitserichnisse der Nation. Die Jugend, die in Palästina erzogen wird, stammt aus allen möglichen Ländern, und der Lehrer steht, trotz des gemeinsamen Lebensstils, keiner geschlossenen Einheit gegenüber; ferner ist auch nicht ohne Bedeutung, daß die Kinder mindestens 1 bis 2 Jahre unter den veränderten klimatischen Verhältnissen zu leiden haben. Das Ziel des palästinensischen Erziehungswerkes ist selbstverständlich der jüdische Mensch, und'das ist nur auf 2 Wegen möglich: 1. Ueberwindung der Traditionslosigkeit durch Schaffung einer neuer. Tradition, und 2. durch Schaffung eines einheitlichen Menschenschlages. Man versucht eine Tradition zu schaffen durch gemeinsame, immer wiederkehrende Erlebnisse, z. B. durch Einrichtung des Ta!>;es der Pflanzungen, au dem sämtliche Kinder hinausziehen und jedes ein Bäumehen pflanzt, das es auch später pflegen muß, dann durch große Sportfeste, die regelmäßig am Lag Beomer stattfinden, und durch Feiern am. 20. Tammus, dem Todestag Th. Herzl's, die aber durchaus nicht den Charakter von Trauerfeiern tragen, schließlieh die alljährlichen Schulwanderungen^ jdie hn Ferienmonat Nissan vorgenommen werden. Die älteren Schüler sind auf diesen Fahrten bis zu 10 Ta- V. FUCHS Dampffärberei und chemische Waschanstalt fürHerren-, Damenu. Kinder-Garderobe Vorhänge, Teppiche und Decken etc. Reelle u. schnelle Bedienung. Civile Preise. Gegründet 1883 0ocm Frankfurt a. M.-Sachsenhausen Telefon Carolus Nr. 45512 / Hauptgeschäft: Bornheimer Landstr. 16 / Filiale : Elisabethen?tr.16 gen unterwegs, und es müssen mangels Eisenbahnlinien und Ortschaften weite Strecken zu Fuß zurückgelegt werden, die ganze Verpflegung und die Zelte etc. werden auf besonderen Gepäckwagen mitgeführt. Den zweiten Weg, die Schaffung des einheitlichen Menschentyps, sucht man durch Erziehung zur produktiven, handwerksmäßigen Arbeit und durch Leibesübungen zu erreichen. Bereits in den Kindergärten müssen die Dreijährigen leichte Gartenarbeiten machen und leinen, mit Schere und Nadel umzugehen. Wenn die Kinder später in die Grundschule übergehen, verstehen sie bereits zu zeichnen und zu basteln und werden in einem planmäßigen Aufbau mit einem Handwerk bekannt gemacht. Dieser Unterricht, der durchschnittlich 6 Wochenstunden in Anspruch nimmt, beginnt mit Bearbeitung von Papier und Pappe, geht dann zur Holz- und schließlich zur Metallbearbeitung über. Ein großer Teil der Einrichtungsgegenstände des Internates, wie Tische, Stühle und Schränke etc. ist in den eigenen Werkstätten von den Schülern hergestellt worden und wird von ihnen abwechselnd auch die gesamte Gartenarbeit, verrichtet. Vor 2 Jahren ist ein Heim der Pfadfindergruppe eingeweiht worden, das ausschließlich von den Schülern der Anstalt erbaut ist, ebenfalls wurde von Ihnen ein Lesezimmer hergestellt und Arbeiten für die Einrichtung eines Sportplatzes begonnen. Diese größeren Aufgaben werden von den Schülern während des sogenannten Arbeitsmonats, das ist der elfte Monat des Schuljahres, an dem täglich nur 2 Unterrichtsstunden in der Klasse sind, durchgeführt. Neben dieser Arbeit läuft die sportliche Erziehung der Kinder. Täglich findet eine Turnstunde statt, und eine Anzahl besonders befähigter Jungen -rr.—--1- ' ■ ™ ——— ^^^e^S^ TELEFON I /fflfÄ ^PRIVAT-** ANLAGEN MäiiiiistL TELEFON-ANLAGEN FÜR DEN AUTOMATISCHEN FERN OHAUSVERKEHR FRANKFURTER-PRIVAT-TELEFON GES. M.B.H. FRANKFURT MAIN »FERNSPR. HANSA 6256-58 MAINZ DARMSTADT WIESBADEN CASSEL FULDA F4408 F 59T F25413 F 6263 F835

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