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Wiener jüdisches Familienblatt · 1935-03-01 · 16 (März-April 1935) · p. Seite 31

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Wiener jüdisches Familienblatt
Volume
3 (1935)
Issue
16 (März-April 1935)
Date
1935-03-01
Page
Seite 31 (sequence 33)
Language
German
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In gut bürgerlichen Kreisen bekommt die junge Braut sechs bis acht Doppelbetten, von denen immer zwei Garnituren das gleiche Muster haben. Soll nun ein .Stück frisch überzogen werden, so ist dadurch Spezial-Atelier für Wäsche-Ausstattungen Ludwig Sfeininger Wien I , Annagasse 6 - Telefon R 28-1-67 ein passendes immer vorrätig. Englische Dessins oder solche mit diskret wirkender Handarbeit, wie Spitzenstich oder Schnürlarbeit und elegante Filtire- oder Toledomuster werden nach Maßgabe der Möglichkeit gewählt. Auch das „Galabett'' mit künstlerischer Handarbeit wird wieder verlangt. Wird außer weißer Bettwäsche auch eine pastellfarbene angeschafft, so muß sie zu Teint und Haarfarbe der Braut und zu den Farben der Daunen- und Flanelldecken passen. 24 Leintücher, 2 Daunendecken, 2 Flanell- und 2 Piquedecken vervollständigen die Bettwäsche. Die Tischwäsche für den täglichen Gebrauch umfaßt zwei Speisetischtücher für vier Personen, sechs für sechs Personen und zwei bis drei Dutzend Servietten. Die ganze Garnitur wird in eine m Muster gewählt. Aus feinstem Leinendamast ist die Tischwäsche für Gäste. Es sind zwei Tischtücher für sechs Personen, zwei für neun und zwei für zwölf Personen nötig, dazu drei Dutzend große und drei Dutzend kleine Servietten. Ein Prunkgedeck mit schöner Handarbeit und Spitzen ist für feierliche Anlässe natürlich sehr erwünscht. Die hübschen Lunchon-Sets, die für jeden Gast separat gedeckt werden, sind meisten;; auch sehr schön ausgeführt. Kleine Tee- oder Bridgegedecke in der Farbe der Services, Gedecke aus gesticktem Organdy, die auch als Milieux verwendet werden, oder eines der neuen runden Bridgetischtücher mit ebenfalls runden geschlungenen Servietten und großem Monogramm werden der jungen Hausfrau viel Freude machen. Zur Frühjahrsfoileffe das iw@i¥m>wmm vollendet und doch nicht teuer! WIEN, I. BEZIRK, PLANKENGASSE 6 (ECKE DOHOTHEERGASSE) Die Krupnik-Modeschau im Konzerfhaus. Das Haus Krupnik hafte in den letzten Wochen Gelegenheit, seinen dreißigjährigen Bestand, der gleichbedeutend mit dreißigjährigem erfolgreichem Aufwärtssfreben ist, zu feiern. Ein Nebeneinander von zwei anscheinend unvereinbaren Begriffen ist dem rastlosen Eifer, der merkantilen Begabung und dem modischen Verständnis der Chefs des Hauses gelungen: Popularisierung der Made und Schaffung exklusiver Modelle. Es ist gerade unseren Glaubensgenossen angenehm, den Aufstieg eines jüdischen Unternehmens zu beobachten, das im Handwerk wurzelt und die Wünsche aller Bevölkerungskreise zu befriedigen vermag. Die Moderevue, die in der M^ssewoche im übervollen, großen Konzerthaussaal stattfand, war ein neuerlicher Beweis, wie viel das Haus Krupnik für die Wiener Mode zu leisten vermag. Geschmackvolle Bühnenbilder, vom Maler Windisch und dem Architekten Stadler ausgeführt, waren der Schauplatz hübscher Vorführungsszenen, die alle Gebiete der Mode ausführlich behandelten. Strand- und Sportkleidung, lieise- und Trotteurmodelle, Entwürfe für den Nachmittag und Abend gab es in Fülle zu sehen. Französische Crcafionen erster Häuser wurden abwechselnd mit eigenen Schaffungen des Hauses Krupnik gezeigt, die vielfach von Frau Olga Krupnik persönlich entworfen waren. Man hatte Gelegenheit zu sehen, daß hier im richtigen Ausmaß Pariser Ideen die heimischen Modelle beeinflußt hatten, die dem Typ und der Eigenart der Wienerin wirklich entsprechen. Allerliebst war die Art, Kindermode vorzuführen. Steffi Stahl ließ ihre herzigen Schülerinnen in Krupnik- Kleidchen und -Kostümen verschiedene Tänze und Spiele ausführen. Der reiche Beifall galt allen Beteiligten. Dr. Denk konferierte die Vorführungen, die von heiteren, künstlerischen Darbietungen der Schwestern Lily und Emy Schwarz und Exzentrikszenen des Komikerpaares Bood and Bood angenehm unterbrochen wurden. Das Gesamfarrangement der wohlgelungenen Veranstaltung, die dem Hause Krupnik alle Ehre machte, oblag Direktor Tausend. ii]|iiiiiiiiiiiiiiii[|iiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiii[iiiiiiiiiiiiiiiifMiiiiii(iiiiiii[iiii(iiiitiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiii[iiiiriiiiiiiii Wir zeigen in unseren JAft (3&M7/Mä >&L©M% die neuesten Schöpfungen der Pariser Haute-Couture und des eigenen Ateliers, in unerreichter Auswahl und zu zeitgerechten Preisen! jyyyi k Ey Einums Nur Wien VII, Kaiserstr, 115, Nirgends Filialen ii.....um.....im.....iiiiiuiiiimiuiimimiiiiiiiiimi........iiiiiiiimiiiimihiiiii.......iiiiimiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiii.....itiiiiiiii...... 31

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