Wiener jüdisches Familienblatt
- Journal
- Wiener jüdisches Familienblatt
- Volume
- 3 (1935)
- Issue
- 14 (Jänner 1935)
- Date
- 1935-01-01
- Page
- Seite 28 (sequence 30)
- Language
- German
- Belongs to
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Winter in der Schweiz Der Winter in der Schweiz hat seinen Einzug gehalten. Die hochgelegenen Wintersportplätze melden bereits Schneelagen von über einem halben Meter Pulverschnee und auch die Wintersonne hat nicht gesäumt, dem Schweizer Winter seine besondere Note aufzuprägen. Herrlichstes Winterwetter allenthalben! Für den Wintergast sind wieder rechtzeitig zwei Schriften erschienen, die in den Reisebureaus des Auslandes und beim Schweizer Verkehrsbureau in Wien, Prag und Budapest unentgeltlich erhältlich sind. Das eine der beiden Heftchen „Winter in der Schweiz" unterrichtet den Interessenten über die einzelnen Schweizer Wintersportplätze im allgemeinen und deren sportliche Anlagen im besonderen. Man ersieht daraus, daß die tägliche durchschnittliche Sonnenscheindauer in den kürzesten Wintertagen selten unter 6 Stunden sinkt, vielfach aber 7—9 Stunden beträgt. Das zweite Heftchen „Was kostet ein Winteraufenthalt in der Schweiz" enthält eine verbindliche Pauschalpreisliste für einen Mindestaufenthalt von 7 und mehr Tagen in den verschiedensten Wintersportpläfzen der Schweiz. Es interessiert alle jene Gäste, welche im Vorhinein genau ihr Budget aufstellen, d. h. wissen wollen, mit welchem genauen Betrage sie für einen Winteraufenthalt in der Schweiz zu rechnen haben Diese Pauschalarrangements können im Vorhinein beim Amtlichen Schweizer Verkehrsbureau in Wien, I., Kärntnerstraße 20, in Schillingen erlegt werden. über die Unterkunftsmöglichkeiten in der Schweiz schließlich orientiert der „Schweizer Hotelführer", aus dem alle Details nebst Höchst- und Mindestpreisen der Schweizer Hotels, Gasthöfe und Pensionen zu entnehmen sind. Jeder Wintergast tut gut, sich vor seiner Abreise diese Broschüren zu beschaffen. Gepäck-Zollami St. Moritz. Vom 15. Dezember an können alle Sendungen von Reiseeffekten aus dem Auslande direkt nach St. Moritz aufgegeben werden. Ganzjährig offen gehaltene Alpenpässe. Es gibt heute schon eine ganze Anzahl Schweizer Alpenpässe, die dank der Bemühungen der interessierten Kreise und dank der Vervollkommnung der Schneetraktoren den ganzen Winter hindurch offen gehalten werden können. In der Regel befindet sich solch ein moderner Schneepflug auf der Paßhöhe und nimmt sofort nach Neuschnee seine Tätigkeit auf. Unmittelbar nach sehr starken Schneefällen muh, zwar schon noch mit einem Unterbruch der Passierbarkeit von 1 bis 2 Tagen gerechnet werden. Schneeketten und eventuell eine Schaufel sind aber auf jeden Fall mitzunehmen. Solche Pässe haben natürlich für den Autotourismus nicht nur als internationale Durchgangsstraßen und zur Erschließung der Wintersportgebiete Wert, sondern bieten auch landschaftlich einengrohen Genuß, da man jetzt mit dem Auto in Gebiete vordringen kann, die vorher ausschließlich nur zur Domäne des Skifahrers gehörten. Ganzjährig passierbare Alpenpässe sind folgende: Lenzerheide: Von Chur nach Tiefencastel. Die Kulminationshöhe ist 1530 m. Julier: Der höchste ganzjährig befahrbare Paß der Alpen. Er führt von Tiefencastel hinüber ins Engadin. Er hat eine Kulminationshöhe von 2287 m. Maloja (1817 m): Verbindet das Engadin mit dem Veltlin und hat als Anschlußstraße zum Julier internationale Bedeu'ung. Brün ig (1011m): Führt von Luzern nach Meiringen und ist somit die direkte Verbindung des Berner Oberlandes mit dem Vierwaldstättersee. Saanenmöser: Der Ubergang zwischen Zweisimmen und Gstaad. Col des Mosses (1448m): Von Aigle nach Chateau d'Oex. Kürzeste Verbindung vom Genfer See ins Berner Oberland. Fahrpreisermäßigung im Winterverkehr 1934 35. Die Schweiz gewährt auch im Winterverkehr 1934 35 ihren ausländischen Wintergästen eine außerordentliche Fahrpreisermäßigung, die rund 45 Prozent des normalen Fahrpreises einfacher Fahrt beträgt. Sie ist gebunden an einen Mindestaufenthalt von 7 Tagen und wird gewährt für Rundreisen und Retourkarten. Diese außerordentliche Fahrtermäßigung wird gewährt vom 15. Dezember bis 15. April. im (FPi&ciKiir v®® MöiPPiE Mmm Wie Dr. Hufnagel, Bad Orb,in der, .Münchner Med. Wochenschrift "nachgewiesen hat, läßt sich Influenza durch 2-3 Bestrahlungen mit der Quarzlampe „Künstliche Höhensonne" Original Hanau ausheilen. Regelmäßige Bestrahlungen mit der Höhensonne haben aber auch eine vorbeugende W i rkung gegen Grippe- Erkrankungen, wie dl es Dr. Hörnicke-Hannover bestätigen konnte. Es ist ein Gebot der Vernunft, eine „Höhensonne" in der Familie jederzeit zur Verfügung zu haben und besonders bei Eintritt der kalten, lichtarmen Zeit, in der ja immer die Grippeseuche auftritt, damit zu bestrahlen. Ultraviolettbestrahlungen sind besonders für Kinder wichtig, um diese vor Rachitis Skrofulöse und Keuchhusten zu schützen, ferner für die Frau, insbesondere für die stillende oder werdende Muiter und auch für den berufstätigen Mann gegen den Nervenverbrauch. Verlangen Sie kostenlosen Prospekt Nr. 111 von der QUARZLAMPEN - GESELLSCHAFT M. B. H. WIEN VIII., ALSERSTRASSE 23 - TELEPHON NR. A22-0-18 oder von Elektro- und medizinischen Fachgeschäften. Bequeme Teilzahlungen, kostenlose Vorführung. Seit neuem das billige Volksmodell, die Alpina-Heimsonne. 28