Bar Kochba
- Journal
- Bar Kochba
- Volume
- 1928
- Issue
- September 1928
- Date
- 1928-09-01
- Page
- Seite 25 (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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25 oder daß Lowe seine kurzen Sprints über 2 oder 3 mal 50 m, Williams 3 oder 4 Starts wie aus der Kanone geschossen machte. Auch Faddocks schnelle Streichmassage mit irgend einem Massagemittel, ein paar Sekunden vor dem Start, verdient vielleicht Beachtung. Selbstverständlich kann auf diese Art sich nur der Wettkämpfer selbst kontrollieren, diese Aufgabe dem Sportlehrer oder Trainer zu überlassen, wäre falsch und würde den Erfolg in Frage stellen. Jahrelange genaue Selbstkontrolle führt hier bestimmt zum Ziele und das ■Selbstvertrauen und die Sicherheit im gegebenen Moment das Höchste leisten zu können, würde die Nervenfrage auf ein Minimum reduzieren. Hier müssen die Hebel für die nächste Olympiavorbereitung angesetzt werden; denn verwunderlich ist es doch, daß von den ganzen Teilnehmernunsei er Leichtathletik-Expedition außer Hirsdifeld, Engelhardt und Frau Radtke niemand über seine Standardleistungen hinausgewachsen ist, während ein großer Teil der Olympiasieger über ihre bisherigen Höchstleistungen gingen. Das gibt doch zu bedenken. Ich glaube deshalb bestimmt, wenn die vorstehender» Ausführungen bei unseren Leichtathleten mehr Beachtung finden, es im Laufe der nächsten Ja lue unseren Wettkämpfern möglich sein wird, im Entscheidungskampfe in Höchstform zu sein. Gerade beim Schreiben dieser Zeilen erhalte ich die neueste Nummer von Start und Ziel und ersehe daraus zu meiner Freude, daß Reichstrainer Waitzer genau meiner Meinung ist. Er schreibt u. A. „Daß wir technische Neuheiten bei den Spielern kaum zu sehen bekamen. Was unseren Wettkämpfern fehlte, konnte man mit „Ausnützung der Olympischen Stunde" bezeichnen. Im olympischen Wettbewerb hängen die Siege weniger von Taktik und Technik ab, als von der Kondition der Teilnehmer im entscheidenden Augenblick. Auf die genau vorausbestimmte Minute des Wettkampfes vorbereitet zu sein, alle günstigen Vorbedingungen für diesen einen kurzen Augenblick bereit zu halten, das ist es, was uns Deutschen nicht immer voll gelungen ist. Die großen T r a i n i n g s I e i s t u n g e n stellten sich mehrfach nicht zur rechten Mi - n ii t e in Amsterdam ein. Der Leser ersieht hieraus eine Bestätigung meiner Ausführungen. Bisher war nur von den ganz Großen die Rede, aber alle Aktiven, ob Anfänger. Junior oder Senior sollten diese Tatsachen beherzigen, daß Höchstleistungen sowie gute Durchschnittsleistungen nur durch eisernes Training sowie genaue Selbstkontrolle erreicht werden können. Die Leichtathletiksaison ist jetzt so gut wie zu Ende. Es kommt das Winterhalbjahr mit seinem Hallentraining und den Waldläufen. Iiier hat man Muße genau seinen Körper bei allen Leistungen zu kontrollieren, denn die aufreibende Nerventätigkeit bedingt durch den Wettkampf, schaltet aus. Ich habe nur den Wunsch, daß meine Worte nicht unausgenülzt: bleiben zum Wohle und zum Aufstieg der gesamten Leichtathleiik. Lohaluieihsel und - Fipmenänderung 5 Die Deutsche Lehrmittelanstalt Abt. Jugendbeschäftigungen U.Spielwaren ist von Kirchnerstraße 6 umgezogen nach Hirihnepsfrasse 4 Die Fa. Deutsche Lehrmittelanstalt ist erloschen Meine neue Firma lautet: I Lehrmittel- und Spieluiarenhaus HERMANN BARBIER erstes Spezialgeschäft für moderne Jugendbeschäftigungen Lehrmittel und Spielwaren 0009 I!llülliilll!ll!il!l!l!iiil!lhi!illl!iu!lllliiiilH!iii Ii Gischel & Co. g. m. t>. h. Automobile r L CHANDLER Telefon Hansa 1781 Besichtigen Sie unsere Ausstellungsräume 21 ROSSMARKT 21 Ecke Kaiserstraße Sl'iWH "ipnilMIpnilPllllliniH«^