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Bar Kochba · 1928-11-01 · November 1928 · p. Seite 62

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Bar Kochba
Volume
1928
Issue
November 1928
Date
1928-11-01
Page
Seite 62 (sequence 10)
Language
German
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62 einer Einheit gestalteten. Nach der Teepause sprach Frau Katharina von Kardorff-Oheimb. Ihre Worte galten hauptsächlich den jüdischen Müttern. Nachdem Prof. Franz Oppenheimer noch einen Brief von Einstein vorgelesen hatte, sprach als letzter Redner Kurt Blumenfeld, der Vorsitzende der Zionistischen Organisation für Deutschland. Er betonte hauptsächlich die Realität Palästinas im Gegensatz zu dem heutigen Leben der Juden im Gallith. Während hier jeder Jude die Möglichkeit hat, sich Verpflichtungen und Auseinandersetzungen zu entziehen — seien es solche geistiger Natur oder Fragen des täglichen Lebens — besteht diese Möglichkeit in Palästina nicht. Hier genügt es z. B., einfach aus irgend einer Versammlung wegzugehen, um von diesen Dingen überhaupt nicht mehr berührt zu werden, ja man kann allem aus dem Weg gehen, indem man etwa einfach keine Versammlungen besucht und so die Dinge garnicht an sich herankommen läßt. In Palästina aber gibt es nicht diese Möglichkeit des „Fortlaufens", dort sind die Dinge wirklich und jeder, der dort lebt, ist eo ipso gezwungen, zu allen Fragen, die an ihn herantreten, Stellung zu nehmen. Sofern wir also überhaupt wieder ein jüdisches Leben haben wollen, ist es nur in Palästina möglich, wo die jüdischen Fragen auch gleichzeitig Fragen des täglichen Lebens sind und nicht wie im Gallith nur verpflichtend für die, die sie anerkennen. Seine Rede machte wohl den stärksten Eindruck auf die Versammlung. Im Ganzen war es ein Abend, der dem Aufbauwerk und damit dem Keren-Hajessod viele neue Freunde und Helfer geworben hat. Aus dem Verein Ping-Pong-Abte-Iung. Durch den starken Zuwachs von neuen Mitgliedern ist es nötig geworden, diese Abteilung zu trennen, sodaß jetzt an 2 Abenden jeweils an 4 Tischen gespielt wird. Die Spielzeiten sind aus dem Terminkalender ersichtlich. Im Dezember oder Januar wird voraussichtlich ein Turnier um die Klubmeisterschaft stattfinden. Damen - Gymnastik - Abteilung. Auch diese Abteilung ist so stark gewachsen, daß eine Trennung in '1 Gruppen stattfinden mußte. Die Uebungsabende sind aus dem Terminkalender ersichtlich; Neuanmcklungen erbitten wir für die Gruppe 2, da in der Gruppe 1 nur die bereits fortgeschrittenen Schülerinnen zusammengefaßt sind. Herren-Sportabteilung. Der Betrieb ist sehr gut und regelmäßig. Im Vergleich zu früheren Zeiten fällt angenehm auf, daß das Training sehr pünktlich beginnt, und daß der Besuch sehr regelmäßig ist. Die Abteilung macht jeden ersten Dienstag im Monat gemeinsam mit der Jugendabteilung einen Waldlauf, an diesem Tage fällt dann das Training in der Halle aus. Jugend-Sportabteilung. Die Abteilung ist im Training immer noch die stärkste Abteilung im Verein. Der Besuch ist sehr gut und regelmäßig, die Jungens sind mit viel Eifer bei der Sache und werden durch das harte Training in der nächsten Leichtathletik-Saison sicher gute Leistungen erreichen. Vortrag, Turnlehrer Rosenthal, Haifa. Der Vortrag über die körperliche Erziehung der Jüdischen Jugend in Palästina war leider nicht so gut besucht, wie es im Interesse der Sache notwendig gewesen wäre. Wir danken an dieser Stelle nochmals Herrn Turnlehrer Rosenthal für seine interessanten Ausführungen und hoffen, daß die Wirkung seiner Worte sich auch für den Haifa-Fonds günstig auswirken wird. Da wir in dieser Nummer einen ausführlichen Bericht unseres Kölner Brudervereins über den gleichen Vortrag veröffentlichen, haben wir auf eine eingehende Schilderung von uns aus verzichtet. Die Neu-Aufn?hme von Mitgliedern kann künftig nur durch Vorstandsbeschluß erfolgen; Anmeldungen sind durch die Abteilungsleiter jeweils zu den Vorstandssitzungen einzureichen. Direkte Neil-Anmeldungen hitte n wir mit Referenzen an das Sekretariat, Gr. Eschenheimerstr. 74, zu senden. Sekretariat. Die starke Entwicklung unseres Vereins und die ständig steigende Mitgliederzahl hat die Verlegung unseres Sekretariats in erweiterte Räume notwendig gemacht. Unser Sekretariat befindet sich nunmehr Gr. Eschenheimerstr. 71 (gleiches Haus wie Hambitzer), mit der Leitung ist Frl. M. Heß, die den meisten unserer Mitglieder bekannt ist, betraut worden. Wir bitten, ab 15. ds. alle Korrespondenz etc. an obige Adresse zu senden. Der Vorstand dankt auch an dieser Stelle 'I hr. Hecht für seine l Unterstützung bei Beschaffung der Sekretariatsräume. WethnacH-.n findet wieder eine größere Treffahrt des Südwestdeutschen und Rheinischen Bezirkes des Makkabi-Verbandes statt, und zwar auf der Freusburg bei Kirchen an der Sieg. Die Kosten sind CARL SOMMERe.M.B.H, Frankfurt am Main Hafenstraße Nr. 13 Fernsprecher Amt Spessart Nr. 314 Sorgfältige Erledigung aller Maler-, Ansireicher- und Verputz- Arbeiten in Neubauten, Umbauten, Wohnungen und GeschäfiSlokalen. / Fassadenanstrich, Schildermalerei, Möbellackierungen. Anstrich von Eisenkonstruktionen. KOSTENVORANSCHLÄGE ZU DIENSTEN 0024

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